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Dieser Spruch kann nur aus Österreich stammen – die Bürokratie war schon in der Monarchie ein fester Bestandteil unseres Lebens. Seitdem scheint sich wenig geändert zu haben: Wer Erasmus machen will, muss unzählige Formulare ausfüllen.

Im letzten Artikel wurde schon die Seite http://erasmus.univie.ac.at erwähnt. Wie gesagt, muss man sich zuallererst beim jeweiligen Koordinator des Institutes bewerben. Dieser entscheidet gemeinsam mit Studienprogrammleitung und Frauenbeauftragten, wer nominiert wird. (zumindest ist das auf dem Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft so) Ist man nominiert worden, wird man per Mail informiert. Der nächste Schritt ist nun das Ausfüllen und Bestätigen lassen der Formulare, die man auf erasmus.univie.ac.at findet. Abgesehen vom Nominierungsformular, das musste man schon bei der Bewerbung abgeben.

 

Was konkret möchte ich im Ausland lernen?

Spätestens jetzt muss man wissen, welche Lehrveranstaltungen man im Ausland besuchen möchte und für welche Lehrveranstaltungen man diese hier in Österreich angerechnet haben möchte. Wobei natürlich der Studienprogrammleiter entscheidet ob diese Lehrveranstaltungen äquivalent sind – ob sie also angerechnet werden können. Mit der Anrechnung zwischen den europäischen Universitäten gibt es anscheinend noch immer grundsätzliche Probleme. Ich habe mir das Leben leicht gemacht und lasse mir die Lehrveranstaltungen in Kopenhagen „nur“ als freie Wahlfächer im Magisterstudium der Uni Wien anrechnen. Das wurde auch ohne Einwendungen genehmigt. Aber keine Panik, falls man sich über die Lehrveranstaltungen im Ausland noch nicht ganz sicher ist, es gibt sogar eigene Formulare um das „Learning Agreement“ abzuändern. Spätestens wenn man im Ausland ist und das Semester beginnt, wird man wissen welche Lehrveranstaltungen man besucht. Übrigens: Ich habe mir die Kurse, die ich in Kopenhagen absolvieren will, schon viel früher rausgesucht. So habe ich schon bei der Bewerbung im Motivationsschreiben geschrieben, warum ich genau dorthin will und warum gerade diese Kurse so toll sind. Das ist auch sinnvoll, immerhin sollte man seine Erasmus-Uni nicht nur nach dem Land, sondern auch nach dem Lehrangebot wählen. Zu diesem Zeitpunkt muss man auch bereits wissen, ob man einen Sprachkurs vor Semesterbeginn im Ausland machen möchte. Denn dafür gibt es auch Förderungen!

 

Den Sanctus abholen

Nachdem man alle Formulare ausgefüllt hat, müssen die natürlich noch genehmigt werden. Dazu bekommt man einen Termin per Mail zugesendet. Ist es dann soweit, geht man mit seinen Formularen zum Studienprogrammleiter, der haut einen Stempel drauf und unterschreibt. Damit wären die nächsten Hürden überwunden, aber das ist natürlich nicht das Ende. Die Formulare müssen ja noch abgegeben werden und die Partner-Uni wird sich auch noch melden. (zumindest bei mir war das so) Mehr dazu aber im nächsten Teil.