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Facebook ist Fluch und Segen zugleich. Einerseits können wir uns mit dem Netzwerk sehr einfach am Leben von alten Freunden und Bekannten teilhaben, andererseits droht bei allzu vielen Freunden sehr schnell eine arge Informationsflut. Ich möchte zwar von meinen engen Vertrauten viele Infos haben, von flüchtig Bekannten reichen mir aber die wichtigsten Meldungen.

Bei Facebook kann genau das individuell für jeden Freund eingestellt werden oder aber man gruppiert seine Kontakten und passt dann die Gruppe seinen Bedürfnissen an. Bei Facebook werden solche Freundesgruppen als „Listen“ bezeichnet. Obwohl diese Listen eine bequeme Sache sind, werden sie wohl eher selten benutzt. Das liegt vor allem an der wenig intuitiven Bedienung. Ich habe auch länger Suchen müssen bis ich die Funktion überhaupt erst gefunden habe.

Listen verwalten

Die Listen können auf der Startseite links unten über die Registerleiste „Freunde“ aufgerufen werden. Da sieht man schon einige seiner persönlichen Listen. Fährt man über „Freunde“ erscheint der Button „MEHR“, den man anklicken kann und daraufhin im Hauptfenster eine vollständige Übersicht seiner Listen sieht. Facebook legt automatisch mehrere Listen an. Ich finde dieses Feature sehr nervig, denn sinnvoll sind da höchstens die zwei Listen namens „Enge Freunde“ und „Bekannte“. Bei „Enge Freunde“ ist bereits voreingestellt, dass der Nutzer alle Aktualisierungen der zugeteilten Freunde bekommt und bei „Bekannte“ nur die wichtigsten Aktualisierungen. Eine sehr hilfreiche Option, die man aber auch sehr einfach selbst festlegen kann. Dazu einfach auf die betreffende Liste klicken, rechts oben erscheint dann der Button „Liste verwalten“ und dann auf „Meldungsarten auswählen …“ gehen. Im sich öffnenden Menü kann man schließlich auswählen, welche Informationen man von den Leuten dieser Liste haben will.

Lesetipps: Bei meinen Listeneinstellungen hat mir sehr ein Artikel von pcwelt.de geholfen. Ein weiterer Artikel von verbraucherschutzstelle.de erklärt außerdem sehr anschaulich wie mit Listen die Privatsphäre verwaltet werden kann.

(verwendete Zeit: 60 min.)

Social Media nutzen Unternehmen, Politiker und Private gleichermaßen. Verständlich, kann man doch damit relativ einfach seine Inhalte und Ideen fördern und außerdem seine Zielgruppe pflegen und informieren. Nur leider übertreiben es viele in ihrer Euphorie maßlos: Jede zehn Minuten ein Status-Update, das nervt! Genauso wie wenn gleichzeitig zehn oder mehr Tweets raus geschossen werden und dann war es das wieder für die nächsten zwei Tage. Diese Art der Informationsweitergabe ist einfach nur miserabel! Dabei wäre das gar nicht nötig, denn dafür gibt es ja HootSuite.

Mit dem Service kann man einfach Status-Updates für Facebook oder Tweets für Twitter vorschreiben und braucht dann nur mehr gewünschten Termin und Zeit für die Veröffentlichung angeben. So ist perfekte Verteilung der eigenen Social Media-Aktivität über den ganzen Tag und sogar am Wochenende gewährleistet, auch wenn man nicht gerade vor dem Computer sitzt. Zusatzplus: Man kann auch Status-Updates für die eigene Fan-Page in Facebook einplanen. HootSuite ist in der Basisvariante kostenlos.

 

Weltkarte der Beziehungen von Facebook-Freunden und deren geografische Konzentration
Weltkarte von Facebook-Freunden und deren Konzentration

Web 2.0 – jeder spricht davon, aber niemand weiß was konkret damit gemeint ist. Eine eindeutige Definition existiert nämlich nicht. Schlimmer noch, die Interpretation des Begriffes kann sehr unterschiedlich sein. Gut zeigt sich das am Beispiel eines Interviews mit Tim Berners-Lee. Er gilt als „the inventor of the ‚World Wide Web'“. (Berners-Lee: 2006)[1. Berners-Lee, Tim (2006): DeveloperWorks Interviews: Tim Berners-Lee Originator of the Web and director of the World Wide Web Consortium talks about where we’ve come, and about the challenges and opportunities ahead. IBM-Developer-Works-Podcast. In: http://www-128.ibm.com/developerworks/podcast/dwi/cm-int082206.txt. (07.03.2011)] Berners-Lee wurde gefragt, ob er das Web 2.0 auch als neue Kollaborationsform sieht, die auf die Verbindung der Menschen abzielt, im Gegensatz zum Web 1.0, dessen Ziel es gewesen sein soll Computer zu vernetzen und Informationen bereitzustellen. Seine Antwort war:

