1.000, 2.000 oder 3.000 Mails – Journalisten erhalten eine irre Flut an Mails. Ich verstehe, dass sie nicht auch noch angerufen werden wollen. Wenn ein PR-Tätiger allerdings überhaupt keine Antwort erhält, dann hilft nur der Griff zum Telefonhörer. Schließlich könnten in der Mailflut auch wichtige Informationen untergegangen sein. Das wäre sowohl für Journalisten wie PR-Berater schlecht. Natürlich können Journalisten so viele Mails nicht individuell beantworten, aber dafür gibt es Textbausteine! In Outlook beispielsweise kann ein vordefiniertes Kürzel eingegeben werden und automatisch fügt Outlook einen Text ein.

Journalisten könnten etwa für den Fall, dass sich die Anfrage auf eine zeitlich schon zu knappe Geschichte bezieht, schreiben:

Vielen Dank für Ihre Mail. Leider ist der geplante Zeitrahmen zu kurz. Wir planen unser Heft X Wochen im Voraus. Ich bitte Sie, von Anrufen abzusehen, aber ich freue mich auf Ihre Mail bei anderer Gelegenheit. Herzliche Grüße …

Und für den Fall, dass die Anfrage thematisch nicht passt:

Vielen Dank für Ihre Mail. Ich bin im Ressort Y für die Themenfelder X, Z und A zuständig. Leider passt Ihre Anfrage thematisch nicht, bitte löschen Sie mich aus dem entsprechenden Verteiler. Ich bitte von Anrufen abzusehen. Ich freue mich aber über eine Zusendung zu den Themen X, Z und A. Vielen Dank und herzliche Grüße …

Wie gesagt, diese paar Sätze müssen nicht händisch eingegeben werden, sondern lassen sich automatisiert einfügen. Wie sich Textbausteine in Outlook einrichten lassen, erklärt Chip.de sehr gut.

 

Wer in der PR tätig ist, muss die hiesige Medienlandschaft kennen. Einen wichtigen Part für Kunden im B2B spielen Wirtschaftsmagazine. Es ist immer wieder überraschend, welche riesige Auswahl es da in Österreich gibt. Ich habe eine Liste zusammengetragen und werde diese laufend ergänzen.

WIRTSCHAFTSMAGAZINE IN ÖSTERREICH

 

CHEFINFO
Das Magazin widmet sich aktuellen Entwicklungen, bemerkenswerten Unternehmen und innovativen Ideen aus dem starken Wirtschaftsraum Oberösterreich.Zielgruppe: Leser der gehobenen Einkommensschicht
Auflage: 21.120 Stück
Erscheinungweise: monatlich (abgesehen Jänner und August)
Verlag: Weekend Online GmbH
Sitz: Linz

 

GELD
Finanzmagazin
Fachmagazin für Geldanlage und Rohstoff-Investments
Zielgruppe: Financial Community + Institutional Investors
Auflage: 40.500
Verlag: 4profit Verlag GmbH
Sitz: Wien

 

GEWINN
Themenschwerpunkte: Geld & Börse, Management & Karriere, IT & Innovationen, Immobilien, Recht & Steuern, Freizeit & Lifestyle
Zielgruppe: GF, Vorstände, Direktoren, Top-Verdiener
Auflage: 71.000
Erscheinungsweise: 11 x jährlich
Verlag: Wailand & Waldstein GmbH
Sitz: Wien

 

DieWirtschaft
KMU-Wirtschaftsmagazin
Zielgruppe: Geschäftsführer und Inhaber kleiner und mittelständischer Betriebe. Fokus: Nachhaltiges Unternehmertum.
Druckauflage: 23.500
Erscheinsweise: monatlich
Verlag: Österreichischer Wirtschaftsverlag
Sitz: Wien

 

INDUSTRIEMAGAZIN
Medium für die produzierende Wirtschaft
Zielgruppe: Entscheidungsträger in Österreichs Unternehmen, kaufmännische und technische Führungskräfte
Auflage: 27.500
Erscheinungsweise: 10 x jährlich
Verlag: Industriemagazin Verlag GmbH
Sitz: Wien

 

TREND
Wirtschaftsmagazin für Industrie und Großunternehmen
Zielgruppe: GF, Vorstände, Direktoren, Führungspersonal eher großer Unternehmen
Auflage: 53.000
Verlag: NEWS Verlag
Site: trend.at
Sitz: Wien

 

WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN
Allgemeines Wirtschaftsmagazin. Ausgabe jeweils für Donauraum, Süd und West
Zielgruppen: Hauptsächlich Handel, Gewerbe, Kommunen und öffentl. Institutionen
Auflage: Gesamt: 52.500 / Donauraum: 21.500
Erscheinungsweise: monatlich
Verlag: Wirtschaftnachrichten Zeitschriften Verlags Ges.m.b.H.
Site: www.wirtschafts-nachrichten.com
Sitz: Graz

 

WIENER WIRTSCHAFT
Medium der WKO (auch für den entsprechenden anderen Bundesländer verfügbar).
Zielgruppe: Wiener Unternehmer, WKO-Mitglieder
Auflage: 475.000 / Wien: 97.000
Erscheinungsweise: wöchentlich
Verlag: Österreichischer Wirtschaftsverlag / WKO
Sitz: Wien

 

DER BÖRSIANER
Fachmagazin für den österreichischen Kapitalmarkt
Zielgruppen: Top-Entscheider des Kapitalmarkts
Auflage: 10.000
Erscheinungsweise: 5 x jährlich
Verlag: Wayne Media
Site: waynemedia.at
Sitz: Wien

 

Medianet als Zeitung ist nicht in der Liste enthalten.

Ursprünglich waren hier nur a3 ECO, WirtschaftsBlatt und Format vertreten. Format ging 2015 im Trend auf, das WirtschaftsBlatt machte 2016 dicht und der A3 Verlag wurde 2017 liquidiert.

Nicht offiziell eingestellt, aber zumindest im Internet nicht mehr erreichbar sind Q1 (für Qualitätsmanagement) und Verkaufen (für Vertrieb) des SCIAM-Verlags.

