Problem: Die DSGVO stellt für alle Marketer eine Herausforderung dar. Mailing-Service Mailchimp hat dafür ein eigene Checkbox eingerichtet, allerdings braucht es mindestens 3 (!) Klicks bis eine Person bestätigt hat.

Lösung: Abonnenten sollen eine Mail bekommen mit Button zur Bestätigung. Sobald dieser geklickt, soll ein entsprechender Eintrag in Mailchimp-Datenbank hinterlegt werden.

Umsetzung:

  1. Anpassen der Signup Form
  2. Aufsetzen einer Landingpage in Mailchimp.
  3. Automation Workflow mit 2 E-Mails.

 

Signup-Form

Zuerst muss sichergestellt werden, dass neue User nur nach Einwilligung der Datenverarbeitung sich für den Newsletter anmelden können. Dazu in Mailchimp die entsprechende Mailliste auswählen -> Signup forms -> Form builder.

Dort einen neuen Radio Button hinzufügen. Es geht nur Radio Button, weil „Check Boxes“ NICHT als verpflichtende Angabe ausgewählt werden kann.

Landingpage

Als nächsten setzen wir eine simple Landingpage mit Mailchimp auf. Hierfür bietet Mailchimp genügend Anleitungen.

Automated Workflow

  • Nun beginnt die Magic. Wir gehen auf Create Campaign -> Create an Email -> Automated.
  • Als Trigger wählen wir „A subscriber is manually added to the workflow“.
  • Dann erstellen wir eine schöne E-Mail mit einem „I Agree“ Button für unsere Abonnenten, der auf unsere Ladingpage verweist.

  • Nun legen wir ein zweite E-Mail an.  Triggerauslöser ist in diesem Fall, wenn im vorhergehend E-Mail ein spezifischer Link geklickt wurde (Unser „I Agree“ Button zur Landingpage).
  • Unter Action legen wir fest, dass ein spezifisches Merge Field upgedated wird (Aktivierung unseres Radio Buttons)


  • Nun müssen nur noch die noch nicht bestätigten Personen aus unserer Mailingliste zum Workflow hinzufügen. Dafür unter „Edit Workflow Settings“ auf „Add Subscribers to Workflow“. Dort einstellen, dass nur Abonnenten hinzugefügt werden, die uns noch keine Marketing Permissions gegeben haben.

Voilà. Mailchimp sollte dann automatisch die Mails versenden. Damit sollte es gelingen die Conversion möglichst hoch zu halten, vor allem im Vergleich zu Mailchimps Standardlösung, die unendlich komplizierter ist. Für Reminder habe ich die beste Erfahrung gemacht, den Workflow zu duplizieren und nicht bestätigte Leute zum Workflow hinzuzufügen.

Als Hobby-Blogger stelle ich mir schon seit längerem die Frage, ob ich meinen Publishing-Fokus auf kommerzielle Plattformen oder auf den eigenen Blog legen soll. Vor allem nachdem zahlreiche Anbieter perfekte Infrastruktur bieten: Über Karriere, Beruf und Fachliches lässt sich auf LinkedIn oder auf Quora schreiben. Für schöne Foto-Schnappschüsse gibt es von Flickr über Facebook und Instagram bis zu Google Fotos viele Optionen. Die Urlaubsreise lässt sich auf TripAdvisor, dem österreichischen Startup Journi oder Google Maps darstellen und bewerten. Ranglisten lassen sich mit Ranker erstellen und Filme und Serien lassen sich unter anderem auf IMDb bewerten und erkunden.

Aber schauen wir uns die Vorteile von kommerziellen Plattformen und der eigenen privaten Webseite (basierend auf WordPress an) einmal an:

Vorteile von kommerziellen Plattformen

  • Kostenlos (außer manche Premiumfunktionen)
  • Kein administrativer Aufwand für Softwareeinstellungen, Updates, Anpassungen, udgl.
  • Großartige Tools für das Erstellen der Inhalte. Zum Beispiel einstellen der Urlaubsreise-Route auf Google Maps.
  • Direkter Kontakt mit anderen Menschen, Gleichgesinnten und Community
  • Einfacher sich einen Namen zu machen
  • Ständige Weiterentwicklung um Inhalte noch besser zu managen, bewerben und darzustellen

Vorteile eines selbstgehosteten Blogs

  • Alle Inhalte an einem Platz.
  • Volle Kontrolle über die Inhalte.
  • Größte Flexibilität. Ich habe etwa auf meinem Blog Videos, Fotos, meine Magisterarbeit, Literaturrezensionen, Sammellisten, Bewertungslisten und vieles mehr gespeichert.
  • Größte Freiheit. Ich kann mit meinen Daten alles mögliche anstellen, überall hin kopieren und sichern. Wenn mir der Hoster nicht mehr gefällt, ziehe ich um.