„Totally not. Web 1.0 was all about connecting people. It was an interactive space, and I think Web 2.0 is of course a piece of jargon, nobody even knows what it means. If Web 2.0 for you is blogs and wikis, then that is people to people. But that was what the Web was supposed to be all along.“ (ebd.: 2006)

O’Reilly, der dem Begriff Web 2.0 zum Durchbruch verhalf, gibt zu:

„But there’s still a huge amount of disagreement about just what Web 2.0 means, with some people decrying it as a meaningless marketing buzzword, and others accepting it as the new conventional wisdom.“ (O’Reilly: 2005a)[2. O’Reilly, Tim (2005a): What Is Web 2.0. Design Patterns and Business Models for the Next Generation of Software. In: http://oreilly.com/pub/a/web2/archive/what-is-web-20.html?page=1 (07.03.2011)]

Wenn man dem Phänomen Web 2.0 nachgehen will, ist die die Website oreilly.com eine wichtige Quelle. In einem Artikel beschäftigt sich O’Reilly damit, was Web 2.0 ist und welche „Kernkompetenzen“ ein Unternehmen haben muss, um sich mit diesem Wort schmücken zu dürfen. Er zählt auf:

  • Dienste mit kosteneffektiver Skalierbarkeit und keine Paketsoftware [darunter versteht man Software die in einem gewissen Archivformat verpackt ist und installiert werden muss; Anm. des Verf.]
  • Kontrolle über einzigartige, schwer nachzubildende Datenquellen welche wertvoller werden je mehr Leute es nutzen
  • vertrauensvolle User als Mitentwickler
  • Verbindung kollektiver Intelligenz
  • Erreichen des „Long Tail“ [Damit meint man Gewinn durch Nischenprodukten; Anm. d. Verf.] mittels Bildung von Communities
  • Erstellung von Software über die Grenzen einzelner Geräte hinaus
  • Leichtgewichtige User Interfaces, Entwicklungs- UND Geschäftsmodelle.
    (ebd.: 2005b)[3. O’Reilly, Tim (2005b): What Is Web 2.0. Design Patterns and Business Models for the Next Generation of Software. In: http://oreilly.com/pub/a/web2/archive/what-is-web-20.html?page=5 (07.03.2011)] [sinngemäße und erläuternde  Übersetzung vom Verf.]

 

Für Martin Fisch und Christoph Gscheidle, die die Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2008 präsentierten, war das Internet noch vor ein paar Jahren durch „Passivität“ gekennzeichnet. Mit dem Web 2.0 ist hier ein grundlegender Wandel eingetreten. Web 2.0 ist „Mitmachnetz“ und zeichnet sich durch die „vielfältigen Möglichkeiten der Partizipation“ und „einfachen Handhabbarkeit“ aus. Als bekannte Mitmachangebote werden Wikipedia, MySpace, StudiVZ und YouTube aufgezählt. Die Web 2.0-Anwendungen werden mit den „klassischen Formen der aktiven Beteiligung“ verglichen. Wobei zu den „klassischen Formen“ Chats, E-Mail, Instant-Messaging-Dienste, Newsgroups und Gesprächsforen gezählt werden. (vgl. Fisch/Gscheidle, 2008: S. 256)[4. Fisch, Martin / Gscheidle, Christoph (2008): Mitmachnetz Web 2.0: Rege Beteiligung nur in Communitys. Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2008. In: media perspektiven 7/2008. S. 356-364. Über die elektronische Zeitschriftenbibliothek der Universität Wien. (07.03.2011)]

Diese Differenzierung zwischen Web 2.0 und „klassischen Formen“ halte ich allerdings für etwas problematisch. Es wird nämlich nicht erörtert, wie man auf diese Unterscheidungen kommt. Es werden sechs Angebotsformen des Web 2.0 gelistet: 1. Virtuelle Spielewelten, 2. Weblogs, 3. Wikipedia, 4. Bilder- und Videocommunitys, 5. Soziale Netzwerke/Communitys und 6. Soziale Lesezeichensammlungen. (vgl. ebd., S. 357) Ein übergeordnetes Differenzierungsmerkmal kann damit aber nicht benannt werden. Gerade das wäre aber die Aufgabe einer Sozialwissenschaft.