 

Vor kurzem bin ich von einer Arbeitskollegin auf „Dumb Ways to Die“ hingewiesen. Ein virales und lustiges Video von der Melbourne Metro Station, die sehr smart für mehr Sicherheit bei Zugstationen wirbt. Spannend ist, dass diese Kampagne 2013 in Cannes  eben auch in der Kategorie „PR“ den Grand Prix gewann. Das Video von der Werbeagentur McCann ist sicher preiswürdig, aber sicher nicht in der Kategorie PR. Es hat sich ja auch nicht primär an Journalisten gerichtet. Dass durch den gewaltigen Erfolg des Videos später auch die Medien auf den Zug aufgesprungen sind, ist jetzt keine besondere PR-Leistung. Dieser Umstand reichte allerdings der Jury schon als Begründung für die Verleihung aus. Jury-Präsident und Ketchum-Chef David Gallagher hob im Ad Age (ich schätze mal via Presseaussendung) hervor, dass die Zeiten der klassischen Presseaussendungen vorbei sind. Er meinte sinngemäß , dass es heute Inhalte braucht, die Leute mitreißen und eine wirkliche Veränderung bringen. Auch keine völlig neue Erkenntnis. Meiner Meinung macht es wenig Sinn, wenn PR-Agentur zu Werbeagenturen werden wollen – da gibt es nämlich schon ausreichend Konkurrenz.

Sehenswert ist das Video aber allemal:

PR-Agenturen aus Österreich im schnellen Überblick.

