PR-Tipp Nr. 1: Recherche ist wichtig!

PR-Tipp Nr. 1: Recherche ist wichtig! Die Deadline ist knapp, die versprochenen Ergebnisse immens, die mediale Umsetzungskraft der Ideen unsicher: Wenn der Stress groß wird, dann gieren wir nach möglichst schnellen Ergebnissen. Ein Fehler, denn gerade wenn PR-Berater neue Themen angehen, ist eine Recherche wichtig: Was gibt es zum Thema bereits, welche Aspekte wurden bereits beleuchtet? Welche Organisationen beschäftigen sich mit dem Thema? Auch mal, was wurde international publiziert? Sind Events oder ähnliches dazu in Österreich geplant? Das Googlen und Lesen schaut zwar nach Zeitverschwendung aus, aber ohne dem geht später Zeit verloren.

1.000, 2.000 oder 3.000 Mails – Journalisten erhalten eine irre Flut an Mails. Ich verstehe, dass sie nicht auch noch angerufen werden wollen. Wenn ein PR-Tätiger allerdings überhaupt keine Antwort erhält, dann hilft nur der Griff zum Telefonhörer. Schließlich könnten in der Mailflut auch wichtige Informationen untergegangen sein. Das wäre sowohl für Journalisten wie PR-Berater schlecht. Natürlich können Journalisten so viele Mails nicht individuell beantworten, aber dafür gibt es Textbausteine! In Outlook beispielsweise kann ein vordefiniertes Kürzel eingegeben werden und automatisch fügt Outlook einen Text ein.

Journalisten könnten etwa für den Fall, dass sich die Anfrage auf eine zeitlich schon zu knappe Geschichte bezieht, schreiben:

Vielen Dank für Ihre Mail. Leider ist der geplante Zeitrahmen zu kurz. Wir planen unser Heft X Wochen im Voraus. Ich bitte Sie, von Anrufen abzusehen, aber ich freue mich auf Ihre Mail bei anderer Gelegenheit. Herzliche Grüße …

Und für den Fall, dass die Anfrage thematisch nicht passt:

Vielen Dank für Ihre Mail. Ich bin im Ressort Y für die Themenfelder X, Z und A zuständig. Leider passt Ihre Anfrage thematisch nicht, bitte löschen Sie mich aus dem entsprechenden Verteiler. Ich bitte von Anrufen abzusehen. Ich freue mich aber über eine Zusendung zu den Themen X, Z und A. Vielen Dank und herzliche Grüße …

Wie gesagt, diese paar Sätze müssen nicht händisch eingegeben werden, sondern lassen sich automatisiert einfügen. Wie sich Textbausteine in Outlook einrichten lassen, erklärt Chip.de sehr gut.

 

PR-Agenturen und PR-Berater aufgepasst! Lesetipps aus der PR-Branche. Im August dabei: Kleinerer Agenturen holen auf, große stagnieren – Warum sehr viele Frauen in PR-Agenturen arbeiten – Mindestlohn für PR-Praktikanten – Kommunikationsverantwortliche übernehmen das Marketing – Neue Influencer-Relations-Software startet.

1.) PR-Branche in Österreich: Kleine und mittlere Agenturen holen auf, große stagnieren.
Die Karten in der PR werden neu gemischt, schreibt Harald Klöckl, Journalist beim Horizont. Er analysiert die Zahlen im ExtraDienst Umsatzranking der heimischen PR-Agenturen und kommt zum Schluss: „Der Abstand zwischen den Kleinen und den Großen schrumpft. Die Großen als Gruppe betrachtet wachsen unterdurchschnittlich und streng genommen gar nicht:  So beträgt zum Beispiel der kumulierte Umsatz der top zehn Agenturen laut Bestseller-Ranking 2013 30,34 Millionen Euro und damit etwas mehr als im Jahr davor (29,77).“

2.) Warum so viele Frauen in der PR-Branche arbeiten
Während in den USA das Verhältnis von Journalistinnen und Journalisten ausgeglichen ist, entwickelt sich die PR zur klaren Frauendomäne. Gründe dafür sind unter anderem bessere Jobaussichten und mehr Gehalt  als im Journalismus, aber auch illusionäre Vorstellungen von PR, geprägt durch Samantha Jones von Sex and the City. Das zumindest schreibt Olga Khazan in der US-amerikanischen Zeitschrift „The Atlantic“.

3.) Der Deutsche Public Relations Verband will keinen Mindestlohn für Praktikanten
Die deutsche Bundesregierung plant die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns inklusive vorgeschriebener Praktikumsvergütungen. Die Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) spricht sich gegen Mindestlöhne für Praktikanten aus. „Der Mindestlohn wird beispielsweise dazu führen, dass Unternehmen und Agenturen eine viel härtere Auswahl treffen – denn für überschaubar mehr Geld als dem Mindestlohn können sie bereits fertig ausgebildete Absolventen einstellen. Damit wird vielen Studierenden die Chance auf ein Praktikum komplett genommen“, argumentiert DPRG Bundesvorstand Thomas Lüdeke. Der Situation in Österreich hat sich Alexander Surowiec in einem launigen Kommentar gewidmet. Er findet wiederum: „If you pay peanuts, you get monkeys.“

4.)  Abteilungsleiter für Kommunikation verantworten immer häufiger digitale Inhalte

Chief Communication Officers (CCOs) verantworten immer häufiger Marketingagenden wie beispielsweise Social Media. Neben Social Media spielen für die Kommunikationsverantwortlichen weltweit auch Mobile und Videoproduktion eine zunehmend wichtige Rolle. Für die überwältigende Mehrheit der CCOs steht Content-Publishing auf der Tagesordnung. So die Ergebnisse aus „The Rising CCO“, eine Studie durchgeführt von Spencer Stuart, einem Beratungsunternehmen für Executive Search und Weber Shandwick, eine global agierende Kommunikationsagentur.

5.) Salt.IRM will mit neuer Software Blogger und Unternehmen zusammenbringen
[Update: Salt.IRM gibt es nicht mehr] Das Münster Startup Salt.IRM hat eine neue Influencer-Relations-Software entwickelt. Unternehmen sollen damit einfacher Influencer für ihre Markenbotschaften und Blogger leichter Zugang zu Unternehmen finden. Blogger können sich kostenlos auf salt-irm.com registrieren.

