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Die Lehrveranstaltungen sind ausgesucht, Formulare ausgefüllt, Bestätigungen eingeholt und schließlich der TOEFL-Test bestanden. Aber die nächste Hürde wartet schon.

Die Wohnungssuche

Die Wohnungssuche in Kopenhagen gestaltet sich nämlich sehr mühselig. Im Großraum Kopenhagen leben rund 1,2 Millionen Einwohner und Wohnungen sind in der Stadt hart umkämpft. Ich verbringe mein Erasmus-Semester zusammen mit Lubomir, einem Freund und Kommilitonen der auch für Kopenhagen nominiert ist. Darum suchen wir gemeinsam eine Wohnung. Dutzenden Anfragen haben wir schon verschickt, aber fast nie eine Antwort erhalten und wenn doch, dann war diese negativ. Ein anderer Freund von mir meinte, dass es aufgrund des Wohnungsmangels in Kopenhagen sogar häufig Hausbesetzungen gibt, ganz einfach weil sich viele die Miete nicht mehr leisten können. (Man verzeihe mir bitte diese ungeprüfte Quelle.) Wir haben uns bei allen Studentenwohnheimen registriert, Bekannte und Freunde um Hilfe gebeten und sind bereit 7500 Kronen zu zahlen – das sind umgerechnet rund 1000 Euro. Ich verstehe aber auch, dass sich ein Vermieter keine unbekannten Ausländer in die Wohnung nehmen möchte, die man vor Mietbeginn nicht mal zu Gesicht bekommt. Es gibt für uns nur eine Alternative: Wir müssen uns in eine Herberge einquartieren und dann von Kopenhagen aus eine Wohnung suchen.

Kann nicht die Uni eine Unterkunft besorgen?

Diese Frage wurde auch schon manchmal an mich gestellt. Und tatsächlich kümmert sich die Kopenhagener Uni um Unterkünfte für ihre Erasmus-Studenten. Allerdings sind mein Kollege Lubomir und ich dafür zu spät dran. Dass wir zu spät sind, liegt wiederum am TOEFL-Test. Ich habe im letzten Artikel ausführlich über den TOEFL geschrieben und dass der mein Zeitmanagement über den Haufen geworfen hat.

Hier nun die Erklärung: Kopenhagen verlangt einen TOEFL, das hat uns die Koordinatorin bereits am Infoabend erklärt. Nun wussten wir natürlich nicht, ob wir wirklich für Kopenhagen nominiert werden würden. Es dauert aber bis man die Bestätigung über die Nominierung erhält und sich dann um die Anmeldung zum TOEFL kümmern kann. Vor der Nominierung wollten wir uns nicht für den TOEFL anmelden, da die Testgebühr mit € 180,- recht saftig ist und kein Student gerne so viel Geld ausgibt. Es ist sehr ärgerlich, dass die Deadline für die Vermittlung einer Unterkunft sehr kurz war. Etwas worauf uns im Vorfeld auch niemand hingewiesen hat. Mit Lernen, Antreten und Abwarten der Testergebnisse – das dauert auch mindestens 2 Wochen – ist sich das alles nicht mehr rechtzeitig ausgegangen. Und hier auch ein wichtiger Hinweis: In Österreich organisiert der CIU den TOEFL-Test. Auf deren Homepage kann man alle Prüfungstermine ansehen. Allerdings ist das mit der Anmeldung nicht so einfach. Bei uns waren zum gewollten Termin alle Plätze ausgebucht, auch das sollte man immer beachten. Wenn die Wunschuniversität einen TOEFL fordert, sollte man diesen Test wirklich schon im Vorfeld machen und nicht auf die Nominierung warten. Das ist zwar ein (Geld-)Risiko, aber man erspart sich dann viel Ärger.

Beihilfe nicht vergessen

Die Studienbeihilfenbehörde unterstützt Studierende im Ausland, wenn sie auch in Österreich Beihilfe beziehen. Dabei bezieht sich die Höhe der Beihilfe auf die Lebenserhaltungskosten des Ziellandes. Den „Antrag auf Genehmigung einer Beihilfe für ein Auslandsstudium“ kann man auf deren Homepage abrufen.