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Neues Werbenetzwerk für Blogs
600.000 Blogs gibt es schätzungsweise in Deutschland, das Startup blogfoster will bei der Monetarisierung helfen. Blogger verdienen an Klicks und an Affiliate-Links. Das Neue an dem Werbenetzwerk sei, dass Blogger selbst entscheiden  können welche Kampagne sie auf ihren Blog schalten wollen. Blogger haben dadurch mehr Kontrolle als etwa bei Google AdSense. Das könnte auch für Blogger interessant sein, die von Google gesperrt wurden. Soetwas kommt nämlich vor, wie Dominik Leitner aus eigener Erfahrung beschreibt. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt das ebenfalls deutsche Startup Salt.IRM mit seiner „Influencer Software“ [UPDATE: Salt.IRM existiert nicht mehr]. Blogfoster hat jedoch für Blogger den Vorteil, den Vertrieb ganz zu übernehmen. Ein spannendes Interview mit den beiden blogfoster Gründern gibt es auf Gründerszene.de.

RTL gründet Modebloggerportal
Rund 30 bekannte Modeblogs sind auf dem Portal blogwalk.de vereint. Das Portal ist an den Fernsehsender Vox angebunden und soll den Bloggerinnen mehr Reichweite bringen. Online-Einkaufsfunktionen seien integriert. Die Idee klingt gut, die Umsetzung ist leider schlecht. Blogwalk.de ist nicht mehr als ein Modenews-Aggreggator, entsprechend durcheinander und chaotisch präsentieren sich die Beiträge.

Das Zeitalter der Digitalen Bank
McKinsey rät europäischen Banken mehr in den digitalen Wandel zu investieren, die hier noch einiges aufzuholen haben.

 

 

Google bietet Bloggern ein Paradies an Daten und Analysen über die eigene Seite. Die schiere Optionsvielfalt in Google Analytics hat mich nur schnell erschlagen. Im Internet finden sich da zum Glück zahlreiche vorgefertigte Google Analytics Dashboards für Blogger! Die sind übersichtlich und einfach zu handhaben. Mein absoluter Favorit ist das „personal blogger dashboard“ von Dashboard Junkie. Es zeigt unter anderem wie viele Besucher Du auf der Seite hast, welche die beliebesten Blog-Beiträge sind oder wie die Leute überhaupt auf den Blog gefunden haben. Diese Daten veranschaulichen, was bei den Lesern gut angekommt und worüber es sich auszahlt mehr zu bloggen. Mein bisher beliebtester Artikel ist etwa der über die richtige Interpretation des t-Tests. Mit Statistik mühen sich also ganz offensichtlich viele Studenten ab. Danach folgt auch schon ein Artikel über „Die besten Blogs aus Österreich“. Zu dem Thema werde ich in Zukunft sicher mehr machen und in regelmäßigen Abständen hochwertige Blogs aus Österreich vorstellen. Den Anfang haben Politikblogs schon gemacht.

Auf die Idee solche Dashboard-Templates zu nutzen, hat mich gebracht. Er empfiehlt in seinem Artikel dann auch drei Dashboards von Koozai. Ich nutze da gerne das „Brighton SEO Social Monitoring Dashboard“, um die Verbreitung meiner Beiträge in Sozialen Medien zu messen. Mit den beiden vorgestellten Dashboards plus der standardmäßigen Zielgruppenübersicht in Google Analytics habe ich alle wichtigen Facts immer im Blick. Voraussetzung um Google Analytics nutzen zu können ist eine Registrierung und ein im Blog platzierter Tracking-Code.

