Unsere Reiseroute in Sri Lanka für 3 Wochen.

Zum Jahreswechsel 2015/2016 reisten wir für volle vier Wochen in Malaysia und es war fantastisch!

Was tun, wenn die Temperaturen in Wien schön langsam nach unten gehen? Die Kanarischen Inseln sind immer eine gute Wahl. Sie gehören zu den wärmsten Orten der Europäische Union, wenn wir exotische (franz.) Überseegebiete mal nicht dazuzählen. Gleich zwölf Tage unserer 17-tägigen Reisen verbrachten wir auf La Gomera. Die Insel ist für all jene eine Empfehlung, die so wie wir einsame Wanderwege einem städtischen Nightlife und landschaftliche Schönheit kulturellen Zentren vorziehen.

Raue Schönheit, kleine Orte, bäuerliche Infrastruktur - das erwartet Besucher in La Gomera.

Raue Schönheit, kleine Orte, einsame Wege, bäuerliche Infrastruktur – das erwartet Besucher in La Gomera.

Erst als meine Frau Judith und ich wieder auf Teneriffa zurückkehrten, ist uns dieser arge Kontrast aufgefallen. Während es auf Teneriffa von Touristen wimmelt und die Straße zwar besser aber stark befahren sind, gibt es auf La Gomera (noch) keinen Massentourismus. Die Statistik zeigt es eindrücklich: Teneriffa hat rund 6 Millionen Touristen pro Jahr, auf La Gomera sind es zusammen mit El Hierro nur 128.000 Touristen. (Zahlen von 2017, siehe Wikipedia)

Ein wichtiger Grund dafür ist wohl, dass La Gomera keine Traumstrände besitzt. Unsere erste Nacht verbrachten wir nach einem langen Flug jedoch in Los Cristianos, die Touristenhochburg auf Teneriffa. Alles künstlich, alles all-inclusive. Für manche offenbar noch immer der Inbegriff eines entspannten Urlaubs, für mich persönlich wär es die Hölle.

Bettenburg in Los Cristianos.

Unsere Bettenburg in Los Cristianos.

First Stop: Hermigua und Agulo

Unser erster Stopp auf La Gomera war dann auch das Highlight der Reise. Hermigua ist ein feines und verschlafenes Dörfchen im Norden der Insel. Ganz in in der Nähe ist Agulo, das als schönste Ort von La Gomera gilt.

Ausschnitt vom Dorf Agulo. Im Hintergrund sieht man etwas die Nachbarhinsel Teneriffa.

Ausschnitt vom Dorf Agulo. Im Hintergrund die Nachbarinsel Teneriffa.

Mithilfe des Rother Wanderführers sind wir hier einen schönen Wanderweg gegangen. Von Agulo geht es zu Beginn steil bergauf bis wir oben zum Aussichtspunkt kamen. Danach ging es weiter zum Besucherzentrum des Nationalparks Garajonay. Dort gibt es kleine Shops und Ausstellungen und es wird kein Eintritt verlangt. Besonders interessant war die 3D-Ansicht von La Gomera, die zeigt, wie zerklüftet und gebirgig die Insel tatsächlich ist. Vom Besucherzentrum „Centro de Visitantes de Juego de Bolas“ ging es dann wieder zurück nach Agulo.

Am Rückweg nach Agulo.

Am Rückweg nach Agulo.

Schon bei der ersten Wanderung stellten wir fest, dass La Gomera zurecht als Paradies für Wanderer gilt. Wanderwege waren immer gut beschildert und gepflegt.

Gasse in Aguro.

Gasse in Aguro.

Nach einer langen Wanderung braucht man eine anständige Stärkung. Gut, dass das Essen auf der Insel schmeckt, mal abgesehen dass es gerne fleischlastig ist. Wer in Hermigua übernachtet, sollte im Fischrestaurant El Faro vorbeischauen.

Goldbrasse und Thunfisch-Filet. Im Hintergrund die speziellen "Runzel-Erdäpfel" - papas arrugadas - der Kanaren.

