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Noch als ich in Kärnten in die Schule ging, habe ich den Entschluss gefasst: Irgendwann will ich im Ausland studieren! Nun setze ich diesen Entschluss tatsächlich um. Nachdem ich bereits zweieinhalb Jahre in Wien wohne, ist die Zeit reif für einen Ortswechsel.

Darum begann ich bereits in den Sommerferien im Internet nach Informationen zu suchen. Die Suche verlief aber sehr unstrukturiert. Es ist verdammt schwer sich ein Bild zu machen, wenn man sozusagen auf eigene Faust recherchiert. Meine Verwirrung war groß. Sicher war ich mir nur, dass man sich Ende des Wintersemesters bewerben muss, um im nächsten Wintersemester Erasmus gehen zu können.

Die Verwirrung änderte sich erst mit dem Informationsabend, veranstaltet vom Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Insgesamt wurden zwei Informationsabende angeboten. Am Wiener Publizistik-Institut gibt es einen Koordinator für NORD – also Dänemark, London, etc. und einen für SÜD – also Frankreich, Italien, etc. Für mich war schon immer klar, ich wollte in den Norden.

Am Anfang des Semesters wurden die Termine am Institut ausgehängt. Wobei, der Aushang war gut versteckt. Nirgends hatte ich dazu eine Information im Internet gelesen. Nur durch Zufall las ich die Infoabend-Ankündigungen am Publizistikinstitut durch. Es war also Glück und viele dürften dieses Glück nicht gehabt haben. Beim Informationsabend waren so auch nur wenige Studierende anwesend. Dabei ist dieser Informationsabend wirklich zu empfehlen. Denn der zuständige Koordinator erklärt den Ablauf und gibt Zusatzinformationen, die man im Internet nicht erhält. So wollte ich ursprünglich in London studieren, weil ich vor allem mein Englisch verbessern möchte. Erst bei diesem Informationsabend habe ich erfahren, dass es in London nur Plätze für das Bachelor-Studium angeboten werden. Allerdings möchte ich im Magister-Studium ins Ausland gehen. Es ist nämlich so, dass man für das Magister-Studium nur dann etwas angerecht bekommt, wenn man auch im Ausland Lehrveranstaltungen aus einem Masterprogramm macht. Daher war für mich London gestorben. Aber wo werden sonst viele Lehrveranstaltungen auf Englisch angeboten? Die Koordinatorin hat mir Kopenhagen empfohlen. Ich habe mir im Internet die Universität von Kopenhagen angeschaut und mir haben die angebotenen Lehrveranstaltungen sehr gefallen. Da wusste ich, ich will nach Kopenhagen. Die Universität von Kopenhagen will übrigens von ihren Erasmus-Studenten ein TOEFL-Test-Ergebnis sehen. Das ist vielleicht eine kleine Erschwernis.

Die Entscheidung des Studienortes war also getroffen. Damit ist es aber natürlich nicht getan. Als nächstes folgt die Bürokratie und ich sage Euch: Die ist nicht ohne! Mehr dazu werde ich in Kürze bloggen.

Schließlich und endlich habe auch ich mich entschieden unter die Blogger zu gehen. Die Welt des Web 2.0 ist einfach zu faszinierend, um sich davor zu drücken. Nun ja, aber wie war das noch mal mit Bertolt Brecht:

Man hatte plötzlich die Möglichkeit allen alles zu sagen, aber man hatte, wenn man es sich überlegte, nichts zu sagen.

Diesen Satz prägte Brecht in seiner bekannten Radiotheorie, eben für das neue Medium Radio. Er wollte, dass das Radio ein Distributionskanal wird, indem Menschen nicht nur Zuhörer, sondern auch aktive Gestalter sind. Brecht hätte mit der heutigen Entwicklung des Internets sicher seine helle Freude gehabt!

Aber, was damals galt, gilt immer noch. Was haben wir eigentlich zu sagen? Wirklich nichts? Was kann ein Blogger bieten, das wert ist gelesen zu werden? Ich möchte hier „speziellen Content“ anbieten, denn ich beschäftige mich sehr mit Medien & Recht. Daher möchte ich über Neue Medien und Medienrecht berichten. Das bietet sich schon aufgrund meines Doppelstudiums Publizistik- und Kommunikationswissenschaften und Rechtswissenschaften an. Apropos: Auch Studium/Hochschule/Lernunterlagen sollen hier Themen werden.

Wer es hingegen liebt Privates von Anderen zu erfahren, wird bei mir sicher enttäuscht werden. Sicher wird man sich auch bald über mich ein Bild machen können, denn Persönlichkeit und eigene Meinung fließt ja sowieso überall mit ein. Allerdings: Intimitäten über das Internet zu verbreiten, dazu habe ich wirklich keine Lust. Es gibt genügend Leute, die vom One-Night-Stand bis zu „Wann ich mir das letzte Mal meine Beine rasiert habe“ alles, ja wirklich alles, bloggen. Zusätzlich wird dann vielleicht noch auf Twitter verkündet, wann man aufsteht, wann man schlafen geht und was man so dazwischen treibt. Es ist natürlich jedem selbst überlassen, seine Persönlichkeit bis in den kleinsten Winkel auszuleuchten – fix aber ist: Hätt’s das früher schon gegeben, hätte man der Stasi viel Arbeit abgenommen.

Mal abgesehen davon, dass der Bericht vom „One-Night-Stand“ ziemlich in die Hose gehen kann – hatte selbst schon Gelegenheit, mich in einer Runde über solche Verlautbarungen zu amüsieren.