Wer in der PR tätig ist, muss die hiesige Medienlandschaft kennen. Einen wichtigen Part für Kunden im B2B spielen Wirtschaftsmagazine. Es ist immer wieder überraschend, welche riesige Auswahl es da in Österreich gibt. Ich habe eine Liste zusammengetragen und werde diese laufend ergänzen. Darin enthalten sind auch die wichtigsten Hard-Facts und Blattlinien. Los gehts!

WIRTSCHAFTSMAGAZINE IN ÖSTERREICH

TREND
Wirtschaftsmagazin für Industrie und Großunternehmen
Zielgruppe: GF, Vorstände, Direktoren, Führungspersonal eher großer Unternehmen
Auflage: 53.000
Verlag: NEWS Verlag
Site: trend.at
Sitz: Wien

 

GEWINN
Themenschwerpunkte: Geld & Börse, Management & Karriere, IT & Innovationen, Immobilien, Recht & Steuern, Freizeit & Lifestyle
Zielgruppe: GF, Vorstände, Dirketoren, Top-VerdienerAuflage: 71.000
Erscheinungsweise: 11 x jährlich
Verlag: Wailand & Waldstein GmbH
Site: Gewinn.com
Sitz: Wien

 

GELD
Finanzmagazin
Fachmagazin für Geldanlage und Rohstoff-Investments
Zielgruppe: Financial Community + Institutional Investors
Auflage: 40.500
Verlag: 4profit Verlag GmbH
Site: geld-magazin.at
Sitz: Wien

 

a3 ECO
[UPDATE: Ende 2017 wurde der A3 Verlag liquidiert]

Wirtschaftsmedium mit Fokus auf KMU
Zielgruppe: Inhaber, Vorstände, Geschäftsführer und leitende Angestellte in Unternehmen aller Branchen
Auflage: 80.000
Erscheinungsweise: monatlich
Verlag: a3-Wirtschaftsverlag
Site: a3verlag.com
Sitz: Mödling

 

DieWirtschaft
KMU-Wirtschaftsmagazin
Zielgruppe: Geschäftsführer und Inhaber kleiner und mittelständischer Betriebe. Fokus: Nachhaltiges Unternehmertum.
Druckauflage: 23.500
Erscheinsweise: monatlich
Verlag: Österreichischer Wirtschaftsverlag
Site: die-wirtschaft.at
Sitz: Wien

 

INDUSTRIEMAGAZIN
Medium für die produzierende Wirtschaft
Zielgruppe: Entscheidungsträger in Österreichs Unternehmen, kaufmännische und technische Führungskräfte
Auflage: 27.500
Erscheinungsweise: 10 x jährlich
Verlag: Industriemagazin Verlag GmbH
Site: industriemagazin.at
Sitz: Wien

 

WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN
Allgemeines Wirtschaftsmagazin. Ausgabe jeweils für Donauraum, Süd und West
Zielgruppen: Hauptsächlich Handel, Gewerbe, Kommunen und öffentl. Institutionen
Auflage: Gesamt: 52.500 / Donauraum: 21.500
Erscheinungsweise: monatlich
Verlag: Wirtschaftnachrichten Zeitschriften Verlags Ges.m.b.H.
Site: www.wirtschafts-nachrichten.com
Sitz: Graz

 

WIENER WIRTSCHAFT
Medium der WKO (auch für den entsprechenden anderen Bundesländer verfügbar).
Zielgruppe: Wiener Unternehmer, WKO-Mitglieder
Auflage: 475.000 / Wien: 97.000
Erscheinungsweise: wöchtentlich
Verlag: Österreichischer Wirtschaftsverlag / WKO
Sitz: Wien

 

DER BÖRSIANER
Fachmagazin für den österr. Kapitalmarkt
Zielgruppen: Top-Entscheider des Kapitalmarkts
Auflage: 10.000
Erscheinungsweise: 5 x jährlich
Verlag: Wayne Media
Site: waynemedia.at
Sitz: Wien

 

VERKAUFEN
Zielgruppe: Vertrieb
Auflage: 4.300
Erscheinungsweise: 6 x jährlich
Verlag: SCIAM
Site: verkaufen.co.at
Sitz: Wien

 

Q1
Q1 ist ein Fachmedium für Qualitätsmanagement und integrierte Managementsysteme
Zielgruppe: Qualitätsmanager, Produktionsleiter, Berater
Erscheinungsweise: 6 x jährlich
Verlag: SCIAM
Site: q1.co.at
Sitz: Wien

 

CHEFINFO
Das Magazin der Führungskräfte
CHEFINFO widmet sich aktuellen Entwicklungen, bemerkenswerten Unternehmen und innovativen Ideen aus dem starken Wirtschaftsraum Oberösterreich.Zielgruppe: Leser der gehobenen Einkommensschicht
Auflage: 21.120 Stück
Erscheinungweise: monatlich (abgesehen Jänner und August)
Verlag: Zielgruppen-Zeitungsverlags GmbH
Site: www.zzv.at

 

Das WirtschaftsBlatt und Medianet sind ebenfalls zu nennen. Als Zeitungen sind sie aber nicht in der Liste enthalten. Ich hoffe, die Liste ist für Angestellte in der Öffentlichkeitsarbeit und PR Tätige relevant. Für weitere Tipps bin ich sehr dankbar. Bitte einfach in die Kommentare posten oder mir ein Mail schreiben.

Vor kurzem bin ich von einer Arbeitskollegin auf „Dumb Ways to Die“ hingewiesen. Ein virales und lustiges Video von der Melbourne Metro Station, die sehr smart für mehr Sicherheit bei Zugstationen wirbt. Spannend ist, dass diese Kampagne 2013 in Cannes  eben auch in der Kategorie „PR“ den Grand Prix gewann. Das Video von der Werbeagentur McCann ist sicher preiswürdig, aber sicher nicht in der Kategorie PR. Es hat sich ja auch nicht primär an Journalisten gerichtet. Dass durch den gewaltigen Erfolg des Videos später auch die Medien auf den Zug aufgesprungen sind, ist jetzt keine besondere PR-Leistung. Dieser Umstand reichte allerdings der Jury schon als Begründung für die Verleihung aus. Jury-Präsident und Ketchum-Chef David Gallagher hob im Ad Age (ich schätze mal via Presseaussendung) hervor, dass die Zeiten der klassischen Presseaussendungen vorbei sind. Er meinte sinngemäß , dass es heute Inhalte braucht, die Leute mitreißen und eine wirkliche Veränderung bringen. Auch keine völlig neue Erkenntnis. Meiner Meinung macht es wenig Sinn, wenn PR-Agentur zu Werbeagenturen werden wollen – da gibt es nämlich schon ausreichend Konkurrenz.

