2015 werden diejenigen PR-Agenturen als Gewinner dastehen, die sich erfolgreich diversifizieren können. Das kann bei den Geschäftsfeldern passieren, beispielsweise Suchmaschinenoptimierung für PR-Inhalte, oder durch eine bewusste Fokussierung auf einzelne Branchen und einem entsprechenden Know-how in diesem Sektor. In diesem Beitrag stelle ich Agenturen mit Erfahrung in den Branchen der Informations- und Kommunikationstechnik und Consumer Electronic vor.

Federführende PR-Agenturen in der Betreuung von IT-Unternehmen

Ein siebenköpfiges Team rund um den ehemaligen IT-Journalisten Ulrich Taller serviciert bei der Agentur PRofessional bekannte Marken wie Adobe, Apple, Electronic Arts und den skandinavischen Seniorenhandy-Hersteller Doro.

„pr for technology“ ist der Claim der Agentur results & relations. Fünf Mitarbeiter kümmern sich am heimischen Markt um bekannte Unternehmen wie unter anderem Toshiba, IP-Telefonie-Anbieter Aastra, brother – hierzulande vor allem für seine Drucker bekannt – Nikon, Logitech, Loewe und den Netzwerktechnikhersteller devolo.

Clever & Smart Marketing Communication Services verspricht dank virtuellem Unternehmensmodell wegfallende Bürokosten und mehr Produktivität. Zu den Kunden zählen u.a. Tieto (IT-Dienstleister), Trivadis (Softwareentwickler), Tec Gruppe, Oracle (die Pressearbeit verantwortet die deutsche Agentur vibrio, alle andere PR-Bereiche verantwortet Clever & Smart) und mit 2016 adesso (IT-Dienstleister). Agenturchefin Claudia Vlach war zudem lange PR-Managerin bei Oracle.

Neben diesen Agenturen, verfügen auch größere heimische PR-Agenturen über entsprechende Units. Viel Erfahrung in der IKT hat auch The Skills Group. Im Kundenportfolio der Agentur finden sich klingende Namen wie etwa Cisco, ebay.at oder Google.at. Weitere Kunden von Skills sind der Versicherungstelematik-Anbieter Dolphins Technologie, das E-Commerce Gütezeichen, die Online-Vergleichsplattform chegg.net oder der Internet Ombudsmann.

Neben diese drei Agenturen haben natürlich auch viele andere Agenturen bekannte IKT-Kunden. Bettertogether betreut Mobilfunker Drei, Ketchum Publico betreut bereits seit sieben Jahren Logitech und seit kurzem wieder A1, Kobza Integra das Bundesrechenzentrum und Samsung und Grayling betreut Microsoft Devices, Sony Playstation, Xing und checkfelix. Kleine Agenturen oder Einzelpersonen, die sich auf die IKT-Branche spezialisiert haben sind etwa Berenika PR & Event von Berenika Sterba, it-communications von Maria Christine Hofmann und Widter PR von Michael Widter.

Wie komme ich auf diese PR-Agenturen?

Für diese Liste habe ich Branchenmagazine herangezogen, ich habe die zehn größten IT-Unternehmen laut Computerwelt.at Umsatzranking angesehen und versucht, die für diese Unternehmen tätigen PR-Agenturen herauszufinden, ich habe meine eigene Liste an österreichischen PR-Agenturen genützt, sowie Google mit mehreren entsprechenden Stichworten durchkämmt. Falls ich eine wichtige PR-Agentur mit Fokus auf IT übersehen haben sollte oder es Änderungen in den Etats gibt, dann freue ich mich auf einen Kommentar!

Anfang Dezember präsentierte ich gemeinsam mit zwei Kollegen ein Buch über die Erfolgsgründer Österreichs. Wir haben uns sehr über die große Resonanz von Gründern, Investoren und den Medien gefreut!

So reüssiert der Kurier etwa in seiner Print-Ausgabe und online:

Auch wenn einige Fälle einander ähneln, zeigen sie doch eine große Bandbreite an Unternehmergeist in diesem Land.

„Die Presse“ beschreibt ebenfalls in der gedruckten Ausgabe als auch auf karrierenews.diepresse.com, wie es zur Buchidee kam und zeigt auf, wie und wann Menschen gründen. Von der „jugendlichen Blauäugigkeit“ bis zu den Kompetenzgründern, die schon über Know-how und Netzwerk verfügen.

Der Standard schreibt in der Wochenendausgabe vom 20. Dezember über das Buch, dass die Struktur in „Robotik & Mechanik“, „Finance & Investoren“, „B2B-Dienstleistungen“ und „B2C-Dienstleistungen“ doch gar zu brav daherkommt. Aber:

Das ändert sich im Zuge der Lektüre. Der Leser erfährt nämlich so einiges über österreichische Unternehmen, die vielen wohl davor unbekannt waren. Und mehr: Sie erfahren viel über die Gründer und „ihre Zeit“ selbst. 