Österreich hat jede Menge hervorragende Blogger, die ganz unterschiedliche Themen beackern. Mit einer neue Serie will ich laufend die besten Blogs aus einem bestimmten Themenkreis vorstellen. Den Anfang machen die fünf besten Politikblogs in Österreich.


zurpolitik
zurPolitik

ZurPolitik.com ist ein etablierter Politikblog in Österreich. Gegründet und betrieben wird er hauptsächlich von Tom Schaffer. Als Sportjournalist beim „Standard“ kennt er sich aus mit der professionellen Schreibe. Vorrangig beschäftigt sich der Politikwissenschaftstudent auf dem Blog mit der heimische Politik, aber auch internationale Themen und grundsätzliche Gedanken zur Politik werden immer wieder mal gestreift. In die Beiträge fließt erkennbar viel Hirnschmalz hinein und das macht den Blog so lesenswert, auch wenn ich oft seine Meinung nicht teile. Leider litt in den letzten Monaten Qualität und Quanität der Artikel, deshalb gibt es für zurPolitik nur Rang 4. Laut Schaffer liegt das an seiner vermehrten Berufstätigkeit und einer „Schnauze-voll-Haltung gegenüber österreichischer Politik“. Derzeit ist er auf einem Sabbatical in London, danach will er wieder aktiver zur Politik bloggen.

3. OrtnerOnline

ortneronline

„Das Zentralorgan des Neoliberalismus“ nennt der freie Journalist Christian Ortner seinen Blog. Der Name ist Programm. Hier regiert der Wirtschaftsliberalismus und Ortner schreibt bewusst pointiert und zuweilen recht provokativ über Politik und Wirtschaftspolitik im Speziellen. Inhaltlich dürfte OrtnerOnline auch eine Art Recherche- und Quellensammlung für den Autor sein. Denn in den meisten Beiträge zitiert er ausschnittsweise Fakten und Meinungen aus anderen Medien. Manchmal garniert er das mit seiner eigenen Meinung, wobei die sich oft nur im Titel versteckt. Mehr Inhalte gibt es, wenn er seine eigenen Kolumnen, etwa für Die Presse oder Wiener Zeitung, crosspostet. Crosspostings gibt es ab und zu auch von Andreas Unterbergers Politikblog. Ortner bietet pfeffrige Inhalte, hie und da sollte er aber mit den Leuten das Gespräch suchen, die auf seinem Blog kommentieren.

2. Politikon

politikon

Politikon-Gründer Stefan Bachleitner ist Partner bei der PR-Agentur The Skills Group und  war als Koordinator der Wiederwahlkampagne von Heinz Fischer tätig. Kommunikativ begabt und politisch erfahren sind gute Voraussetzungen für einen Politikblog. Neue Einträge erscheinen aber leider nur in mehrmonatigen Abständen, dafür zeichnen sich die durch hohe Qualität aus. Bachleitner prognostizierte etwa gute Chance für die NEOS in den Nationalrat einzuziehen, als daran noch niemand so recht glauben wollte. Er macht sich gerne prinzipielle Gedanken zu Politik und Gesellschaft und bietet fundierte Analysen.

1. Neuwal

neuwal

Platz 1 geht klar an Neuwal.com. Der selbstständige Unternehmensberater und Online-Experte Dieter Zirnig hat den mehrfach ausgezeichneten Politikblog im Zuge der Nationalratswahl 2008 gestartet. Heute kann er auf ein junges, großes und engagiertes Team bauen. Gemeinsam hat man schon so einige Preise abgestaubt. Neuwal bietet eine Überblick über alle Wahlumfragen in Medien. Neuere Formate sind Buchempfehlungen oder der Walmanach, der die Programme aller zur Wahl stehenden Parteien zusammenfasst. Außerdem gibt es jede Menge Interviews, politische Kommentare, Sachbeiträge und es werden sogar Workshops und Vorträge angeboten. Ausführliche Diskussionen und Interviews mit Kleinstparteien sind das Alleinstellungsmerkmal von Neuwal in der heimischen Politikberichterstattung.

Politikblogs in Österreich unterentwickelt

Ein heißer Kandidat für Platz 1 wäre auch DieTagespresse.com gewesen. Der Blog läuft aber außer Konkurrenz, denn das junge Satiremagazin informiert nicht im klassischen Sinne über die heimische Politik, sondern macht sich herrlich über sie lustig.