Goldbrasse und Thunfisch-Filet. Im Hintergrund die speziellen „Runzel-Erdäpfel“ – papas arrugadas – der Kanaren.

In den Gewässern der Kanarischen Inseln befindet sich offenbar nicht die große Masse an Fischen. Beliebte Speisen, vor allem in der Bergregion, sind Wildkaninchen und Zicklein.

Teide im Morgengrauen.

Teide im Morgengrauen – Ausblick von unserer Terrasse in der Villa Delfines.

In Hermigua hatten wir auch die mit Abstand schönste Unterkunft. Villa Delfines ist absolut eine Empfehlung wert.

 

Wanderung auf den Enchereda

Neuer Tag, neue Wanderung. Diesmal habe ich auf den Urlaub erstmals neben dem gedruckten Rother Wanderführer auch die deutsche Wander-App komoot installiert. Wirklich eine coole App, auch wenn ein besserer Zoom in das Kartenmaterial wünschenswert wäre.

Relax-Day in Hermigua

Bei dieser Tour habe ich das GPS leider erst verspätet aktiviert, das erste Teilstück fehlt daher. An sich wäre das eine gut vierstündige Wanderung geworden, wir sind aber irrtümlich schon von der Hauptstraße aus gestartet, dadurch wurde es eine doch anstrengende sechsstündige Wanderung. Deshalb gab es am nächsten Tag eine Pause und wir haben uns das süße Dorf Hermigua genauer angeschaut. Einfach auf ein Bild klicken zum Vergrößern.

 

Auf den Berg Garajonay

Während auf Teneriffa der massive Vulkan Teide mit seinen rund 3.700 Metern alles überthront, ist auf La Gomera die Spitze mit dem rund 1.500 Meter hohen Garajonay erreicht. Die Wanderung startet in der Ortschaft Chipude und die Autofahrt führt durch den Nationalpark.

Die Straßen sind auf La Gomera eng, aber Gott sei Dank gibt es noch wenig Verkehr. Teneriffa hat mich da mehr gestresst. Das Dorf Chipude ist übrigens übersät mit Kakteen. Judith war überzeugt davon „diese Früchte kann man essen“. Ich war mir nicht so sicher, aber es stellte sich heraus, die Kaktusfeige schmeckt super und ein wenig nach Birne. Leider sind die Früchte außen gut geschützt mit Stacheln. Aua!

Kaktusfeige

Kaktusfeige

Überhaupt war es grandios was wir in La Gomera an Feigen, Maracuja und Mango zum Essen gefunden haben. Die konstant warmen Temperaturen machen es möglich.

Bei dieser Wanderung zeigten sich auch die Spuren des fatalen Waldbrandes von 2012. Soweit das Auge reicht sieht man noch die Gerippe der toten Bäume in der Landschaft stehen.

Verbrannter Wald.

Verbrannter Wald.

 

Zweiter Stop in Valle Gran Rey

Schweren Herzens haben wir nach vier Tagen Hermigua verlassen und uns auf ins Valle Gran Rey gemacht.

Strandpromenade des Valle Gran Reys bei Nacht.

Strandpromenade des Valle Gran Reys bei Nacht.

Bevor wir aber uns in La Gomeras beliebtestes Reiseziel einquartierten, haben wir in der näheren Gegend eine weiter Wanderung unternommen.

Von Alojero zur Playa del Trigo

Der Playa del Trigo ist als ein abgeschiedener Strand bekannt. Er ist sehr beliebt für FKK und tatsächlich haben wir eine deutsche Alternativ-Familie getroffen, die dort campierten. Leider war der Wellengang aber viel zu stark, als das wir baden konnten.

La Mérica

Die nächste Tour war wieder etwa umfangreicher. Wobei die 20,4km aus komoot nicht ganz stimmen, denn auf unserem Rückweg wurden wir von einem freundlichen Einheimischen im Auto mitgenommen und da habe ich vergessen die App auszuschalten.

