Über Medien, Web 2.0 und die meisten Artikel zu Publizistik- und Kommunikationswissenschaften

Am 21.12.2009 veröffentlichte ich meinen ersten Blogeintrag. Wirklich „gebloggt“ habe ich aber auch lange danach nicht. Denn nur in katastrophal langen Abständen veröffentlichte ich neue Artikel. Leider schreibe ich auch heute noch unregelmäßig, womit ich sehr unzufrieden bin. Damit geht es mir allerdings wie den meisten Bloggern, denn Schreiben macht Spaß, ist aber auch ein hartes Geschäft und man muss erst die Routine erlernen. Trotzdem möchte ich auf meinen Blog nicht mehr verzichten. Das hat auch mit den Idealen zu tun, die ich mit bloggen verbinde.

Schon als Jugendlicher war ich von der Wissensverteilung und -verbreitung fasziniert. Ich habe jetzt noch ein Bild im Kopf, das Studenten im Mittelalter zeigt, die gerade einer „Vorlesung“ lauschen.

Im Mittelalter gab es nur wenige Klosterschulen und noch weniger Universitäten. Wissen war nur schwach institutionalisiert und nur wenigen Menschen vorbehalten. Seitdem hat sich viel getan. Unser Wissen hat sich verändert, genauso wie die Strukturen und Rahmenbedingungen mit denen wir dieses Wissen erfahren. Im Mittelalter war Wissen eine knappe Ressource, heute bietet das Internet ein Meer an Informationen. Und die Entwicklung geht rasant weiter. Oft wundere ich mich, dass nicht noch deutlich auf diese radikale Änderung aufmerksam gemacht wird. Früher diskutierte ich mit Freunden über ein historisches Ereignis und manchmal stritten wir auch, wer nun die richtigen Fakten weiß. Oft gingen wir ohne ein befriedigendes Ergebnis auseinander, weil jeder seinem Erinnerungsvermögen glaubte, aber niemand den Beweis erbringen konnte. Heute kann man mit dem Smartphone in der Wikipedia nachschauen und hat sofort die Antwort. Keine Diskussionen mehr. Die Fakten – also das Wissen – sind mobil verfügbar.

Das Internet – dieser Ozean an Informationen – hat aber den Nachteil, dass vieles Wichtiges untergeht und Unwichtiges hochgespült wird. Das Netz wird zunehmend größer und mit wachsender Größe gibt es Programme und Anwendungen die im Chaos Ordnung schaffen sollen. Danach besteht auch ein großer Bedarf, Google mit seiner Suchmaschine gilt nicht umsonst als zweitwertvollste Marke der Welt. Trotz des Erfolges von Google bin ich überzeugt: nichts kann so gut die Welt ordnen und kategorisieren wie der Mensch. Je mehr Menschen sich aktiv beteiligen umso besser. Die sogenannte Schwarmintelligenz ist mächtiger als jeder Algorithmus. Blogs verstehe ich in diesem Sinne. Blogs sollen das Wissen mehren, weil jeder etwas weiß – er muss es nur preisgeben wollen! Genauso wichtig wie die Wissensvermehrung sind aber auch die Hinweise auf bereits vorhandene Informationen. Auch das ist Aufgabe eines Bloggers: Der Blogger soll die Spreu vom Weizen trennen. Denn „Wissen ist Macht“. Das ist zwar ein abgelutschtes Statement, aber trotzdem richtig. Wissen soll daher möglichst vielen Menschen zur Verfügung stehen und nicht nur einer kleinen Elite. Das Internet macht es möglich, dass jeder dazu einen Beitrag liefern kann. Auch ich will das tun.

Bild: Wikipedia | GNU Free Documentation License

Er beschreibt sich als schwierigen Menschen mit großem Selbstzweifel – und zugleich erzählt er über das große Interesse, das ihm die Leute entgegenbringen. Luca, einer der bekannten österreichischen Blogger, schrieb eine Replik auf einen Blogeintrag von Monika auf kathmography.com.[ref]Update: Der ursprüngliche Beitrag von Monika ist nicht mehr online verfügbar. Geprüft am 18.04.2014[/ref] Die sinnierte darüber, ob Blogger Perfektion heucheln und dabei ihre Schwächen verschweigen. Lucas Replik scheint andere Blogger inspiriert zu haben und auch mich brachte das zum Nachdenken. Er schreibt

Ein Grund warum ich manchmal perfekter wirke, als ich bin, ist dass viele Macken in nicht so bekannte Kanäle ausgelagert werden. Auch wenn ich, nachdem ich die Firma hinter mir gelassen habe, wieder begann hin und wieder etwas emotionales fallen zu lassen. Oder zumindest persönlichere Dinge. Die schon fast weg waren. Weil ich selbst bei anderen gerne mehr mitbekomme, als nur womit sie sich auf einer rein beruflichen Ebene beschäftigen. Alleine weil ich an diese rein berufliche Ebene nicht glaube.

Mehr Emotionales und Persönliches, weil man das auch gern bei anderen Menschen mitbekommt. Diese Überlegung stimmt. Blogs erhalten oft dann besonders viel Resonanz, wenn der Blogger uns tief in seinen Abgrund blicken lässt. Der Blogger sozusagen als Ticketverkäufer seiner emotionalen Achterbahn, wo die Leser je nach Belieben ein- und aussteigen können. Genauso funktionieren Reality-Shows im Fernsehen, nur werden die Emotionen dort professionell verwertet. Klar, auch ich lese oft lieber über Gefühlswelten als etwa über Urheberrecht. Im Web suchte ich sogar nach Lebensgeschichten die mich bewegen würden. Ein Heißhunger auf Emotionen also. Das Leben besteht ja auch aus Emotionen. Emotionen treiben uns Menschen voran. Emotionen sind bestimmend. Emotionen sind attraktiv. Emotionen sind gefährlich.

 

Die Maske, die sie so sehr pflegte

Ich kenne flüchtig eine Frau die sich angriffslustig, selbstbewusst und bestimmend gibt. Eine Frau die mir etwa einfach das Wort abschnitt, wenn ihr nicht passte was ich sagte. Zufällig bin ich auf ihren privaten Blog gestoßen. Auch zufällig weiß ich, dass es ihrer ist, denn sie schreibt nur mit Namenskürzel. Sie schreibt dort wie schamhaft und verstörend es war, am nächsten Morgen – noch betrunken – neben jemanden aufzuwachen vor dem sie sich ekelte. Sie schreibt dort über ihre argen Selbstzweifel, Liebeskummer und Depressionen. Im wirklichen Leben gibt sie sich aber als „starke Frau“. Meine Sichtweise ihr gegenüber hat sich dadurch sehr geändert. Zuvor hatte ich mich über ihre starken Ansagen einfach nur geärgert, jetzt sehe ich das als Zeichen innerer Unsicherheit. Ihr wäre es aber bestimmt lieber, wenn ich mich weiter nur ärgern würde. Ich denke, man sollte sich ganz grundsätzlich Gedanken machen, was man von sich selbst preis geben möchte. Nicht alle Gedanken sind für alle Menschen gedacht. Für mich ist klar: Meine Gefühle teile ich nur mit Menschen die mir Nahe sind und das von Angesicht zu Angesicht. Ich bin im digitalen Leben ein emotionaler Eremit – und das ist gut so.