  • Absolut PR
    Geboten werden klassische PR, Fotografie, Grafikdesign und Druck.
  • andrea.baidinger PR
    EPU von Andrea Baidinger. Spezialisiert auf PR für Wohnen, Bauen und Immobilien.
  • access media
    EPU mit Spezialisierung auf Presse- & Blogger-Reisen.
  • accelent.at
    9 Personen. Kunden: AEG, Boehringer Ingelheim, Celgene, ecard, Gilead. Starken Footprint in Pharma/Health.
  • Active Communications
    2-Mann-Team mit externen Partnern. Fokus auf „integrierte Kommunikation“, Positionierung, Kommunikation.
  • Aigner PR
    Eigentümergeführte PR-Agentur mit insgesamt 5 Mitarbeitern. Kunden aus allen Branchen.
  • Andrea Leitner PR
    6 Mitarbeiter. PR-Agentur mit Fokus auf Fashion, Lifestyle, Sport und Design. Kunden: Björn Borg, Fossil Group, Marionnaud, Puma, Tag Heuer, Sports Experts.
  • AS markom
    Andreas Slama bietet mit AS markom Beratung für Marketing und PR. Kunden u.a. EuroCloudAustria, NetApp, Raiffeisen Datennetz, Sage, VMware.
  • bettertogether
    14 Mitarbeiter. Referenzen: Drei, AIT, VAMED, Denzel, WKO, Ströck, St. Anna Kinderspital.
  • Brandenstein Communications.
    6 Mitarbeiter, mit Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen.
  • COMM SUPPORT UNTERKIRCHER
    PR Agentur, welche von Kärnten aus in ganz Österreich tätig ist. Inhaber ist Dr. Valentin Unterkircher, der lange Zeit für den Kommunikationsbereich der Hypo Alpe Adria tätig war. Die Spezialität der Agentur ist daher vor allem Reputation, Change und Crises Communications.
  • communication matters
    Schwerpunkt auf Lobbying. Übernahme der Thierry Politikberatung, nachdem Feri Thierry als Klubobmann der NEOS in die Politik wechselte.
  • comm:unications
    5 fixe und 7 freie Mitarbeiter. Die Agentur wurde schon 1996 von Sabine Pöhacker gegründet, die dafür Event & Conference Manager, Director CARE Austria und journalistisch als Freelancer tätig war. Kunden u.a.: illy, Alstom, Rodenstock, Panasonic, Amt der NÖ Landesregierung, WKO und Europ. Kommission.
  • com_unit
    2 Mitarbeiter. Agentur wurde 1993 von Peter Sitte und Susanne Wegscheider gegründet. Fokus auf öffentliche Institutionen und Organisationen. Partner im Agenturennetzwerk MC_Network.
  • Commedia
    Wiener PR-Agentur spezialisiert im Gesundheitsbereich.
  • Chapter 4
    Chapter 4 bietet PR, Public Affairs, Market Intelligence und Corporate Publishing in Österreich, sowie in CEE/SEE. Kunden u.a.: Aldi, WWF, Novartis, Pfizer, Austrian Airlines, Siemens, SAP.
  • comm.in
    2 Mitarbeiter: Andrea Pfennigbauer (GF) und Martha Karner (Senior Consultant). Kunden aus alle Branchen, u.a. Herold, STIHL Österreich, Trenkwalder, Agrarmarkt Austria M.
  • courage communications
    Wiener PR-Agentur. Kunden vor allem im Mode- und Kunstbereich: Shopping Outlet Parndorf, FREITAG Taschen, MQ Vienna Fashionweek, Ringstrassen-Galerien, Tiberius Fashion.
  • Createam
    Full-Service-Agentur für Marketing, PR und Social Media. 35 Mitarbeiter.
  • Doris Bracher Kommunikation
    EPU in Melk, NÖ. PR-Konzepte & strategische PR-Beratung, Unternehmens-, Mitarbeiter-, Krisenkommunikation, Pressearbeit & Social Media.
  • Grayling Austria
    Grayling ist eins internationales PR-Agenturnetzwerk. Grayling Österreich gehört hierzulanden zu den größten Agenturen mit heute mehr als 35 Mitarbeitern. Grayling hat deren Expertise in 4 Sektoren gegliedert: Consumer Brands, Gesundheit und Tourismus, Industrie & Infrastruktur, Öffentlicher Sektor und Government Relations sowie Technologie, Medien & Telekom. Aktuelle Kunden sind u.a. OMV, Verbund, ÖBB, Microsoft, kapsch, Mondel?z International, Milka, AMS, Austrian Development Agency, MediaMarkt/Saturn.
  • Herzcom
    EPU für Mode, Beauty und Lifestyle.
  • Ecker & Partner
    Mit 23 Mitarbeitern und Umsatz von rund 5 Millionen Euro (2016) eine der größten Agenturen im Land. Fokus liegt verstärkt auf Public Affairs, Reputation Management und Lobbying. Gründer Dietmar Ecker ist nur mehr beratend für die Agentur tätig und hat die Geschäftsführer an Nicole Bäck-Knapp und Axel Zuschmann übergeben.
  • Ketchum Publico
    Ketchum ist ein internationales PR-Netzwerk. Ketchum Publico die österreichische Niederlassung mit 22 Mitarbeitern. Geschäftsführerin ist Saskia Wallner. Referenzen u.a. A1, Nespresso, Accor Hotels, AT&S, Bayer, etc.
  • klar Strategie- und Kommunikationsberatung
    PR Agentur, gegründet von den ehemaligen Grayling Österreich Geschäftsführern Sepp Tschernutter und Bernhard Hudik sowie den beiden ehemaligen Grayling-Mitarbeiterinnen Birgit Kacerovsky und Birgit Brandner.
  • LifelikePR
    5 Mitarbeiter. Salzburger PR-Agentur gegründet von Tina Balaun.
  • Plein Communications
    EPU. Plein Communications wurde im Oktober 2013 vom Nicole Plein gegründet. PR und Events.
  • Martschin & Partner PR
    4 Mitarbeiter. Mehrere Freelancer. PR-Agentur mit Spezialisierung auf Gesundheit & Ernährung, Wissenschaft & Bildung sowie Tourismus & Kultur.
  • merkenswert
    EPU von Elisabeth Egle. Kunden u.a. die Mediaagentur GroupM.
  • Peter und Partner
    Zwei-Mann-Betrieb, spezialsiert auf KMUs, Musik & Kultur.
  • press’n’relations
    Agentur mit Fokus auf den technologieorientierten Mittelstand. Zudem in Zürich, München, Haltern am See und Ulm beheimatet.
  • Hennrich.PR
    EPU spezialisiert auf Gesundheits-PR und Medizin-PR, klassische Öffentlichkeitsarbeit und Eventorganisation. Agenturinhaberin Daniela Hennrich hat bereit 25 Jahre Berufserfahrung in der Kommunikation.
  • NETWORKPR Ingrid Böckle
    Spezialisierung auf Luxus- und Lifestyle-Segment
  • Textwerkstatt
    EPU
  • Willy Lehmann Markenagentur
    4 Mitarbeiter. Agentur spezialisiert auf Markenführung. Kunden vor allem aus Touristik und Lebensmittel-Bereich.
  • Widter
    EPU von Michael Widter mit Fokus auf IT. Referenzen u.a. AT&T, IBM, lenovo, Maxdata, Acp IT Solutions.
  • PR-Agentur Textbox
    EPU mit Fokus auf Textservice des Grazers Werner Schandor.
  • Berenika
    EPU von Berenika Sterba für PR und Eventmanagement. Fokus auf IT- und Technologiesektor. Weitere Felder sind Handel, Bauwirtschaft und Soziales.
  • Bettschart & Kofler
    Die 1996 gegründete Agentur hat sich auf PR im Gesundheitswesen spezialisiert. Geboten werden strategische Kommunikationsberatung, Public Affairs, Event-PR und Social Media Beratung.
  • kommunikationpr.at
    4 Mitarbeiter, geführt von Andrea Hartung. Referenzen u.a.: AMA, Allianz, Schenker, McDonald’s, Schindler, SCS.
  • Freistil PR
    PR-Agentur von Christina Aumayr-Hajek, der ehemaligen Pressesprecherin von Bundesministerin Ursula Haubner. Schwerpunkte: Konzeption, journalistische Texte, PR für NGOs und online PR.
  • Dialogium
    Schwerpunkt im Bereich Genuss & Lebensmittel sowie Tourismus. Kunden sind u.a. Weinhersteller und Weinhändler, Accor Hotels, BIC Austria, aber auch Kunden aus Marketing und IT wie Otas Softwaresysteme.
  • Impuls Public Relations
    Linzer PR-Agentur geführt von Anita Reschreiter und Barbara Lamb. Kunden aus allen Branchen.
  • Strike PR
    EPU. Integrierte Kommunikationsagentur mit Fokus auf Strategieberatung, PR, Marketing und CRM.
  • Silberball
    Werbeagentur mit eigener PR-Abteilung. Kunden aus allen Bereichen.
