Beiträge

Hinweis: Dieser Artikel handelt von blog n’BUZZ, organisiert von ambuzzador. ambuzzador ist Kunde meines Arbeitgebers Himmelhoch PR. Hier schreibe ich aber über blog n’BUZZ ausschließlich aus privatem Interesse.

blog n'BUZZ Podiumsdiskussion v.l.: Moderator Nardo Vogt (Chefredaktion ambuzzador), Charlotte Hager (Geschäftsführerin Marktforschungsinstitut comrecon), Mikaela Köb (Bloggerin von Supreme Mag) und Wilhelm Baldia (Pressesprecher Austrian Airlines). © ambuzzador

blog n’BUZZ Podiumsdiskussion (v.l.): Moderator Nardo Vogt (Chefredaktion ambuzzador), Charlotte Hager (Geschäftsführerin Marktforschungsinstitut comrecon), Mikaela Köb (Bloggerin von Supreme Mag) und Wilhelm Baldia (Pressesprecher Austrian Airlines). © ambuzzador

Viele junge Medienschaffende trafen sich am 4. Februar beim Infoabend von blog n’BUZZ im L’Office Wien. blog n’BUZZ ist eine Initiative von ambuzzador und will Blogger und Unternehmer näher zusammenbringen. Die Initiative besteht aus zwei Schienen: Zum einen dem Blogger-Pool und zum anderen dem Ausbildungsprogramm.


Blogger-Pool

ambuzzador baut einen eigenen „Blogger-Pool“ auf. Blogs werden darin thematisch kategorisiert und Blogger erhalten Kooperationsangebote von Unternehmen vermittelt. Das soll Geld in die meist leeren Blogger-Kassen spülen. Wer mitmachen will, kann sich kostenlos auf blog n’BUZZ anmelden. Gefordert sind bei der Anmeldung neben persönlichen Daten auch genaue Blogkennzahlen, also zum Beispiel wie viele durchschnittliche Besucher der Blog pro Monat aufweist. Damit sollen Blogger Relations besser messbar sein. Eine genaue Erfolgsmessung wünschen sich ja die Unternehmen, wie auch Wilhelm Baldia, Pressesprecher der Austrian Airlines, bei der blog n’BUZZ Podiumsdiskussion am Infoabend bekräftigte.


Ausbildungsprogramm

Eine separate Anmeldung gibt es für die Weiterbildungsschiene von blog n’BUZZ. Herzstück sind die über das Jahr verteilten „Know-how Events“: Am 4. März spricht Mode- und Reise-Bloggerin Katja Hentschel über die inhaltliche Positionierung eines Blogs, am 13. Mai geht es um Design und „Corporate Identity“, am 23. September um Reichweite sowie Vernetzung und am 11. November um das liebe Geld, also Verdienstmöglichkeiten mit Blogs. Alle Events finde am Abend im L’Office statt. Daneben soll es nach Bedarf auch Onlinekurse geben. Die Teilnahme an allen vier Events kostet 79 Euro und zwei Events gibt es um 39 Euro.


Blogger werden professioneller

blog n’BUZZ geht heuer bereits in die zweite Runde. Ich war schon letztes Jahr bei zwei blog n’BUZZ Veranstaltungen mit dabei und es hat mir sehr gut gefallen. Dieses Jahr hat sich am Konzept viel verändert und ich bin gespannt, wie das bei den Leuten ankommt. Verändert hat sich aber nicht nur blog n’BUZZ, sondern auch die Bloggerszene selbst. Die Blogosphäre professionalisiert sich, das habe ich schon mal erwähnt und bei blog n’BUZZ hat sich dieser Eindruck noch verstärkt. Es kristallisieren sich zwei Typen von Bloggern heraus: Zum einen Leute, die oft begeistert zum Bloggen beginnen, aber dann bald wieder aufhören. Die Gründe dafür sind verschieden: Bloggen braucht Zeit, es bedeutet Arbeit und oft desillusioniert der ausbleibende Erfolg. Andererseits gibt es Blogger, die ihr Ding eisern durchziehen und das Bloggen von Anfang an mit sehr viel Aufwand betreiben. Von Eva Fischer erhielt ich bei blog n’BUZZ etwa meine erste Blog-Visitenkarte. Dabei gibt es www.foodtastic.at erst seit rund drei Monaten! Es versteht sich von selbst, dass vom Blogdesign, über Fotos bis hin zur Facebook-Seite alles tip top passt. Oder Mikaela Köb, die bei der Podiumsdiskussion mit dabei war. Sie hat Supreme Mag gegründet und vernetzt Fashion- und Lifystle-Blogger im Supreme Network. Und noch ein Beispiel für die neue Blogger-Generation: Beim blog n’BUZZ Infoabend habe ich einen Einsteiger kennengelernt, der erst mit dem Bloggen beginnen wird. Sein Ziel ist jetzt schon, damit Geld zu verdienen. Ich glaube, als ich Ende 2009 zum Bloggen anfing, war die Monetarisierung unter Bloggern noch kein so großes Thema. Oder liege ich da falsch?

luca_k

Luca Hammer bloggt auf AmbassadorBase. Foto: © Tony Gigov

Die österreichische Blogosphäre professionalisiert sich weiter. Ein Anzeichen dafür ist, dass sich mit dem Bloggen jetzt auch Geld verdienen lässt: Luca Hammer schreibt seit November für Ambassador Base. Standesgemäß hat er das bereits auf seiner Seite www.2-blog.net bekanntgegeben. Zugegeben handelt es sich bei seiner Tätigkeit für den Technologieblog von Microsoft Österreich erstens um einen 10 bis 20 Stunden Job und zweitens ist Luca schon ein recht prominenter Blogger. Bekannt wurde Luca vor allem auch durch seine technische Hilfe und Online-Kommunikationsarbeit während der Studentenproteste an der Universität Wien im Jahr 2009.

Es ist schon eine tolle Sache, dass mit Luca ein Blogger fürs Bloggen auch tatsächlich und kontinuierlich bezahlt wird. Sehr viele Menschen gibt es in Österreich ja noch nicht, die vom Bloggen leben können. Luca studiert derzeit Medienwissenschaft an der Universität Paderborn, wo er auch mit seiner Frau und Kind lebt. Er ist Mitgründer des Start-ups work|i|o (UPDATE: Das Startup gibt es nicht mehr) und beschäftigt sich daneben mit der Analyse und Darstellung von sozialen Beziehungen im Web. Dazu zählt auch eine recht coole interaktive Grafik zu den Verbindungen innerhalb der österreichischen Blogosphäre.