Meine Lösung ist, nur jene Anwendungen als Web 2.0 zu begreifen, die es erlauben „user-generated content“ bereitzustellen und wo dieser Content auch im Mittelpunkt steht. Internetanwendungen also, deren Interaktivität sich dahingehend beschränkt, dass die User nur aus dem Inhalt wählen, selbst aber nichts beisteuern können, sollen als klassische Internetdienste eingeordnet werden. Klarerweise ergeben sich mit diesem Schema ebenfalls Probleme, da es viele „Mischformen“ gibt. Wie zum Beispiel klassifiziert man demnach Nachrichtenseiten wie www.diepresse.com oder www.derstandard.at? Beide Webseiten geben zwar die Inhalte vor bzw. produzieren sie, allerdings gibt es auch eine häufig genutzte Kommentarfunktion für die Leser. Solche Typen würde ich daher als klassische Internetdienste mit Web 2.0-Komponente kategorisieren. Problem dieser Differenzierungsmethode ist wiederum, dass Blogs zwar auch die meisten Inhalte vorgeben, allerdings immer und sicher auch korrekt als Web 2.0 bezeichnet werden. Trotzdem scheint mir die grobe Kategorisierung von Web 2.0 als „user-generated content“ am sinnvollsten.

Trotz alledem bleibt dieser Begriff diffus, eine genaue Kategorisierung ist nicht möglich. Web 2.0 scheint doch primär ein Marketingschlagwort zu sein und nur deshalb im allgemeinen Sprachgebrauch, weil es für die Beschreibung der derzeitige Entwicklung im Internet an einer brauchbaren Alternative mangelt.

Bild: Paul Butler: Visualizing Friendships. In: Facebook Engineerings Notizen.

Seit Oktober 2009 nutze ich den Microblogging-Dienst Twitter. Im Umgang mit diesem Tool habe ich eine umfassende Entwicklung durchgemacht. Diese Entwicklung hat mich stark an das Oberg-Modell erinnert. Der Anthropologe Karlevo Oberg beschreibt darin, welche Phasen man als Neuankömmling in einem fremden Land durchmacht. Das erste Mal habe ich von diesem Modell in Kopenhagen gehört, auf einer Orientierungslehrveranstaltung für Erasmus-Studenten. Ich möchte zeigen, wie perfekt man dieses Modell auf die Eingewöhnung eines Social Media Dienstes wie Twitter ummünzen kann.

Honeymoon-Phase
In der ersten Phase, werden alle Begegnungen in dem neuen Land als aufregend, positiv und stimulierend empfunden. Der im Ausland Tätige wird von einer Offenheit und Neugier getragen, er befindet sich in einem Zustand des Überschwangs. Das Urteilsvermögen ist eingeschränkt, kleine negative Erlebnisse werden unterdrückt oder gar nicht erst wahrgenommen. Die Konzentration gilt einzig auf den als schön und angenehm empfundenen Aspekte im Umgang mit den Mitmenschen in der neuen Umgebung. (Haufler, 2003) ((Haufler, Frank (2003): Phasen der Eingewöhnung – ein Modell von K. Oberg. In: http://teamarbeit.factlink.net/124772.0/. (04.03.2011) ))

Genauso erging es mir. Als Neuling war ich neugierig, offen und überschwänglich. Von Twitter hatte ich zuvor aus den klassischen Medien gehört. Eingeprägt hat sich dieser neuartige Dienst bei mir durch die Berichterstattung um ein im Jänner 2009 notgewassertes US-Passagierflugzeug. Ein Twitterer hatte die anschließende Rettungsaktion der Passagiere fotografiert und so für einen Ansturm auf TwitPic gesorgt. TwitPic ermöglicht das Posten von Fotos auf Twitter. Sobald ich registriert war, habe ich alles möglich angeklickt und durchstöbert, ohne wirklich zu wissen für was das alles überhaupt gut sein soll. Die Planlosigkeit wurde immer größer. Was folgte, kann man die Twitter-Kulturschock-Phase nennen. Aber zuerst wieder zum Modell von Oberg:

Kulturschock-Phase
In der darauffolgenden zweiten Phase bemerkt der Neuankömmling Unstimmigkeiten zwischen seinen eigenen Gepflogenheiten und den Verhaltensweisen der Menschen in seinem Gastland. Der Neuankömmling fühlt zum ersten Mal so etwas wie Fremdheit. Auslöser für ein Gefühl der Fremdheit kann ein sich einschleichendes Bewusstsein der Desorientierung sein. Man hat das Gefühl nicht genau zu wissen was „läuft“. (ebd.)