Die Naturschutzorganisation World Wide Fund For Nature kurz WWF in Deutschland erlebt gerade eine veritable PR-Krise. Am 22.06. strahle die ARD einen Dokumentarfilm aus, mit dem bissigen Titel „Der Pakt mit dem Panda: Was uns der WWF verschweigt“. Darin kritisiert Filmemacher Huismann, dass der WWF an Round Tables mit der Agrarindustrie sitze, dort der Abholzung von Regenwälder zustimme und gleichzeitig für Beratung uä. dieser Agarunternehmen Honorare bekomme. Greenwashing nennt man das auf neudeutsch. Weiters bezichtet Huismann den WWF, dass dieser zu wenig oder gar nichts für Orang Utahs in Indonesien unternehme, wofür sich der WWF selbst rühmt. Außerdem fördere der WWF den Tigertourismus, der für diese Tiere schädlich sei, dulde die Umsiedelung indigener Völker und befürworte gar Gentechnik. Richtig große ethische Steine also, die da gegen den WWF geworfen werden. Die Naturschutzorganisation bestreitet vehement alle Vorwürfe. Zumindest beim Thema Gentechnik dürfte Huismann aber einen wunden Punkt getroffen werden. Zwei hohe Funktionäre sprechen sich dezidiert für Gentechnik aus: Jason Clay, Vizepräsident für Marktumstellung beim WWF USA und Hector Laurence, zum damaligen Zeitpunkt Präsident einer Partnerorganisation des WWF in Argentinien. WWF Deutschland argumentiert das folgend:

Dies sind einzelne Außenseitermeinungen. Der WWF hat international eine klar ablehnende Meinung zu Gentechnik. Der WWF ist ein lebendiges Netzwerk, in dem unterschiedliche Meinungen auftauchen können, die von der offiziellen Position abweichen. Laurence war überdies nie beim WWF, sondern bis 2008 bei unserer assoziierten Partnerorganisation Fundación Vida Silvestre Argentina (FVSA). Der WWF Deutschland teilt die Meinung der beiden ausdrücklich nicht.

Die Argumentation ist schwach: Die Partnerorganisation FVSA ist voll dem WWF zuzurechnen, und wird etwa auch auf der globalen WWF Seite als einer der „local offices“ geführt. Argentinien und USA sind große und einflussreiche Länder. Aussagen von führenden Funktionären aus diesen Ländern als „Außenseitermeinungen“ darstellen zu wollen, ist schlicht unglaubwürdig. Das würde nur funktionieren, wenn sich etwa der WWF-Ortsleiter aus Hintertuxing zu Wort gemeldet hätte, aber nicht bei einem Präsident und einem Vizepräsident.

Problematisch ist auch das Interview mit WWF-Mitarbeiterin Dörte Bieler. Huismann konfrontiert sie damit, dass der WWF einer neuen Plantagen im Regenwald zugestimmt hätte, dafür bleibe ein ca. 80 Hektar großes Waldstück erhalten – 0,5% der Gesamtfläche. Das sei der sichere Tod für die dort lebenden Orang Utahs. Die mehr als zynische Antwort von Bieler:

„Also der sehr sichere Tod wäre ja, wenn die 80 Hektar jetzt gar nich mehr da wären – dann wären sie jetzt schon tot.“

Als Huismann nach einem Beispiel für den „Impact“ des WWF im Umweltschutz fragt, antwortet Bieler nicht mehr. Ihr fällt schlicht kein Beispiel ein. Ein Wahnsinn. Das nicht vollständige Interview aus dem Dokumentarfilm ist auf YouTube.

Für den WWF ist die ganze Geschichte ein PR-Desaster. Auf Twitter kühlt allerdings die Erregung der Menschen wieder ab. Auf der Fan-Page des WWF geht es aber munter weiter mit der Kritik. Kritische Blogeinträge gibt es jetzt auch schon viele. An Blogeinträgen die sich mit der PR-Kommunikation des WWF beschäftigen gefallen mir die von Thomas Knüwer und Michael Friedrichs. Zeitungsartikel zum Thema fand ich bei der taz und dem Spiegel.

Es ist möglich, dass ein Tablet-Computer die traditionellen Printmedien aus der Krise führen könnte. Aber: Sicher nicht das IPad von Apple oder irgendein x-beliebiges Tablet. Der Retter der Printmedien kann nur ein Gerät sein, das von den Verlagen in Kooperation selbst produziert wird.

Auch eine IPad-Alternative: Das Samsung Galaxy Tab

 

Als in Verlagen Wörter geschrieben und vervielfältigt wurden

Bevor Radio und Fernsehen erfunden wurden, waren Zeitungen das einzige und damit uneingeschränkte „Massenmedium“. Massenmedium ist deshalb in Anführungszeichen zu schreiben, weil die damaligen Zeitungen wenig mit den heutigen Printprodukten gemeinsam haben. Der damalige Erfolg der Zeitungen lag sicher auch daran, dass sich nur Verlage große Druckerpressen leisten konnten. Sie waren damit Monopolisten was das Produzieren von Nachrichten anging. Heute wird die technische Vervielfältigung der Wörter immer weiter outgesourct, trotzdem gehörte das zur ureigensten Aufgabe der Zeitungsverlage.

 

Wenn Verlage einen Tablet-Computer produzieren würden

Verlage könnten mit einem eigenen Tablet diese technische Vervielfältigung wieder an sich reißen. Finanziell wie technisch ist so ein Gerät jedenfalls machbar, wenn sich nur alle deutschsprachigen -oder gar weltweit – Verlage auf eine Kooperation verständigen könnten. Die Hardware und Software eines solchen „Zeitungs-Tablet“ oder „Verlags-Tablet“ (VPad) könnte ganz besonders und überzeugend auf journalistischen Angebote abgestimmt werden. Außerdem hätte man gegenüber Apple einen riesigen Vorteil: Noch sind Zeitungen und Zeitschriften viel näher am Bürger als ein Konzern aus der USA. Printmedien genießen großes Vertrauen und wenn alle das gleiche Produkt bewerben würden, hätte man ein Meinungsmonopol gebündelt mit einer unglaublichen Reichweite. Das neue Tablet könnten auch preislich eine Kampfansage sein: Man verkauft das Tablet besonders günstig, verknüpft damit aber ein Bezahlabonnement. Damit würde man vor allem eine jüngere Leserschaft an das Medium binden, eine Zielgruppe die derzeit besonders arg wegbricht. Schlussendlich wäre das „VPad“ eine starke Ansage gegen Apple, Google & Co., die derzeit immer mehr zur (überlegenen) Konkurrenz von Verlagen werden.

Foto: CC moster3000

Digitale Plattformen gibt es wenige, wenn man den Begriff sehr eng fasst. Glaubt man dem Wiktionary, dann hat das Wort Plattform folgende Bedeutungen:

[1] ebene, (erhöhte) Fläche
[2] separate Stehfläche in Bahnen, Bussen
[3] Basis für Auftritte

Die letzte Begriffserklärung ist wohl eine passende Beschreibung für digitale Plattformen. Wir können Plattform als etwas verstehen, dass die Anwendung von anderen Diensten und Auftritten überhaupt erst ermöglicht. Neben spezieller Software kann man dazu wohl auch Hardware zählen. Die derzeit meist beachteste sind Tablet-Computer.


