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Luca Hammer bloggt auf AmbassadorBase. Foto: © Tony Gigov

Die österreichische Blogosphäre professionalisiert sich weiter. Ein Anzeichen dafür ist, dass sich mit dem Bloggen jetzt auch Geld verdienen lässt: Luca Hammer schreibt seit November für Ambassador Base. Standesgemäß hat er das bereits auf seiner Seite www.2-blog.net bekanntgegeben. Zugegeben handelt es sich bei seiner Tätigkeit für den Technologieblog von Microsoft Österreich erstens um einen 10 bis 20 Stunden Job und zweitens ist Luca schon ein recht prominenter Blogger. Bekannt wurde Luca vor allem auch durch seine technische Hilfe und Online-Kommunikationsarbeit während der Studentenproteste an der Universität Wien im Jahr 2009.

Es ist schon eine tolle Sache, dass mit Luca ein Blogger fürs Bloggen auch tatsächlich und kontinuierlich bezahlt wird. Sehr viele Menschen gibt es in Österreich ja noch nicht, die vom Bloggen leben können. Luca studiert derzeit Medienwissenschaft an der Universität Paderborn, wo er auch mit seiner Frau und Kind lebt. Er ist Mitgründer des Start-ups work|i|o (UPDATE: Das Startup gibt es nicht mehr) und beschäftigt sich daneben mit der Analyse und Darstellung von sozialen Beziehungen im Web. Dazu zählt auch eine recht coole interaktive Grafik zu den Verbindungen innerhalb der österreichischen Blogosphäre.

Die Start-up-Szene in Österreich entwickelt sich hervorragend! Pioneers Festivals, eine neue TV-Show und neue Business Angels sprechen da eine deutliche Sprache. Die Welt der Gründer und ihr Leben ist spannend und inspirierend zugleich. Denn gerade Jungunternehmer im IT-Bereich stehen an der Spitze des gesellschaftlichen Fortschrittes!

Aber wie haben erfolgreiche Jungunternehmen ihren Weg gemeistert? Dieser Frage gehen Helmut Pöllinger (GF Brainloop CEE), Baurek-Karlic (GF Venionaire) und ich nach. Wir werden dazu um die 50 Interviews mit erfolgreichen österreichischen Gründern führen und die Ergebnisse in einem Buch veröffentlichen. Laufend aktualisierte Informationen gibt es auch auf unserer Seite www.erfolgsgruender.com

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Die Seite zum Buch: www.erfolgsgruender.com

Für mich bedeutet das Projekt eine neue spannende Herausforderung in meiner Freizeit. Dadurch wird aber etwas weniger Zeit fürs Bloggen bleiben. Trotzdem möchte ich meinem selbstgewählten Domainnamen 10vor10 treu bleiben und jeden Sonntag um 09:50 Uhr einen neuen Blogeintrag veröffentlichen. Eventuell werden die Artikel aber etwas knapper. 😉

wien_bloggerMit Wien Blogger hat Andra eine Plattform zum persönlichen Austausch unter Blogger geschaffen. Eine super Idee, denn je mehr ich mich selbst mit dem Thema Bloggen beschäftige, umso mehr steigt das Verlangen auch mit anderen über Motivation, Know-how und Vernetzung zu sprechen. Ein Overall-Thema wird es auch geben, Andra hat „Selbstständigkeit“ vorgeschlagen. Mich persönlich würde auch interessieren, wie sich die oder der Einzelne zum Bloggen motiviert, wie lange man ungefähr für einen Blogeintrag braucht und wie regelmäßig gebloggt wird. Aber auch dafür ist sicher Zeit. 😉

Wer Interesse hat, einfach hinkommen und zwar:

  • am 28. November, 2013
  • um 18:00 Uhr
  • im Restaurant Viereck (Johannesgasse 16, 1010 Wien)

Alle Details gibt es auch auf der der Facebook-Seite von Wien Blogger. Jetzt gleich anmelden!