Bei meiner Recherche für diesen Artikel habe ich übrigens immer wieder gelesen, dass es in Österreich vergleichsweise wenig Politikblogs gibt. Das stimmt so nicht. Ich habe unzählig viele Blogs von Politikern und Funktionären entdeckt und dann gibts auch noch eine erkleckliche Anzahl von Blogs die eindeutig ideologisch einer Partei zuordenbar sind. Was mir noch aufgefallen ist: Viele sehr aktive Politikblogs haben eine besonders radikale Grundeinstellung. Das gilt für linke genauso wie für rechte Blogs. Für mich ein Indiz dafür, dass leider gerade Leute mit einer extremen Einstellung stark missionarisch unterwegs sind. Die vielen Politikerblogs und parteinahen Blogs lassen jedenfalls erkennen, dass es in Österreich per se nicht an Politikblogs mangelt. Was fehlt sind aber Politikblogs von Leuten, die einfach aus Leidenschaft für Politik heraus bloggen und das nicht aus beruflichen oder parteipolitischen Gründen machen. Projekte wie Neuwal zeigen aber auch, dass hier vieles im Fluss ist. Ich bin mir sicher, dass noch einige gute Politikblogs in Österreich entstehen werden!

„Es ist eine kleine Medienrevolution“, schreibt Thomas Knüwer und ich gebe ihm da vollkommen recht. Getty Images, weltweit größter Fotodienstleister aus Seattle, öffnet sein Archiv für Blogger. Abertausende Fotos professioneller Fotografen stehen jetzt für die private Nutzung kostenlos zur Verfügung. Die Einbindung in den eigenen Blog ist einfach: 1. Bild suchen, 2. Einbetten-Symbol anklicken, 3. den HTML-Code für den Getty Images Viewer kopieren und im eigenen Beitrag einfügen. Weil Getty Images das Headquarter in Seattle hat, habe ich da mal ein schönes Stadtpanorama dieser US-City eingebunden:

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Fotos gegen Views

Gratis Profifotos zu bekommen, klingt verführerisch. Getty Images ist aber natürlich nicht die Heilsarmee: Wer Bilder einbindet, akzeptiert auch die Nutzungsbedingungen und die erlauben Getty Images Daten von Blogbesuchern zu sammen und Werbung über ihren Viewer einzuspielen. Es ist also eine Tauschgeschichte: Der Blogger bietet gratis Werbefläche und Getty Images bietet gratis Bildmaterial. Wer sich mit den Details zu den Nutzungsbedingungen auseinandersetzen will, Rechtsanwalt Thomas Schwenke hat einen hervorragenden FAQ-Leitfaden geschrieben.

Auf der Facebook-Seite der österreichischen Blogger ist deswegen auch eine kleine Diskussion aufgekommen, ob das wirklich ein guter Deal für Blogger ist. Dazu kommt noch, dass die Bilder nicht als Vorschaubilder verfügbar sind und dass Getty Images die Fotoauslieferung jederzeit abdrehen kann. Dann hat man plötzlich einen Linkfriedhof auf dem eigenen Blog. Auf der anderen Seite profitieren viele Blogs immens von besseren Fotos. Ein Blog über Stars und Sternchen hat zum Beispiel immer Schwierigkeiten legal an passende Fotos zu kommen. Man kann ja nicht mal schnell zur Oscar-Verleihung fliegen und da seine eigenen Fotos schießen. Hunderte von Euros für Paparazzi-Fotos auszugeben, spielt sich aber auch nicht. Getty Images ist da eine super Alternative. Am Ende des Tages wird aber jeder Blogger die Vor- und Nachteile abwägen müssen. Schlussendlich ist das auch immer eine rationale Entscheidung, was einem geboten wird und was man selbst bieten kann. Wenn ich wöchentlich fünfstellige Views am Blog habe, dann würde ich auch nicht gratis Werbefläche hergeben wollen.