Von Arure nach Taguluche

Das Valle Gran Rey ist ebenso ein schnuckeliger Ort, mit einer tollen Bäckerei an der Strandpromenade, die von einer Österreicherin geführt wird. Überhaupt ist La Gomera fest in deutschsprachiger Hand. Vom Eisverkäufer bis zur Appartment-Vermieterin haben offenbar viele Deutsche hier ein neues Leben angefangen.

Fischerboot in Valle Gran Rey.

Fischerboot im Valle Gran Rey.

 

Dritter Part: Alajeró

Letzter Stopp auf der 370 Quadratkilometer großen Insel war das Bergdorf Alajeró. In den Höhenlagen kann es schon mal richtig kalt werden. Mit dem Wetter hatten wir etwas Pech und einen Tag hat es sogar durchgeregnet. Andererseits eine gute Gelegenheit zum Durchschnaufen und Pause machen.

Trotzdem blieb noch genug Zeit für wandern. Eine Wanderung machten wir rund um Alajeró mit Blick auf das Meer. Highlight waren die zwei Eseln, die wohl unsere Jause im Rucksack gerochen und uns begleitet haben. 😉

 

Von Imada zum Roque de la Zarcita

Eine gute vierstündige Tour haben wir von Imada ausgestartet, nachdem wir diese zuvor schon mal wegen Regen abgebrochen hatten. Die Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt, denn es gibt hier einige tolle Aussichtspunkte.

Zurück nach Teneriffa

Abschließend haben wir noch ein paar Tage im Nordwesten von Teneriffa verbracht. Dann allerdings schon mit weniger wandern, auch weil Judith einen Tag lang Fieber hatte. Eine kleine aber schöne Wanderung hat uns durch das Dorf San Juan de la Rambla geführt.

Anschließend sind wir weiter nach Garachico gefahren, einem Favoriten des DuMonts Reiseführers für Teneriffa. Es ist ein süßes Städtchen und absolut einen Besuch wert. Wir sind durch die Gassen spaziert und haben dort zu Abend gegessen.

Garachico.

Garachico.

Garachico am Abend.

 

Fazit:

Wer wandern liebt, muss nach La Gomera. Teneriffa war mir hingegen etwas zu stressig, selbst in den weniger touristischen Gebieten.

Für 17 Tage haben wir rund 3.400 Euro verbraucht. Die größten Posten sind der Flug nach Teneriffa und zurück für € 916 sowie Mietauto € 291 (ohne Sprit) und die Unterkünfte mit € 1.014.

Die Kanarischen Inseln sind damit kein Billig-Reiseziel, aber noch sehr ok. La Gomera schlägt in meinem persönlichen Ranking auch sehr knapp unsere Reise nach Island. Island ist zwar landschaftlich unheimlich eindrucksvoll und ein Paradies für jeden Fotografen (ewig lange weiches Licht), aber die Kosten sind brutal. Auf La Gomera gab es meist nach der Wanderung eine Kuchen und Kaffeepause und am Abend haben wir im Restaurant die lokale Küche ausprobiert. Herrlich. Auf Island hatten wir darauf verzichtet.

Sehr angenehm im Vergleich zu unseren Asien-Reisen ist auch, dass man hier als Tourist ungestört ist. Maximal Hund oder Esel haben uns ein Stück des Weges begleitet, aber es gibt niemanden, die dir unbedingt etwas verkaufen möchten.

 

Diesen Juni tauschten meine Freundin und ich Badehose und Sonnencreme gegen Regenjacke, Fleece und Wanderschuhe. Unsere Reise führte uns ins idyllische Island. Das waren die Höhepunkte.

 

Mount Strútur

Tag 2: Mount Strútur

 

Auf unserem Programm stand vor allem wandern. Gleich am zweiten Tag bestiegen wir Mount Strútur, nachdem wir nur einen Tag in Reykjavík verbrachten. Der Berg ist weiß Gott keine Touristenattraktion. Besonders am Gipfel war es arschkalt, aber dafür konnten wir das unberührte Island-Erlebnis genießen. Wobei wir am Anfang etwas orientierungslos waren, nachdem es keinen beschilderter Wanderweg gab. Auf der Bergspitze befindet sich ein Sender und eine Wetterstation, die ein schön-bizarres Foto-Motiv in einer ansonsten karge Landschaft abgeben.