Ich hatte null Wissen über Twitter, aber noch immer die diffuse Vorstellung alle tollen und exklusiven Informationen würden mir sofort automatisch zufliegen. Natürlich muss man aber erst einmal den richtigen (!) Leuten folgen und dazu muss man die halt auch kennen. Außerdem: Erst wenn man einmal einer gewissen Anzahl folgt, hat man ständige und weiterführende Anknüpfungspunkte. Anfangs fühlte ich mich also fremd und desorientiert auf Twitter. Die Konsequenz daraus war, dass ich aufhörte mich damit zu beschäftigen. Ich denke, so ergeht es vielen Nutzern. Ich aber fand den Weg zurück zu Twitter, die nächste Phase begann. Was sagt das Oberg-Modell dazu:

Genesungsphase
Die dritte Phase beginnt in der Regel dann, wenn der Einzelne erkennt, dass er ein Problem mit der fremden Kultur hat und akzeptiert an der Lösung des Problems zu arbeiten. Zu weiten Teilen stellt die Phase einen Kompromiss zwischen den Gefühlen und Denkweisen der Honeymoon- und der Kulturschock-Phase dar. Mit anderen Worten, es wird ein Kompromiss zwischen den übertriebenen Erwartungen aus der ersten Phase und der Realität gefunden. (ebd.)

Einziger Unterschied zur Twitter-Erfahrung: Ein Ausländer muss sich mit der Situation auseinandersetzten (außer er fliegt Heim), Twitter kann man leicht verdrängen. Oft braucht man wohl einen Anstoß von außen, um die Twitter-Kulturschock-Phase zu überwinden. In meinem Fall war das die Lehrveranstaltung von Axel Maireder in Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Forschungsobjekt dieser Lehrveranstaltung war Twitter und Facebook. Meine Kollegen und ich mussten uns mit Twitter auseinandersetzen. Glücklicherweise, denn das war die Motivation die ich brauchte. Meine anfänglichen übertriebenen Erwartungen wurden realistischer. Twitter bietet eben nicht nur interessante und hochqualitative Informationen, sondern auch viel Schund. Aber den Schund kann man effektiv reduzieren und das bringt uns in die letzte Phase, der

Anpassungsphase
Man hat für sich seinen Platz in der fremden Gesellschaft gefunden. Ein Manager ist nun in der Lage, effektiv zu arbeiten. Er kennt die Grenzen seiner Fähigkeiten, seine Denkweise ist flexibler geworden und er ist zukünftig auch in der Lage neue Handlungswege zu beschreiten. (ebd.)

In der Twitter-Genesungsphase folgte ich besonders vielen Twitter-Accounts. Dementsprechend viele Tweets hatte ich zu lesen. Von Erlebnissen auf einer tollen Party, über Liebeskummer, bis hin zu Musikgeschmack war da alles dabei.

Irgendwann begann mich das alles zu stören. Persönliches interessiert mich nur von Leuten die ich eben auch persönlich kenne. Mal ganz davon abgesehen, dass Persönliches grundsätzlich persönlich bleiben soll! Und wenn doch, dann bitte auf Facebook. Facebook sehe ich als Medium für Kontakt zu Leuten aus dem persönlichen Umfeld. Zugegeben, ich habe auch auf Facebook einige „Freunde“, wo man das Persönliche schon sehr weit herleiten muss. Trotzdem füge ich auf Facebook nur Kontakte hinzu, die ich kenne. In Twitter hingegen folge ich fast nur Personen, an denen ich wegen ihrer Profession interessiert bin. Ich will von deren Wissen profitieren, das Privatleben interessiert mich nicht.

Das ist auch der Grund warum ich beginne Leuten zu entfolgen. Außerdem prüfe ich nun sehr genau, bevor ich jemand neuen folge. Wichtigstes Selektionskriterium ist für mich die Bio des Twitterers. Wer eine hohe, wichtige oder interessante Position innehat, bietet oft auch interessante Tweets. Ist das nicht gegeben, schaue ich, ob sich der Twitterer für dieselben Themen interessiert wie ich. Oft ist das ja in der Bio erwähnt. Ist das alles nicht vorhanden, lese ich mir durch, was derjenige bisher getweetet hat. Ist da tatsächlich Relevantes für mich dabei, folge ich ihm auch. Alles in allem versuche ich also den Informationsstrom möglichst effektiv und qualitativ zu machen.