Der Hype um das iPad 

Bekanntester Ableger davon ist Apples iPad. Das Gerät schlägt hohe mediale Wellen. Neben der technischen Raffinesse liegt das wohl daran, dass Verlagshäuser es als den Heilsbringer gegen ihren dahinsiechenden Absatz betrachten. Die Hoffnungen scheinen auch begründet, liegt doch der Zweck des iPads im digitalen Medienkonsum. Manche Medienvertreter hoffen offenbar auch, den Fluch des Internets mit seiner Gratiskultur abschütteln und am iPad Geld verlangen zu können. Ganz im Gegensatz zum konventionellen Internet eben, so zumindest Christian Krebs auf journalist.at. Das Liebesglück zwischen Verleger und Apple hielt aber nur kurz: Wenig überraschend möchte Apple nicht nur durch den Verkauf des IPads Geld verdienen. Das heißt, Verlage werden gezwungen eine Umsatzprovision von 30% zu zahlen und auch den Kauf der Inhalte über Apples iTunes Store zu ermöglichen. Besonders bitter für die Verlage ist, dass sie den Kontakt zur ihre Kunden verlieren. Es ist ein offenes Geheimnis: Nicht nur Google und Facebook verdienen an zielgruppenrelevanten Kundendaten wie Alter, Geschlecht und Beruf, sondern eben auch Zeitungs- und Zeitschriftenverlage. Einen bissigen Kommentar zu dieser Tatsache hat Thomas Knüwer geschrieben. Es ist ein Treppenwitz der Internetgeschichte, dass nun ausgerechnet das verhasste Google zur Hilfe eilt. Google ist mit dem Betriebssystem Android für Tablet-Computer der größte Konkurrent von Apple. Über den Android-Market kann man ebenso Medieninhalte kaufen, dafür verlangt Google nur 10% Prozent Umsatzprovision. Die Verlage dürfen also hoffen, dass Google gegenüber dem Marktführer Apple an Boden gewinnt.

 

Smartphone die neue digitale Plattform schlechthin
iPad & Co. stehen derzeit im Rampenlicht. Dabei sind Tablet-Computer noch ein Nischenprodukt. Smartphones dagegen sind echte Renner. Bereits 32% der österreichischen Handy-Kunden benutzen ein solches. Überall und jederzeit online, das ist mit dem Smartphone möglich. Wer zum Beispiel häufig Straßenbahn fährt, möchte so ein Handy nicht mehr missen. Wartezeiten kann man optimal nützen. Auch bei Smartphones hat Apple mit dem IPhone die Vorreiterrolle übernommen. Allerdings wächst der Marktanteil von Google und dessen Betriebssystem Android. Auch Microsoft möchte kräftig mitmischen, erst vor kurzem hat das Unternehmen einen Deal mit Mobilfunkhersteller Nokia getroffen. Demnach werden in Zukunft alle Nokia-Geräte mit Windows Phone laufen. Einen anderen Weg geht der Mobilfunkhersteller Samsung: einerseits verwendet man Googles Android und Windows Phone, andererseits hat man ein eigenes Betriebssystem namens Bada entwickelt.

Auf alle Fälle boomt der Markt, dementsprechend viele Anwendungen gibt es, die speziell für die Internetnutzung am Handy entwickelt wurden. Der Social Network-Dienst „Foursquare“ nutzt zum Beispiel das häufig eingebaute GPS von Smartphones. Auch Twitter und Facebook sind beliebte Anwendungen. So erlauben Smartphones eine neue Art der Kommunikation: Für Geburtstagseinladungen versendet man keine SMS mehr, sondern postet das auf Facebook und alle Freunde wissen Bescheid.


Internet-TV
Noch wenig Beachtung hat das Internet am Fernsehgerät erhalten. Dabei gibt es schon genügend Geräte mit Internetanschluss zu kaufen. Früher oder später wird das ein großes Thema werden. Diese Entwicklung wird auch einige Veränderungen für die Fernsehsender mit sich bringen: Stur abgespielte Fernsehprogramme sind Auslaufprodukte, „on demand“ wird Standard. Das man vor dem Fernseher sitzt und seiner Lieblingssendung entgegenfiebert, wird bald der Vergangenheit angehören. Zeiten werden nur mehr bei Live-Ereignissen, wie zum Beispiel bei einem Fußballspiel, Relevanz haben.

Wie sehr das Internet auch andere Medien beeinflusst, sieht man gut am Beispiel der Sendung Club 2 im ORF. Während dort die geladenen Gäste mit- und gegeneinander diskutieren, machen dasselbe die Zuseher auf Twitter. Dieses Beispiel macht anschaulich, dass alle Medien anfangen müssen – ob sie wollen, oder nicht – ihren Konsumenten zuzuhören und mit ihnen zu kommunizieren. Das wird für den Erfolg maßgebend sein. Wer aber zuhören muss, wird auch Unangenehmes zu hören bekommen. Der gemütliche Kommunikationsmonopolismus ist vorbei, wenn er denn je existiert hat.


Fazit
Neue Plattformen schaffen neben neuen technischen Anwendungen auch neue soziale Realitäten. Das Internet ist die zentrale Grundlage all dieser neuen digitalen Plattformen, egal ob am Tablet-Computer, am Smartphone oder am Fernsehgerät. Es handelt sich um Plattformen, weil sie für andere Anwendungen die Basis bilden. Erfreulich ist, dass die neuen Technologien dem Konsumenten viel mehr Kritik- und Gestaltungsmöglichkeiten liefern, sofern er das möchte.

Manchmal fällt es schwer die Übersicht über alle Termine zu behalten. Oft liegt es daran, dass man zwei oder drei Kalender unabhängig voneinander benützt: zum Beispiel einen am Smartphone Samsung Wave, einen online mit Google Kalender und den dritten in Outlook. Dieses Chaos muss nicht sein – Synchronisation heißt das Zauberwort! Das Beste daran: es ist relativ einfach den automatischen Datenabgleich einzurichten.


Zwischen dem Google Kalender und Bada, Betriebssystem für das Smartphone Samsung Wave, funktioniert das folgendermaßen:

Den Kalender von Bada öffnen, dort zuerst auf „Einst.“ und dann auf „Kalender synchronisieren“ drücken. Im öffnenden Menü „Exchange ActiveSync“ drücken und die persönlichen Daten eingeben. Wie man dabei genau vorgeht, wird auf computerbase gut erklärt. (In der Anleitung wird „@googlemail.com“ angegeben, ich musste aber „gmail.com“ eingeben.)

Leider ist bei mir ein Problem ungelöst: Beim Synchronisieren werden am Wave alle Termine eine Stunde verspätet eingetragen. Wenn also der Termin um 16:00 Uhr ist, wird dieser am Wave um 17:00 Uhr angezeigt. Auf Sommerzeit umstellen, wie auf computerbase geraten, hilft bei mir nicht. Ich hoffe, dass dieses Problem durch ein Firmware-Update von Bada bald beseitigt wird.


Outlook und Google Kalender
E-Mails lese ich mit Outlook. Einer der Gründe dafür ist übrigens das grottenschlechte Webmail-Programm meines Hosters world4you.com. Nachteil ist natürlich, dass die Termine nicht online stehen. Ich will aber alle Termine stets verfügbar haben, darum synchronisiere ich sie von Outlook zu meinem Google Kalender. Mit Google Calendar Sync geht das auch kinderleicht.