Sehenswert ist das Video aber allemal:

Seit ich diese Liste im Jänner 2014 erstellte hat sich viel getan. Von einer kleiner Liste hat sich diese Seite – dem Google-Ranking sei Dank – zu einem echten PR-Agenturverzeichnis für Österreich weiterentwickelt, das häufig nachgeschlagen wird. Laufende Anfragen von potentiellen Kunden aber auch PR-Agenturen haben mich dazu bewogen die Liste als SQL-Datenbank anzulegen. Heißt für Nutzer: Einfach durchsuchbar & sortierbier und PR-Agenturen können jetzt selbst ihre Daten eintragen oder bearbeiten.

  • Grayling Austria
    Grayling ist eins internationales PR-Agenturnetzwerk. Grayling Österreich gehört hierzulanden zu den größten Agenturen mit heute mehr als 35 Mitarbeitern. Grayling hat deren Expertise in 4 Sektoren gegliedert: Consumer Brands, Gesundheit und Tourismus, Industrie & Infrastruktur, Öffentlicher Sektor und Government Relations sowie Technologie, Medien & Telekom. Aktuelle Kunden sind u.a. OMV, Verbund, ÖBB, Microsoft, kapsch, Mondel?z International, Milka, AMS, Austrian Development Agency, MediaMarkt/Saturn.
  • Ecker & Partner
    Mit 23 Mitarbeitern und Umsatz von rund 5 Millionen Euro (2016) eine der größten Agenturen im Land. Fokus liegt verstärkt auf Public Affairs, Reputation Management und Lobbying. Gründer Dietmar Ecker ist nur mehr beratend für die Agentur tätig und hat die Geschäftsführer an Nicole Bäck-Knapp und Axel Zuschmann übergeben.
  • klar Strategie- und Kommunikationsberatung
    PR Agentur, gegründet von den ehemaligen Grayling Österreich Geschäftsführern Sepp Tschernutter und Bernhard Hudik sowie den beiden ehemaligen Grayling-Mitarbeiterinnen Birgit Kacerovsky und Birgit Brandner.
  • COMM SUPPORT UNTERKIRCHER
    PR Agentur, welche von Kärnten aus in ganz Österreich tätig ist. Inhaber ist Dr. Valentin Unterkircher, der lange Zeit für den Kommunikationsbereich der Hypo Alpe Adria tätig war. Die Spezialität der Agentur ist daher vor allem Reputation, Change und Crises Communications.
  • russlinder
    EPU gegründet von Andrea Russ-Linder, ehemalige Leiterin der Kommunikationsabteilung der Fachhochschule Technikum Wien. Russ-Linder bietet das gesamte Kommunikationsspektrum an, mit besonderer Leidenschaft für die Etwicklung von Kommunikations- und Contentstrategien und dem Content Management.
  • PR-Cluster
    Das Cluster ist ein Zusammenschluss von Alexandra Kropf, Gabriele Strodl-Sollak und Gerlinde Baldauf, die selbst Agenturinhaberinnen sind mit Kropf Kommunikation, Sollak Kommunikationsarchitekten bzw. Baldauf PR. Kropf arbeitete davor u.a. für die Agenturen Hochegger und Menedetter PR (heute asoluto), Strodl-Sollak ebenfalls für Hochegger, während Baldauf auch für Menedetter PR tätig war. Etats: EXPO Mailand 2015, Mondial Congress.
  • PR Sunshine Consulting
    Agentur von Petra Schilling (ehemalige Vertriebsleiterin W24) und Lisa Pernkopf.
  • Lehnhardt & Partner
    Agentur von Christian Lenhardt und Patrick Schlager. Kunden aus unterschiedlichsten Branchen mit Überhang zum Gesundheitsbereich.
  • Plein Communications
    EPU. Plein Communications wurde im Oktober 2013 vom Nicole Plein gegründet. PR und Events.
  • Peter und Partner
    Zwei-Mann-Betrieb, spezialsiert auf KMUs, Musik & Kultur.
  • press’n’relations
    Agentur mit Fokus auf den technologieorientierten Mittelstand. Zudem in Zürich, München, Haltern am See und Ulm beheimatet.
  • Doris Bracher Kommunikation
    EPU in Melk, NÖ. PR-Konzepte & strategische PR-Beratung, Unternehmens-, Mitarbeiter-, Krisenkommunikation, Pressearbeit & Social Media.
  • Hennrich.PR
    EPU spezialisiert auf Gesundheits-PR und Medizin-PR, klassische Öffentlichkeitsarbeit und Eventorganisation. Agenturinhaberin Daniela Hennrich hat bereit 25 Jahre Berufserfahrung in der Kommunikation.
  • Clever & Smart
    Clevermarketing versteht sich als Full-Service Agentur; inkludiert ist auch PR. Aufgrund des virtuellen Arbeitsmodells verspricht die Agentur niedrige Preise.
  • Special Public Affairs
    PR- und Lobbying Agentur.
  • NETWORKPR Ingrid Böckle
    Spezialisierung auf Luxus- und Lifestyle-Segment
  • mint
    Fokus auf Digitale Kommunikation. 11 Mitarbeiter.
  • Textwerkstatt
    EPU
  • Willy Lehmann Markenagentur
    4 Mitarbeiter. Agentur spezialisiert auf Markenführung. Kunden vor allem aus Touristik und Lebensmittel-Bereich.
  • merkenswert
    EPU von Elisabeth Egle. Kunden u.a. die Mediaagentur GroupM.
  • AS markom
    Andreas Slama bietet mit AS markom Beratung für Marketing und PR. Kunden u.a. EuroCloudAustria, NetApp, Raiffeisen Datennetz, Sage, VMware.
  • Widter
    EPU von Michael Widter mit Fokus auf IT. Referenzen u.a. AT&T, IBM, lenovo, Maxdata, Acp IT Solutions.
  • PR-Agentur Textbox
    EPU mit Fokus auf Textservice des Grazers Werner Schandor.
  • it-communications
    EPU von Maria Christine Hofmann mit Spezalisierung auf die IT-Branche. Kunden u.a.: Bechtle IT-Systemhaus, PCS IT-Trading, Industrie Informatik, EDV 2000.
  • Berenika
    EPU von Berenika Sterba für PR und Eventmanagement. Fokus auf IT- und Technologiesektor. Weitere Felder sind Handel, Bauwirtschaft und Soziales.
  • Bettschart & Kofler
    Die 1996 gegründete Agentur hat sich auf PR im Gesundheitswesen spezialisiert. Geboten werden strategische Kommunikationsberatung, Public Affairs, Event-PR und Social Media Beratung.