Ein Möglichkeit wäre natürlich alles zweimal anzulegen, einmal Blog und einmal in den sozialen Plattformen. Das mache ich zwar auch manchmal in verschiedenen Adaptionen, so wie mit diesem Artikel in Englisch auf LinkedIn, ist mir aber manchmal zu mühselig, vor allem wenn meine Motivation aus dem Spaß am Lernen besteht und nicht den Sinn hat, damit meine Brötchen zu verdienen.

Fazit: So wirklich sicher bin ich mir nicht, was der beste Weg ist, um Inhalte als Privatperson darzustellen. Auch wenn ich mir weiterhin überlege welche Variante die beste ist, für den Blog spricht einfach noch immer, dass er als Schaltzentrale dienen kann, die alle Formen der Kommunikation zulässt.

Im Werbeanzeigenmanager auf

  1. Anzeigengruppe klicken
  2. Gespeicherte Zielgruppe (sprich Anzeigengruppe) auswählen
  3. Button „Mehr“ klicken  (befindet sich in der Tabelle oben neben dem Button „Regel erstellen“
  4. „löschen“ auswählen

Ausführliche Hilfe hier.

 

Der Observer hat zu seiner Jubiläumsausgabe das Magazin O.vation herausgebracht. Darin zitiert ist auch eine Studie vom ECCO Agenturnetzwerk / communication matters aus dem Frühjahr 2014 mit doch interessanten Ergebnissen:

  • So habe ich schon öfters erlebt, dass sich Journalisten gerne über große Dateianhänge beschweren, andererseits möchten rund 56% die Bilder doch als Anhang mitgeschickt bekommen und dann noch in 300dpi.
  • Auch die Presseaussendung sollte in Plain Text im Mail mit Gesamttext als Attachement geschickt werden
  • Dazu sollte Name des Unternehmens und Thema genannt werden
  • Exklusivgespräche sind in Österreich am allerwichstigen

    Wenig Freude gibt es mit Links zu Download-Seiten …

Warum schließen sich Menschen einer Online Community an? Diese Frage haben sich Karmasin Behavioural Insights und ambuzzador genauer angesehen. Menschen schließen sich einer Online Community an, weil sie:

  • die Werte teilen, für die Marken/ Unternehmen stehen
  • sich davon etwas versprechen (materiell aber auch im Sinne exklusiver, nützlicher Informationen)
  • eine Beziehung installieren wollen (Zuwendung und Beachtung erfahren wollen)
  • eine gute Rolle spielen wollen (weil sie natürlich auch wissen, dass sie mit ihren Äußerungen für andere sichtbar sind)

 Download Link Studie

„Schöner Leben“-Blogs sind gefühlt die erfolgreichsten in Österreich. Ideal für Lifestyle-Produkthersteller wie Nespresso. Der Kaffee-Gigant hat für seine neuen Geschmackssorten eine Blogger Relations Kampagne gelauncht. Die Umsetzung stammt von der Social Media Agentur ambuzzador und das ging so:

Acht Lifestyle- und Food-Bloggerinnen mit einer Reichweite von insgesamt mehr als 300.000 Instagram-Fans überraschten jeweils einen ihrer Fans mit einem ganz persönlichen Weihnachtsgeschenk: einer Nespresso Kaffeemaschine, der neuen Limited Edition Variations Grands Crus und einer selbstgebackenen Torte.  Die einzelnen Phasen der Kampagne – der Fan-Aufruf der Bloggerinnen auf ihren Social Media Kanälen, das Backen der Torten via Snapchat und InstaStories sowie Teaser-Postings und emotionale Videos der persönlichen Treffen – unterhielten die Community. Ein Film mit den besten Szenen der einzelnen Überraschungen wurde am 22.12. auf der Nespresso Facebook-Seite präsentiert und mit Facebook Ads gepusht:

Österreichische Blogger auf weihnachtlicher Mission

Unsere Limited Edition #Variations sind nicht nur eine Liebeserklärung an Österreich, sondern auch an unsere Fans. Wir haben die schönsten Augenblicke in einem Video zusammengefasst:

Posted by Nespresso on Donnerstag, 22. Dezember 2016

Teilnehmende Bloggerinnen:

  1. berriesandpassion
  2. cookingcatrin
  3. Hello Pippa
  4. julesvogel
  5. klarafuchscom
  6. Miss Getaway
  7. nwlife
  8. sarahallegra

Für die Webseite meines Arbeitgebers waren neue Logos fällig. Die werden als SVGs eingebunden, da das Logo skalierbar sein muss. Nun habe ich in Adobe Illustrator ein neues Textfeld gebraucht, um den neuen Namen der Bild- und Wortmarke etwas abzuändern. Dadurch wurde aber die Schrift von den Browsern aber auch als Schrift gedeutet und entsprechend formatiert. Hässliche Abstände waren die Folge. Ich habe die Schrift via Adobe Illustrator einfach in Pfade umgewandelt, wodurch die Schrift nun als Grafik behandelt wird und sich dadurch nicht mehr verschiebt. Wieder was gelernt!