Am selben Tag sind wir noch zur Nahe gelegenen Höhle Viðgelmir gefahren. Die Höhle war ok, aber auch kein Weltwunder. Wir mussten uns auch erst an die verdammt hohen Preise gewöhnen. Für die Höhle waren zum Beispiel  6500 Kronen, rund 57 Euro, pro Person fällig.

 

Das Innere der Höhle Viðgelmir.

Tag 2: Das Innere der Höhle Viðgelmir.

 

Das Tolle an Island ist ja, dass die Sonne nur für rund drei Stunden und dann auch nicht wirklich untergeht. Bei so viel Tageslicht lässt sich sehr viel stressfrei unternehmen. Das kommt mir als Morgenmuffel sehr zu gute.

In Island gibt es übrigens nicht nur Schafe wie Sand am Meer, sondern auch die berühmten Islandpferde. Am dritten Tag haben wir einen geführten Ausritt mit diesen Schönheiten unternommen. Der Weg führte uns bei Kaiserwetter vorbei an saftigem grünen Gras, kleinen Wasserfällen und schwarzen Basaltgestein.

 

Judith und ich beim Reiten.

Tag 3: Judith und ich beim Reiten.

 

Am selben Tag ging es dann weiter nach Ólafsvík. Am Weg sind wir gleich an einem der beliebtesten Foto-Schauplätzen Islands stehen geblieben: Dem Kirkjufellsfoss-Wasserfall vor dem gleichnamigen Berg.

 

Kirkjufell

Tag 3: Kirkjufell

 

In die schnukelige Hafenstadt Ólafsvík hat es uns dann verschlagen, weil von dort Touren für Wal-Beobachtungen starten.

 

Tag 4: Olafsvik in Island

Tag 4: Olafsvik in Island

 

Der größte in Island anzutreffende Wal ist der Pottwal. Den haben wir nur aus der Ferne gesehen, dafür sind Killerwale recht nah ans Boot herangekommen.

 

Killerwal vor Olafsvik

Tag 4: Wale Watching vor Olafsvik

 

Gleich in der Nähe ist der Snæfellsjökull-Nationalpark, wo wir ebenfalls eine kleine Wanderung unternommen haben. Auch hier war der Weg leider nur spärlich beschildert. Macht aber nichts. Da es fast keine Bäume in Island gibt, kann man meist sehr weit ins Land sehen. So haben wir einfach unseren eigenen Weg über herrlich weiches Moos genommen.

 

Tag 5: Wanderung im Snæfellsjökull-Nationalpark

Tag 4: Wanderung im Snæfellsjökull-Nationalpark

 

Wir sind dann mit dem Auto die Ringstraße weiter und haben so den Nationalpark umrundet. Dabei sind wir bei diesem schon kitschig gelegenen Haus an den Klippen in Arnarstapi vorbeigekommen.

 

Haus bei Arnarstapi

Tag 4: Haus bei Arnarstapi

 

Island kennt übrigens keine Kultur der Warnhinweise und Absperrungen. Alle als schwierig bezeichneten Wanderwege sind auch schwierig. Selbstverantwortung wird groß geschrieben. Das selbe gilt für Straßen. So lässt es sich etwa direkt auf den Snæfellsjökull-Gletscher (Straße F570) fahren.

 

 

Auf dem Video, dass ein Teilstück der Rückfahrt zeigt, ist das nicht ganz deutlich, aber selbst mit unserem 4×4 war die Strecke nicht ohne. Ein richtiger Adrenalinkick, vor allem für meine Freundin am Beifahrersitz. Dafür ist die Aussicht dann traumhaft.

 

Tag 5: Snaefellsjökull Gletscher

Tag 4: Snaefellsjökull-Gletscher

 

Ein Auto mit Allrad und gutem Radstand ist in Island eine gute Idee.

Ein Auto mit Allrad und gutem Radstand ist in Island eine gute Idee.

