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Wenn ich einmal drinnen bin in der Arbeit, vergesse ich gerne die Welt um mich. Deshalb hatte ich in der Vergangenheit Schwierigkeiten, nicht Geschäftstermine zu versäumen. Mit Outlook wollte ich standardmäßig E-Mail-Reminder einrichten. Das ist aber bei Outlook leider nur individuell bei Terminerstellung möglich. Da wir in der Arbeit Office 365 nutzen, gibt es aber mit dem Automatisierungstool Microsoft Flow einen Workaround.

  • Auf office.com einsteigen und in der Übersicht auf den Flow Button klicken.
  • Oben „Ohne Vorlage erstellen“
  • „Hunderte Connectoren oder Trigger suchen
  • Outlook Kalender eintippen
  • Office 365 wenn ein Termin bald startet

  • Seinen gewünschten Kalender auswählen
  • „Erweiterte Optionen anzeigen“ klicken und die Minuten angeben, wie viel im Voraus der Trigger für einen Termin starten soll. Ich habe zB 45 eingegeben, also eine Dreiviertelstunde vor dem Termin werde ich per Mail daran erinnert.
  • „+ Neuer Schritt“ und „Aktion hinzufügen“
  • Office 365 Outlook – E-Mail senden
  • Ich habe folgenden Dynamischen Inhalt eingefügt und bekomme damit Betreff und Adresse des Termins anzeigt

(Start- und Endzeit kann man sich anzeigen lassen, ist aber leider in einem schwer lesbaren Format geschrieben und bei mir wird die Angabe um eine 1 Stunde verstellt anzeigt – ich vermute mal, das hat mit Zeitzonen-Einstellungen zu tun)

  • Flow speichern
  • Dachzeile – Stichwort oder Halbsatz. Gibt Orientierung
  • Überschrift – Aussage des Textes zusammenfassen, gerne auch Wortspiele. Darf nicht in die Irre führen, Vorsicht mit Superlativen
  • Der Vorspann / Leadsatz – Soll schon einige der sechs W-Fragen beantworten
  • Einstieg und erster Absatz – Kein Blabla, Wichtigste zuerst
  • Weitere Absätze – Zitate einbauen oder andere Quellen (Studien, Umfragen, Forschungsergebnisse nennen), die die Botschaft unterstreichen

 

Formalitäten:

  1. Firmenkopf
  2. Benamsung: Pressemitteilung
  3. Sperrfrist klären
  4. Erscheinungsdatum
  5. Weitere Zusätze: „Abdruck honorarfrei“ manchmal auch Längenangabe (Zeichen)
  6. Formatierung und Länge – nicht mehr als 3.000 Zeichen
  7. Abbinder oder Boilerplate – Nicht mehr als vier bis sechs Zeilen über das Unternehmen mit juristischer Angabe, die Branche, eigene Bewertung der Marktposition, Unternehmensstrategie, Geschäftsfelder und/oder bekannte Marken, eventuelle Informationen zur Gründung, Zahl der Mitarbeiter, Zahl der Standorte, ev. Umsatzzahlen
  8. Fotos und Zusatzmaterial mit Angabe Urheber
  9. Ansprechpartner für Medien
Sprache ist das Haus des Seins.

Martin Heidegger

Ein guter Journalist macht sich mit keiner Sache gemein, auch nicht mit einer guten.

Hajo Friedrichs

 

Die österreichische PR-Szene ist nicht auf Höhe der Zeit, das erlebe ich immer wieder. Wie viele PR-Profis optimieren ihre Texte für Suchmaschinen? Wie viele Agenturen und Unternehmen verfassen aufwendige Newsletter, messen aber nicht, wie diese bei der Zielgruppe ankommen? Und das in einer Branche, die sich laufend damit beschäftigt, wie Erfolg der eigenen Arbeit besser messbar wird.

Ich möchte hier zeigen, wie das beim Newsletter mit Mailchimp und Google Analytics einfach möglich ist. Und habe dazu ein paar einfache Fragen beantwortet:

  1. Wie viele Leute kommen durch die Newsletter-Kampagne auf die eigene Webseite?
  2. Wie entwickeln sich diese User weiter? Springen Sie ab? Oder schauen Sie sich noch andere Seite an? („beyond the click tracking“)
  3. Sind es immer dieselben Newsletter-Empfänger, die auf die Webseite finden, sprich wiederkehrende User, oder sind das immer unterschiedliche Leute?
  4. Wie viele von den neuen Subscribern klickt?