  • kommunikationpr.at
    4 Mitarbeiter, geführt von Andrea Hartung. Referenzen u.a.: AMA, Allianz, Schenker, McDonald’s, Schindler, SCS.
  • Commedia
    Wiener PR-Agentur spezialisiert im Gesundheitsbereich.
  • Chapter 4
    Chapter 4 bietet PR, Public Affairs, Market Intelligence und Corporate Publishing in Österreich, sowie in CEE/SEE. Kunden u.a.: Aldi, WWF, Novartis, Pfizer, Austrian Airlines, Siemens, SAP.
  • Freistil PR
    PR-Agentur von Christina Aumayr-Hajek, der ehemaligen Pressesprecherin von Bundesministerin Ursula Haubner. Schwerpunkte: Konzeption, journalistische Texte, PR für NGOs und online PR.
  • courage communications
    Wiener PR-Agentur. Kunden vor allem im Mode- und Kunstbereich: Shopping Outlet Parndorf, FREITAG Taschen, MQ Vienna Fashionweek, Ringstrassen-Galerien, Tiberius Fashion.
  • Dialogium
    Schwerpunkt im Bereich Genuss & Lebensmittel sowie Tourismus. Kunden sind u.a. Weinhersteller und Weinhändler, Accor Hotels, BIC Austria, aber auch Kunden aus Marketing und IT wie Otas Softwaresysteme.
  • Herzcom
    EPU für Mode, Beauty und Lifestyle.
  • Impuls Public Relations
    Linzer PR-Agentur geführt von Anita Reschreiter und Barbara Lamb. Kunden aus allen Branchen.
  • Strike PR
    EPU. Integrierte Kommunikationsagentur mit Fokus auf Strategieberatung, PR, Marketing und CRM.
  • Silberball
    Werbeagentur mit eigener PR-Abteilung. Kunden aus allen Bereichen.
  • zbc3 • beilein zanon communication
    4 Mitarbeiter. Keine Kundenangaben.
  • Yield Public Relations
    6 Mitarbeiter. Kunden aus allen Branchen, u.a.: 3M, Aida, Conda, EF Sprachreisen.
  • Absolut PR
    Geboten werden klassische PR, Fotografie, Grafikdesign und Druck.
  • PRofessional
    7 Mitarbeiter. Fokus auf IT- und Computerbranche.
  • Skarabela Communications
    EPU von Katharina Skarabela. Kunden aus Hotellerie, Lifestyle und Kultur.
  • Zenker & Co Public Relations
    6 Mitarbeiter. (davon eine Freelancerin und ein Mitarbeiter in Bildungskarenz). 1998 gegründet von Andreas Zenker und Sonja Kellner. Kunden aus allen Branchen, vor allem Health, Touristik und Elektronik.
  • results & relations
    5 Mitarbeiter. Spezialisiert auf Consumer Electronics, Informationstechnologien und Wissenschaft. Kunden: Toshiba, Oracle, Festo, Aastra, brother, Nikon, Logitech, Loewe, RHI, devolo.
  • Putz & Stingl
    15 Mitarbeiter. Kunden u.a.: Arbeiterkammer, VELUX, Wienerberger, Microsoft Österreich, GROHE, Berndorf AG, Medizinische Universität Wien
  • Rosam Change Communications
    11 Mitarbeiter. Rosam Change Communication gehört nach Jahresumsatz zu den größten PR-Agenturen Österreichs. Referenzen u.a.: PORR, Atos, Hofer, KPMG, ORF, WKO, Vienna Insurance Group, Flughafen Wien.
  • Resch Kommunikation
    4 Mitarbeiter. Salzburger PR-Agentur im Bereich von Tourismus und Hotellerie.
  • Brilliant Communications
    5 Mitarbeiter. Salzburger PR-Agentur mit Fokus auf Tourismus, Lifestyle, Gesundheit und Wirtschaft.
  • Ketchum Publico
    Ketchum ist ein internationales PR-Netzwerk. Ketchum Publico die österreichische Niederlassung. Geschäftsführerin ist Saskia Wallner. Referenzen u.a. A1.
  • Cloos Partner
    PR-Agentur mit Standorten in Wien und Graz. Kunden aus allen Branchen.
  • Sinz Kommunikationsagentur
    8 Mitarbeiter. Salzburger PR-Agentur mit starkem Corporate Publishing Aspekt.
  • Welldone
    Werbeagentur mit vier Mitarbeiter in der PR-Beratung. Spezialisierung auf Medizin- und Gesundheitsbranche.
  • comm.in
    2 Mitarbeiter: Andrea Pfennigbauer (GF) und Martha Karner (Senior Consultant). Kunden aus alle Branchen, u.a. Herold, STIHL Österreich, Trenkwalder, Agrarmarkt Austria M.
  • Public Health
    6 Mitarbeiter. Fokus auf Gesundheit und Medizin.
  • Melzer PR Group
    13 Mitarbeiter. Umsatz 2013 laut Bestseller rund 300.000 Euro. Fokus auf Technik, Wissenschaft, Logistik, Tourismus und Immobilien.
  • Conclusio
    5 Mitarbeiter. Grazer Agentur. Umsatz 2013 laut Bestseller rund 450.000 Euro. Keine Angaben über Kunden.
  • Radix Pure
    21 Mitarbeiter. Netzwerk in mehreren Ländern. HQ ist in Österreich. Kunden aus dem Technologiesektor, Finance und Industrie.
  • Commedia
    2 Mitarbeiter. Gegründet von Mag. Dr. Karin Assadian. PR-Agentur mit Fokus auf Gesundheit, Lifestyle, Bildung. Kunden u.a.: Gefäss-Forum, Vascular International, FH Krems
  • eXakt PR
    6 Mitarbeiter. Schwerpunkt Gesundheit, Medizin. Geführt von Dr. Andrea Wöber. Kunden u.a.: Pfizer/Viagra, Gesellschaft der Schulärzte, Wrigley/Orbit, ÖGK
  • Lockl Strategie
    5 Mitarbeiter. Geführt von Lothar Lockl. Spezialisierung auf Nachhaltigkeit und NGOs.
  • Public Interest Consultants
    7 Mitarbeiter. Auf Lobbying spezialisierte Agentur von Gregor Schönstein.
  • Comunicative
    PR-Agentur geführt von Dr. Sabine Unterweger. Kunden u.a.: Knorr, McCain, Roche Austria, Dorotheum Juwelier, Berufsgruppe der Sprachdienstleister.
  • Reiter PR
    3 Mitarbeiter. Wiener Agentur von Thomas Reiter, Agentur-Partnerin Daniela Vadehra und Mitarbeiterin Barbara Brunnsteiner. Kunden u.a. aus dem IT- und Start-up-Bereich: Business Circle, Up to Eleven
  • Senft & Partner
    6 Mitarbeiter. Fokus auf Bauen, Planen, Wohnen.
  • Esprit PR
    EPU von Stefan B. Szalachy, Spezialgebiet Konflikt- und Krisenkommunikation. Hauptsächlich Kunden aus Bauwirtschaft und Gesundheit.