Desktop Sidebar und Google-Erinnerungsmails
Als weitere Erinnerungsstütze habe ich Desktop Sidebar installiert. Dieses Programm zeigt die Termine des Outlook-Kalenders am Desktop an. Eine Alternative dazu ist Google Desktop. Bei mir funktioniert die Anwendung leider nicht, da Google mein mobiles Internet nicht erkennt.

Auch Erinnerungsmails von Google helfen beim Kampf gegen das Vergessen. Dazu im Google Kalender einfach auf „Einstellungen“ unter „Meine Kalender“ klicken, im öffnenden Menü auf „Kalender“ und dann auf „Benachrichtigungen“ klicken.


Update: 05.04.2011

Mit dem Update von Bada scheint nun auch die Synchronisation des Kalenders ohne Zeitverschiebung um eine Stunde zu funktionieren. Hallelujah! Ich musste allerdings das bestehende Exchange Sync Konto löschen und neu anlegen sowie in den Kalender-Einstellungen auf Push-Synchronisation umstellen. In Foren habe ich gelesen,  dass es nach einiger Zeit grundlos wieder Probleme gab – ich bin schon gespannt…

Foto: CC Alan Cleaver | flickr.com

Weltkarte der Beziehungen von Facebook-Freunden und deren geografische Konzentration
Weltkarte von Facebook-Freunden und deren Konzentration

Web 2.0 – jeder spricht davon, aber niemand weiß was konkret damit gemeint ist. Eine eindeutige Definition existiert nämlich nicht. Schlimmer noch, die Interpretation des Begriffes kann sehr unterschiedlich sein. Gut zeigt sich das am Beispiel eines Interviews mit Tim Berners-Lee. Er gilt als „the inventor of the ‚World Wide Web'“. (Berners-Lee: 2006)[1. Berners-Lee, Tim (2006): DeveloperWorks Interviews: Tim Berners-Lee Originator of the Web and director of the World Wide Web Consortium talks about where we’ve come, and about the challenges and opportunities ahead. IBM-Developer-Works-Podcast. In: http://www-128.ibm.com/developerworks/podcast/dwi/cm-int082206.txt. (07.03.2011)] Berners-Lee wurde gefragt, ob er das Web 2.0 auch als neue Kollaborationsform sieht, die auf die Verbindung der Menschen abzielt, im Gegensatz zum Web 1.0, dessen Ziel es gewesen sein soll Computer zu vernetzen und Informationen bereitzustellen. Seine Antwort war:

„Totally not. Web 1.0 was all about connecting people. It was an interactive space, and I think Web 2.0 is of course a piece of jargon, nobody even knows what it means. If Web 2.0 for you is blogs and wikis, then that is people to people. But that was what the Web was supposed to be all along.“ (ebd.: 2006)

O’Reilly, der dem Begriff Web 2.0 zum Durchbruch verhalf, gibt zu:

„But there’s still a huge amount of disagreement about just what Web 2.0 means, with some people decrying it as a meaningless marketing buzzword, and others accepting it as the new conventional wisdom.“ (O’Reilly: 2005a)[2. O’Reilly, Tim (2005a): What Is Web 2.0. Design Patterns and Business Models for the Next Generation of Software. In: http://oreilly.com/pub/a/web2/archive/what-is-web-20.html?page=1 (07.03.2011)]

Wenn man dem Phänomen Web 2.0 nachgehen will, ist die die Website oreilly.com eine wichtige Quelle. In einem Artikel beschäftigt sich O’Reilly damit, was Web 2.0 ist und welche „Kernkompetenzen“ ein Unternehmen haben muss, um sich mit diesem Wort schmücken zu dürfen. Er zählt auf:

  • Dienste mit kosteneffektiver Skalierbarkeit und keine Paketsoftware [darunter versteht man Software die in einem gewissen Archivformat verpackt ist und installiert werden muss; Anm. des Verf.]
  • Kontrolle über einzigartige, schwer nachzubildende Datenquellen welche wertvoller werden je mehr Leute es nutzen
  • vertrauensvolle User als Mitentwickler
  • Verbindung kollektiver Intelligenz
  • Erreichen des „Long Tail“ [Damit meint man Gewinn durch Nischenprodukten; Anm. d. Verf.] mittels Bildung von Communities
  • Erstellung von Software über die Grenzen einzelner Geräte hinaus
  • Leichtgewichtige User Interfaces, Entwicklungs- UND Geschäftsmodelle.
    (ebd.: 2005b)[3. O’Reilly, Tim (2005b): What Is Web 2.0. Design Patterns and Business Models for the Next Generation of Software. In: http://oreilly.com/pub/a/web2/archive/what-is-web-20.html?page=5 (07.03.2011)] [sinngemäße und erläuternde  Übersetzung vom Verf.]

 

Für Martin Fisch und Christoph Gscheidle, die die Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2008 präsentierten, war das Internet noch vor ein paar Jahren durch „Passivität“ gekennzeichnet. Mit dem Web 2.0 ist hier ein grundlegender Wandel eingetreten. Web 2.0 ist „Mitmachnetz“ und zeichnet sich durch die „vielfältigen Möglichkeiten der Partizipation“ und „einfachen Handhabbarkeit“ aus. Als bekannte Mitmachangebote werden Wikipedia, MySpace, StudiVZ und YouTube aufgezählt. Die Web 2.0-Anwendungen werden mit den „klassischen Formen der aktiven Beteiligung“ verglichen. Wobei zu den „klassischen Formen“ Chats, E-Mail, Instant-Messaging-Dienste, Newsgroups und Gesprächsforen gezählt werden. (vgl. Fisch/Gscheidle, 2008: S. 256)[4. Fisch, Martin / Gscheidle, Christoph (2008): Mitmachnetz Web 2.0: Rege Beteiligung nur in Communitys. Ergebnisse der ARD/ZDF-Onlinestudie 2008. In: media perspektiven 7/2008. S. 356-364. Über die elektronische Zeitschriftenbibliothek der Universität Wien. (07.03.2011)]

Diese Differenzierung zwischen Web 2.0 und „klassischen Formen“ halte ich allerdings für etwas problematisch. Es wird nämlich nicht erörtert, wie man auf diese Unterscheidungen kommt. Es werden sechs Angebotsformen des Web 2.0 gelistet: 1. Virtuelle Spielewelten, 2. Weblogs, 3. Wikipedia, 4. Bilder- und Videocommunitys, 5. Soziale Netzwerke/Communitys und 6. Soziale Lesezeichensammlungen. (vgl. ebd., S. 357) Ein übergeordnetes Differenzierungsmerkmal kann damit aber nicht benannt werden. Gerade das wäre aber die Aufgabe einer Sozialwissenschaft.

Meine Lösung ist, nur jene Anwendungen als Web 2.0 zu begreifen, die es erlauben „user-generated content“ bereitzustellen und wo dieser Content auch im Mittelpunkt steht. Internetanwendungen also, deren Interaktivität sich dahingehend beschränkt, dass die User nur aus dem Inhalt wählen, selbst aber nichts beisteuern können, sollen als klassische Internetdienste eingeordnet werden. Klarerweise ergeben sich mit diesem Schema ebenfalls Probleme, da es viele „Mischformen“ gibt. Wie zum Beispiel klassifiziert man demnach Nachrichtenseiten wie www.diepresse.com oder www.derstandard.at? Beide Webseiten geben zwar die Inhalte vor bzw. produzieren sie, allerdings gibt es auch eine häufig genutzte Kommentarfunktion für die Leser. Solche Typen würde ich daher als klassische Internetdienste mit Web 2.0-Komponente kategorisieren. Problem dieser Differenzierungsmethode ist wiederum, dass Blogs zwar auch die meisten Inhalte vorgeben, allerdings immer und sicher auch korrekt als Web 2.0 bezeichnet werden. Trotzdem scheint mir die grobe Kategorisierung von Web 2.0 als „user-generated content“ am sinnvollsten.

