1.) Grayling Österreich Geschäftsführerin Sigrid Krupica kündigt Veränderungen an
Im Observer-Interview spricht die neue Grayling Austria Chefin Sigrid Krupica darüber, warum eine Zusammenführung der Länder Deutschland, Österreich und Schweiz mit Ost- und Südosteuropa sinnvoll ist und kündigt Veränderungen bei Grayling an.

2.) PR-Panne bei Malaysia Airlines
Da werden Pressesprecher, Marketingleiter und verantwortliche Agentur wohl heftig ins Schwitzen kommen: Malaysia Airlines startete eine Kampagne mit dem Namen „My Ultimate Bucket List“. Passagiere sollten angeben, wo sie noch einmal vor dem Ableben hin wollen. Makaber, weil erst vor kurzem hintereinander zwei Flugzeuge des Unternehmen abstürzten und hunderte Menschen in den Tod rissen. Der Spiegel nennt es eine verpatzte „PR-Aktion“, ich glaube, das betrifft mehr Werbeagentur und Marketingabteilung.

3.) Wie Apple die PR perfektioniert
Apple inszeniert seine Produkte in einer gigantischen Dimension. Wie peinlich genau diese Iszenierungen vom PR-Team orchestriert werden, beschreibt 9to5mac.com. Zudem beschreibt der Artikel wie Apple immer mehr PR und Marketing Resourcen In-House erledigt, um möglichst unabhängig von Agenturen zu sein. Da verwundert es, dass im Headquarter lediglich 30 PR-Mitarbeiter tätig sind. Dafür setzt Apple stark auf Buzz Marketing. Apple sagt zudem wenig On-the-record und setzt dafür strategisch Off-the-record Informationen ein. Spannend finde ich, dass Apple negative Artikel über die Konkurrenz an Journalisten versendete. Von solchen PR-Taktiken hält der neue Chef, Tim Cook, wenig. Er soll Katie Cotton, die bisherige VP of Worldwide Corporate Communications, abmontiert haben.

PR-Tipp Nr. 1: Recherche ist wichtig!

PR-Tipp Nr. 1: Recherche ist wichtig! Die Deadline ist knapp, die versprochenen Ergebnisse immens, die mediale Umsetzungskraft der Ideen unsicher: Wenn der Stress groß wird, dann gieren wir nach möglichst schnellen Ergebnissen. Ein Fehler, denn gerade wenn PR-Berater neue Themen angehen, ist eine Recherche wichtig: Was gibt es zum Thema bereits, welche Aspekte wurden bereits beleuchtet? Welche Organisationen beschäftigen sich mit dem Thema? Auch mal, was wurde international publiziert? Sind Events oder ähnliches dazu in Österreich geplant? Das Googlen und Lesen schaut zwar nach Zeitverschwendung aus, aber ohne dem geht später Zeit verloren.

1.000, 2.000 oder 3.000 Mails – Journalisten erhalten eine irre Flut an Mails. Ich verstehe, dass sie nicht auch noch angerufen werden wollen. Wenn ein PR-Tätiger allerdings überhaupt keine Antwort erhält, dann hilft nur der Griff zum Telefonhörer. Schließlich könnten in der Mailflut auch wichtige Informationen untergegangen sein. Das wäre sowohl für Journalisten wie PR-Berater schlecht. Natürlich können Journalisten so viele Mails nicht individuell beantworten, aber dafür gibt es Textbausteine! In Outlook beispielsweise kann ein vordefiniertes Kürzel eingegeben werden und automatisch fügt Outlook einen Text ein.

Journalisten könnten etwa für den Fall, dass sich die Anfrage auf eine zeitlich schon zu knappe Geschichte bezieht, schreiben:

Vielen Dank für Ihre Mail. Leider ist der geplante Zeitrahmen zu kurz. Wir planen unser Heft X Wochen im Voraus. Ich bitte Sie, von Anrufen abzusehen, aber ich freue mich auf Ihre Mail bei anderer Gelegenheit. Herzliche Grüße …

Und für den Fall, dass die Anfrage thematisch nicht passt:

Vielen Dank für Ihre Mail. Ich bin im Ressort Y für die Themenfelder X, Z und A zuständig. Leider passt Ihre Anfrage thematisch nicht, bitte löschen Sie mich aus dem entsprechenden Verteiler. Ich bitte von Anrufen abzusehen. Ich freue mich aber über eine Zusendung zu den Themen X, Z und A. Vielen Dank und herzliche Grüße …

Wie gesagt, diese paar Sätze müssen nicht händisch eingegeben werden, sondern lassen sich automatisiert einfügen. Wie sich Textbausteine in Outlook einrichten lassen, erklärt Chip.de sehr gut.