reddit_BlognetzWie erreiche ich  meine Zielgruppe? Die Frage stellt sich irgendwann jeder Blogger. Ein ganz einfache Möglichkeit hat Luca Hammer geschaffen. Auf reddit hat er die Unterseite Blognetz gegründet. Mit reddit lässt sich Content ganz einfach auf- oder abvoten. Aufgeteilt ist die Subseite wiederum in Kategorien wie etwa Technik, Kommunikation, Fashion oder Food. Blogger können ihre Blogbeiträge also gleich thematisch einordnen.

Alles in allem eine super Lösung, um den massenweise Content von Bloggern zu managen und gute Inhalte von schlechtem zu separieren. Ich würde sagen, das subreddit #Blognetz könnte für Blogger zu einem wichtigen Kanal werden! Alle Details und eine Anleitung hat Luca auf 2-blog.net veröffentlicht.

Die große Quantifizierung unserer Lebenswelt startet. Überall sind Daten vorhanden und mit neuen Tools lassen die sich auch sehr schnell und elegant aufbereiten. Datenjournalismus ist ein geflügeltes Wort geworden und für Redaktionen genauso interessant wie für PR-Tätige. Denn Öffentlichkeitsarbeit muss immer möglichst anschaulich Inhalte transportieren, sowohl in der internen als auch in der externen Kommunikation. Klarerweise lassen sich etwa die hervorragenden Umsatzentwicklungen des Kunden besser mit einer Infografik veranschaulichen als rein mit Text. Journalisten freut es meist auch, gleich ein Bild zu haben und übernehmen dann eher die Meldung. Mitarbeiter schauen sich wiederum im Mitarbeiterblog oder Magazin eher eine Grafik an, als dass sie Texte lesen.

infografic

Infografik erstellt mit infogr.am.

Das mit Abstand coolste und ausgefeilteste Tool ist hier infogr.am. Gesehen habe ich das erstmals bei Dominik Leitner. Spielereien sind damit super einfach möglich. Über Ulrike Langer habe ich das Open Source Tool Datawrapper kennengelernt. Damit lassen sich schnell einfache Grafiken erstellen. Interessant ist dieses deutsche Start-up allemal, wobei die Praxisbeispiele von Datawrapper in der „Chart Gallery“ (noch) wenig ansprechend sind. Hoffentlich tut sich da noch was, ansonsten ist wohl infogr.am immer die erste Wahl. Datawrapper wurde übrigens für das deutsche Bildungswerk der Zeitungen gebaut, das wiederum zum Bundesverband deutscher Zeitungsverleger gehört. Die Voraussetzungen wären also da, einen journalistisch wirklich überzeugenden Workflow und Output zu kreieren. Über Luca Hammer und seinem Blognetz-Projekt bin ich auf Gephi gestoßen. Mit diesem Tool lassen sich Netzwerken und komplexe Systeme visualisieren. Ich weiß zwar noch nicht genau, wie man das außeruniversitär einsetzen kann, aber spannend ist es auf jeden Fall.

Fazit: Am besten gefällt mir infogr.am, spezielle Netzwerkvisualierungen sind mit Gephi möglich und Datawrapper hat ein großes Potential für den Datenjournalismus.

Hinweis: Dieser Artikel handelt von blog n’BUZZ, organisiert von ambuzzador. ambuzzador ist Kunde meines Arbeitgebers Himmelhoch PR. Auf 10vor10 schreibe ich aber über blog n’BUZZ ausschließlich aus privatem Interesse.

blog n'BUZZ Podiumsdiskussion v.l.: Moderator Nardo Vogt (Chefredaktion ambuzzador), Charlotte Hager (Geschäftsführerin Marktforschungsinstitut comrecon), Mikaela Köb (Bloggerin von Supreme Mag) und Wilhelm Baldia (Pressesprecher Austrian Airlines). © ambuzzador

blog n’BUZZ Podiumsdiskussion (v.l.): Moderator Nardo Vogt (Chefredaktion ambuzzador), Charlotte Hager (Geschäftsführerin Marktforschungsinstitut comrecon), Mikaela Köb (Bloggerin von Supreme Mag) und Wilhelm Baldia (Pressesprecher Austrian Airlines). © ambuzzador

Viele junge Medienschaffende trafen sich am 4. Februar beim Infoabend von blog n’BUZZ im L’Office Wien. blog n’BUZZ ist eine Initiative von ambuzzador und will Blogger und Unternehmer näher zusammenbringen. Die Initiative besteht aus zwei Schienen: Zum einen dem Blogger-Pool und zum anderen dem Ausbildungsprogramm.