Trotz alledem bleibt dieser Begriff diffus, eine genaue Kategorisierung ist nicht möglich. Web 2.0 scheint doch primär ein Marketingschlagwort zu sein und nur deshalb im allgemeinen Sprachgebrauch, weil es für die Beschreibung der derzeitige Entwicklung im Internet an einer brauchbaren Alternative mangelt.

Bild: Paul Butler: Visualizing Friendships. In: Facebook Engineerings Notizen.

Seit Oktober 2009 nutze ich den Microblogging-Dienst Twitter. Im Umgang mit diesem Tool habe ich eine umfassende Entwicklung durchgemacht. Diese Entwicklung hat mich stark an das Oberg-Modell erinnert. Der Anthropologe Karlevo Oberg beschreibt darin, welche Phasen man als Neuankömmling in einem fremden Land durchmacht. Das erste Mal habe ich von diesem Modell in Kopenhagen gehört, auf einer Orientierungslehrveranstaltung für Erasmus-Studenten. Ich möchte zeigen, wie perfekt man dieses Modell auf die Eingewöhnung eines Social Media Dienstes wie Twitter ummünzen kann.

Honeymoon-Phase
In der ersten Phase, werden alle Begegnungen in dem neuen Land als aufregend, positiv und stimulierend empfunden. Der im Ausland Tätige wird von einer Offenheit und Neugier getragen, er befindet sich in einem Zustand des Überschwangs. Das Urteilsvermögen ist eingeschränkt, kleine negative Erlebnisse werden unterdrückt oder gar nicht erst wahrgenommen. Die Konzentration gilt einzig auf den als schön und angenehm empfundenen Aspekte im Umgang mit den Mitmenschen in der neuen Umgebung. (Haufler, 2003) ((Haufler, Frank (2003): Phasen der Eingewöhnung – ein Modell von K. Oberg. In: http://teamarbeit.factlink.net/124772.0/. (04.03.2011) ))

Genauso erging es mir. Als Neuling war ich neugierig, offen und überschwänglich. Von Twitter hatte ich zuvor aus den klassischen Medien gehört. Eingeprägt hat sich dieser neuartige Dienst bei mir durch die Berichterstattung um ein im Jänner 2009 notgewassertes US-Passagierflugzeug. Ein Twitterer hatte die anschließende Rettungsaktion der Passagiere fotografiert und so für einen Ansturm auf TwitPic gesorgt. TwitPic ermöglicht das Posten von Fotos auf Twitter. Sobald ich registriert war, habe ich alles möglich angeklickt und durchstöbert, ohne wirklich zu wissen für was das alles überhaupt gut sein soll. Die Planlosigkeit wurde immer größer. Was folgte, kann man die Twitter-Kulturschock-Phase nennen. Aber zuerst wieder zum Modell von Oberg:

Kulturschock-Phase
In der darauffolgenden zweiten Phase bemerkt der Neuankömmling Unstimmigkeiten zwischen seinen eigenen Gepflogenheiten und den Verhaltensweisen der Menschen in seinem Gastland. Der Neuankömmling fühlt zum ersten Mal so etwas wie Fremdheit. Auslöser für ein Gefühl der Fremdheit kann ein sich einschleichendes Bewusstsein der Desorientierung sein. Man hat das Gefühl nicht genau zu wissen was „läuft“. (ebd.)

Ich hatte null Wissen über Twitter, aber noch immer die diffuse Vorstellung alle tollen und exklusiven Informationen würden mir sofort automatisch zufliegen. Natürlich muss man aber erst einmal den richtigen (!) Leuten folgen und dazu muss man die halt auch kennen. Außerdem: Erst wenn man einmal einer gewissen Anzahl folgt, hat man ständige und weiterführende Anknüpfungspunkte. Anfangs fühlte ich mich also fremd und desorientiert auf Twitter. Die Konsequenz daraus war, dass ich aufhörte mich damit zu beschäftigen. Ich denke, so ergeht es vielen Nutzern. Ich aber fand den Weg zurück zu Twitter, die nächste Phase begann. Was sagt das Oberg-Modell dazu:

Genesungsphase
Die dritte Phase beginnt in der Regel dann, wenn der Einzelne erkennt, dass er ein Problem mit der fremden Kultur hat und akzeptiert an der Lösung des Problems zu arbeiten. Zu weiten Teilen stellt die Phase einen Kompromiss zwischen den Gefühlen und Denkweisen der Honeymoon- und der Kulturschock-Phase dar. Mit anderen Worten, es wird ein Kompromiss zwischen den übertriebenen Erwartungen aus der ersten Phase und der Realität gefunden. (ebd.)

Einziger Unterschied zur Twitter-Erfahrung: Ein Ausländer muss sich mit der Situation auseinandersetzten (außer er fliegt Heim), Twitter kann man leicht verdrängen. Oft braucht man wohl einen Anstoß von außen, um die Twitter-Kulturschock-Phase zu überwinden. In meinem Fall war das die Lehrveranstaltung von Axel Maireder in Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Forschungsobjekt dieser Lehrveranstaltung war Twitter und Facebook. Meine Kollegen und ich mussten uns mit Twitter auseinandersetzen. Glücklicherweise, denn das war die Motivation die ich brauchte. Meine anfänglichen übertriebenen Erwartungen wurden realistischer. Twitter bietet eben nicht nur interessante und hochqualitative Informationen, sondern auch viel Schund. Aber den Schund kann man effektiv reduzieren und das bringt uns in die letzte Phase, der

Anpassungsphase
Man hat für sich seinen Platz in der fremden Gesellschaft gefunden. Ein Manager ist nun in der Lage, effektiv zu arbeiten. Er kennt die Grenzen seiner Fähigkeiten, seine Denkweise ist flexibler geworden und er ist zukünftig auch in der Lage neue Handlungswege zu beschreiten. (ebd.)

In der Twitter-Genesungsphase folgte ich besonders vielen Twitter-Accounts. Dementsprechend viele Tweets hatte ich zu lesen. Von Erlebnissen auf einer tollen Party, über Liebeskummer, bis hin zu Musikgeschmack war da alles dabei.

Irgendwann begann mich das alles zu stören. Persönliches interessiert mich nur von Leuten die ich eben auch persönlich kenne. Mal ganz davon abgesehen, dass Persönliches grundsätzlich persönlich bleiben soll! Und wenn doch, dann bitte auf Facebook. Facebook sehe ich als Medium für Kontakt zu Leuten aus dem persönlichen Umfeld. Zugegeben, ich habe auch auf Facebook einige „Freunde“, wo man das Persönliche schon sehr weit herleiten muss. Trotzdem füge ich auf Facebook nur Kontakte hinzu, die ich kenne. In Twitter hingegen folge ich fast nur Personen, an denen ich wegen ihrer Profession interessiert bin. Ich will von deren Wissen profitieren, das Privatleben interessiert mich nicht.