 

Unser nächster Stopp war der Glymur-Wasserfall.

 

Tag 5: Glymur Wasserfall

Tag 5: Glymur Wasserfall

 

Mit 196 Meter ist Glymur der zweithöchste Wasserfall in Island. In einem sehr schönen aber auch anstregenden und teils schwierigen Wanderweg kann man ihn umkreisen. Der Weg führt zweimal durch den Fluss.

 

Am Weg zum Wasserfall.

Tag 5: Judith und ich am Weg zum Wasserfall.

 

Einmal einfacher über eine fix montierte Baumstamm-Brücke und das zweite Mal oberhalb des Wasserfalls. Das bedeutet, mit bloßen Füßen durch das eiskalte Wasser waten.

 

Diese Passage gilt es zu überqueren.

Tag 5: Diese Passage galt es zu überqueren.

 

Auf dem Foto schaut das nicht tragisch aus, doch beim Überqueren wurde es plötzlich immer tiefer. Das hat mich so überrascht, dass ich gestolpert bin und zack war die neue Sonnenbrille vom Gesicht gerutscht und auf nimmer Wiedersehen von der Strömung fortgespült …

Nach der Wanderung sind wir weiter zum Þingvellir gefahren. Der Ort hat besondere Bedeutung für die Isländer. Nicht nur ist dort eine Grabenbruchzone im Grenzbereich zweier tektonischer Platten, sondern hier versammelten sich die Isländer bereits im Jahr 930 zur Volksversammlung.

Tag 6: Þingvallakirkja, wo früher die provisorischen Hütten für die Vollversammlung standen.

Tag 5: Þingvallakirkja, wo früher die provisorischen Hütten für die Vollversammlung standen.

 

Am Pingvellir befindet sich auch ein kleiner Wasserfall. Was Fotografen freuen wird: Dank einer Holzplattform lässt sich vor dem Wasserfall sehr gut mit dem Stativ arbeiten und mit langen Verschlusszeiten experimentieren wie in diesem Shot.

 

Tag 5: Öxará Fluss Wasserfall.

 

Mein persönliches Reise-Highlight war der heiße Fluss in Reykjadalur (Hveragerði) mit anschließender Wanderung. Riechen tut es zwar durch den Schwefel ein wenig nach fauligen Eiern, aber dafür lässt es sich in saftiger Hügellandschaft herrlich baden. Je weiter oben bei der Quelle, desto wärmer das Wasser und desto mehr Touristen. Wir sind deshalb weiter unten geblieben und hatten dafür unseren Privatpool.

 

Tag 6: Selbst bei 10 Grad lässt sich im heißen Fluss in Reykjadalur leben.

Tag 6: Selbst bei 10 Grad lässt es sich im heißen Fluss mit Badehose sehr gut aushalten.

 

Einmal am oberen Ende der Bademöglichkeiten (irgendwann wird der Fluss zu heiß) angekommen, startet eine traumhafte Wanderung durch sehr abwechslungsreiche Landschaft. Wer sich den insgesamt 21,7 km (inklusive 7 km Fußmarsch vom Parkplatz zum Fluss) langen Rundwanderweg nach Seltungur und wieder zurück zutraut, wird reichlich belohnt.

 

Tag 6: Auch Schafe lieben es heiß.

Tag 6: Auch Schafe lieben es heiß.

 

Tag 6: Der erste Abschnitt des Weges führt an vielen Schwefeldümpfel vorbei.

Tag 6: Der erste Abschnitt des Weges führt an vielen Schwefeldümpel vorbei.

 

Tag 6: Über einen kleinen Wasserfall geht es dann in ein Tal hinein.

Tag 6: Über einen kleinen Wasserfall geht es dann in ein Tal hinein.

 

Tag 6: Später dann über eine spannende Schlucht zurück zum Ausgangspunkt.

Tag 6: Später dann über eine spannende Schlucht zurück zum Ausgangspunkt.