  • zbc3 • beilein zanon communication
    4 Mitarbeiter. Keine Kundenangaben.
  • Yield Public Relations
    6 Mitarbeiter. Kunden aus allen Branchen, u.a.: 3M, Aida, Conda, EF Sprachreisen.
  • PRofessional
    7 Mitarbeiter. Fokus auf IT- und Computerbranche.
  • Zenker & Co Public Relations
    6 Mitarbeiter. (davon eine Freelancerin und ein Mitarbeiter in Bildungskarenz). 1998 gegründet von Andreas Zenker und Sonja Kellner. Kunden aus allen Branchen, vor allem Health, Touristik und Elektronik.
  • results & relations
    5 Mitarbeiter. Spezialisiert auf Consumer Electronics, Informationstechnologien und Wissenschaft. Kunden: Toshiba, Oracle, Festo, Aastra, brother, Nikon, Logitech, Loewe, RHI, devolo.
  • Putz & Stingl
    15 Mitarbeiter. Kunden u.a.: Arbeiterkammer, VELUX, Wienerberger, Microsoft Österreich, GROHE, Berndorf AG, Medizinische Universität Wien
  • Rosam Change Communications
    11 Mitarbeiter. Rosam Change Communication gehört nach Jahresumsatz zu den größten PR-Agenturen Österreichs. Referenzen u.a.: PORR, Atos, Hofer, KPMG, ORF, WKO, Vienna Insurance Group, Flughafen Wien.
  • comma
    4 Mitarbeiter. Salzburger PR-Agentur im Bereich von Tourismus und Hotellerie.
  • Brilliant Communications
    5 Mitarbeiter. Salzburger PR-Agentur mit Fokus auf Tourismus, Lifestyle, Gesundheit und Wirtschaft.
  • Sinz Kommunikationsagentur
    8 Mitarbeiter. Salzburger PR-Agentur mit starkem Corporate Publishing Aspekt.
  • Welldone
    Werbeagentur mit vier Mitarbeiter in der PR-Beratung. Spezialisierung auf Medizin- und Gesundheitsbranche.
  • Public Health
    6 Mitarbeiter. Fokus auf Gesundheit und Medizin.
  • Melzer PR Group
    13 Mitarbeiter. Umsatz 2013 laut Bestseller rund 300.000 Euro. Fokus auf Technik, Wissenschaft, Logistik, Tourismus und Immobilien.
  • Conclusio
    5 Mitarbeiter. Grazer Agentur. Umsatz 2013 laut Bestseller rund 450.000 Euro. Keine Angaben über Kunden.
  • Radix Pure
    21 Mitarbeiter. Netzwerk in mehreren Ländern. HQ ist in Österreich. Kunden aus dem Technologiesektor, Finance und Industrie.
  • Commedia
    2 Mitarbeiter. Gegründet von Mag. Dr. Karin Assadian. PR-Agentur mit Fokus auf Gesundheit, Lifestyle, Bildung. Kunden u.a.: Gefäss-Forum, Vascular International, FH Krems.
  • eXakt PR
    6 Mitarbeiter. Schwerpunkt Gesundheit, Medizin. Geführt von Dr. Andrea Wöber. Kunden u.a.: Pfizer/Viagra, Gesellschaft der Schulärzte, Wrigley/Orbit, ÖGK
  • Lockl Strategie
    5 Mitarbeiter. Geführt von Lothar Lockl. Spezialisierung auf Nachhaltigkeit und NGOs.
  • Public Interest Consultants
    7 Mitarbeiter. Auf Lobbying spezialisierte Agentur von Gregor Schönstein.
  • Comunicative
    PR-Agentur geführt von Dr. Sabine Unterweger. Kunden u.a.: Knorr, McCain, Roche Austria, Dorotheum Juwelier, Berufsgruppe der Sprachdienstleister.
  • Reiter PR
    3 Mitarbeiter. Wiener Agentur von Thomas Reiter, Agentur-Partnerin Daniela Vadehra und Mitarbeiterin Barbara Brunnsteiner. Kunden u.a. aus dem IT- und Start-up-Bereich: Business Circle, Up to Eleven
  • Purtscher Relations
    7 Mitarbeiter. Wiener PR-Agentur, gegründet von Carola Purtscher. Kunden aus allen Branchen etwa nöm, OGH, Wiener Wiesn Fest, Hartl Haus.
  • Pantarhei | corporate advisors
    Pantarhei versteht sich als Agentur in der Schnittmenge zwischen PR und Unternehmensberatung.
  • strass-wasserlof PR
    Niederösterreichisches EPU mit Spezialisierung auf die Baubranche. Kunden sind: Meisterfrost, Walter Mauser GmbH, Leidenfrost Pool GmbH, ProMetall GmbH.
  • Metrum Communications
    5 Mitarbeiter. Fokus liegt auf Finanzbranche.
  • foggensteiner.at
    5 Mitarbeiter. Kunden vor allem aus Bereich Energiewirtschaft. Neben PR wird auch Public Affairs angeboten.
  • Gassner & Hluma PR
    8 Mitarbeiter. Spezialisiert auf Tourismus. Referenzen: Österreich Werbung, checkfelix.com, McCain, AustroControl.
  • currycom communications
    32 Mitarbeiter. Partner von Edelman, dem global größten, eigentümergeführten PR-Netzwerk. Referenzen: Dove, Iglo, Österreichische Energieagentur, Lavazza
  • The Skills Group
    Rund 20 Vollzeit-Mitarbeiter. The Skills Group ist Affiliate des weltweiten PR-Netzwerks Fleishman-Hillard International Communications
  • Kobza Integra PR
    10 Mitarbeiter. Geführt von Rudi Kobza und Beatrix Skias. Spezialisierung in Telekommunikation, Gesund­heit, Retail und Consumer Goods/Lifestyle.
  • Zowack PR
    6 Mitarbeiter. Agentur von Martina Zowack mit Fokus auf Lifestyle und FMCG.
  • Baar-Baarenfels Public Relations
    Fashion, Lifestyle, Kosmetik
  • P8
    27 Mitarbeiter. Stammsitz in Tirol und Niederlassungen in Salzburg und Wien. Keine Angaben über Kunden.
  • ikp
    35 Mitarbeiter. Größere Agentur mit Niederlassungen in Wien, Salzburg und Dornbirn. Partner von Porter Novelli. Alle Branchen.
  • Mastermind Public Affairs Consulting
    Agentur mit Spezialisierung auf Public Affairs.
  • Milestones in Communications
    21 Mitarbeiter. Alleineigentümer der seit 2008 bestehenden Agentur ist Werner Beninger, der mit 51 Jahren ins Agenturgeschäft einstieg. Beninger machte vor dem Agenturgeschäft Karriere als Journalist, zuletzt bei der OÖN davor Die Presse, NEWS und Salzburger Nachrichten. Zudem war er bereits als Kommunikationsleiter bzw. Marketingleiter in Unternehmen tätig.
  • Primerose
    Klassiche PR-Agentur im Bereich Lifestyle, Mode und Luxusgüter. Bietet auch Eventmanagement und Social Media.
  • Himmelhoch
    25 Mitarbeiter. Die von Eva Mandl geführte PR-Agentur bietet klassische PR und Eventmarketing. Referenzen: OMV, UPC, Spitz, DMVÖ, WKW, FMVÖ, twyn group.
  • PR Plus
    PR PLUS ist eine klassische PR-Agentur mit Fokus auf die Tourismusbranche.
  • DCI Consulting
    Linzer Agentur mit Fokus auf strategische Kommunikation. Historisch erwachsen aus Publico Linz, gegründet vom heutigen DCI Consultin GF Othmar Prizovsky und Wolfgang Rosam. Alle Branchen.
  • kreativ-pr
    PR-Agent mit Fokus auf Public Affairs. Bietet aber auch klassische PR und Eventmanagement.
  • Sabine Wolfgang
    EPU von Sabine Wolfgang, die zuvor bei Frey Wille arbeitet und auf Agenturseite bei bettertogether tätig war.
  • Special Public Affairs
    PR- und Lobbying Agentur.
  • Reichl und Partner
    10 Mitarbeiter. Full-Service-Agentur für Marketing, PR, Social Media und Events. Referenzen: Reiter, Otto, Intersport, Marionnaud.
  • russlinder
    EPU gegründet von Andrea Russ-Linder, ehemalige Leiterin der Kommunikationsabteilung der Fachhochschule Technikum Wien. Russ-Linder bietet das gesamte Kommunikationsspektrum an, mit besonderer Leidenschaft für die Etwicklung von Kommunikations- und Contentstrategien und dem Content Management.
  • webdots.at
    3 Mitarbeiter. Oberösterreichische Agentur die Kombination aus Onlinemarketing und PR anbietet. Referenzen: SV Ried, KTM, Keli Limonaden
  • Lang & Tomaschtik Communications
    Kunden aus allen Branchen.
  • PR&D
    2 Personen Agentur spezialsiert auf Forschungs- und Bildungs-PR.
  • statements.at
    EPU spezialisiert auf PR im Finanzbereich.
  • wikoprevent|k
    16 Mitarbeiter. Niederlassungen in Bregenz, Innsbruck und Wien. Schwerpunkt auf Wirtschaftskommunikation, Krisen-PR, Litigation-PR, Management Coaching, Public Affairs.