  • Purtscher Relations
    7 Mitarbeiter. Wiener PR-Agentur, gegründet von Carola Purtscher. Kunden aus allen Branchen etwa nöm, OGH, Wiener Wiesn Fest, Hartl Haus.
  • Pantarhei | corporate advisors
    Pantarhei versteht sich als Agentur in der Schnittmenge zwischen PR und Unternehmensberatung.
  • strass-wasserlof PR
    Niederösterreichisches EPU mit Spezialisierung auf die Baubranche. Kunden sind: Meisterfrost, Walter Mauser GmbH, Leidenfrost Pool GmbH, ProMetall GmbH.
  • andrea.baidinger PR
    EPU von Andrea Baidinger. Spezialisiert auf PR für Wohnen, Bauen und Immobilien.
  • Metrum Communications
    5 Mitarbeiter. Fokus liegt auf Finanzbranche.
  • foggensteiner.at
    5 Mitarbeiter. Kunden vor allem aus Bereich Energiewirtschaft. Neben PR wird auch Public Affairs angeboten.
  • com_unit
    2 Mitarbeiter. Agentur wurde 1993 von Peter Sitte und Susanne Wegscheider gegründet. Fokus auf öffentliche Institutionen und Organisationen. Partner im Agenturennetzwerk MC_Network.
  • Gassner & Hluma PR
    8 Mitarbeiter. Spezialisiert auf Tourismus. Referenzen: Österreich Werbung, checkfelix.com, McCain, AustroControl.
  • currycom communications
    32 Mitarbeiter. Partner von Edelman, dem global größten, eigentümergeführten PR-Netzwerk. Referenzen: Dove, Iglo, Österreichische Energieagentur, Lavazza
  • The Skills Group
    Rund 20 Vollzeit-Mitarbeiter. The Skills Group ist Affiliate des weltweiten PR-Netzwerks Fleishman-Hillard International Communications
  • Kobza Integra PR
    10 Mitarbeiter. Geführt von Rudi Kobza und Beatrix Skias. Spezialisierung in Telekommunikation, Gesund­heit, Retail und Consumer Goods/Lifestyle.
  • Zowack PR
    6 Mitarbeiter. Agentur von Martina Zowack mit Fokus auf Lifestyle und FMCG.
  • Baar-Baarenfels Public Relations
    Fashion, Lifestyle, Kosmetik
  • P8 Hofherr
    27 Mitarbeiter. Stammsitz in Tirol und Niederlassungen in Salzburg und Wien. Keine Angaben über Kunden.
  • ikp
    35 Mitarbeiter. Größere Agentur mit Niederlassungen in Wien, Salzburg und Dornbirn. Partner von Porter Novelli. Alle Branchen.
  • Andrea Leitner PR
    6 Mitarbeiter. PR-Agentur mit Fokus auf Fashion, Lifestyle, Sport und Design. Kunden: Björn Borg, Fossil Group, Marionnaud, Puma, Tag Heuer, Sports Experts.
  • Mastermind Public Affairs Consulting
    Agentur mit Spezialisierung auf Public Affairs.
  • Primerose
    Klassiche PR-Agentur im Bereich Lifestyle, Mode und Luxusgüter. Bietet auch Eventmanagement und Social Media.
  • Himmelhoch
    25 Mitarbeiter. Die von Eva Mandl geführte PR-Agentur bietet klassische PR und Eventmarketing. Referenzen: OMV, UPC, Spitz, DMVÖ, WKW, FMVÖ, twyn group.
  • PR Plus
    PR PLUS ist eine klassische PR-Agentur mit Fokus auf die Tourismusbranche.
  • communication matters
    Schwerpunkt auf Lobbying. Übernahme der Thierry Politikberatung, nachdem Feri Thierry als Klubobmann der NEOS in die Politik wechselte.
  • comm:unications
    5 fixe und 7 freie Mitarbeiter. 1996 von Sabine Pöhacker gegründet. Kunden u.a.: illy, Alstom, Rodenstock, Panasonic, Amt der NÖ Landesregierung, WKO und Europ. Kommission.
  • Roidinger Majewski
    PR-Agentur mit starken Fokus auf Markenkommunikation. Weitere Spezialisierungen: Nachhaltigkeit und CSR. Geboten werden strategische Kommunikation, Corporate Identity, Corporate Design, PR-Kampagnen
  • DCI Consulting
    Linzer Agentur mit Fokus auf strategische Kommunikation. Historisch erwachsen aus Publico Linz, gegründet vom heutigen DCI Consultin GF Othmar Prizovsky und Wolfgang Rosam. Alle Branchen.
  • asoluto – public interactive relations
    20 Mitarbeiter. asoluto beschreibt sich selbst als „eine strategisch orientierte Kommunikations-Agentur mit Know-how in Public Relations und Interactive Media.“
  • Martschin & Partner PR
    3 Mitarbeiter. Mehrere Freelancer. PR Agentur mit Spezialisierung auf Gesundheit & Ernährung, Wissenschaft & Bildung sowie Tourismus & Kultur.
  • bettertogether
    14 Mitarbeiter. Referenzen: Drei, AIT, VAMED, Denzel, WKO, Ströck, St. Anna Kinderspital.
  • kreativ-pr
    PR-Agent mit Fokus auf Public Affairs. Bietet aber auch klassische PR und Eventmanagement.
  • Createam
    Full-Service-Agentur für Marketing, PR und Social Media. 35 Mitarbeiter.
  • Spiegllehner
    Junge Agentur gegründet von Doris Spiegl und Karin Lehner.
  • webdots.at
    3 Mitarbeiter. Oberösterreichische Agentur die Kombination aus Onlinemarketing und PR anbietet. Referenzen: SV Ried, KTM, Keli Limonaden
  • Lang & Tomaschtik Communications
    Kunden aus allen Branchen.
  • Sabine Wolfgang
    EPU von Sabine Wolfgang, die zuvor bei Frey Wille arbeitet und auf Agenturseite bei bettertogether tätig war.
  • PR&D
    2 Personen Agentur spezialsiert auf Forschungs- und Bildungs-PR.
  • statements.at
    EPU spezialisiert auf PR im Finanzbereich.
  • Feinkost Media
    2 Mitarbeiter. Spezialisiert auf Video-PR.
  • Reichl und Partner
    Full-Service-Agentur für Marketing, PR, Social Media und Events. Referenzen: Reiter, Otto, Intersport, Marionnaud.
  • Aigner PR
    Eigentümergeführte PR-Agentur mit insgesamt 5 Mitarbeitern. Kunden aus allen Branchen.
  • wikoprevent|k
    16 Mitarbeiter. Niederlassungen in Bregenz, Innsbruck und Wien. Schwerpunkt auf Wirtschaftskommunikation, Krisen-PR, Litigation-PR, Management Coaching, Public Affairs.