 

  1. Wie viele Leute kommen durch die Newsletter-Kampagne auf die eigene Webseite?

Diese Frage lässt sich zwar auch mit den Reportings von Mailchimp beantworten, aber Google Analytics bietet darüber hinaus auch die Möglichkeit sich anzusehen, wohin die User danach gewandert sind. Zuerst muss das Setup in Mailchimp aufgesetzt werden, in dem in der Mail-Kampagne ein Stichwort für Google Analytics vergeben wird. (siehe hier die Hilfe von Mailchimp für Details.)

Das Gehe zu Google Analytics. Unter Acquisition -> auf Campaigns -> all Campaigns -> sekundäre Dimension Medium auswählen -> Liste enthält geklickten Sessions.

 

2. Wie entwickeln sich diese User weiter? Springen Sie ab? Oder schauen Sie sich noch andere Seite an? („beyond the click tracking“)

Auch das lässt sich mit Google Analytics schnell beantworten. Dazu auf Audience ->  User Flow -> Und auf die aktuelle Mail-Kampagne klicken.

 

3. Sind es immer dieselben Newsletter-Empfänger, die auf die Webseite finden, sprich wiederkehrende User, oder auch neue User?

Dazu Session beim Kategoriepunkt User Flow im Google Dashboard auswählen und Returing Users sowie New Users auswählen.

 

Anmerkungen

By the way, in Google sieht man oft Referral Spam. Hier oder hier wird erklärt, wie der sich entfernen lässt.

 

 

 

„Es reicht nicht mehr, Menschen über große Erzählungen und Inszenierungen zu verzaubern“, so steht es schon im Vorwort des neuen Buches „Brand Experience“ geschrieben. Der Herausgeber Andreas Baetzgen verweist indem auch auf die wachsende Rolle der Erlebnisökonomie, in der sich der Erlebnisnutzen von Produkten und Dienstleistungen zu einem eigenen öknomischen Gut entwickelt. Gute Nachrichten für Marketer und deren Stellung im Unternehmen, aber wie lässt sich das Markenerlebnis wirklich optimieren? Mit dieser Frage beschäftigen sich im Buch 30 Praktiker in insgesamt 20 Beiträgen. Sie zeigen, wie Unternehmen den Kunden entlang der gesamten Customer Journey begleiten und begeistern und wie die enorm gestiegene Zahl an Consumer Touch Points (CTP) systematisch und strategisch gemanaget wird.

index

Mir gefällt am Buch, dass es nach der Einführung inhaltlich gleich mit „Analyse“ losgeht und damit auch deren Wichtigkeit betont wird. Ich sehe da nämlich schon einiges an Nachholbedarf bei Kommunikationsstragen und insbesondere bei PR-Tätige. Das Kapitel gibt jedenfalls einen schönen Überblick über die Möglichkeiten und Vorgehensweisen beim Messen und Steuern von Kundenerlebnissen. Die Praxisbeispiele der Autoren sind besonders interessant. Rainer Balensiefer, Christine Knackfuss und Oliver Mauthe zeigen etwa in ihrem Beitrag auf, wie ein Kaffeehersteller ein wenig befriedigendes Premium-Kundenerlebnis mittels Datenaggretion, Analyse und anschließendem Aktionplan verbessert. Gut gefallen hat mir auch der Beitrag von Nils Wollny, der einen Überblick gibt, wie Nutzer anhand ihrer Clickstreams segementiert und dadurch effektiver angesprochen werden. Am Beispiel des Contentportals „Curved“ zeigt er schön auf, wie Menschen auf die Webseite kommen und wie sich deren Nutzungsverhalten dann weiterentwickelt.

Im Allgemeinen bietet das Buch vor allem einen Überblick über neue Entwicklungen, Methoden und Techniken im Brand Experience Marketing. Es ist aber kein Leitfaden, mit dem sich ein Marketer ganz gezielt hinsetzen und seine Strategie Punkt für Punkt optimieren könnte. Der Sammelband ist daher vor allem für Marken- und Kommunikationsstrategen interessant, die für oder mit Großunternehmen im B2C-Sektor arbeiten und nach fundierte Inputs für die Optimierung des Kundenerlebnisses suchen.