Nicht mehr aktiv:

  • PR Sunshine Consulting. [15.12.2021] Agentur von Petra Schilling (ehemalige Vertriebsleiterin W24) und Lisa Pernkopf.
  • asoluto – public interactive relations hat sich aufgesplittet in die Agenturen Verdino und accelent. Siehe Bericht im Horizont von 2019.
  • Cloos Partner (Webseite nicht mehr erreichbar, 23.04.2019)
    PR-Agentur mit Standorten in Wien und Graz. Kunden aus allen Branchen.
  • Senft & Partner
    Fokus auf Bauen, Planen, Wohnen.  [Update 11.07.2019: Die Webseite ist nicht mehr erreichbar und die Agentur bereits seit längerem in ikp aufgegangen]
  • Esprit PR [Update am 04.01.2020: Die Webseite ist nicht mehr erreichbar. Laut LinkedIn ist Gründer in Ruhestand getreten.]
    EPU von Stefan B. Szalachy, Spezialgebiet Konflikt- und Krisenkommunikation. Hauptsächlich Kunden aus Bauwirtschaft und Gesundheit.
  • mint
    Fokus auf digitale Kommunikation. 11 Mitarbeiter.
  • Feinkost Media (Webseite nicht mehr erreichbar, 18.02.2021)
    2 Mitarbeiter. Spezialisiert auf Video-PR. Neuer Fokus ist das Food-Startup CUTZ der Gründer.
  • Skarabela Communications
    EPU von Katharina Skarabela. Kunden aus Hotellerie, Lifestyle und Kultur.
  • PR-Cluster
    Das Cluster ist ein Zusammenschluss von Alexandra Kropf, Gabriele Strodl-Sollak und Gerlinde Baldauf, die selbst Agenturinhaberinnen sind mit Kropf Kommunikation, Sollak Kommunikationsarchitekten bzw. Baldauf PR. Kropf arbeitete davor u.a. für die Agenturen Hochegger und Menedetter PR (heute asoluto), Strodl-Sollak ebenfalls für Hochegger, während Baldauf auch für Menedetter PR tätig war. Etats: EXPO Mailand 2015, Mondial Congress.
  • Roidinger Majewski [Update 22.09.2019: Website nicht mehr erreichbar]
    PR-Agentur mit starken Fokus auf Markenkommunikation. Weitere Spezialisierungen: Nachhaltigkeit und CSR. Geboten werden strategische Kommunikation, Corporate Identity, Corporate Design, PR-Kampagnen
  • it-communications [02.05.2021: Webseite nicht mehr erreichbar]
    EPU von Maria Christine Hofmann mit Spezalisierung auf die IT-Branche. Kunden u.a.: Bechtle IT-Systemhaus, PCS IT-Trading, Industrie Informatik, EDV 2000.
  • Spiegllehner – Agentur gegründet von Doris Spiegl und Karin Lehner. [UPDATE 02.05.2021: Domain ist nicht mehr erreichbar]
  • Clever & Smart
    Clevermarketing versteht sich als Full-Service Agentur; inkludiert ist auch PR. Aufgrund des virtuellen Arbeitsmodells verspricht die Agentur niedrige Preise. [UPDATE 24.08.2021: Domain ist nicht mehr erreichbar]
  • Lehnhardt & Partner [24.08.2021: Webseite nicht mehr erreichbar]
    Agentur von Christian Lenhardt und Patrick Schlager. Kunden aus unterschiedlichsten Branchen mit Überhang zum Gesundheitsbereich.

Die große Quantifizierung unserer Lebenswelt startet. Überall sind Daten vorhanden und mit neuen Tools lassen die sich auch sehr schnell und elegant aufbereiten. Datenjournalismus ist ein geflügeltes Wort geworden und für Redaktionen genauso interessant wie für PR-Tätige. Denn Öffentlichkeitsarbeit muss immer möglichst anschaulich Inhalte transportieren, sowohl in der internen als auch in der externen Kommunikation. Klarerweise lassen sich etwa die hervorragenden Umsatzentwicklungen des Kunden besser mit einer Infografik veranschaulichen als rein mit Text. Journalisten freut es meist auch, gleich ein Bild zu haben und übernehmen dann eher die Meldung. Mitarbeiter schauen sich wiederum im Mitarbeiterblog oder Magazin eher eine Grafik an, als dass sie Texte lesen.

infografic

Infografik erstellt mit infogr.am.

Das mit Abstand coolste und ausgefeilteste Tool ist hier infogr.am. Gesehen habe ich das erstmals bei Dominik Leitner. Spielereien sind damit super einfach möglich. Über Ulrike Langer habe ich das Open Source Tool Datawrapper kennengelernt. Damit lassen sich schnell einfache Grafiken erstellen. Interessant ist dieses deutsche Start-up allemal, wobei die Praxisbeispiele von Datawrapper in der „Chart Gallery“ (noch) wenig ansprechend sind. Hoffentlich tut sich da noch was, ansonsten ist wohl infogr.am immer die erste Wahl. Datawrapper wurde übrigens für das deutsche Bildungswerk der Zeitungen gebaut, das wiederum zum Bundesverband deutscher Zeitungsverleger gehört. Die Voraussetzungen wären also da, einen journalistisch wirklich überzeugenden Workflow und Output zu kreieren. Über Luca Hammer und seinem Blognetz-Projekt bin ich auf Gephi gestoßen. Mit diesem Tool lassen sich Netzwerken und komplexe Systeme visualisieren. Ich weiß zwar noch nicht genau, wie man das außeruniversitär einsetzen kann, aber spannend ist es auf jeden Fall.