 

Die große Quantifizierung unserer Lebenswelt startet. Überall sind Daten vorhanden und mit neuen Tools lassen die sich auch sehr schnell und elegant aufbereiten. Datenjournalismus ist ein geflügeltes Wort geworden und für Redaktionen genauso interessant wie für PR-Tätige. Denn Öffentlichkeitsarbeit muss immer möglichst anschaulich Inhalte transportieren, sowohl in der internen als auch in der externen Kommunikation. Klarerweise lassen sich etwa die hervorragenden Umsatzentwicklungen des Kunden besser mit einer Infografik veranschaulichen als rein mit Text. Journalisten freut es meist auch, gleich ein Bild zu haben und übernehmen dann eher die Meldung. Mitarbeiter schauen sich wiederum im Mitarbeiterblog oder Magazin eher eine Grafik an, als dass sie Texte lesen.

infografic

Infografik erstellt mit infogr.am.

Das mit Abstand coolste und ausgefeilteste Tool ist hier infogr.am. Gesehen habe ich das erstmals bei Dominik Leitner. Spielereien sind damit super einfach möglich. Über Ulrike Langer habe ich das Open Source Tool Datawrapper kennengelernt. Damit lassen sich schnell einfache Grafiken erstellen. Interessant ist dieses deutsche Start-up allemal, wobei die Praxisbeispiele von Datawrapper in der „Chart Gallery“ (noch) wenig ansprechend sind. Hoffentlich tut sich da noch was, ansonsten ist wohl infogr.am immer die erste Wahl. Datawrapper wurde übrigens für das deutsche Bildungswerk der Zeitungen gebaut, das wiederum zum Bundesverband deutscher Zeitungsverleger gehört. Die Voraussetzungen wären also da, einen journalistisch wirklich überzeugenden Workflow und Output zu kreieren. Über Luca Hammer und seinem Blognetz-Projekt bin ich auf Gephi gestoßen. Mit diesem Tool lassen sich Netzwerken und komplexe Systeme visualisieren. Ich weiß zwar noch nicht genau, wie man das außeruniversitär einsetzen kann, aber spannend ist es auf jeden Fall.

Fazit: Am besten gefällt mir infogr.am, spezielle Netzwerkvisualierungen sind mit Gephi möglich und Datawrapper hat ein großes Potential für den Datenjournalismus.

wikipedia

CC by Giulia Forsythe, via Flickr

Die Wikipedia wird für die PR immer wichtiger. Das hat drei Gründe: Erstens ist die Wikipedia einer der meistbesuchten Seiten im Netz. Zweitens vertrauen die Nutzer den Inhalten auf der Wikipedia im Regelfall und berurteilen ein Unternehmen und/oder ein Produkt stark nach dem, was sie hier darüber lesen. Und drittens sorgen Links in der Wikipedia auf die eigene Unternehmensseite doch für einen guten Push nach vorne in den Suchergebnissen. Viele PR-Treibenden machen dann aber die Erfahrung, dass ihre mühevoll angelegten Artikel wieder gelöscht werden. Es ist aber einfach so, dass die Wikipedia ein Lexikon ist und nicht alles darin gespeichert werden muss. Das Drei-Mann-Elektrounternehmen wird es beispielsweise eher selten in die Wikipedia schaffen. Es gibt aber zum Glück Relevanzkriterien, die bei der Entscheidung helfen, ob das eigene Unternehmen bzw. der eigene PR-Kunde eine Chance auf einen Eintrag hat. Gekürzt muss laut Wikipedia ein Unternehmen

  • mindestens 1000 Vollzeitmitarbeiter haben oder
  • einen Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro vorweisen oder
  • mindestens 20 Betriebsstätten im Sinne besitzen
  • an einer Börse gehandelt werden oder
  • bei einer relevanten Produktgruppe oder Dienstleistung eine marktbeherrschende Stellung oder innovative Vorreiterrolle haben (unabhängige Quelle erforderlich) oder
  • eines dieser Kriterien historisch erfüllen.

Das sind schon einmal sehr gute Richtwerte. Nachdem es aber hier keine allgemein verbindlichen Regeln gibt, hängt die Eintragung in die Wikipedia auch immer vom Goodwill des von der Community gewählten Administrator ab. Wie aber soll man wissen, ob es sich nun lohnt, einen Artikel zu schreiben? Zum Glück kann man das auch direkt einen Administrator mit einem Relevanzcheck erfragen. Eine tolle Sache und selbst wenn es nicht klappt, hat man zumindest für den Kunden eine Erklärung parat.

