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Der Tourismus entdeckt langsam Georgien.

Ist Georgien in Europa oder Asien? Die Frage auf welchem Kontinent sich ein Land befindet erscheint einfach, aber in diesem Fall gibt zwei Antworten darauf:

  1. Georgien ist in Europa, wenn wir der Kultur und Geschichte des Landes folgen.
  2. Georgien ist in Asien, wenn wir der gebräuchlichsten geografischen Grenzziehung von Europa folgen.

Georgien ist europäisch

Georgien ist ein europäisches Land. Davon bin ich nach meiner Reise in das Land überzeugt. Kulturell und politisch ist Georgien felsenfest in Europa verankert, wobei das Land schon immer einen Übergang zwischen Europa und Asien war. Georgier beschreiben es als „Balkon Europas“. Auf meiner Urlaubsreise habe ich mit einigen Georgiern gesprochen und durchgängig sieht man sich mehr als Europäer denn als Asiate. Dimitri, unser Guide von Free City Tours Tiblisi, meinte, Georgier sind weder das eine noch das andere, sondern aus der Kaukasus-Region. Temo, unser Autovermieter ist hingegen voll pro-europäisch, genauso wie Vano unserer Unterkunftsgeber, der lange in Spanien gelebt hat.

Politisch strebt das Land zur NATO und in die EU. Mit letzterer besteht ein Assoziierungsabkommen und viele öffentliche Gebäude sind mit georgischer Nationalfahne und EU-Fahne beflaggt. Das Streben zur EU hat auch wirtschaftliche Gründe und wird durch den Konflikt mit Russland bestärkt, zeigt aber auch wo sich die Georgier ideell sehen. Das Verhältnis mit Russland ist insgesamt zwiespältig. Russen sind nach wie vor die meisten Urlauber, sie sind das wichtigstes Exportland und zumindest am Land wird russisch als Fremdsprache gekonnt. Andererseits unterstützt Russland die georgischen Separatisten in Südossetien und Abchasien. Gerade in der Hauptstadt Tiblisi habe ich mehrmals die Sticker mit „Russia is Occupant“ gesehen.

Georgien liegt in Asien

Kulturell ist Georgien europäisch und geografisch in Vorderasien. Wobei auch die geografische Grenzziehung eine Definitionssache ist. Die heute etablierte Definition wurde 1730 von Philipp Johann von Strahlenberg aufgestellt. „Danach bilden Uralgebirge und -fluss die Ostgrenze Europas. Zwischen dem Kaspischen Meer und dem Schwarzen Meer verläuft die Grenzlinie durch die Manytschniederung nördlich des Kaukasusgebirges, da an ihrer Stelle einst eine Meeresstraße das Kaspische Meer mit dem Schwarzen Meer verband.“ Es ist natürlich praktisch das kaukasische Bergmassiv als Grenze anzunehmen, das so ein bisschen wie die „Wall“ in Game of Thrones nicht einfach passierbar ist.

Europa ist Ansichtssache

Europa ist kein klar abgrenzbarer Erdteil. Dass Europa überhaupt als „eigener“ Kontinent zählt, liegt an den ganz eigenen historischen, kulturellen, politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und ideellen Aspekten. Wenn aber Europa immer auch Definitionssache ist, dann können wir getrost Georgien als europäisch bezeichnen.

Deshalb gehört Georgien zu Europa:

  • (Junge) Georgier sehen sich selbst als Europäer,
  • Kultur und Tradition ist europäisch, davon zeugt auch die starke Verwurzelung im Christentum,
  • Politik und Bevölkerung streben in die Europäische Union,
  • Ein jedes Land und Kontinent auf diesem Planeten ist von Menschenhand gezeichnet. Wo Europa ist und endet ist Definitionssache.

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Meine Schwester lebte von 2011-2012 in Bahrain und von 2012-2015 in Dubai. wir haben sie 2012 besucht.

Die Eltern meines Studienkollegs Lubomir waren auf Besuch und ich durfte mit bei einem Tagesausflug im Mietauto. So hatte ich Gelegenheit auch mal die Umgebung von Kopenhagen kennen zu lernen und ich war das erste Mal in Schweden.

 

Wir starteten in der Früh Richtung Norden. Das erste Ziel war die Stadt Helsingør. Schon alleine die Fahrt dorthin zahlt sich aus, fährt man doch entlang der Küste. Es ist wunderbar, einfach verträumt aus dem Fenster zu schauen und die vielen kleinen Häfen und Strände an sich vorbeiziehen zu lassen. Und verträumt sein fällt mit einem ausgedehnten Schlafdefizit wirklich nicht schwer. Ja, Erasmus ist nichts für Langschläfer.

Schloss Kronborg

Schloss Kronborg

In Helsingør befindet sich das Schloss Kronborg. Bekannt vor allem dafür, dass hier die Geschichte von Hamlet spielt. Ob William Shakespeare tatsächlich mal auf dem Schloss war oder es nur aufgrund von Hörensagen als Vorlage nahm, ist nicht geklärt. Viel Pomp darf man sich nicht erwarten, das Schloss wurde früh durch ein Feuer stark beschädigt und im Laufe der Geschichte auch noch von den Schweden geplündert. Beeindruckend ist aber der riesige Festsaal. Zu feiern verstanden die Dänen also und damals wie heute.

Festsaal

Festsaal

Geschichte war sowieso das zentrale Thema dieser Reise. Grund dafür ist, dass der Vater von Lubomir ein wandelndes Geschichtslexikon ist und mit mir einen willigen Zuhörer gefunden hat.

 

Von Altertum in die Neuzeit

In der Nähe des Schlosses befindet sich Louisiana, ein bekanntes Museum für Moderne Kunst. Besonderes Augenmerk legt das Museum auf den weltberühmten Norweger Edvard Munch. Was mir besonders gefallen hat: die von Andy Warhol überarbeiteten Werke von Munch. Aber auch sonst kann man hier Bilder von berühmten Künstlern entdecken, zum Beispiel auch ein paar von Francis Bacon – dessen Arbeiten ich sehr mag. Das Museum ist etwas klein, aber sicher einen Besuch wert. Übrigens: Der Filterkaffee dort war grauslich, was leider in Skandinavien Standard ist. Gut, dass diesbezüglich Kopenhagen eine Ausnahme ist!

Blick auf das Meer von Louisiana

Blick auf das Meer von Louisiana

Ein Erlebnis war auch die Fahrt mit der Fähre. Die fährt zwischen dem dänischen Helsingør und dem schwedischen Helsingborg. Von dort ging es gleich weiter nach Malmö. In der drittgrößten Stadt Schwedens machten wir noch einen Zwischenstopp, auch wenn diese Stadt nicht besonders spannend ist. Erwähnenswert hingegen ist die rund 8 Kilometer lange Öresundbrücke. Über diese weltweit längste Schrägseilbrücke für kombinierten Straßen- und Eisenbahnverkehr fuhren wir von Malmö wieder zurück nach Kopenhagen.

Lubomir und ich auf der Fähre

Lubomir und ich auf der Fähre