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„Researching Media Convergence and Crossmedia News Produktion. Mapping the Field.“,

einem Artikel von Ivar John Erdal aus dem Jahre 2007.

In seinem Aufsatz geht es konzentriert um Medienkonvergenz im Rundfunkjournalismus. Erdal sieht die Ursache der Medienkonvergenz/Crossmedialität in der Digitalisierung. Heute werden gerne Fernsehinhalte im Web aufbereitet und die Audiospur vom Fernsehen im Radio verwendet. Erdal erwähnt Jenkins, der de Sola Pool (1983) als den Ersten identifiziert, der von „Medienkonvergenz“ spricht und damit die „Macht des Wandels“ meint. (vgl. Erdal, 2007: S. 51f) [ref]Erdal, Ivar John (2007): Researching Media Convergence and Crossmedia News Production. Mapping the Field. In: Nordicom Review 28 (2), S. 51–61.[/ref]

Für Erdal ist Crossmedia ein Prozess, bei dem gleichzeitig zwei oder mehrere Medienplattformen aufeinander bezogene Inhalte innerhalb der selben Organisation kommunizieren (vgl. ebd.: S. 52). Erdal macht klar, dass es mehrere Arten von Kooperationen zwischen Medienplattformen gibt:

  • Teilen von Inhalte
  • multimedial arbeitende Journalisten
  • gleiche Inhalte, die dann aber verschieden aufbereitet werden (vgl. ebd.: S. 53)

In diesem Zusammenhang gibt es unter Experten auch die Diskussion, ob von „multiskilled“ oder „deskilled“ Journalisten zu sprechen ist. Auffallend ist jedenfalls, dass auch das Fernsehen versucht dem Internet seinen medienspezifischen Stempel aufzudrücken (vgl. S. 53f). Der Kommunikationswissenschafter Fogerjord wiederum postuliert, dass das Web kein Medium sein, sondern vielmehr eine Plattform für Medien (vgl. ebd.: S. 58).

Bam! Das Jahr 2012 ist Vergangenheit. Zeit um wieder die besten TV-Serien zu küren. Langsam wird das schon fast so etwas wie eine Tradition. Jetzt aber zu den Gustostückerln 2012:

  1. Breaking Bad. Irrsinnig komplexe Charaktertypen, minutiös geplante Handlungsstränge und dramatische Verwicklungen ohne Ende.
  2. Game of Thrones. Kult. „Herr der Ringe“ kann nach Hause gehen!
  3. It’s Always Sunny in Philadelphia. Schwärzer kann Humor gar nicht sein.
  4. Louie. Bekannter Comedian erzählt sein Leben in hyperrealistischer Weise.
  5. The Walking Dead. Schwache zweite Staffel, aber die dritte ist wieder sehr in Ordnung.
  6. Veep. Neueinsteiger der uns zeigt: Auch die Vizepräsidentin der USA muss um Aufmerksamkeit kämpfen.
  7. House of Lies. Ebenfalls ein Neueinsteiger. Die Serie persifliert das Leben von Management Consultants.
  8. Family Guy. Ein Klassiker für die Entspannung.
  9. Parks and Recreation. Das Leben einer sympathischen Bürokratin.
  10. Suits. Meine kleine Sünde: Suits ist „Sex and the City“ für Männer.

Als echter TV-Junkie hat man dutzende Lieblingsserien. Da fällt es natürlich schwer den Überblick zu behalten. Wann erscheint denn nun die neue Episode von „Community“ oder wann beginnt die nächste Staffel von „Game of Thrones“? Im Internet findet man haufenweise Dienste die Episoden datieren und organisieren können. Nur: Wer die Wahl hat, hat die Qual und leider ist im World Wide Web auch viel Schrott dabei. Ich habe mich durch mehrere Dienste wühlen müssen, bis ich schließlich etwas gefunden habe, das allen Wünschen gerecht wird: episodecalendar.com.

Die Seite zeigt in einem automatisch aktualisierenden Kalender an, welche Serien wann ausgestrahlt werden. Dabei kann sogar die Zeitzone ausgewählt werden, sodass keine zeitlichen Missverständnisse auftauchen können. Außerdem können bereits gesehene Serien abgehackt werden. Alle ungesehen Folgen einer selbst gewählten TV-Show können auch in einer Liste angezeigt werden. Wer sich die Termine gleich in Google- oder Outlook-Kalender  speichern möchte, auch der Export mittels iCal ist möglich. Außerdem kann man Freunde den Link zum RSS-Feed schicken, damit auch die nie mehr eine Episode verpassen. Ein nettes zusätzliches Gimmick sind die Trendanalysen. So kann jeder sehen, welche Serien bei den Usern besonders beliebt sind oder welche gerade stark an Beliebtheit gewinnen.