Brauchen Techniker bessere PR? CC by SIEMENS AG, via Wikimedia Commons

Letztens war meine Familie in Wien zu Besuch und wir sind gemeinsam durch den noblen Teil von Währing spaziert. Ob der wunderschönen Villen habe ich gewitzelt, dass hier wohl versammelt alle Ärzte und Anwälte der Stadt wohnen. So alt und Haha-lustig mein Schmäh war, eines ist interessant: Wie kommt es, dass mir genau diese beiden Berufe in den Kopf geschossen sind? Ärzte und Anwälte habe ich intuitiv mit Erfolg und Reichtum verknüpft. Zum Teil ein falsches Klischee, wie Anwaltskonzipienten und Turnus-Ärzte aus Erfahrung wissen. Die langen Arbeitstage für kleinen Lohn scheinen aber auch bei mir noch nicht ganz angekommen zu sein. Doch allein die übervollen Hörsäle in Rechtswissenschaften und die tausenden Kandidaten beim Aufnahmetest für das Medizinstudium sprechen Bände. In Maschinenbau, Bergbau und Co. ist das dagegen ganz anders – aber warum eigentlich? Allein an der Schwierigkeit des Studiums kann es nicht liegen, wenn ich daran denke, wie viel Stoff sich Medizinstudenten reinpauken müssen.

 

Beruf mit Prestige
Arzt und Anwalt sind wohl auch deshalb vielfach angestrebte Traumberufe, weil hier das Prestige stimmt. Das nährt sich aus der langen Tradition und der großen gesellschaftlichen Präsenz dieser Berufe. Ein Anwalt oder Notar ist mit uns bei den wichtigsten Lebensentscheidungen mit dabei. Wir vertrauen ihm Dinge an, die oft nicht mal die engsten Freunde wissen. Um Leben und Tod geht es schließlich sogar beim Arzt. Kein Wunder, dass dieser Beruf prädestiniert für den Halbgott-Status ist.

 

Techniker als Elite positionieren
Sehr gut bezahlte und dringend benötigte Leute sind heute aber Ingenieure. Der Grund ist banal: Zu wenigen Menschen erscheint ein technischer Beruf attraktiv genug. Wenn der Staat ernsthaft mehr Maschinenbauer, Elektrotechniker und Informatiker haben will, dann tut er gut daran, hier umfassende Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. Das passiert zwar schon, aber in der PR-Arbeit gehört die Herangehensweise geändert: Denn bisher wurden vor allem die guten Verdienst- und Karrieremöglichkeiten angepriesen. Das ist auch Ordnung, aber es gehört viel eher aufgezeigt, dass Ingenieure an der Spitze des zivilisatorischen Fortschritts stehen und es sich dabei um geniale, ehrgeizige und willensstarke Menschen handelt. Techniker gehören schlicht als Elite des Landes positioniert!

Das ist PR-technisch aber eine Mörderaufgabe, denn überall triefen die alten Berufsbilder durch: Öffentlichkeitsarbeit für mehr Technikbegeisterung kämpft auch gegen Omas, die sich nichts sehnlicher wünschen, als dass der Enkel einmal Jus studiert oder gegen tausende „Ich bin so sexy und so smart“-Ärzte-Serien. Mit viel Einsatzwillen kann aber ein neues öffentliches Bewusstsein geschaffen werden!

medien

Die digitale Revolution wird von vielen Medienmachern verschlafen. Anders ist es nicht zu erklären, dass im Corporate Publishing und bei vielen Medien PDFs für mobile Endgeräte zu den ganz heißen Innovationen zählen. Sind sie natürlich nicht. Warum das so ist, beschreibe ich im ersten Teil dieser zweiteiligen Serie. Im zweiten Teil geht es schließlich darum, welches Handwerkzeug die Publizisten von morgen nützen werden.

Der Redaktionsschluss ist tot

Egal ob im Journalismus oder in der PR: Magazine und Zeitungen gibt es immer öfter als PDFs zu lesen. Das wird dann als DIE digitale Innovation des Unternehmens verkauft … In Wahrheit ist genau das Gegenteil der Fall! Denn ein in sich abgeschlossenes Produkt entstammt ganz klar dem Denken aus der PRINT-Welt. Dort lautete das Credo: Wir machen ein Produkt das am Tag X erscheint. Die Leser blättern dann das Ganze durch und bleiben beim ein oder anderen Artikel hängen.

So verhalten sich aber immer weniger Menschen. Heute konsumiert der Einzelne eine Vielzahl an journalistischen Quellen. Das merke ich schon bei meinem eigenen Nutzungsverhalten: Ich sehe Artikelempfehlungen auf Twitter und Facebook, lese Linktipps auf Blogs und erhalte dutzende RSS-Feeds, die ich geübt nach guten Informationen scanne. Ich will gar keine Magazine mehr in die Hand nehmen und selbst die Onlineauftritte der Medien steuere ich immer seltener direkt an. Für Medienvertreter bin ich sicher ein Horrorbeispiel. Und ich höre schon ihre Argumente im Ohr klingen: Nur wir bieten den umfassenden Überblick. Nur bei uns wird über Themen geblättert, die einem selbst nicht so interessieren, aber einfach wichtig sind. Nur wir bringen das wahrhaft relevante. Nur Gedrucktes hat diese unvergleichliche Haptik …

Ohne Trägermedium zu mehr wertvollen Informationen

Genau das sehe ich anders. Ein Beispiel: Ich bin kein großer Sportfan. Auf Facebook bekomme ich aber etwas über Fußball & Co. mit, weil meine FB-Freunde darüber schreiben. Auf Twitter sind wiederum Experten zu jedem erdenklichen Fachgebiet vertreten. Deren Artikelempfehlungen sind tatsächlich von Hand verlesen. Und zum Argument der Haptik: Ich halte grundsätzlich lieber ein Smartphone in der Hand, als etwa eine Zeitung im Berliner Format. Wer öfter in einer voll gestopften U-Bahn fährt, wird wissen was ich meine.