Wie geht Storytelling? Die Marketing Youngster von Marketing Natives haben diese Woche einen Event über das how-to des Storytellings im Festsaal der Uni Wien veranstaltet. Kernaussagen des Abends waren:

  • Gute Geschichten brauchen einen Helden. Das ist der Kunde.
  • Es muss Hindernisse und Konflikte zu überwinden geben. Beispielsweise Coca-Cola gegen Homophobie.
  • Ein Mentor, in dem Fall das Produkt oder die Dienstleistung, hilft dem Helden diese Konflikte zu meistern.
  • Die Geschichte muss emotional daherkommen.
  • Bilder werden immer wichtiger.Vorschau
  • Höhepunkte in einer (Werbe-)Geschichte braucht es sowohl am Anfang als auch am Ende.

 

Alle Fotos by Benedikt Weiss. Mehr Fotos über Vortragenden und Zuhörer gibt es drüben auf der Facebook-Page der Marketing Natives.

 

What is Marketing good for? Answer: Marketing should always focus, how the products of a company solve one or more essential problems for the costumers.

 

Google bietet Bloggern ein Paradies an Daten und Analysen über die eigene Seite. Die schiere Optionsvielfalt in Google Analytics hat mich nur schnell erschlagen. Im Internet finden sich da zum Glück zahlreiche vorgefertigte Google Analytics Dashboards für Blogger! Die sind übersichtlich und einfach zu handhaben. Mein absoluter Favorit ist das „personal blogger dashboard“ von Dashboard Junkie. Es zeigt unter anderem wie viele Besucher Du auf der Seite hast, welche die beliebesten Blog-Beiträge sind oder wie die Leute überhaupt auf den Blog gefunden haben. Diese Daten veranschaulichen, was bei den Lesern gut angekommt und worüber es sich auszahlt mehr zu bloggen. Mein bisher beliebtester Artikel ist etwa der über die richtige Interpretation des t-Tests. Mit Statistik mühen sich also ganz offensichtlich viele Studenten ab. Danach folgt auch schon ein Artikel über „Die besten Blogs aus Österreich“. Zu dem Thema werde ich in Zukunft sicher mehr machen und in regelmäßigen Abständen hochwertige Blogs aus Österreich vorstellen. Den Anfang haben Politikblogs schon gemacht.

Auf die Idee solche Dashboard-Templates zu nutzen, hat mich gebracht. Er empfiehlt in seinem Artikel dann auch drei Dashboards von Koozai. Ich nutze da gerne das „Brighton SEO Social Monitoring Dashboard“, um die Verbreitung meiner Beiträge in Sozialen Medien zu messen. Mit den beiden vorgestellten Dashboards plus der standardmäßigen Zielgruppenübersicht in Google Analytics habe ich alle wichtigen Facts immer im Blick. Voraussetzung um Google Analytics nutzen zu können ist eine Registrierung und ein im Blog platzierter Tracking-Code.

Österreich hat jede Menge hervorragende Blogger, die ganz unterschiedliche Themen beackern. Mit einer neue Serie will ich laufend die besten Blogs aus einem bestimmten Themenkreis vorstellen. Den Anfang machen die fünf besten Politikblogs in Österreich.


zurpolitik
zurPolitik

ZurPolitik.com ist ein etablierter Politikblog in Österreich. Gegründet und betrieben wird er hauptsächlich von Tom Schaffer. Als Sportjournalist beim „Standard“ kennt er sich aus mit der professionellen Schreibe. Vorrangig beschäftigt sich der Politikwissenschaftstudent auf dem Blog mit der heimische Politik, aber auch internationale Themen und grundsätzliche Gedanken zur Politik werden immer wieder mal gestreift. In die Beiträge fließt erkennbar viel Hirnschmalz hinein und das macht den Blog so lesenswert, auch wenn ich oft seine Meinung nicht teile. Leider litt in den letzten Monaten Qualität und Quanität der Artikel, deshalb gibt es für zurPolitik nur Rang 4. Laut Schaffer liegt das an seiner vermehrten Berufstätigkeit und einer „Schnauze-voll-Haltung gegenüber österreichischer Politik“. Derzeit ist er auf einem Sabbatical in London, danach will er wieder aktiver zur Politik bloggen.