Fazit: Am besten gefällt mir infogr.am, spezielle Netzwerkvisualierungen sind mit Gephi möglich und Datawrapper hat ein großes Potential für den Datenjournalismus.

wikipedia

CC by Giulia Forsythe, via Flickr

Die Wikipedia wird für die PR immer wichtiger. Das hat drei Gründe: Erstens ist die Wikipedia einer der meistbesuchten Seiten im Netz. Zweitens vertrauen die Nutzer den Inhalten auf der Wikipedia im Regelfall und berurteilen ein Unternehmen und/oder ein Produkt stark nach dem, was sie hier darüber lesen. Und drittens sorgen Links in der Wikipedia auf die eigene Unternehmensseite doch für einen guten Push nach vorne in den Suchergebnissen. Viele PR-Treibenden machen dann aber die Erfahrung, dass ihre mühevoll angelegten Artikel wieder gelöscht werden. Es ist aber einfach so, dass die Wikipedia ein Lexikon ist und nicht alles darin gespeichert werden muss. Das Drei-Mann-Elektrounternehmen wird es beispielsweise eher selten in die Wikipedia schaffen. Es gibt aber zum Glück Relevanzkriterien, die bei der Entscheidung helfen, ob das eigene Unternehmen bzw. der eigene PR-Kunde eine Chance auf einen Eintrag hat. Gekürzt muss laut Wikipedia ein Unternehmen

  • mindestens 1000 Vollzeitmitarbeiter haben oder
  • einen Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro vorweisen oder
  • mindestens 20 Betriebsstätten im Sinne besitzen
  • an einer Börse gehandelt werden oder
  • bei einer relevanten Produktgruppe oder Dienstleistung eine marktbeherrschende Stellung oder innovative Vorreiterrolle haben (unabhängige Quelle erforderlich) oder
  • eines dieser Kriterien historisch erfüllen.

Das sind schon einmal sehr gute Richtwerte. Nachdem es aber hier keine allgemein verbindlichen Regeln gibt, hängt die Eintragung in die Wikipedia auch immer vom Goodwill des von der Community gewählten Administrator ab. Wie aber soll man wissen, ob es sich nun lohnt, einen Artikel zu schreiben? Zum Glück kann man das auch direkt einen Administrator mit einem Relevanzcheck erfragen. Eine tolle Sache und selbst wenn es nicht klappt, hat man zumindest für den Kunden eine Erklärung parat.

Brauchen Techniker bessere PR? CC by SIEMENS AG, via Wikimedia Commons

Letztens war meine Familie in Wien zu Besuch und wir sind gemeinsam durch den noblen Teil von Währing spaziert. Ob der wunderschönen Villen habe ich gewitzelt, dass hier wohl versammelt alle Ärzte und Anwälte der Stadt wohnen. So alt und Haha-lustig mein Schmäh war, eines ist interessant: Wie kommt es, dass mir genau diese beiden Berufe in den Kopf geschossen sind? Ärzte und Anwälte habe ich intuitiv mit Erfolg und Reichtum verknüpft. Zum Teil ein falsches Klischee, wie Anwaltskonzipienten und Turnus-Ärzte aus Erfahrung wissen. Die langen Arbeitstage für kleinen Lohn scheinen aber auch bei mir noch nicht ganz angekommen zu sein. Doch allein die übervollen Hörsäle in Rechtswissenschaften und die tausenden Kandidaten beim Aufnahmetest für das Medizinstudium sprechen Bände. In Maschinenbau, Bergbau und Co. ist das dagegen ganz anders – aber warum eigentlich? Allein an der Schwierigkeit des Studiums kann es nicht liegen, wenn ich daran denke, wie viel Stoff sich Medizinstudenten reinpauken müssen.

 

Beruf mit Prestige
Arzt und Anwalt sind wohl auch deshalb vielfach angestrebte Traumberufe, weil hier das Prestige stimmt. Das nährt sich aus der langen Tradition und der großen gesellschaftlichen Präsenz dieser Berufe. Ein Anwalt oder Notar ist mit uns bei den wichtigsten Lebensentscheidungen mit dabei. Wir vertrauen ihm Dinge an, die oft nicht mal die engsten Freunde wissen. Um Leben und Tod geht es schließlich sogar beim Arzt. Kein Wunder, dass dieser Beruf prädestiniert für den Halbgott-Status ist.

 

Techniker als Elite positionieren
Sehr gut bezahlte und dringend benötigte Leute sind heute aber Ingenieure. Der Grund ist banal: Zu wenigen Menschen erscheint ein technischer Beruf attraktiv genug. Wenn der Staat ernsthaft mehr Maschinenbauer, Elektrotechniker und Informatiker haben will, dann tut er gut daran, hier umfassende Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Das passiert zwar schon, aber in der PR-Arbeit gehört die Herangehensweise geändert: Denn bisher wurden vor allem die guten Verdienst- und Karrieremöglichkeiten angepriesen. Das ist auch Ordnung, aber es gehört viel eher aufgezeigt, dass Ingenieure an der Spitze des zivilisatorischen Fortschritts stehen und es sich dabei um geniale, ehrgeizige und willensstarke Menschen handelt. Techniker gehören schlicht als Elite des Landes positioniert!

Das ist PR-technisch aber eine Mörderaufgabe, denn überall triefen die alten Berufsbilder durch: Öffentlichkeitsarbeit für mehr Technikbegeisterung kämpft auch gegen Omas, die sich nichts sehnlicher wünschen, als dass der Enkel einmal Jus studiert oder gegen tausende „Ich bin so sexy und so smart“-Ärzte-Serien. Mit viel Einsatzwillen kann aber ein neues öffentliches Bewusstsein geschaffen werden!

medien

Die digitale Revolution wird von vielen Medienmachern verschlafen. Anders ist es nicht zu erklären, dass im Corporate Publishing und bei vielen Medien PDFs für mobile Endgeräte zu den ganz heißen Innovationen zählen. Sind sie natürlich nicht. Warum das so ist, beschreibe ich im ersten Teil dieser zweiteiligen Serie. Im zweiten Teil geht es schließlich darum, welches Handwerkzeug die Publizisten von morgen nützen werden.