Das Fachmagazin Computerwelt.at berichtete zudem über unsere Buchpräsentation in der Volksbank Wien-Baden, genauso das Mosaik Magazin.

Was bringt Menschen dazu, viel zu riskieren und ein Unternehmen zu gründen? Dieser Frage gingen Helmut Pöllinger, Berthold Baurek-Karlic und meine Wenigkeit im Buch „Erfolgsgründer made in Austria“ nach. Am 10. Dezember präsentierten wir in der Volksbank Wien-Baden unsere Ergebnisse.

„Wenn du jeden Morgen vor Begeisterung für deine Idee aus dem Bett springst, dann bist du richtig“, so ein Interviewzitat aus unserem Buch „Erfolgsgründer made in Austria“. Mut, Begeisterung und das richtige Team sind für Helmut Pöllinger, Berthold Baurek-Karlic und für mich wesentliche Erfolgsfaktoren. Am 10. Dezember luden wir zur Buchpräsentation in die Volksbank Wien-Baden und rund 60 Freunde, Gründer und Investoren aus der österreichischen Startup-Szene sind gekommen. „Mit Erfolgsgründer made in Austria wollen wir ein lautes Zeichen für den oft verkannten Pioniergeist und das lebendige Unternehmertum in Österreich setzen“, stellte Berthold gleich zu Beginn fest.

Auf insgesamt 200 Seiten beleuchtet unser Buch „Erfolgsgründer made in Austria“ die wesentlichen Erfolgsfaktoren für junge Hightech-Unternehmen und beschreibt die Situation von Risikokapitalgebern in Österreich. Der Hauptteil des Buches besteht aus 25 Interviews mit Unternehmern und Unternehmerinnen aus „Robotik & Mechanik“, „Finance & Investoren“, „B2B-Dienstleistungen“ und „B2C-Dienstleistungen“.

Es ist mal wieder Zeit für PR-Lesetipps und da kann ich mit Alten aber Gutem aufwarten.

1. Unternehmen mit Nutzung sozialer Medien 2014
Die Statistik Austria veröffentlicht Zahlen zur unternehmerischen Nutzung sozialer Medien. Überraschend: Nicht einmal die Hälfte aller erfassten Unternehmen nutzen Social Media! Unternehmenseigene Blogs oder Mikroblogs werden nur von sieben Prozent der Unternehmen genutzt. Die Zahlen zeigen ganz deutlich, dass Social Media und Unternehmensblogs eine Ressourcenfrage sind, denn je größer das Unternehmen sind, desto eher wird auf diese Tools gesetzt. Pionier ist der IKT-Sektor und da wenig überraschend die Sparte „Information und Kommunikation“ mit rund 80 Prozent Social Media Nutzung, gefolgt von „Beherbergung und Gastronomie“ mit rund 69 Prozent.

2. Die Medienmenschen des Standards
Selbst lang gediente PR-Leute kennen nicht alle Journalisten. Da ist es sehr praktisch, dass der Standard alle Mitarbeiter nach Ressorts vorstellt. Die Presse stellt auch sehr schön Mitarbeiter vor, auch wenn etwas versteckt auf der Seite und aufgteilt in Print und Online ist.

3. Prominenter iranischer Blogger begnadigt
Bloggen ist ein wichtiger Bestandteil der (neuen) Meinungsfreiheit. Wir vergessen oft, dass diese Recht in vielen Ländern nicht selbstverständlich ist und Blogger hart erwischen kann. Der als Vater der iranischen Blogosphäre gefeierte Blogger Hossein Derakhshan ist nach sechs Jahren strenger Haft nun begnadigt worden, wie heise online berichtet.

4. Globale Trends in der PR
Große PR-Netzwerke verlieren und neue entstehen, Asien gewinnt an Relevanz für die PR-Branche und PR-Agenturen versuchen vor allem in gesättigten Märkten am Marketing-Budget mitzunaschen. Interessant: Datenanalyse (sprich Marktforschung) wird auch mehr und mehr zum Thema für PR.

5. Blogging-Ratgeber
Die bekannten Bloggerinnen Sandra Konrad (u.a. girlsguidetoblogging.de) und Maria Ratzinger erklären in ihrem eBook „Optimiere Deinen Blog in 14 Tagen“ wie (Mode-)Blogger mehr Erfolg haben können. Das Workbook baut auf 14 Übungen und Anwendungen auf und kostet rund neun Euro. Ein zweiter Blog Guide ist bereits in Planung.