Ich selbst war bisher bei zwei Treffen der Wien Blogger mit dabei und habe natürlich viele coole Leute mit tollen Blogs kennengelernt: Ein recht bekannter Tech-Blogger ist Fabian Pimminger. Viel um Technik geht es auch bei Patrick Löwenstein, er schreibt neben seinem privaten Blog ebenso auf Ambassadorbase. Mischkulantes gibt es bei Daniel Imrich. Voll im Marketing, genauer im Content Marketing, zu Hause ist Sam Bredl, er bloggt auch auf der Unternehmensseite von Take Off PR. Wer feine Sightseeing- und Lokal-Tipps für Wien braucht, ist perfekt bei Irene aufgehoben.

Ich hoffe, am 28. November einige Blogger wiederzutreffen und neue kennenzulernen! Überhaupt scheinen gerade spannende Zeiten für Blogger anzubrechen. Wie auch auf der Facebook-Seite „Österreichs Blogger“ diskutiert wurde, kommt es gerade zu einem Professionalisierungschub innerhalb der österreichischen Blogosphäre, wobei hier einige wenige Blogs stark herausstechen. Bin gespannt, ob das andere Blogger auch bestätigen können.

medienDie digitale Revolution wird von vielen Medienmachern verschlafen. Anders ist es nicht zu erklären, dass im Corporate Publishing und bei vielen Medien PDFs für mobile Endgeräte zu den ganz heißen Innovationen zählen. Sind sie nämlich nicht. Warum das so ist, beschrieb ich ich im ersten Teil dieser zweiteiligen Serie. Der zweite Teil dreht sich um die Werkzeuge, die Publizisten morgen benützen werden.

Relevanzverlust von InDesign

Egal ob Print oder Digital Publishing: InDesign ist die weltweit meist benutzte professionelle Layout-Software. Das Programm aus dem Hause Adobe hat da ein Alleinstellungsmerkmal und den langjährigen harten Konkurrenten Quark XPress praktisch in die Bedeutungslosigkeit geschickt. Jetzt steht InDesign aber selbst ein kleiner Relevanzverlust bevor. Das liegt daran, dass gerade das Konzept von Magazinen und Zeitungen zu erodieren beginnt. Ich denke, in 50 oder 100 Jahren wird man es eher kurios finden, dass völlig verschiedene Texte gebündelt und dann zeitgleich auf einem Trägermedium publiziert wurden. Diese Veränderung trifft natürlich auch InDesign, wobei das Programm für die Produktion von Büchern, Geschäftsberichten, Studien udgl. immer noch gebraucht werden wird.

Brauchen Medienmacher Programmierkenntnisse?

Solange aber Menschen existieren, wird auch publiziert werden – nur die Art und Weise ändert sich eben. Die mediale Vermittlung im Internet basiert immer mehr auf Programmier- und Auszeichnungssprachen. Brauchen also PR-Profis und Marketer entsprechendes Knowledge? Ich persönlich erlebe die derzeitige Entwicklung recht paradox: Auf der einen Seite gibt es eine fortlaufende berufliche Spezialisierung und mit WYSIWYG-Editoren, wie in WordPress, lässt sich auch hervorragend ohne Programmierkenntnisse publizieren. Auf der anderen Seite glaube ich, dass kleinere Grafik- und Layoutaufgaben immer häufiger an Journalisten, PR-Berater und Marketer ausgelagert werden. Newslettergestaltung in HTML sind da ein gutes Beispiel.

Photoshop rulez

Immer wichtiger wird wohl auch die Bildbearbeitung mit Adobe Photoshop werden. Kenntnisse im Umgang mit dem Bildbearbeitungsprogramm werden irgendwie von jüngeren Berufstätigen vorausgesetzt: Zähne digital bleichen oder Glanz und Falten retuschieren ist ja auch einfach möglich.

Audio + Video

Genauso wird auch Software für Audio- sowie Videoschnitt an Relevanz gewinnen. Im Internet verschmelzen Text, Sound und Video miteinander. Deshalb heißt es auch immer wieder, dass Unternehmen wie Journalisten bald über mehrere Kanäle kommunizieren werden (müssen).

Zusammenfassend bedeutet das: Medienmacher brauchen neues Anwenderwissen. Denn ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass noch sehr lange jemand die Texte schreibt und als Word verschickt, damit sie ein Dritter ins Layout oder auf die Webseite einfügt. Genauso wie ein Grafiker nicht mehr für alle kleinen Arbeiten beauftragt und bezahlt werden kann.