Die zentrale Frage lautet deshalb: Warum sollen Nutzer sich auf ein Medium beschränken, wenn sie von allem nur das Beste konsumieren können? Warum nicht die vielfach ausgezeichnete Reportage auf „Die Zeit“ lesen, den guten politischen Kommentar im Standard und die witzige Satire auf einem Blog? Die Digitalisierung macht das möglich. Für den Journalismus ist das durchaus eine Chance, denn durchsetzen wird sich das journalistisch Einzigartige, das Gehaltvolle, das wirklich Spannende.

Das Internet ist ein mediales Schlaraffenland

Der Leser wird sich zukünftig jedenfalls nicht mehr die guten journalistischen Körner aus einem Angebot rauspicken, sondern sie werden ihm vielmehr in den Mund fliegen. Natürlich können Medien sich gegen diese Entwicklung sperren, nur wird das nichts helfen. Manche werden eine Mauer hochziehen, aber andere werden die Segeln setzen. Sie werden publizistische Inhalte offen, direkt ansteuerbar und einfach teilbar anbieten und damit Erfolg haben. Dieser Medienwandel bei der Nutzung hat aber auch maßgebliche Konsequenzen für die benötigten Skills und die eingesetzten Medientools der Medienmacher. Dazu mehr im zweiten Teil.

„Was ist bitte ein PR Consultant?“ – die Frage habe ich schon oft gehört. Public Relations selbst ist – zynisch genug – in der Öffentlichkeit weniger bekannt und wenn, dann wird die Branche mit Hochegger & Co. assoziiert. Dessen „Arbeit“ hat allerdings nichts mit PR zu tun.

Verkaufen

Wer an PR denkt, denkt an Kommunikation. Kommunikation ist allerdings schon eine  ziemlich abgeschmackte Worthülse. Denn was kann man sich darunter konkret vorstellen? So birgt der Begriff „Kommunikation“ alleine schon das Risiko für Fehlinterpretationen, denn viele junge Einsteiger denken sich, „hey, ich kann gut kommunizieren und arbeite gerne mit Menschen, das ist sicher der richtige Job für mich.“ Sicher ist eine offene Persönlichkeit kein Fehler, gerade bei Einsteigern stellt sich dann aber schnell Ernüchterung ein, denn in der PR dreht sich die Kommunikation stark ums Verkaufen. Agenturmitarbeiter betreiben viel Akquise, nur verkaufen sie ihre Waren nicht gegen Geld sondern gegen Aufmerksamkeit. Dem Journalisten muss die Geschichte, das Thema oder der Deal gefallen, dann wird darüber berichtet. Dafür zahlt dann der Kunde. Darum lautete die lebenslange Frage jedes PR-Beraters: „In welche Medien passen welche Kunden mit welcher Geschichte rein? Und was könnte dem Journalisten daran gefallen?“ Neben der kreativen Themenfindung und Recherche gehört deshalb auch das Nachfassen per Mail und Telefon zum täglichen Job.

Kontaktpflege

Um die Journalisten überhaupt zu erreichen, braucht man seine Daten. Trotz Medienkrise: es gibt unglaublich viele Medien in Österreich. Sehr viele sind der breiten Masse unbekannt, weil sie sich als Fach- und Branchenmedien an eine sehr eng umrissene Zielgruppen wenden. PR Agenturen haben in der Regel gut gewartete Verteiler und Adressdatenbanken. Solche Datenbanken können auch nur sie pflegen und anlegen, weil sich der Zeitaufwand für ein Unternehmen alleine nicht rechnet.

Eigene Verteiler müssen jedenfalls gewartet und aktualisiert werden. Das bedeutet, wenn etwa eine Fehlermeldung auf eine E-Mail zurückkommt, dann wird das Medium angerufen und nachgefragt was los ist. Zur Kontaktpflege zählt wohl auch, dass ein erfahrener PR-Berater die wichtigsten Journalisten für seinen Kunden gut oder gar persönlich kennt. Unter Kontaktpflege fallen dann auch Redaktionstouren, bei denen die Redaktionen besucht und der Kunde vorgestellt wird.

Texten

In der klassischen PR ist neben dem Verkaufen wohl das Texten der größte Brocken. Hohe Textkompetenz ist daher das Um und Auf für jeden PR-Berater. Damit meine ich nicht nur Grammatik und Rechtschreibung, sondern überhaupt eine gute (journalistische) Schreibe. Die Texte sind in der PR typischerweise sehr positiv verfasst und bestechen durch einfache und klare Sätze. Ich sehe die PR textlich als ein Zwitterwesen zwischen dem hochlobenden Diktus der Werbung und dem nüchternen und kritischen Diktus des Journalismus. Geschrieben werden in der PR beispielsweise Presseaussendungen, Newsletter und Advertorials. Letzteres sind bezahlte Werbeeinschaltungen, die aber vor allem zur Information dienen und den journalistischen Beiträgen ähneln. Natürlich gibt es auch noch viele andere Spielarten von Medienkooperationen. Neuerdings werden auch Texte für Blogs und Social Media von PR Agenturen getextet.

Das eine Ziel

Die PR hört heute schon lange nicht mehr bei den klassischen Bereichen auf. Da gibt es PR-Agenturen die sich auf Compliance oder Litigation PR spezialisiert haben, oder mit Video PR, Storytelling oder Content Marketing ganz neue Felder beackern. Zusammenfassend hat das ganze Spektrum der Public Relations trotzdem ein konkretes Ziel: Möglichst positive Geschichten über den Kunden zu verbreiten.

Agenturinhaberin Eva Mandl sucht neuen PR-Consultant.

Agenturinhaberin Eva Mandl sucht neuen PR-Consultant.

Mein Arbeitgeber Himmelhoch sucht einen neuen PR-Consultant (m/w).  Schnell, umsetzungsstark und stressresistent soll der oder die neue Mitarbeiterin sein. Voraussetzung sind drei Jahre Berufserfahrung, am besten in einer PR-Agentur. Aufgaben umfassen klassische PR-Tätigkeiten wie Verfassen von Pressetexten, Beiträge für Kundenmagazine, Newsletter, Websites, Konzept- und Strategieentwicklung, Organisation von Pressekonferenzen, Redaktionstouren udgl.

Mehr Informationen zur Stellenausschreibung gibt es auf den Seiten des PRVA oder jetzt gleich eine Bewerbung schreiben an Agenturinhaberin Mag. Eva Mandl.

UPDATE: Die Stelle ist bereits vergeben.