Übersichtsseite von episodecalendar.com

Episodecalendar.com kann ich daher jedem empfehlen, der auf der Suche nach einem TV-Terminplaner ist. Denn wer will schon blöd daneben stehen, wenn die Freunde über eine geniale neue Episode plaudern?

Ja, es stimmt. Wir werden zu Jahresende überschwemmt mit Top-Listen. Aber meine ist ganz besonders gut, ich schwöre! Denn mein Favoritenauswahl hat für jeden was dabei – von ganz neue Serien wie Falling Skies bis hin zu alten Platzhirschen wie American Dad.

10. Fringe

Eine FBI-Agentin und ihr Kollege ermitteln in mysteriösen und angsteinflößenden Fällen. Das Konzept ist nicht wirklich neu, Akte X kennen Leute meines Alters aus der Kindheit. Spannend machen die Serie aber die Sciene-Fiction-Ideen, die in den Stories verarbeitet werden und im Verlauf ein großes Ganzes ergeben.

9. Dexter

Bereits altbekannt und gut bewährt. Dexter handelt von einem sympatischen Serienkiller mit Gewissen.

8. American Dad

Grandioser Comic. Lustig, schräg und sozialkritisch. Kurz habe ich schon darüber gebloggt.

7. Parks and Recreation

Bester Klamaukhumor um ein bunte wie durchgeknallte US-Beamtentruppe.

6. Modern Family

Al Bundy ist wieder da. Eine schreckliche nette Familie fand ich als Teenager grandios, Modern Family ist es heute. Die Comedy-Show kurz und knackig erklärt: Er lebt mit einer heißen Kolumbianerin und ihrem Sohn zusammen und seine Kinder mit ihren Familien gleich in Nachbarschaft. Die Show kommt locker flockig daher, Tiefgang braucht man nicht erwarten. Super zum Abzuschalten.

5. Falling Skies

Steven Spielberg als Producer? Das ist doch schon ein gutes Zeichen, gerade wenn es um Aliens geht! Nur diesmal präsentiert er uns nicht einen süßen, kleinen E.T. Diesmal haben Außerirdischen gewaltvoll die Erde okupiert und ausgerechnet Kinder werden versklavt. Sachlich betrachtet ist die Menschheit am Ende, trotzdem wird weitergekämpft. Als Fan von apokalyptischer Szenerie liebe ich ja so etwas.

4. It is always sunny in Philadelphia

Krank, krank, krank. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht mehr zu sagen. Die Show ist brutal bizarr – anschauen!

3. Game of Thrones

Die Show heimste haufenweise Preise ab und die Fans spielen verrückt. Zurecht, muss man sagen. Fantasy war nie so mein Ding, aber die Serie macht das ganz  intelligent. Anfangs könnte man glauben, die Autoren erzählen – mittels fiktiver Personen und Länder – das reale Leben im Mittelalter nach. Erst später kommt man drauf, dass die Leute beispielsweise nicht nur an Drachen glauben, sondern es diese tatsächlich auch gibt.

2. The Walking Dead

Apokalypse pur. Menschen sind fast vollständig ausgerottet bzw. aufgefressen worden. Die letzten Überlebenden irren hilf- und hoffnungslos durch das Land, in ständiger Flucht vor Zombies. Siehe meinen Blogeintrag dazu.

1. Breaking Bad

Breaking Bad ist das non plus ultra. Ernsthaft, wirklich, ohne Spaß: An die Serie kommt bei weitem nichts ran. Nun schon vier Staffeln lang, schaffen es die Autoren, verschachtelte Handlungsstränge aufzubauen, die sich langsam auseinander dividieren, um dann ganz plötzlich wieder ineinander zu fallen. Vor dieser bestechenden Logik und dieser mitreißenden Dramaturgie kann der Zuschauer nur mehr kapitulieren. Wie schon gebloggt, geht es bei der Serie um einen Chemielehrer, der ins Drogengeschäft einsteigt.

Jetzt ist es passiert: Boardwalk Empire interessiert mich nicht mehr, dabei habe ich es Anfang September noch empfohlen. Die Mafia-Story wurde irgendwann fad, da ist es mir gleich wie mit der Serie „The Sopranos“ ergangen. Ist auch naheliegend, immerhin stammen beide aus der Feder von Terence Winter. Nun ja: Eine Serie weg, drei neue dazu.