Das ist auch der Grund warum ich beginne Leuten zu entfolgen. Außerdem prüfe ich nun sehr genau, bevor ich jemand neuen folge. Wichtigstes Selektionskriterium ist für mich die Bio des Twitterers. Wer eine hohe, wichtige oder interessante Position innehat, bietet oft auch interessante Tweets. Ist das nicht gegeben, schaue ich, ob sich der Twitterer für dieselben Themen interessiert wie ich. Oft ist das ja in der Bio erwähnt. Ist das alles nicht vorhanden, lese ich mir durch, was derjenige bisher getweetet hat. Ist da tatsächlich Relevantes für mich dabei, folge ich ihm auch. Alles in allem versuche ich also den Informationsstrom möglichst effektiv und qualitativ zu machen.

Fazit:
Für mich ist erstaunlich, wie gut sich das Oberg-Modell auf den Gebrauch von neuen Internetdiensten wie Twitter umlegen lässt: Anfangs ist man überschwänglich aber desorientiert, was schließlich zur Ernüchterung führt. Überwindet man das, werden die Erwartungen realistischer und schließlich benützt man das Tool individueller und effektiver. Firmen sollten versuchen die Kulturshock-Phase möglichst leicht überwindbar zu machen. Ich persönlich nutze Twitter als einen Kanal für qualitative Informationen zu (Sach-)Themen, zu viel Persönliches ist für mich ein Entfolgungsgrund.

Langsam werden sogar die ewig jungen Social Media alt. Dementsprechend liegt bei vielen Usern auch das Beitrittsdatum länger zurück. Wann bin ich eigentlich Facebook beigetreten? Und wann Twitter? Diese Fragen stellen sich viele Leute immer häufiger. Gründe dafür gibt es genug: Sentimentale Gefühle, Rekapitulation wann man seine Privatsphäre aufgegeben hat, oder man wurde schlicht um das Datum bei einer der vielen sozialwissenschaftlichen Erhebungen zur Social Media-Nutzung gebeten.

 

In Facebook ist es leider nicht möglich, das Beitrittsdatum exakt ausfindig zu machen. Man kann sich aber am ältesten Profilfoto oder am ersten Status Update orientieren:
Profilfoto: Man klickt rechts oben auf „Profil“ -> dann auf „Fotos“ -> und „Profilbilder“. Dort das älteste auswählen. Unter dem Foto steht wann das Foto hochgeladen wurde. Das verrät ungefähr das Beitrittsdatum, da die meisten gleich am Anfang ein persönliches Foto hochgeladen haben.

Vorsicht: Auf Facebook haben auch schon Betrüger versucht User zu ködern mit „finde heraus was Deine erste Status Meldung war“. Mehr dazu hier.

Und Twitter gibt es natürlich auch noch. Langen Erklärungen sind aber unnötig: Einfach auf http://www.whendidyoujointwitter.com gehen und Username eingeben. Viele Applikationen wie Tweetdeck sollen auch das Beitrittsdatum zeigen, so Florian Allesch.

UPDATE I: Rockmelt ist tot, für mich kommt der spannenste neue Browser Vivaldi aus Norwegen, der ebenfalls auf Chromium aufbaut.

UPDATE II: Auch den Dienst Stumble Upon gibt es nicht mehr. Dafür gibt es jetzt Mix.

Rockmelt ist der fantasievolle Name für einen neuen Social Media Browser. Der Browser integriert Facebook (FB) und andere Social Media Services wie zum Beispiel Twitter. Der Schwerpunkt liegt aber eindeutig auf FB: Den Online-Status seiner FB-Freunde kann man auf der linken Seite in einer vertikale Leiste sehen, in der rechten Leiste findet man Buttons für Twitter, FB-Statusmeldungen und RSS-Feeds die bei Anklicken die neuesten Meldungen in einem eigenen Menü anzeigen. Das ist einfach großartig. Ein weiteres Gimmick ist der Share-Button neben der Adressleiste. Entdeckt man im World Wide Web etwas Erwähnenswertes, kann man das seinen Freunden auf FB oder Twitter gleich mitteilen.

Rockmelt, unten rechts das Pop-Up Fenster von Twitter

Noch ein Hit: Alle persönlichen Einstellungen werden in der sogenannten Cloud gespeichert, damit sind diese Einstellungen jederzeit und überall verfügbar. Ich zum Beispiel nutze zu Hause auch den Laptop meiner Eltern, mit Rockmelt muss ich den Browser nicht erst einrichten, alle persönlichen Einstellungen werden vom Server geladen. Das kann natürlich bei Datenschützern viel Unmut hervorrufen, einen sehr kritischen Artikel dazu habe ich auf Spiegel Online gefunden. Nebenbei bemerkt sind aber Verlage wie der Spiegel selbst mächtige Datenkraken. Komisch auch, dass im Spiegel Online am selben Tag ein zweiter Artikel über Rockmelt erschienen ist, der diesen ohne wenn und aber lobt.

Rockmelt baut auf Chromium auf, dem Open Source Web Browser Projekt von Google. Dementsprechend ähnlich sind sich auch Rockmelt und der Google Chrome Browser. Das ist auch der erfreuliche Grund warum Rockmelt richtig schnell arbeitet.

Wünschenswertes

Da der Browser noch in der Beta-Version ist, gibt es natürlich noch viel Platz für Verbesserungen. Der Funktionsumfang für Twitter könnten zum Beispiel noch erweitert werden. Außerdem verursacht Adobe Flash und der eingebauten FB-Chat noch Probleme. Unter dem Share-Button könnten in Zukunft mehrere Services subsumiert werden, wie zum Beispiel Stumple Upon, Delicious/Diigo und Digg. Einer der tollsten Funktionen von Rockmelt ist, dass neue Nachrichten von Twitter und FB rechts unten in kleinen Pop-Up Fenstern eingeblendet werden. Gut wäre, wenn die Meldungen von Twitter und FB eine unterschiedliche Färbung hätten. Für mich ist es nämlich manchmal von Bedeutung, ob eine Meldung von Twitter oder FB kommt. Besonders nervig ist, dass man Links in den Meldungen nicht direkt im Pop-Up Fenster anklicken kann. Klickt man auf das Pop-Up Fenster, öffnet sich die Timeline desjenigen der die Meldung geschrieben hat und dann erst kann man den Link anklicken.