Der Redaktionsschluss ist tot

Egal ob im Journalismus oder in der PR: Magazine und Zeitungen gibt es immer öfter als PDFs zu lesen. Das wird dann als DIE digitale Innovation des Unternehmens verkauft … In Wahrheit ist genau das Gegenteil der Fall! Denn ein in sich abgeschlossenes Produkt entstammt ganz klar dem Denken aus der PRINT-Welt. Dort lautete das Credo: Wir machen ein Produkt das am Tag X erscheint. Die Leser blättern dann das Ganze durch und bleiben beim ein oder anderen Artikel hängen.

So verhalten sich aber immer weniger Menschen. Heute konsumiert der Einzelne eine Vielzahl an journalistischen Quellen. Das merke ich schon bei meinem eigenen Nutzungsverhalten: Ich sehe Artikelempfehlungen auf Twitter und Facebook, lese Linktipps auf Blogs und erhalte dutzende RSS-Feeds, die ich geübt nach guten Informationen scanne. Ich will gar keine Magazine mehr in die Hand nehmen und selbst die Onlineauftritte der Medien steuere ich immer seltener direkt an. Für Medienvertreter bin ich sicher ein Horrorbeispiel. Und ich höre schon ihre Argumente im Ohr klingen: Nur wir bieten den umfassenden Überblick. Nur bei uns wird über Themen geblättert, die einem selbst nicht so interessieren, aber einfach wichtig sind. Nur wir bringen das wahrhaft relevante. Nur Gedrucktes hat diese unvergleichliche Haptik …

Ohne Trägermedium zu mehr wertvollen Informationen

Genau das sehe ich anders. Ein Beispiel: Ich bin kein großer Sportfan. Auf Facebook bekomme ich aber etwas über Fußball & Co. mit, weil meine FB-Freunde darüber schreiben. Auf Twitter sind wiederum Experten zu jedem erdenklichen Fachgebiet vertreten. Deren Artikelempfehlungen sind tatsächlich von Hand verlesen. Und zum Argument der Haptik: Ich halte grundsätzlich lieber ein Smartphone in der Hand, als etwa eine Zeitung im Berliner Format. Wer öfter in einer voll gestopften U-Bahn fährt, wird wissen was ich meine.

Die zentrale Frage lautet deshalb: Warum sollen Nutzer sich auf ein Medium beschränken, wenn sie von allem nur das Beste konsumieren können? Warum nicht die vielfach ausgezeichnete Reportage auf „Die Zeit“ lesen, den guten politischen Kommentar im Standard und die witzige Satire auf einem Blog? Die Digitalisierung macht das möglich. Für den Journalismus ist das durchaus eine Chance, denn durchsetzen wird sich das journalistisch Einzigartige, das Gehaltvolle, das wirklich Spannende.

Das Internet ist ein mediales Schlaraffenland

Der Leser wird sich zukünftig jedenfalls nicht mehr die guten journalistischen Körner aus einem Angebot rauspicken, sondern sie werden ihm vielmehr in den Mund fliegen. Natürlich können Medien sich gegen diese Entwicklung sperren, nur wird das nichts helfen. Manche werden eine Mauer hochziehen, aber andere werden die Segeln setzen. Sie werden publizistische Inhalte offen, direkt ansteuerbar und einfach teilbar anbieten und damit Erfolg haben. Dieser Medienwandel bei der Nutzung hat aber auch maßgebliche Konsequenzen für die benötigten Skills und die eingesetzten Medientools der Medienmacher. Dazu mehr im zweiten Teil.

„Was ist bitte ein PR Consultant?“ – die Frage habe ich schon oft gehört. Public Relations selbst ist – zynisch genug – in der Öffentlichkeit weniger bekannt und wenn, dann wird die Branche mit Hochegger & Co. assoziiert. Dessen „Arbeit“ hat allerdings nichts mit PR zu tun.

Verkaufen

Wer an PR denkt, denkt an Kommunikation. Kommunikation ist allerdings schon eine  ziemlich abgeschmackte Worthülse. Denn was kann man sich darunter konkret vorstellen? So birgt der Begriff „Kommunikation“ alleine schon das Risiko für Fehlinterpretationen, denn viele junge Einsteiger denken sich, „hey, ich kann gut kommunizieren und arbeite gerne mit Menschen, das ist sicher der richtige Job für mich.“ Sicher ist eine offene Persönlichkeit kein Fehler, gerade bei Einsteigern stellt sich dann aber schnell Ernüchterung ein, denn in der PR dreht sich die Kommunikation stark ums Verkaufen. Agenturmitarbeiter betreiben viel Akquise, nur verkaufen sie ihre Waren nicht gegen Geld sondern gegen Aufmerksamkeit. Dem Journalisten muss die Geschichte, das Thema oder der Deal gefallen, dann wird darüber berichtet. Dafür zahlt dann der Kunde. Darum lautete die lebenslange Frage jedes PR-Beraters: „In welche Medien passen welche Kunden mit welcher Geschichte rein? Und was könnte dem Journalisten daran gefallen?“ Neben der kreativen Themenfindung und Recherche gehört deshalb auch das Nachfassen per Mail und Telefon zum täglichen Job.

Kontaktpflege

Um die Journalisten überhaupt zu erreichen, braucht man seine Daten. Trotz Medienkrise: es gibt unglaublich viele Medien in Österreich. Sehr viele sind der breiten Masse unbekannt, weil sie sich als Fach- und Branchenmedien an eine sehr eng umrissene Zielgruppen wenden. PR Agenturen haben in der Regel gut gewartete Verteiler und Adressdatenbanken. Solche Datenbanken können auch nur sie pflegen und anlegen, weil sich der Zeitaufwand für ein Unternehmen alleine nicht rechnet.

Eigene Verteiler müssen jedenfalls gewartet und aktualisiert werden. Das bedeutet, wenn etwa eine Fehlermeldung auf eine E-Mail zurückkommt, dann wird das Medium angerufen und nachgefragt was los ist. Zur Kontaktpflege zählt wohl auch, dass ein erfahrener PR-Berater die wichtigsten Journalisten für seinen Kunden gut oder gar persönlich kennt. Unter Kontaktpflege fallen dann auch Redaktionstouren, bei denen die Redaktionen besucht und der Kunde vorgestellt wird.