EnlightenedNatürlich auch wieder was von HBO. Seit Oktober läuft im amerikanischen Kabelsender „Enlightened„. Eine Serie über das verworrene Leben einer mindestens genauso verworrenen Frau, deren Leben auseinanderbricht. Nach einem Nervenzusammenbruch, will die Haupfigur Amy ihr Leben wieder auf die Reihe bekommen. Das ist aber gar nicht so einfach, mit einem unbefriedigenden Job, einer kaltherzigen Mutter und einem drogensüchtigen Ex-Mann. Trotzdem, nach einem Theraphieaufenthalt in Hawaii glaubt sie an die „Selbsterleuchtung“ und ist voller Tatendrang der Welt und ihren Mitmenschen Gutes zu tun. Funktioniert nur leider nicht so gut, immer wieder fällt sie in alte Verhaltensmuster zurück und überrascht den Zuseher mit handfestem Egoismus. Ihr ganzes „Hippie“-Darsein wirkt so oberflächlich und gekünstelt. Eine Art, die ja gerade Europäer gerne den US-Amerikanern vorwerfen. Die Serie veranschaulicht mit Humor und Dramatik die Kluft zwischen dem Traum eines neuen, besseren Lebens einerseits und den gesellschaftlichen Zwängen und alten Denkweisen andererseits.

Sons of AnarchyGanz andere Probleme haben da die Sons of Anarchy. Der Titel ist Programm. In der Serie geht es um einen Motorradklub, der jede Menge linker Dinger dreht. Derbe Sprache, viel Gewalt und eine Einführung in das Leben solcher Outlaws inklusive. Was will man(n) mehr. Produziert wird die Serie von FX Networks.

JustifiedFX Networks gehört mit Showtime, HBO und AMC zu den großen „big four“ der amerikanischen Kabelsender, viel hat man von ihnen in letzter Zeit trotzdem nicht gehört. Da ist überraschend, dass sie neben Sons of Anarchy gleich noch einen Kracher im Gebäck haben. Justified handelt von einem ziemlich schießwütigen US Marshal, der in seine Heimatstadt in Kentucky versetzt wird. Alles in allem handelt sich es dabei um eine Art modernen Western. Ich mag ja, wie in Film und Serien die Südstaaten in Szene gesetzt werden, egal ob bei True Blood, No Country for Old Man oder eben Justified. Dieser raue Charme hat jedenfalls etwas ganz Spezielles.

 

Es gibt allen Grund zu lachen: Die Comedy-Show It’s Always Sunny in Philadelphia ist mit der siebten Staffel zurück. Eine der Hauptrollen wird vom großartigen Danny DeVito gespielt. Für zart besaitete Menschen ist die Show allerdings nichts. Denn die Grenzen des guten Geschmacks werden gerne und oft ausgelotet. Immerhin fehlt den Figuren jegliches moralische Gewissen und auch Anstand und Sitte kennen sie nicht. Eine tote Prostituierte wird da schon mal schnell entsorgt, oder der verliebte Pfarrer manipuliert und in den Ruin getrieben.

Copyright: FXNetworks

Family Guy
Zum Brachialhumor zählt auch Family Guy. Die Comicserie handelt vom geistig zurückgebliebenen und schwer übergewichtigen Peter Griffin und seiner Familie. Peter erlebt die absurdesten Dingen, die Serie spart nicht mit Seitenhiebe auf High-Society, Film- und Fernsehbranche. Genial auch die Figur des jüngsten Griffin-Familienmitglied: Stewie. Der ist zwar noch ein Baby, aber klüger als Albert Einstein, Niels Bohr und Stephen Hawking zusammen. So hat er etwa eine Zeitmaschine gebaut. Dafür scheint er nur einen Freund zu haben: Den sprechenden Familienhund Brian. Dass der als einziges Tier reden kann, wird aber nie thematisiert. Genausowenig wie seine häufigen Beziehungen zu Frauen, also Sodomie pur. Dem Publikum jedenfalls gefallen die schrägen Charaktäre: Die Serie läuft bereits in der zehnte Staffel und ein Ende ist nicht in Sicht. Ein Glücksgriff vom Schöpfer Seth MacFarlane.

Copyright: Fox

American Dad
Wobei mit Glück dürfte das nichts zu tun haben. MacFarlane sprudelt nur so von Ideen. So hat zeitgleich mit Family Guy auch seine zweite Comicserie „American Dad!“ wieder gestartet. Darin geht es um den etwas gefühlsarmen CIA-Agent Stan Smith. Der ist eingeschworener Republikaner und unglaublich waffennärrisch. Wie bei Family Guy gibt es so einige skurrile Figuren.  Vor allem der alkoholsüchtige wie schräge bisexuelle Alien Roger begeistert. Oder Klaus, ein Goldfisch indem das Gehirn eines ostdeutschen Schispringers verpflanzt wurde.