3. OrtnerOnline

ortneronline

„Das Zentralorgan des Neoliberalismus“ nennt der freie Journalist Christian Ortner seinen Blog. Der Name ist Programm. Hier regiert der Wirtschaftsliberalismus und Ortner schreibt bewusst pointiert und zuweilen recht provokativ über Politik und Wirtschaftspolitik im Speziellen. Inhaltlich dürfte OrtnerOnline auch eine Art Recherche- und Quellensammlung für den Autor sein. Denn in den meisten Beiträge zitiert er ausschnittsweise Fakten und Meinungen aus anderen Medien. Manchmal garniert er das mit seiner eigenen Meinung, wobei die sich oft nur im Titel versteckt. Mehr Inhalte gibt es, wenn er seine eigenen Kolumnen, etwa für Die Presse oder Wiener Zeitung, crosspostet. Crosspostings gibt es ab und zu auch von Andreas Unterbergers Politikblog. Ortner bietet pfeffrige Inhalte, hie und da sollte er aber mit den Leuten das Gespräch suchen, die auf seinem Blog kommentieren.

2. Politikon

politikon

Politikon-Gründer Stefan Bachleitner ist Partner bei der PR-Agentur The Skills Group und  war als Koordinator der Wiederwahlkampagne von Heinz Fischer tätig. Kommunikativ begabt und politisch erfahren sind gute Voraussetzungen für einen Politikblog. Neue Einträge erscheinen aber leider nur in mehrmonatigen Abständen, dafür zeichnen sich die durch hohe Qualität aus. Bachleitner prognostizierte etwa gute Chance für die NEOS in den Nationalrat einzuziehen, als daran noch niemand so recht glauben wollte. Er macht sich gerne prinzipielle Gedanken zu Politik und Gesellschaft und bietet fundierte Analysen.

1. Neuwal

neuwal

Platz 1 geht klar an Neuwal.com. Der selbstständige Unternehmensberater und Online-Experte Dieter Zirnig hat den mehrfach ausgezeichneten Politikblog im Zuge der Nationalratswahl 2008 gestartet. Heute kann er auf ein junges, großes und engagiertes Team bauen. Gemeinsam hat man schon so einige Preise abgestaubt. Neuwal bietet eine Überblick über alle Wahlumfragen in Medien. Neuere Formate sind Buchempfehlungen oder der Walmanach, der die Programme aller zur Wahl stehenden Parteien zusammenfasst. Außerdem gibt es jede Menge Interviews, politische Kommentare, Sachbeiträge und es werden sogar Workshops und Vorträge angeboten. Ausführliche Diskussionen und Interviews mit Kleinstparteien sind das Alleinstellungsmerkmal von Neuwal in der heimischen Politikberichterstattung.

Politikblogs in Österreich unterentwickelt

Ein heißer Kandidat für Platz 1 wäre auch DieTagespresse.com gewesen. Der Blog läuft aber außer Konkurrenz, denn das junge Satiremagazin informiert nicht im klassischen Sinne über die heimische Politik, sondern macht sich herrlich über sie lustig.

Bei meiner Recherche für diesen Artikel habe ich übrigens immer wieder gelesen, dass es in Österreich vergleichsweise wenig Politikblogs gibt. Das stimmt so nicht. Ich habe unzählig viele Blogs von Politikern und Funktionären entdeckt und dann gibts auch noch eine erkleckliche Anzahl von Blogs die eindeutig ideologisch einer Partei zuordenbar sind. Was mir noch aufgefallen ist: Viele sehr aktive Politikblogs haben eine besonders radikale Grundeinstellung. Das gilt für linke genauso wie für rechte Blogs. Für mich ein Indiz dafür, dass leider gerade Leute mit einer extremen Einstellung stark missionarisch unterwegs sind. Die vielen Politikerblogs und parteinahen Blogs lassen jedenfalls erkennen, dass es in Österreich per se nicht an Politikblogs mangelt. Was fehlt sind aber Politikblogs von Leuten, die einfach aus Leidenschaft für Politik heraus bloggen und das nicht aus beruflichen oder parteipolitischen Gründen machen. Projekte wie Neuwal zeigen aber auch, dass hier vieles im Fluss ist. Ich bin mir sicher, dass noch einige gute Politikblogs in Österreich entstehen werden!