„Brand Experience. An jedem Touchpoint auf den Punkt begeistern“ erschien im November 2015 und ist nunmehr das dritte Handbuch für Marken- und Kommunikationsstrategen von Andreas Baetzgen, Professor für Strategische Kommunikation und Branding an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Das Buch ist unter diesem Link bestellbar. Ich danke dem Schäffer-Poeschel Verlag für die Zusendung eines Rezensionsexemplars.

Ich habe die Fotografie für mich entdeckt. Lange war mein Smartphone auch meine Kamera, aber die Fotos sind  zum Wegschmeißen. Beruflich ist es für mich auch relevant, dass ich einerseits weiß wie gute Fotos zustande kommen und andererseits selbst gute Fotos von Events und Portraits schießen kann. Eine Kamera muss also her und zwar eine, die offen für mehr Ambitionen ist. Nur welche?

Sehr geholfen hat mir dieser Artikel auf Techradar. Obwohl ich grundsätzlich eher die Marke Canon als Nikon schätze, scheint Nikon bei Kameras für ambitionierte Anfänger besser aufgestellt. Was auch ganz klar ist: Fotografie ist ein teures Hobby. Man braucht nicht nur den Body sondern eben auch die passenden Objektive. Bei diesem Thema hat mir dieser Artikel sehr gut weitergeholfen. Der Artikel sagt, 3 Objektive braucht jeder Fotograf.

Nach langem hin und her habe ich mich für die Nikon D5500 entschieden und bin schon fleißig am Foto machen, mit zusätzlichem Sigma Weitwinkelobjektiv (10-20mm f3.8) für Wanderungen und Landschaftsfotografie und ein Festbrennweiten-Objektiv von Nikkor (50mm 1:1,8G) für Portraits.

Übrigens: Anfangs wollte ich mir eine gebrauchte Ausrüstung zulegen, aber auf Willhaben gibt es da nur Preise, die bei über 70% vom aktuellen Neukaufpreis liegen. Sorry, aber das ist es dann nicht wert.

Wer mir bei der Entwicklung meiner Fotografie-Künste zusehen will, einfach mal auf meiner flickr-Page vorbeischauen.

 

Ich habe für meinen Arbeitgeber vor kurzem das WordPress Plugin CM Tooltip Glossary installiert. Cooles Plugin, nur wurde leider immer eine Fehlermeldung angezeigt, wenn man Begriff im Blogpost aufrufen wollte. Der Browser meldete Error 404 – Seite nicht gefunden.

Lösung: Da gibt es ein Problem mit dem Yoast SEO Plugin. Der Fehler lässt sich aber leicht lösen:

Im WordPress Menü mit dem Mauszeiger auf „SEO“ deuten -> auf Advanced (oder in der deutschen Version „Erweitert“) klicken und dort unter dem Punkt „Clean up permalinks“ den Haken von „Remove stop words from slugs.“ entfernen.

404error_cm_tooltip_glossary

Speichern und damit dürfte wieder alles funktionieren.

Neues Werbenetzwerk für Blogs
600.000 Blogs gibt es schätzungsweise in Deutschland, das Startup blogfoster will bei der Monetarisierung helfen. Blogger verdienen an Klicks und an Affiliate-Links. Das Neue an dem Werbenetzwerk sei, dass Blogger selbst entscheiden  können welche Kampagne sie auf ihren Blog schalten wollen. Blogger haben dadurch mehr Kontrolle als etwa bei Google AdSense. Das könnte auch für Blogger interessant sein, die von Google gesperrt wurden. Soetwas kommt nämlich vor, wie Dominik Leitner aus eigener Erfahrung beschreibt. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt das ebenfalls deutsche Startup Salt.IRM mit seiner „Influencer Software“ [UPDATE: Salt.IRM existiert nicht mehr]. Blogfoster hat jedoch für Blogger den Vorteil, den Vertrieb ganz zu übernehmen. Ein spannendes Interview mit den beiden blogfoster Gründern gibt es auf Gründerszene.de.

RTL gründet Modebloggerportal
Rund 30 bekannte Modeblogs sind auf dem Portal blogwalk.de vereint. Das Portal ist an den Fernsehsender Vox angebunden und soll den Bloggerinnen mehr Reichweite bringen. Online-Einkaufsfunktionen seien integriert. Die Idee klingt gut, die Umsetzung ist leider schlecht. Blogwalk.de ist nicht mehr als ein Modenews-Aggreggator, entsprechend durcheinander und chaotisch präsentieren sich die Beiträge.