Blogger-Pool

ambuzzador baut einen eigenen „Blogger-Pool“ auf. Blogs werden darin thematisch kategorisiert und Blogger erhalten Kooperationsangebote von Unternehmen vermittelt. Das soll Geld in die meist leeren Blogger-Kassen spülen. Wer mitmachen will, kann sich kostenlos auf blog n’BUZZ anmelden. Gefordert sind bei der Anmeldung neben persönlichen Daten auch genaue Blogkennzahlen, also zum Beispiel wie viele durchschnittliche Besucher der Blog pro Monat aufweist. Damit sollen Blogger Relations besser messbar sein. Eine genaue Erfolgsmessung wünschen sich ja die Unternehmen, wie auch Wilhelm Baldia, Pressesprecher der Austrian Airlines, bei der blog n’BUZZ Podiumsdiskussion am Infoabend bekräftigte.


Ausbildungsprogramm

Eine separate Anmeldung gibt es für die Weiterbildungsschiene von blog n’BUZZ. Herzstück sind die über das Jahr verteilten „Know-how Events“: Am 4. März spricht Mode- und Reise-Bloggerin Katja Hentschel über die perfekte inhaltiche Positionierung eines Blogs, am 13. Mai geht es um Design und „Corporate Identity“, am 23. September um Reichweite sowie Vernetzung und am 11. November um das liebe Geld, also Verdienstmöglichkeiten mit Blogs. Alle Events finde am Abend im L’Office statt. Daneben soll es nach Bedarf auch Onlinekurse geben. Die Teilnahme an allen vier Events kostet 79 Euro und zwei Events gibt es um 39 Euro. Hier gehts zur Anmeldung.


Blogger werden professioneller

blog n’BUZZ geht heuer bereits in die zweite Runde. Ich war schon letztes Jahr bei zwei blog n’BUZZ Veranstaltungen mit dabei und es hat mir sehr gut gefallen. Dieses Jahr hat sich am Konzept viel verändert und ich bin gespannt, wie das bei den Leuten ankommt. Verändert hat sich aber nicht nur blog n’BUZZ, sondern auch die Bloggerszene selbst. Die Blogosphäre professionliert sich, das habe ich schon mal erwähnt und bei blog n’BUZZ hat sich dieser Eindruck noch verstärkt. Es kristalisieren sich zwei Typen von Bloggern heraus: Zum einen Leute, die oft begeistert zum Bloggen beginnen, aber dann bald wieder aufhören. Die Gründe dafür sind verschieden: Bloggen braucht Zeit, es bedeutet Arbeit und oft desillusioniert der ausbleibende Erfolg. Andererseits gibt es Blogger, die ihr Ding eisern durchziehen und das Bloggen von Anfang an mit sehr viel Aufwand betreiben. Von Eva Fischer erhielt ich bei blog n’BUZZ etwa meine erste Blog-Visitenkarte. Dabei gibt es www.foodtastic.at erst seit rund drei Monaten! Es versteht sich von selbst, dass vom Blogdesign, über Fotos bis hin zur Facebook-Seite alles tip top passt. Oder Mikaela Köb, die bei der Podiumsdiskussion mit dabei war. Sie hat Supreme Mag gegründet und vernetzt Fashion- und Lifystle-Blogger im Supreme Network. Und noch ein Beispiel für die neue Blogger-Generation: Beim blog n’BUZZ Infoabend habe ich einen Einsteiger kennengelernt, der erst mit dem Bloggen beginnen wird. Sein Ziel ist jetzt schon, damit Geld zu verdienen. Ich glaube, als ich Ende 2009 zum Bloggen anfing, war die Monetarisierung unter Bloggern noch kein so großes Thema. Oder liege ich da falsch?