Neue Geschäftsfelder für Getty Images

Eines steht aber fest: Die nichtkommerzielle Nutzung freizugeben, war ein verdammt mutiger und smarter Zug von Getty Images. Mal ganz abgesehen von der Eigenwerbung, erschließt sich Getty Images damit neue Geschäftsfelder. Targeting, also auf den User abgestimmte Werbung, ist eines davon. Denn die dazu notwendigen Cookies könnte Getty Images einfach über den Viewer setzen. Dann hätte der Fotodienstleister ziemlich schnell ein ziemlich großes Mediennetzwerk in der Hand. Und: Alle Werbegelder bleiben bei Getty Images, denn keiner der eingebundenen Medien muss dafür bezahlt werden. Luca ist wiederum eingefallen, dass so auch die Geschichte hinter einem Bild verkauft werden könnte. Zum Beispiel bucht eine Onlinzeitung Werbung zum Foto eines russischen Panzers. Ein Blogger baut das Foto ein und von der Onlinezeitung wird dann als Werbung eingespielt: „Lesen Sie bei uns alle Hintergründe zur Krise in der Ukraine.“ Mir fällt noch ein dritter Vorteil ein: Getty Images könnte damit sogar einen Weg finden, AdBlocker zu umgehen. Denn wenn das US-Unternehmen vorab Werbung am Server ins Bild einfügt und dann erst das Bild ausliefert, ist Werbung und Content fast nicht mehr zu trennen.

reddit_BlognetzWie erreiche ich  meine Zielgruppe? Die Frage stellt sich irgendwann jeder Blogger. Ein ganz einfache Möglichkeit hat Luca Hammer geschaffen. Auf reddit hat er die Unterseite Blognetz gegründet. Mit reddit lässt sich Content ganz einfach auf- oder abvoten. Aufgeteilt ist die Subseite wiederum in Kategorien wie etwa Technik, Kommunikation, Fashion oder Food. Blogger können ihre Blogbeiträge also gleich thematisch einordnen.

Alles in allem eine super Lösung, um den massenweise Content von Bloggern zu managen und gute Inhalte von schlechtem zu separieren. Ich würde sagen, das subreddit #Blognetz könnte für Blogger zu einem wichtigen Kanal werden! Alle Details und eine Anleitung hat Luca auf 2-blog.net veröffentlicht.

wien_bloggerBlogger beim Socializing! Am vergangenen Freitag trafen sich WienBlogger im Restaurant Viereck. So eine lockere Kennenlernrunde hat schon was und ich habe wieder viele neue Leute und Blogs kennengelernt. Etwa die Australierin Carly mit ihrem Blog Austrian Adaptation. Ganz besonders lesenswert ist ihr Artikel 28 ways to be Austrian, der ein bisschen die Eigenheiten von uns Österreichern auf die Schippe nimmt. Bigiis Blog geht wiederum thematisch Richtung Food. Egal für welche Dinge man sich interessiert, WienBlogger ist eine tolle Sache und ich hoffe, dass noch weitere Treffen folgen werden.

Mir würde übrigens auch ein Barcamp übers Bloggen sehr gefallen. Ich denke, viele österreichische Blogger freuen sich da auch über einen neuen Wissens- und Erfahrungsaustausch. Schau ma mal, was sich 2014 so ergibt… 😉

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Luca Hammer bloggt auf AmbassadorBase. Foto: © Tony Gigov

Die österreichische Blogosphäre professionalisiert sich weiter. Ein Anzeichen dafür ist, dass sich mit dem Bloggen jetzt auch Geld verdienen lässt: Luca Hammer schreibt seit November für Ambassador Base. Standesgemäß hat er das bereits auf seiner Seite www.2-blog.net bekanntgegeben. Zugegeben handelt es sich bei seiner Tätigkeit für den Technologieblog von Microsoft Österreich erstens um einen 10 bis 20 Stunden Job und zweitens ist Luca schon ein recht prominenter Blogger. Bekannt wurde Luca vor allem auch durch seine technische Hilfe und Online-Kommunikationsarbeit während der Studentenproteste an der Universität Wien im Jahr 2009.