 

Bis nach Seltungur haben wir zirka zweieinhalb Stunden gebraucht. Der Weg ist gut markiert. Nur bei einem Wegweiser fehlte der Hinweis auf Seltungur, was uns etwas unsicher machte. Die Wegkreuzung Seltungur selbst war aber schließlich gut angegeben und kann nicht verpasst werden.

 

Tag 6: Am Ende des Wanderwegs bietet sich nochmal eine herrliche Aussicht.

Tag 6: Am Ende des Wanderwegs bietet sich nochmal eine herrliche Aussicht.

 

Für alle die Lust bekommen haben selbst den Weg zu gehen, hier haben wir die Wanderkarte fotografiert, die sich am Parkplatz befindet. Wir waren so motiviert von dem herrlichen Tag, dass wir gleich weiter zum Geysir und dem riesigen Gullfoss gefahren sind.

 

Tag 6: Strokkur. Der kleine Bruder des Geysirs speit verlässlich alle 5-10 Minuten.

Tag 6: Strokkur. Der kleine Bruder des Geysirs speit verlässlich alle 5-10 Minuten.

 

Tag 6: Gullfoss ist ein beeindruckender Wasserfall.

Tag 6: Gullfoss ist ein beeindruckender Wasserfall.

 

Am siebten Tag haben wir nahe unserer Unterkunft nur einen kleinen Spaziergang gemacht. Die Erholung hat uns gut getan, denn am nächsten Tag wurde es wieder anstrengender. Von den Schlaglöchern und Steinen auf den „Straßen“ gut durchgerüttelt sind wir in Landmannalaugar angekommen. Das Naturschutzgebiet ist bei Touristen sehr beliebt. Leider hatten wir nicht das beste Wetter und die meisten Wanderwege waren wegen Schneelage noch gesperrt.

 

Tag 9: Landmannalaugar

Tag 8: Landmannalaugar

 

Tag 9 startete mit einer relativen langen Autofahrt zur nächsten Unterkunft. Deshalb haben wir viele Sightseeings nahe der Straße besucht.

Tag 8: Seljalandsfoss. Wasserfall einmal aus einem anderen Blickwinkel.

Tag 9: Seljalandsfoss. Wasserfall, einmal aus einem anderen Blickwinkel.

 

Tag: 9 Jökulsárlón - Glacier Lagoon

Tag 9: Jökulsárlón – Glacier Lagoon

 

Am nächsten Tag haben wir wieder einen rund 17 km langen Marsch im Skaftafell-Nationalpark gemacht. Schade, dass das Wetter nicht optimal war, ansonsten bietet sich hier Wanderern und Fotografen ebenfalls eine traumhafte Kulisse.

 

Tag 10: Skafterfell

Tag 10: Skaftafell

 

Um den schlechten Wetter zu entkommen, sind wir am nächsten Tag in den stabileren Nord-Osten aufgebrochen. Dort haben wir uns die nächstgrößere Ortschaft Höfn angesehen und sind dann in der Nähe wandern gegangen.

 

Tag 10: Ein Prachthahn - wie man ihn Island eher selten sieht. Das Land gehört definitiv den Schafen.

Tag 11: Ein Prachthahn, wie man ihn Island eher selten sieht. Das Land gehört definitiv den Schafen.

 

Am Weg zurück zur Unterkunft ist die Wolkendecke aufgerissen. Plötzlich war der Traum für Fotografen da: Schön gezeichnete weiße Wolken, hellblauer Himmel und intensives Grün in einer weichen Hügellandschaft. Auto bei der nächsten Einfahrt geparkt und losfotografiert. Das Foto ist mit einem Weitwinkel mit Polfilter (danke Karol Nuhn für den Tipp) entstanden.

 

Tag 11: Nähe Höfn.

Tag 11: Nähe Höfn.

 

Island versucht schon seit geraumer Zeit Rentiere anzusiedeln und tatsächlich gibt es heute ein paar Tausend auf der Insel. Wir hatten das Glück sie bei unserer Fahrt nach Skogar am Tag 12 unserer Reise zu sehen.

Tag 12: Renntiere in der Nähe des Diamond Beachs.

Tag 12: Rentiere in der Nähe des Diamond Beachs.