Unverzichtbare Add-ons

Da Rockmelt mit Chromium läuft, können auch alle Extensions für den Chrome Browser verwendet werden. Das ist auch für mich besonders wichtig. Folgende vier Extension möchte ich in keinem Browser mehr missen: Erstens den AdBlocker, damit wird nervige Werbung geblockt. Sorry, liebe Werbeleute und Medienverlage, aber manche Werbungen sind einfach nicht zu ertragen. Zweitens ein englisches Wörterbuch, da ich doch häufig englische Texte lese. Drittens meine Gedächtnisstütze für Passwörter und die vierte und letzte Extension ist Stumble Upon. (siehe Update II)

This is an eleven A4 pages long introduction into the audiovisual policy of the European Union with a focus on subsidy programs. You can click in the index to go straight to the chapter you are interested in:

  1. Introduction
  2. The MEDIA Programs
  3. MEDIA I
  4. MEDIA II
  5. MEDIA PLUS
  6. MEDIA 2007 (2007-2013)
  7. Eurimages
  8. Bibliography

 
 

Introduction

Today, we are facing an Americanization of the film market in Europe. “The US has benefited most from growth in Europe, increasing its sales of programming in Europe from USD 330 million in 1984 to USD 3.6 billion in 1992. In 1991, 77% of American exports of audiovisual programs went to Europe, of which nearly 60% to the European Community (The EC was abolished with the Treaty of Lisbon in 2009. The legal personality was transferred to the EU) – this being the second-largest US industrial sector in export terms, while the European Union’s annual deficit with the US in audiovisual trade amounts to about USD 3.5 billion.” (Office for Official Publications of the European Communities, 1994: p. 20) Today the annual deficit is even 6 to 7 billion Euros every year. (European Commission, 2011)

Philip Schlesinger (1997, p. 374) argues that today European cinema is in a crisis with an increasing domination of Hollywood. Elsaesser (2005: p. 17) mentioned that European films “Economically, (…) are so weak that they could not be shown on the big screen if the machinery of the [US] blockbuster did not keep the physical infrastructure of cinema-going and public film culture going.” He also analyzed main differences between Hollywood and European cinema (see p. 491f):

 

Europe vs. Hollywood
art-house or program cinema multiplex cinema
critic as arbiter of taste and quality advertising and marketing
independently produced on a one off basis serially produced within a studio system
financed through government financed by banks and studios
cultural capitals box office
artisanal modes of production industrial mode of production
place-based and context-dependent a state of mind / understandable for everyone
behold to the nation state part of the American Empire
protectionist measures hegemonic position
       

 

The difficult situation for the European film industry led to a wild discussion whether the current audiovisual policy of the European Union is suitable. Schlesinger (1997, p. 374ff.) claims that the European Union consider audio-visual products not as simply tradable goods, but rather as a matter of culture and therefore they should be protected. For the European Union – with France as the driving force – protection for the domestic film market is related to independence and sovereignty. Considering this attitude, films are very important for the EU: “They are an essential element for the good functioning of our democracies because of their widespread influence on society. They are also at the heart of the transformations resulting from the development of the Information Society: new technological developments offer new opportunities for promoting culture and heritage conservation, and to increase mutual understanding across Europe.” (Commission of the European Communities, 2001: p. 3) On the other hand, it is questionable whether the strategy of “Unity in Diversity“ (Sarikakis, 2007: p. 16) is a success. Finney (2002, p. 216) mentions that “… the European subsidy was organized with the aim of supporting national, and only national production.” This constellation causes – of course – problems for the development of European co-productions. Should the European Union try to harmonize the European film production or regard the different cultures within Europe? Is the film subsidy sufficient, especially sufficient enough to compete with US films? And is the distribution system for European films efficient? These questions are only a small selection of issues Europe’s audiovisual policy has to deal with.

This article examines the audiovisual policy of the European Union, therefore it focuses on the so called MEDIA Programmes and Eurimages. Although this paper focuses on the MEDIA Programmes and Eurimages, it shall not be concealed that the biggest part of film subsidies are still national funds of the member states. Accordingly, there is a great variety of subsidy systems within Europe such as automatic and selective aids, tax breaks and soft loans, credits, provision of production facilities and other practical support. (Jäckel, 2003: p. 47)

 

Finney (20002: p. 214) listed different subsidy mechanisms in Europe:

 

Soft, culture orientated subsidy systems This system is culture-driven

Subsidies are rarely recouped

It is normally used in smaller countries (Nordic territories, Benelux, Portugal, Greece and Germany’s federal source of public funding)

Regional, economic loans It is established in the German Länder subsidy system

Film must be produced in the relevant region

 Recoupment is 10%

(Rotterdam Film Funds uses this system too)

 

The ‘tough’ repayable loan mechanism Cannot considered as a subsidy loan, rather as an equity investment

Is the commercial approach

Used by British Screen Finance and European Co-Production Fund, Scotland’s regional funds and the Irish Film Board.

automatic aid Used in France (and Spain)

Producers get a share of the levy, earned through the gross theatrical receipts on all films. The amount depends on the receipts a film got.

Subsidy is only paid if it goes straight back into film.

selective aid Also in France

Grants are given on the basis of a screenplay

Tax incentives Ireland and France

 

The table shall provide a short overview about the different film subsidies in Europe and for differentiation between the subsidies of the European Union and national subsidies. For further information about national subsidies see Catherine Fowler’s (Ed.) The European Cinema Reader (2002: Routledge), André Lange and Tim Westcott’s Public funding for film and audiovisual works in Europe – A comparative approach (2004: European Audiovisual Observatory), and Anne Jäckel’s European Film Industries (2003: British Film Institut).

 
 

The MEDIA Programs

The establishing of the MEDIA Programmes was caused by the rapid development of new technologies in the 1980s. European television broadcasters were challenged by new competitors and new TV channels demanded more programmes. American broadcasters successfully took over the leading role for offering these Television programmes. This uncomfortable situation for the European Community gave reason to install an European wide subsidy programme, the so called MEDIA Program. The MEDIA Program was firstly adopted on 21. December 1990. It was named MEDIA I and lasted five years (1991-1995).

 
 

MEDIA I

The budget for MEDIA I amounted 200 ECU millions. (European Commission, 2010) ECU means European Currency Unit and was used as unit of account before the Euro was introduced in 1999. MEDIA I consisted of 12 projects which covered professional training, development and production, distribution and dubbing, and subtitling. The aim was to use cross-border synergies. Critics demanded a better pre-selection of films and more support for films with higher budgets, a reduction of operating costs and more transparency; also duplication of resources and a lack of mechanisms for the recoupment of loans were criticized.The obvious problem of MEDIA I was the low budget. For example, France spent in 1990 alone 268 ECU millions in the national film industry.

 
 

MEDIA II

The successor of MEDIA I was MEDIA II. It has had a budget of 310 ECU millions over a five-year period, from 1996 till 2000. The MEDIA II Programme was more centralized and less controlled by industry professionals. Projects were now first evaluated by the intermediary organisations and a panel of experts, before selections were made by the Commission assisted by the MEDIA Committee.

MEDIA II focused more on economic concerns and was less cultural oriented. Film makers had to establish a business plan and whole slates of films were preferred to single projects – these led to a sharp fall in the number of applications. Nevertheless, Finney criticized that the efforts to create a single market for European films have clashed with local rules, criteria and local funding bodies. Also the Programme would be caught in bureaucratic mismanagement and more money was spent on marketing without little thought for development strategy and constructive subsidy structures.