Es ist schon eine tolle Sache, dass mit Luca ein Blogger fürs Bloggen auch tatsächlich und kontinuierlich bezahlt wird. Sehr viele Menschen gibt es in Österreich ja noch nicht, die vom Bloggen leben können. Luca studiert derzeit Medienwissenschaft an der Universität Paderborn, wo er auch mit seiner Frau und Kind lebt. Er ist Mitgründer des Start-ups work|i|o (UPDATE: Das Startup gibt es nicht mehr) und beschäftigt sich daneben mit der Analyse und Darstellung von sozialen Beziehungen im Web. Dazu zählt auch eine recht coole interaktive Grafik zu den Verbindungen innerhalb der österreichischen Blogosphäre.

Mit Wien Blogger hat Andra eine Plattform zum persönlichen Austausch unter Blogger geschaffen. Eine super Idee, denn je mehr ich mich selbst mit dem Thema Bloggen beschäftige, umso mehr steigt das Verlangen auch mit anderen über Motivation, Know-how und Vernetzung zu sprechen. Ein Overall-Thema wird es auch geben, Andra hat „Selbstständigkeit“ vorgeschlagen. Mich persönlich würde auch interessieren, wie sich die oder der Einzelne zum Bloggen motiviert, wie lange man ungefähr für einen Blogeintrag braucht und wie regelmäßig gebloggt wird. Aber auch dafür ist sicher Zeit. 😉

Wer Interesse hat, einfach hinkommen und zwar:

  • am 28. November, 2013
  • um 18:00 Uhr
  • im Restaurant Viereck (Johannesgasse 16, 1010 Wien)

Alle Details gibt es auch auf der der Facebook-Seite von Wien Blogger. Jetzt gleich anmelden!

Ich selbst war bisher bei zwei Treffen der Wien Blogger mit dabei und habe natürlich viele coole Leute mit tollen Blogs kennengelernt: Ein recht bekannter Tech-Blogger ist Fabian Pimminger. Viel um Technik geht es auch bei Patrick Löwenstein, er schreibt neben seinem privaten Blog ebenso auf Ambassadorbase. Mischkulantes gibt es bei Daniel Imrich. Voll im Marketing, genauer im Content Marketing, zu Hause ist Sam Bredl, er bloggt auch auf der Unternehmensseite von Take Off PR.

Ich hoffe, am 28. November einige Blogger wieder zu treffen und neue kennenzulernen! Überhaupt scheinen gerade spannende Zeiten für Blogger anzubrechen. Wie auch auf der Facebook-Seite „Österreichs Blogger“ diskutiert wurde, kommt es gerade zu einem Professionalisierungschub innerhalb der österreichischen Blogosphäre, wobei hier einige wenige Blogs stark herausstechen. Bin gespannt, ob das andere Blogger auch bestätigen können.

Verdammt noch mal, mein 17-jähriges Ich war schon ein bisschen peinlich. Ich brauche da nur meine allererste Homepage aus dem Jahre 2003 anschauen … Technisch war die ja gar nicht so schlecht, aber viele Dinge würde ich heute nicht mehr in die Welt hinaus schreiben. Und wenn ich erst an meine Photoshop-Experimente denke – da hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens darüber. Es ist halt so: Ein Teenager denkt und handelt anders als ein Erwachsener. Ich bin jedenfalls froh, dass die Seiten nicht mehr online sind. Andererseits ist es schön, die eigene Entwicklung nach zu verfolgen. Dies hier ist meine zehnjährige Geschichte im Web:

1. Homepage

1_Homepage_Fabian_Greiler

Meine erste Homepage entstand im Mai 2003. Die Navigationsbutton wurden in Flash 5.0 erstellt. Nutzer mussten mit dem Mauszeiger über die Buttons fahren und schon vervollständigte sich das Wort. Das Banner mit Foto oben habe ich in Photoshop gemacht. Weitere Programme im Einsatz: Dreamweaver und FrontPage. Apropos: Gibt es FrontPage eigentlich noch?

2. Homepage

2_Homepage

Die zweite Homepage startete am 4. Februar 2004 und war rein in Flash konzipiert. Animiertes Logo links oben, animierte Buttons und animierte Scroll-Leiste. Erste Ansätze des FG-Logos sind da schon erkennbar.

3. Homepage

5_Homepage

Die dritte Webseite von 2005 ist eigentlich meine fünfte. Nur haben halt die Versuche drei und vier den Entstehungsprozess nie verlassen. Die Webseite war vollständig in Flash produziert und eigentlich recht cool animiert. Wer auf einen der Buttons klickte, bekam ein neues Fenster eingepoppt. Tja, und es entstand auch ein Intro:

Diese Homepage hatte also bereits die dreistufige Blaufärbung, die ich auch heute noch gerne nutze.

4. Homepage

Als die vierte Webseite 2009 online ging, studierte ich schon in Wien. Die Seite war mit Flash und CSS gemacht. Die 3D-Optik ist selbst gezeichnet und mit Klick auf eines der vier Felder öffnete sich ein neues großes Feld mit weiteren Links.

4_Homepage

Tja, und das war dann mein Abschied von Flash. Denn die Homepage wurde noch im selben Jahr gegen WordPress ausgetauscht.

1_blog

Yippie! Mitmachen lohnt sich doch ab und zu: Über das Branchenmedium Horizont habe ich ein Stipendium für blog n‘ BUZZ der Buzz Marketing-Agentur ambuzzador gewonnen. Und hey, nachdem ich aus mehreren Workshops auswählen konnte, habe ich mich gleich für die Session zum Thema Content Creation Audio angemeldet. Klang für mich einfach spannend und nachdem ich mich damit noch nie so wirklich beschäftigt habe, wollte ich mich mal überraschen lassen. Am 4. Mai fuhr ich dementsprechend neugierig zum „The Hub„. Im Nachhinein kann ich sagen: Den Samstag habe ich gerne für den Workshop geopfert. Gerrit Maschek und Felix Wech, die beiden jungen Vortragenden, brachten eine Ladung voll Begeisterung und Freude für das Thema Podcasts mit. Eh klar, die Beiden sind ja auch selber sehr ambitionierte Podcaster.

Gemeinsames Lernen bei blog n‘ BUZZ zur Audio Creation.

Gemeinsames Lernen bei blog n‘ BUZZ zur Audio Creation. Ganz rechts die Vortragenden Felix und Gerrit.

Podcasts: Eine eigene Welt
Ich habe mir nach dem Workshop gleich ein paar Podcasts angehört. Eine persönliche Premiere, denn bisher habe ich mich damit gar nicht beschäftigt. Mein erster Eindruck: Die Welt der Podcasts ist wirklich eine ganz eigene und nicht mit der schreibenden Blogosphäre vergleichbar. Etwas Gesprochenes kommt einfach lockerer und humorvoller rüber als etwas Geschriebenes. Dafür besteht beim Reden viel eher die Gefahr ins Langweilige abzudriften, denn ein Text wird vom Autor (hoffentlich ;-)) mehrmals vorab gelesen, korrigiert und gekürzt. Beim Workshop sprach ich mit Gerrit auch kurz über die Podcasterszene.  In Österreich ist die ja sehr überschaubar und die Community lange nicht so stark vernetzt wie die der Blogger. Dass es im Internet viel mehr schreibende als redende Menschen gibt, liegt wohl auch an der höheren finanziellen Eintrittsschwelle. Denn wer eine oder gar mehrere Tonspuren in hoher Qualität aufnehmen möchte, der braucht schon gute Mikrophone, ein Mischpult, Kopfhörerverstärker, und, und, und. Ich denke, viele schreiben auch deshalb lieber, weil die technisch notwendigen Fähigkeiten für einen Podcast abschrecken. Dabei braucht es schon lange nicht mehr weiß Gott was für ein Know-how: Im Workshop haben wir innerhalb kurzer Zeit eigene Podcastbeiträge produziert und veröffentlicht. Die waren natürlich nicht perfekt und für richtig professionelle Audioproduktion braucht es wohl länger, aber es hat verdammt viel Spaß gemacht!

Fazit
Mit neuen Menschen ins Gespräch ist immer toll und ganz besonders dann, wenn sich damit auch gleich eine ganz neue Welt auftut. Rein von den Inhalten, hätte ich mich beim Workshop aber gerne noch intensiver mit technischen Feinheiten beschäftigt. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass ich mit Audioproduktion schon während meines dreimonatiges Praktikum bei Radio Arabella zu tun hatte und ich dementsprechend schon kein Einsteiger mehr war. Ich habe im Workshop aber auch viel Neues erfahren, zum Beispiel kannte ich den Podcastdienst Podlove nicht.

Coole Sache: Luca Hammer hat die österreichische Blogosphäre visualisiert. Die Datenbasis bildeten die eingetragenen Blogs auf der Facebook-Seite „Österreichs Blogger„. Ich habe weder die FB-Seite noch die Grafik gekannt und bin erst vor kurzem durch einen Blogeintrag von Ritchie Pettauer darauf gestoßen.

Und wie ich meinen Weg zu dieser Info gefunden habe, zeigt wiederum wie vor allem die etablierten Blogs miteinander verbandelt sind. Das wird auch bei Lucas Grafik deutlich, in der eindeutig ein paar zentrale Anlaufstellen dominieren. Es gibt wenig überraschend auch bei Blogs ein paar Vorreiter und ein dementsprechend großes Informations- und Aufmerksamkeitsgefälle. Das formulierte Ritchie Pettauer sehr überschwänglich:

Content-Marketer, die sich in den Longtail vor­tas­ten wol­len, müs­sen jetzt erst­mal an uns vor­bei – visu­ell. Wir sind wie die chi­ne­si­sche Mauer auf Google Maps näm­lich bereits in der nied­rigs­ten Zoom-Ebene sicht­bar.

Hoffentlich bleibt jedenfalls dieses Bloggerverzeichnis länger bestehen, als die vielen anderen Blogrolls und Blogger-Vernetzungsseiten. Auch nicht uninteressant: Die (Facebook)-Beziehungen zwischen Bloggern sollen mit blognetz.com virtualisiert werden.

Seit kurzem erstrahlt mein Blog in neuem Glanz. Mit WordPress war das ganz einfach und zeigt wie ausgereift und handlich dieses Content-Management-System ist. Ich habe einfach das Template ausgewechselt und zwar vom veralterten Mimbo auf Sight. Gefunden habe ich das Theme Sight übrigens auf dem offiziellen WordPress Blog, wo regelmäßig neue Templates vorgestellt werden. Und im Gegensatz zu Mimbo waren bei Sight noch weniger Eingriffe in das CSS notwendig, um mein kleines „Corporate Design“ mit den zwei Blautönen umzusetzen. Überhaupt habe ich das Gefühl, dass es für einen optisch gelungenen und individualisierten Blog immer weniger Programmierkenntnisse braucht. Das ist sehr erfreulich, weil das die Eintrittsbarrieren reduziert und dadurch Meinungsvielfalt gefördert wird.

Bisher basierte mein Blog auf dem Theme Mimbo.

Ansprechende Optik ist also beim Bloggen keine Herausforderung mehr. Schwieriger ist es eher gute und verständliche Texte zu verfassen, ansprechende Bilder herzustellen oder zu finden und überhaupt regelmäßig zu schreiben. Denn Bloggen ist nun mal mit viel Aufwand verbunden. Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, jeden Sonntag einen neuen Eintrag zu präsentieren und bin schon gespannt, ob mir das neben Berufstätigkeit und dem Schreiben der Magisterarbeit gelingen wird.