 

Gegenüber der „Glacier Lagoon“ befindet sich der Diamond Beach. Das Gletschereis wird ins Meer hinausgetragen und von den Meereswellen zum Teil wieder an Land gespült. Durch das Meerwasser feingeschliffen, glitzern sie an einem sonnigen Tag vor sich hin. Großartig.

 

Tag 13: Diamond Beach.

Tag 12: Diamond Beach.

 

Auf der Fahrt zur nächsten Unterkunft sahen wir dann einen großen, belebten Parkplatz vor uns. Wir wurden neugierig und sind den anderen Touristen nachgegangen. Ziel aller Leute war ein in den 7oer-Jahren notgelandetes US-Flugzeug und heute beliebtes Fotomotiv.

 

Tag 13: Flugzeug

Tag 12: Flugzeug

 

Am nächsten Tag unternahmen wir unsere letzte große Wanderung und zwar gingen wir ein Stück des bekannten Trails von Skogar nach Landmannalauger. Der Wanderweg mit seinen rund 32 Wasserfällen soll zu den schönsten der Welt zählen und ich kann das voll und ganz nachvollziehen.

 

Tag 13: Wanderweg Skogar-Landmannalauger. Im Hintergrund der berühmt-berüchtigte Eyjafjallajökull.

Tag 13: Wanderweg Skogar-Landmannalauger. Im Hintergrund der berühmt-berüchtigte Eyjafjallajökull.

 

Tag 13: Bis zur ersten Schutzhütte haben wir die Wanderung geschafft. Da war schon einige Schneepassagen zum Durchwandern dabei.

Tag 13: Bis zur ersten Schutzhütte haben wir die Wanderung geschafft. Wir mussten dazu schon einige Schnee-Passagen durchqueren.

 

Viele Wasserfälle.

 

Tag 13: Der Fluss schlängelt sich durch grüne, moosbehangene Felsen. Immer wieder auch als Wasserfall.

Tag 13: Der Fluss schlängelt sich durch grüne, moosbehangene Felsen.

 

Der Tag war ein würdiger Abschluss. Wir sind am selben Tag in die Ortschaft Grindavik gefahren und haben dort übernachtet. Am nächsten Tag ging es nach Reykjavik, wo wir den gesamten Tag verbrachten. Wir haben uns so ziemlich alle Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt angesehen. Nachdem es viel geregnet hat, haben wir uns auch länger im National Museum aufgehalten und ein bisschen mehr über Kultur und Geschichte des Landes erfahren.

 

Im Harpa Kongresszentrum.

Im Harpa Kongresszentrum.

 

Die Blue Lagoon haben wir übrigens bewusst nicht gemacht, weil das schon sehr teuer ist. Leute, mit denen wir gesprochen hatten, fanden die Blue Lagoon zwar schön, aber keiner war wirklich begeistert. Oft haben wir vor Ort auch die Frage gehört, warum wir nicht die gesamte Insel umrunden. Ich finde, es war gut, dass wir nur die halbe Insel gemacht haben und uns dafür stressfrei länger an einem Ort aufhalten konnten.

 

Besondere Reise
Ich schreibe bewusst wenig Privates auf meinem Blog. Diesmal gibt es aber einer Ausnahme, denn Island wird Judith und mir ganz besonders in Erinnerung bleiben: Ich habe sie am Mount Strutúr (das erste Bild mit viel Eis und Schnee) gefragt, ob Sie mich heiraten will und sie hat ja gesagt! Ich freue mich schon sehr auf die nächsten (Reise-)Abenteuer mit ihr gemeinsam!

 

Ich habe alle unsere Hotels und Ausflugsorte auf einer Google Maps Karte eingetragen. Google erlaubt nur maximal 10 Punkte pro Ebene (von A bis J), deshalb habe ich unsere Reise in vier Teile aufgebröselt. Mit Klick rechts oben auf Vollbild können die einzelnen Teilstücke ein- oder ausgeblendet werden, das hilft bei der Übersichtlichkeit.

Check out our travel route in three weeks Namibia.