 
 

MEDIA PLUS

Next step was the MEDIA PLUS Programme (2001-2006). This program differs in several aspects from its predecessors:

  • their budgets have been significantly increased (400 million €, with 350 million for MEDIA Plus and 50 million for MEDIA Training)
  • four priorities have been defined: vocational training, development, distribution and – new in relation to MEDIA II, which did not identify it as a specific priority – promotion
  • the establishment of pilot projects to profit from new technologies – e.g. digital – is set out in Article 10 of the Decision establishing MEDIA Plus
  • the reference period has seen the integration of and increasing participation in programs by the accession countries (see Commission of the European Communities, 2003: p. 3)

The same report mentioned that

  • the weakness of Europe’s film industry is merely structural
  • the market is fragmented
  • the European audiovisual sector contains merely of small and medium-sized undertakings
  • the audiovisual industry devotes too less into project development
  • there is a lack of training for professionals (Commission of the European Communities, 2003: p. 4ff)

 

Accordingly, the MEDIA PLUS Programme focused on training for professionals and the development of international distribution as this is the major weakness of European cinema. Also, with MEDIA PLUS a European Cinema Network was created. The report stated that there is a “(…) positive correlation between the number of cinemas supported by MEDIA in a country and the market share for European films in that country. MEDIA makes a clear contribution to reducing the potential risk of showing non-national European films.” (p. 10)

The report was very optimistic about the future: “We are therefore gradually seeing a true, far-reaching change in the attitudes and practices of European audiovisual professionals and the undeniable beginnings of the networking of these professionals at European level.” (p. 11) In the area of distribution the report suggested to introduce a new system based on the slate funding used in development: “Distributors would be granted a budget for distribution, over a period of one or two years, of a catalogue of European films with a higher risk profile, with no constraints in terms of the number of European distributors appointed.” (p. 15) Furthermore, a reinforcement of promotion was demanded, as the report saw a lack of promotion techniques in Europe. (p. 15)

 
 

MEDIA 2007 (2007-2013)

The Interims Report of the current MEDIA programme stating several new challenges for the film industry:

  • Technological change (digitalization with all its consequences)
  • Economic model: public television is not so important anymore as it was
  • Managing rights: new players for distributions and productions, piracy

(Besrest, Modot, et al., 2010: p. 4)

MEDIA 2007 comprises a budget of € 755 million. Predecessors had an own program devoted to training. This is not the case with MEDIA 2007 as it is an integrated program. It has 3 main aims (see p. 5):

  1. preserving and enhancing European cultural diversity and it’s cinematographic and audiovisual heritage, guaranteeing its accessibility to European citizens, and promoting intercultural dialogue,
  2. increasing the circulation of European audiovisual works inside and outside the European Union,
  3. strengthening the competitiveness of the European audiovisual sector in the framework of an open and competitive market.

MEDIA 2007 tried to simplify the administrative procedure. The report mentioned – besides the positive effects – that the term of the program is too long as there is no chance to react properly on changes in society and technology. Also, “(…) developing the demand for European works by the public, cinemas and TV broadcasters is not granted enough importance in comparison with that granted to the audiovisual supply.” (p. 9) The program is insufficient to reduce the imbalance between countries with a low and countries with a high audiovisual capacity. The support for the development of interactive works has to be improved. Positive aspects are the effective support in the very important scopes of distribution and promotion. (p. 9f)

 
 

Eurimages

The second pan-European film subsidy program is Eurimages. It was created 1988 within the framework of the Council of Europe. France pushed the development of the program forward. The main aim is to promote film co-production in Europe. (90 percent of the budget goes to the development of co-production.) Nevertheless, the program also covers support for distribution, exhibition, and digitalization. Besides, it supports in cooperation with Europa Cinemas approximately 40 cinemas in four different countries. Actually, Eurimages has 34 member states. (Council of Europe, 2010) Great Britain is not a member as it has withdrawn from the program in 1996. (Jäckel, 2003: p. 77) In 2008 the programme had a Budget about 22.5 Million EUR; € 2 205 500 operational expenditure and € 20 269 900 for co-production and distribution. (Council of Europe, 2007)

In contrary to the MEDIA Programme, Eurimages focus on cultural aspects of films and not so much on economic aspects. The subsidy is primarily given to feature and documentary films. Every member state is sending one representative to the board of Eurimages. The board deciding on financial support for films based on “(…) the artistic quality of a project and the professional standing of the key individuals involved.” (Jäckel, 2003: p. 77)

On the one hand Eurimages got a lot of positive feedback as it offers good chances for countries with a small film industry to cooperate with producers of thus with a big one. On the other hand Jarothe (1998: p. 333f) asks if it really needs a subsidy for coproduction in Europe because as long as economic resources are limited producers are forced to cooperate. In addition, most of the budget from Eurimages is used by bi-national films, seldom three or more countries producing one film. Jarothe (p. 334f) concludes that Eurimages do not hurt anybody but the effects of the programme are very limited.

 
 

Bibliography

Anne Jäckel (2003): European Film Industries. London: British Film Institut.

Besrest, Virginie; Modot, Alain; Delahais, Thomas; Sage, Karine; Angrisani, Silvia; Fontanel, Héloïse (2010): Interim Evaluation of MEDIA 2007. Final Report. Eureval: Lyon, Paris. In: http://ec.europa.eu/dgs/education_culture/evalreports/culture/2010/mediasum_en.pdf

Commission of the European Communities (2003): Report on the implementation and the mid-term results of the MEDIA Plus and MEDIA Training programmes (2001-2005) and on the results of the preparatory action „Growth and audiovisual: i2i audiovisual“. Brussels.

Commission of the European Communities (2001): On certain legal aspects relating to cinematographic and other audiovisual works. Brussels. In: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=COM:2001:0534:FIN:EN:PDF (17.11.2010)

Council of Europe (2007): Resolution Res(2007)43 on the Partial Agreement on the European Support Fund for the co-production and distribution of creative cinematographic and audio-visual works “Eurimages” 2008 Budget. In: https://wcd.coe.int/ViewDoc.jsp?Ref=CM/Res%282007%2943&Language=lanEnglish&Site=CM&BackColorInternet=9999CC&BackColorIntranet=FFBB55&BackColorLogged=FFAC75 (23.11.2010)

Council of Europe (2010): What we do? Missions & Objectives: Promote the European film industry. In: http://www.coe.int/t/dg4/eurimages/About/default_en.asp (23.11.2010)

Elsaesser, Thomas (2005): European Cinema. Face to Face with Hollywood. Amsterdam: Amsterdam University Press.

European Commission (2011): Promotion and Distribution. In: http://ec.europa.eu/avpolicy/reg/tvwf/promotion/index_en.htm (18.01.2011)

European Commission MEDIA (2010): MEDIA I (1991-1995). In: http://ec.europa.eu/culture/media/programme/overview/media1/index_en.htm (20.11.2010)

Finney, Angus (2002): Support mechanisms across Europe. In: Fowler, Catherine (Ed.): The European Cinema Reader. London: Routledge, S. 212–222.

Jarothe, Sabine (1998): Die Filmpolitik der Europäischen Union im Spannungsfeld zwischen nationaler staatlicher Förderung und US-amerikanischer Mediendominanz. Frankfurt am Main: Peter Lang GmbH Europäischer Verlag der Wissenschaften (Reihe XXXI Politikwissenschaft, 347).

Office for Official Publications of the European Communities (1994): Report by the Think-Tank on the audiovisual policy in the European Union. Office for Official Publications of the European Communities. Luxembourg.

Sarikakis, Katharine (2007): Introduction. The place of media and cultural policy in the EU. In: EUROPEAN STUDIES, vol. 24, p. 13–21. In: http://www.rodopi.nl/functions/search.asp?BookId=YES+24  (15.11.2010)

Schlesinger, Philip (1997): From cultural defence to political culture: media, politics and collective identity in the European Union. In: Media, Culture & Society, vol. 19, p. 369–391. In: http://mcs.sagepub.com/content/19/3/369.refs.html (14.11.2010)