Texten

In der klassischen PR ist neben dem Verkaufen wohl das Texten der größte Brocken. Hohe Textkompetenz ist daher das Um und Auf für jeden PR-Berater. Damit meine ich nicht nur Grammatik und Rechtschreibung, sondern überhaupt eine gute (journalistische) Schreibe. Die Texte sind in der PR typischerweise sehr positiv verfasst und bestechen durch einfache und klare Sätze. Ich sehe die PR textlich als ein Zwitterwesen zwischen dem hochlobenden Diktus der Werbung und dem nüchternen und kritischen Diktus des Journalismus. Geschrieben werden in der PR beispielsweise Presseaussendungen, Newsletter und Advertorials. Letzteres sind bezahlte Werbeeinschaltungen, die aber vor allem zur Information dienen und den journalistischen Beiträgen ähneln. Natürlich gibt es auch noch viele andere Spielarten von Medienkooperationen. Neuerdings werden auch Texte für Blogs und Social Media von PR Agenturen getextet.

Das eine Ziel

Die PR hört heute schon lange nicht mehr bei den klassischen Bereichen auf. Da gibt es PR-Agenturen die sich auf Compliance oder Litigation PR spezialisiert haben, oder mit Video PR, Storytelling oder Content Marketing ganz neue Felder beackern. Zusammenfassend hat das ganze Spektrum der Public Relations trotzdem ein konkretes Ziel: Möglichst positive Geschichten über den Kunden zu verbreiten.

Ein guter Texteinstieg ist entscheidend. Fadisiert sich der Leser schon am Anfang, wird er auch nicht weiterlesen. Profis verwenden daher stilistische Mittel, um die Aufmerksamkeit zu stimulieren. Diese Tricks haben mir schon oft beim Schreiben eines Textes geholfen. Das sind die wichtigsten Texteinstiege:

Sager

„Einfach drauflos schreiben, das ist der beste Weg zum guten Artikel“ – Beim Sager steht ein O-Ton oder ein Zitat am Anfang des Textes. Die Aussage muss natürlich spannend, überraschend oder einfach witzig sein.

Schnelleinstieg

„Mit der Tür ins Haus fallen.“ Der Schnelleinstieg zieht die Leser mittels Telegrammstil in die Story.

Eisbrecher

„Wer behauptet Schreiben braucht nur Talent, der lügt.“ Die stärkste Aussage einer Geschichte wird am Anfang präsentiert.

Chronologie

Der Autor gibt einen Vorausblick auf die kommenden dramatischen Ereignisse. z.B.: „Als er am Samstagnachmittag den Blogeintrag schrieb, wusste er nicht, dass es sein letzter sein würde.“

Lapidare Mitteilung

Eine vage Phrase, mit der sich jeder identifizieren kann. „Schon wieder hatte er die Zeit vertrödelt.“

Szene beschreiben

Der Autor beschreibt, was er gerade sieht. „Schnell tippte er die Worte in den Computer, dann aber löschte er sie umgehend wieder und begann von neuem.“

Personenbeschreibung

Als Einstieg wird eine Person beschrieben. Äußeres genauso wie das Innenleben. „Der große Mann sitzt gebeugt über seinem Computer. Sein Blick verrät, dass ihm die Arbeit keinen Spaß macht.“

Anekdote

Es wird eine kleine und typische Geschichte über den Protagonisten erzählt. „Während seine Freunde draußen in der Sonne spielen, verkricht er sich in sein kleines Arbeitszimmer. Er mag die Dunkelheit und die Ruhe. Nur manchmal fühlt er sich etwas einsam.“

Gag

Etwas Amüsantes erfinden.

Die falsche Fährte

Eine doppeldeutige Formulierung, die den Leser zuerst auf eine falsche Fährte lockt. „Es ist kein schöner Anblick: Qualvoll hysterische Schreie hallen durch die Gassen. Ab und zu bricht ein Mädchen mit Weinkrämpfen zusammen. Trotzig werden die Transparenten in die Höhe gehalten, während sich die rund hundert Menschen weiter in Richtung Stadtmitte bewegen. Jeder soll es wissen und jeder soll es sehen: Justin Bieber ist in der Stadt und sein örtlicher Fanclub begrüßt in frenetisch.“

Programmabsatz

Die fünf Ws am Anfang präsentieren, also wer, was, wann, wo und wie.

„Es ist ein ungewöhnlicher Ort zum Bloggen. Gegen 15:00 Uhr spazierte der junge Student Greiler auf der Höhe des Hauptgebäudes der Universität Wien mitten auf die Ringstraße und setzte sich nieder. Dann packte er Laptop und Maus aus und begann zu schreiben. Selbst die laut hupenden Autos störten ihn nicht. Schlussendlich musste in die Polizei abführen. Rätselhaft bleibt der Beweggrund des 27-Jährigen: „Ich hatte einfach Lust dazu“, soll er laut Polizeiprotokoll angegeben haben.

Journalisten erwähnen es öfters: Das Nachtelefonieren von PR-Agenturen nerve und E-Mails seien grundsätzlich besser. Klingt logisch und nach einer einfach zu befolgenden Anweisung für PR-Leute. Nur leider ist die Realität etwas komplizierter. Denn Journalisten bekommen tagtäglich eine wahre Flut an Mails und manche überlesen dann doch die eine oder andere. Gründe dafür gibt es viele: Zeitdruck oder gerade mit einer anderen Geschichte beschäftigt oder aber die Gewissheit, dass wenn es wichtig ist, sich sicher nochmal wer melden wird. Und so kommt es, dass wir PR-Menschen tatsächlich ein spannendes Thema haben können, die Mail dazu aber einfach untergeht. Ein Anruf ist in solchen Fällen eine echte Serviceleistung.

Deswegen besteht die Herausforderung für einen PR-Berater wohl eher darin, nur die richtigen Journalisten anzurufen. Ebenso herausfordernd ist es, das Thema möglichst präzise und kurzatmig zu präsentieren. Das genaue Gegenteil davon habe ich schon als Praktikant bei der Presse und bei Medianet miterlebt. Dort bekamen die Journalisten Anfragen von PR-Agenturen, die nie und nimmer in das eigene Ressort passten. Das sind dann auch die Anrufe, die wirklich nerven!