Copyright: Fox

Breaking Bad
Egal wie das Wetter ist: Der Herbst wird heiß! Denn die neuen Staffel dreier großartiger Serien stehen am Start. Von Breaking Bad hat die 4 Staffel bereits begonnen. Die Serie handelt vom Highschool-Chemielehrer Walter White, der ins Drogengeschäft einsteigt um seine Krebserkrankung zu finanzieren. Als „Meth-Cook“ macht er Karriere in der Drogenindustrie. Walter White wird von Bryan Cranston gespielt, der aus Malcom mittendrin bekannt ist. Producer Vince Gilligan hat mit Breaking Bad eine der besten Serien der letzten Jahre geschaffen. Nicht nur Walter Withes Kunden werden süchtig, auch jeder Fernsehzuseher wird schnell mehr brauchen.

The Walking Dead
The Walking Dead gibt es laut next-episode.net wieder ab 16. Oktober im amerikanischen Kabel-TV. Sheriff Rick Grimes wird angeschossen und fällt ins Koma. Als er im Krankenhaus wieder erwacht, ist niemand mehr da. Verwirrt stapft er durch die Krankenhausgänge. Er sieht Blut, Einschusslöcher und dann eine schrecklich entstellte Leiche. Bald wird klar, Menschen habe sich in Zombies verwandelt. Nur mehr wenige Menschen kämpfen verzweifelt ums Überleben. Die Erfolgsshow von AMC basiert auf die gleichnamige Comicbuchreihe von Robert Kirkman. Im Gegensatz zu vielen anderen Zombiefilme überzeugt The Walking Dead mit mitreißender Vielschichtigkeit und Tiefe. Die Comicbuchreihe ist für seinen dunklen Charakter bekannt, viel Platz für Hoffnung bleibt nicht. Und auch in der TV-Serie bangt man mit den Figuren, dass sie endlich Zuflucht zu einem sicheren und friedlichen Ort finden. Das allein wird freilich nicht so bald passieren.

 Boardwalk Empire
Ab 25. September auch wieder dabei: Boardwalk Empire. Die HBO-Serie spielt in Antlantic City zur Zeit der Prohibition, mit dem genialen Steve Buscemi in der Hauptrolle. Der korrupte wie kriminelle Politiker Enoch „Nucky“ Thompson nutzt seinen Einfluss um an der Macht zu bleiben und viel Geld zu verdienen. Die Konkurrenz schläft aber nicht. Der fiktive Nucky Thompson hat übrigens auch ein reales Vorbild: Enoch L. Johnson. Der hatte in Atlantic City tatsächlich unterschiedliche politische Ämter inne, wie etwa Schatzmeister und auch er scheint es mit den Gesetzen nicht so genau genommen zu haben. Der Schöpfer der Serie, Terence Winter, hat bereits Erfahrung mit dem in Szene setzen von Kriminellen: Er schrieb und produzierte die ebenso erfolgreiche Serie „The Sopranos„.

Wer kennt das nicht? Die unangenehmen Dinge verschiebt man immer wieder, die Zeit füllt man derweilen mit nutzlosem aber unterhaltsamen. Prokrastination heißt das wissenschaftlich ausgedrückt. Und das geht mit nichts besser als Fernsehen. Als Student bietet sich prokrastinieren vorallem in der Prüfungswoche an. Ok, eigentlich nicht – aber egal. Natürlich braucht man immer neuen Stoff und der kommt – wie soll es anders sein – aus der USA.

30 Rock
30Rock ist eine Sitcom von Tina Fey, die davor bei Saturday Night Live mitgearbeitet hat. Die Story kurz und knapp: Im 30. Stock des Rockefeller Centers wird eine Live-Show für NBC aufgenommen, von der Liz Lemon (Tina Fey) die Chefautorin ist. Gute Ausgangslage um die Fernsehindustrie gehörig aufs Korn zu nehmen. Wer eine geistige Auszeit will und leichte Unterhaltung mag, kommt bei 30Rock voll auf seine Kosten. Ich brauchte ein paar Folgen, bis ich die Show mochte. Einige Sketches hätte man sich sparen können, andere sind dafür umso besser.

Cougar Town
Cougar Town ist auch eine neue Sitcom aus der USA. Hauptdarstellerin ist Courteney Cox, die man bereits aus der erfolgreichen Sitcom „Friends“ kennt. Cox spielt in der Serie eine attraktive 40-jährige Single-Mum: mit Ex-Ehemann, Freunde und allerlei männliche Bekanntschaften. Die Serie gehört nicht zu meinen Favorits, ist aber trotzdem empfehlenswert. Als 25-Jähriger gehöre ich wahrscheinlich auch nicht zur Zielgruppe.

Deadwood
Eher abraten würde ich vom HBO-Westerndrama Deadwood. Einerseits war ich nie so sehr ein Fan von Western, andererseits ist das Englisch in der Serie sehr schwer zu verstehen. Das kann man aber auch als Kompliment an die Schauspieler verstehen, die diesen argen Slang üben mussten. Zwar baut die Serie einige spannende Momente auf, wirklich mitgerissen von der Story wurde ich aber nicht.