Das Zeitalter der Digitalen Bank
McKinsey rät europäischen Banken mehr in den digitalen Wandel zu investieren, die hier noch einiges aufzuholen haben.

 

Hallo, ich bin der Fabian


Medien hatten schon immer eine große Faszination auf mich. Ich liebe es mich mit dem Vermitteln von Inhalte zu beschäftigen und ich liebe alles rund um Technik. Es ist deshalb eh irgendwie nahe liegend, dass es mich ins Marketing verschlagen hat. Davor arbeitet ich rund 3 Jahre in der PR und meine erste Berufspraxis sammelte ich im  Journalismus.

Ich lebe nach gewissen Prinzipien:

  • Ich glaube an ein geeintes Europa und fühle mich als Europäer. Das ist meine Identität.
  • Ich glaube an Freiheit und Unternehmertum.
  • Ich glaube an die Familie als die wichtigste Keimzelle einer guten Gesellschaft.
  • Ich glaube an die Möglichkeiten und Verbesserungen durch Technologie und Wissenschaft.

Nomen est omen: derFabian.at ist mein privater Blog und entsprechend kunterbunt geht es hier zu. Alle Themen, Gedanken, aber auch Tipps & Tricks die mir geholfen haben, finden sich hier wieder.


Innovative Hochschulen gesucht

„Ja, so findet zum Beispiel an vielen Hochschulen gerade ein Paradigmenwechsel statt. Dort wird allmählich erkannt, dass es nichts bringt, nur die Theorie zu lehren und den Studierenden zu sagen, dass ihre beruflichen Aussichten schlecht sind. Stattdessen wird zunehmend darauf gesetzt, Studierende konkret zu fördern. Natürlich sind wir jetzt nicht alle Unternehmerjournalisten, aber wir werden nicht weiterkommen, wenn nur gejammert wird.“

Carolin Neumann, Geschäftsführerin Vocer Innovation Medialab, hofft im Interview mit „Lousy Pennies“, dass es zukünftig mehr Unterstützung für innovative Jungjournalisten gibt. Ich meine: Gute Hochschulen fördern wissenschaftliche Skills, die auch in der Privatwirtschaft nützlich sind.

Die große Quantifizierung unserer Lebenswelt startet. Überall sind Daten vorhanden und mit neuen Tools lassen die sich auch sehr schnell und elegant aufbereiten. Datenjournalismus ist ein geflügeltes Wort geworden und für Redaktionen genauso interessant wie für PR-Tätige. Denn Öffentlichkeitsarbeit muss immer möglichst anschaulich Inhalte transportieren, sowohl in der internen als auch in der externen Kommunikation. Klarerweise lassen sich etwa die hervorragenden Umsatzentwicklungen des Kunden besser mit einer Infografik veranschaulichen als rein mit Text. Journalisten freut es meist auch, gleich ein Bild zu haben und übernehmen dann eher die Meldung. Mitarbeiter schauen sich wiederum im Mitarbeiterblog oder Magazin eher eine Grafik an, als dass sie Texte lesen.

infografic

Infografik erstellt mit infogr.am.

Das mit Abstand coolste und ausgefeilteste Tool ist hier infogr.am. Gesehen habe ich das erstmals bei Dominik Leitner. Spielereien sind damit super einfach möglich. Über Ulrike Langer habe ich das Open Source Tool Datawrapper kennengelernt. Damit lassen sich schnell einfache Grafiken erstellen. Interessant ist dieses deutsche Start-up allemal, wobei die Praxisbeispiele von Datawrapper in der „Chart Gallery“ (noch) wenig ansprechend sind. Hoffentlich tut sich da noch was, ansonsten ist wohl infogr.am immer die erste Wahl. Datawrapper wurde übrigens für das deutsche Bildungswerk der Zeitungen gebaut, das wiederum zum Bundesverband deutscher Zeitungsverleger gehört. Die Voraussetzungen wären also da, einen journalistisch wirklich überzeugenden Workflow und Output zu kreieren. Über Luca Hammer und seinem Blognetz-Projekt bin ich auf Gephi gestoßen. Mit diesem Tool lassen sich Netzwerken und komplexe Systeme visualisieren. Ich weiß zwar noch nicht genau, wie man das außeruniversitär einsetzen kann, aber spannend ist es auf jeden Fall.

Fazit: Am besten gefällt mir infogr.am, spezielle Netzwerkvisualierungen sind mit Gephi möglich und Datawrapper hat ein großes Potential für den Datenjournalismus.