Fazit:
Für mich ist erstaunlich, wie gut sich das Oberg-Modell auf den Gebrauch von neuen Internetdiensten wie Twitter umlegen lässt: Anfangs ist man überschwänglich aber desorientiert, was schließlich zur Ernüchterung führt. Überwindet man das, werden die Erwartungen realistischer und schließlich benützt man das Tool individueller und effektiver. Firmen sollten versuchen die Kulturshock-Phase möglichst leicht überwindbar zu machen. Ich persönlich nutze Twitter als einen Kanal für qualitative Informationen zu (Sach-)Themen, zu viel Persönliches ist für mich ein Entfolgungsgrund.

Langsam werden sogar die ewig jungen Social Media alt. Dementsprechend liegt bei vielen Usern auch das Beitrittsdatum länger zurück. Wann bin ich eigentlich Facebook beigetreten? Und wann Twitter? Diese Fragen stellen sich viele Leute immer häufiger. Gründe dafür gibt es genug: Sentimentale Gefühle, Rekapitulation wann man seine Privatsphäre aufgegeben hat, oder man wurde schlicht um das Datum bei einer der vielen sozialwissenschaftlichen Erhebungen zur Social Media-Nutzung gebeten.

 

In Facebook ist es leider nicht möglich, das Beitrittsdatum exakt ausfindig zu machen. Man kann sich aber am ältesten Profilfoto oder am ersten Status Update orientieren:
Profilfoto: Man klickt rechts oben auf „Profil“ -> dann auf „Fotos“ -> und „Profilbilder“. Dort das älteste auswählen. Unter dem Foto steht wann das Foto hochgeladen wurde. Das verrät ungefähr das Beitrittsdatum, da die meisten gleich am Anfang ein persönliches Foto hochgeladen haben.

Vorsicht: Auf Facebook haben auch schon Betrüger versucht User zu ködern mit „finde heraus was Deine erste Status Meldung war“.

Und Twitter gibt es natürlich auch noch. Langen Erklärungen sind aber unnötig: Einfach auf http://www.whendidyoujointwitter.com gehen und Username eingeben. Viele Applikationen wie Tweetdeck sollen auch das Beitrittsdatum zeigen, so Florian Allesch.

Für alle die es schnell wissen wollen:
Klicke auf Konto -> Privatsphäre-Einstellungen -> Einstellungen anzeigen (nicht auf „Benutzerdefinierte Einstellungen“!) -> Sichtbarkeit meiner Interessen und Seiten

Für alle die es genauer wissen wollen:
Die Fan-Pages oder „Gefällt mir“-Seiten von Facebook (FB) sind schon eine tolle Sache. Einmal auf den „Gefällt mir“-Button geklickt und schon bekommt man alle Statusmeldungen dieser Page in die Timeline. Nicht nur das, auch Freunde erfahren was einem gefällt. Moment, wirklich nur Freunde? Nein, alle können sehen welche Seiten gefallen! Warum aber muss jeder wissen ob einem Barack Obama oder doch eher John McCain gefällt? Und muss der Chef wirklich wissen, dass einem die Seite Wir saufen mit maß und ziel, maß ist die einheit und rausch das ziel… gefällt?

Noch komplizierter wird es, wenn man in FB Freunde hat, die eigentlich keine Freunde sind. Das kommt aus allen möglichen Gründen schon häufig vor. Diesen Freunden will man natürlich nicht alles mitteilen. In FB kann man mit Freundeslisten bestimmen, wer wie viele Informationen einsehen kann. Nur: Für Fan-Pages gab es diese Funktion bislang nicht. Das war wirklich ärgerlich und FB reagierte auch lange nicht auf die vielen Comments im Diskussionsforum zu diesem Thema.

Das gehört aber erfreulicherweise der Vergangenheit an. Wer seine Fan-Pages nur gewissen Freunden und Freundeslisten zeigen will, muss folgendes machen:

    1. 1. In FB auf Konto und Privatsphäre-Einstellungen klicken
    2. 2. Dort auf „Einstellungen anzeigen“ klicken. (nicht auf „Benutzerdefinierte Einstellungen“, denn damit kommt man überraschenderweise in ein anderes Menü)

  1. 3. Im sich öffnenden Menü muss man bis zum Ende runter scrollen, dann findet man den Eintrag „Sichtbarkeit meiner Interessen und Seiten“. Dort kann man seine personalisierten Einstellungen treffen.

Schön viel zum Klicken, oder? Besser hätte FB das Menü nicht verstecken können – Ostern ist doch eigentlich schon vorbei! Diese wichtige Privatsphäre-Einstellung werden daher wahrscheinlich nur wenige Leute treffen. Dazu passt wohl dieser extra 3-Satirebeitrag: