Zusammenfassung: Daniels, George L.; Hollifield, C. Ann (2002): Times of Turmoil: Short- and long-term effects of organizational change on newsroom employees. In: Journalism & Mass Communication Quarterly 79 (3), S. 661–680.

Eine interessante Studien zu den Einstellungen von Journalisten kommt von George L. Daniels und Ann C. Hollifield. Eingangs erwähnen sie, dass der Grund für die hohe Attraktivität des Journalistenjobs die Abwechslung und Vielfältigkeit sind.

In ihrer Längsschnittstudie untersuchen sie die Einstellungen von Journalisten der Nachrichtensendung CNN Headline News. Dabei stellten sie fest, dass Veränderungen in der Organisation zu reduzierter Jobzufriedenheit und reduziertem Engagement führen sowie das Kündigungspotential erhöhen.

Gutes Change Management versucht da

  • Problem zu identifizieren
  • den Change Process einzuleiten
  • diesen zu beobachten und zu unterstützen

Change Management und die Möglichkeit am Wandel zu partizipieren/mitzugestalten verringert Kündigungsabsichten. Durch den Wandel braucht es Journalisten mit neuen Fähigkeiten. Dabei bleibt weniger Zeit für Inhalte und es wird mehr Zeit für die Technik investiert.

Bei CNN Headline News waren große Veränderungen geplant. Es zeigt sich in der Studie, dass die Journalisten negativ dem Wandel gegenüber eingestellt waren. Das verändert auch die Stimmung innerhalb der Redaktion. Wobei hier die Journalisten vor allem ihre intrinsischen Motive bedroht sehen (z.B. Qualität ihres Produktes). Ältere Journalisten sind signifikant reservierter als jüngere Journalisten gegenüber den Veränderungen. Allerdings zeigt sich grundsätzlich, dass sich die Einstellung mit der Zeit wieder verbessert. Dabei zeigt sich auch, dass sich die Einstellung gegenüber dem Wandel schneller wieder verbessert als gegenüber dem Management, der diesen eingeleitet hat.

2 Kommentare
  1. Werner Schrittesser
    Werner Schrittesser sagte:

    Tja, auch in vielen anderen Branchen und Unternehmen werden Veränderungen von den MitarbeiterInnen ganz selten positiv empfunden, warum sollte es ausgerechnet bei JournalistInnen anders sein?

  2. Fabian
    Fabian sagte:

    Ja, denke ich auch. Vor allem wird die Arbeitsorganisation eines Newsroom ja gerne mit Stellenabbau udgl. gleichgesetzt. Das bedingt sich aber auch nur deshalb, weil die Medien in einer Krise sind, ganz egal ob Newsroom oder nicht.

    Aber was bei meiner Magisterarbeit schon raus gekommen ist, dass es doch einige Faktoren gibt die für eine positivere Einstellung sorgen können. Dazu zählen wenig überraschend eine gute Informationspolitik des Managements und Mitbestimmungsrechte der Journalisten bei der Gestaltung des neuen Arbeitsplatzes.

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