Im Journalisten-Report[ref]Kaltenbrunner, Andy; Karmasin, Matthias; Kraus, Daniela; Zimmermann, Astrid (2007): Der Journalisten-Report. Wien: Facultas.[/ref] aus dem Jahre 2007 präsentieren Kaltenbrunner et. al. eine zahlenstarke Studie über den österreichischen Journalismus. Dabei ist ist diese Unterfangen gar nicht so leicht, denn wer aller ist überhaupt Journalist? Definitionsmöglichkeiten sind die folgenden drei:

  • formal-taxativ (Berufslisten, Kammern, gesetzliche Regelungen)
  • strukturell-institutionell (wer unter bestimmen vertraglichen Bedingungen in einem Medienunternehmen journalistische Tätigkeiten ausübt)
  • individuell (wer den überwiegenden Teil seines Einkommens aus journalistischer Tätigkeit erwirtschaftet)

In der Studie von Kaltenbrunner et. al. wurden zuerst österreichische Medienunternehmen ermittelt und an diese wurden dann die Fragebögen verschickt. Detaildaten wurden außerdem nur von jenen journalistischen Personen erfasst, die mindestens 1.000 Euro pro Monat brutto verdienen.

Wichtige Ergebnisse

Der durchschnittliche Journalist ist männlich, 40 Jahre alt, hat keinen Studienabschluss und arbeitet für ein Printmedium in Wien. Insgesamt gibt es rund 7.100 hauptberufliche Journalisten in Österreich. 4.700 Journalisten arbeiten in der Print-Branche. Davon 1.820 bei einer Tageszeitung. Nur 211 Journalisten sind reine Online-Journalisten. Die Online-Redakteure haben sich ihre Fähigkeiten durch learning by doing erworben. Eine Professionalisierung tut hier Not, den an sich müssten sie sogar hohe Anforderungen wie die eines Schnittstellenmanager bzw. Community-Manager erfüllen.

Dailey, Larry; Demo, Lori; Spillman, Mary (2005): The Convergence Continuum: A Model for Studying Collaboration Between Media Newsrooms. In: Atlantic Journal of Communication 13 (3), S. 150–168.

Das Convergence Continuum Model ist ein Modell von Demo, Daily und Spillman, das die Konvergenz nach den vorherrschenden Verhaltensweisen der Journalisten betrachtet. Dabei entwickelten die Autoren ein Modell mit fünf überlappenden Kreisen. Damit wird signalisiert, dass die Übergänge verlaufend sind. Jeder der Kreise stellt einen gewissen Ausmaß von konvergenten Tätigkeiten dar.

1. Kreis: Cross promotion

Bei der Cross Promotion werden die Inhalte eines Medienpartner mittels Wörter oder visuellen Effekten beworben.

2. Kreis: Cloning

Inhalte des einen Medienpartners werden vom andere publiziert. Es gibt dabei nur wenig Bearbeitung und die Redaktionen tauschen sich nicht über Informationen/Nachrichten aus oder recherchieren gemeinsam Informationen.

3. Kreis: Coopetition

In diesem Stadium kooperieren und konkurrieren die Medienpartner zugleich. Sie bewerben und teilen Informationen zu den Geschichten an denen sie arbeiten. Allerdings nur zu ausgewählten Geschichten, exklusive und wichtige Storys werden zurückgehalten. Unregelmäßig arbeiten die Journalisten des eines Mediums bereits für das andere. Es werden darüber hinaus Ressourcen geteilt. Es gibt aber Misstrauen der Journalisten hinsichtlich der Qualität der Arbeit des jeweiligen Medienpartners. Den Geschichten des Medienpartner wird geringere Priorität eingeräumt. Die Angst besteht, dass eine zu enge Zusammenarbeit zu einer Erosion der eigenen Reichweiten führen könnte.

4. Kreis: Content Sharing

Geschichten/Informationen werden zwischen den Medien geteilt von den Redakteuren des jeweiligen Mediums neu aufbereitet. Es gibt laufende gemeinsame Redaktionssitzungen und gemeinsame Budgets. Dabei wird auch besprochen wie eine Geschichte am Besten berichtet werden sollte. Eine Zusammenarbeit bei größeren Geschichte wird geplant, aber weiterhin produziert jeder Medienpartner vorrangig eigene Inhalte.

5. Kreis: Full Convergene

Recherche und Distribution von Nachrichten wird gemeinsam erledigt. Hybride Teams, bestehend aus den Journalisten der jeweiligen Medien, formen sich flexibel, um bestmöglich eine Story aufzubereiten. Es gibt eventuell einen gemeinsamen Newsredakteur, der die Story-Planung übernimmt.

 

In den weiteren Ausführungen besprechen die Autoren, das Konvergenz auf verschieden Ebenen stattfinden kann:

  • Eigentümerstruktur
  • taktische Ebene (TV und PRINT arbeiten zusammen)
  • strukturelle Ebene (andere berufliche Anforderungen, andere Organisation)
  • Informationsbeschaffung (für mehrere Medien gleichzeitig recherchieren)
  • Storytelling (Aufbereitung der Info)

Zusammenfassung des Artikels:

García Avilés, José A.; Meier, Klaus; Kaltenbrunner, Andy; Carvajal, Miguel; Kraus, Daniela (2009): Newsroom Integration in Austria, Spain and Germany. In: Journalism Practice 3 (3), S. 285–303.

Die Autoren unterscheiden drei Arten der „newsroom integration“:

  • full integration
  • cross-media
  • co-ordination

Bei der Konvergenz verschwimmen die Grenzen zwischen „content provider“ und „distributors“. Manager wollen mit der Konvergenz die Kosten reduzieren und gleichzeitig die Qualität des journalistischen Outputs verbessern. In den meisten Fälle ist zwischen verschiedenen Medien eine Partnerschaft und Zusammenarbeit vorherrschend. Konvergenz wird von den Autoren als eine Managemententscheidung aufgefasst die sich auf

  • Organisation
  • Produktion
  • Distribution
  • HR
  • Marketing

auswirkt. Das multimediale Arbeiten könnte neue kreative Wege im Journalismus befördern, aber auch den Arbeitsdruck erhöhen. Zum internationalen Vergleich wurde aus Österreich die Tageszeitungen „Der Standard“ und „Österreich“ herangezogen.

Bei der Zeitung „Österreich“ wissen die Onliner jederzeit über den Stand der Printproduktion Bescheid. Es gibt gemeinsame morgendliche Redaktionskonferenzen von Onlinern und Printlern. Dabei wird die Koordination und das Cross-media-Marketing abgestimmt. Trotzdem ist anzumerken, dass das Level von „multiskilled“ Journalisten nicht sehr hoch ist. (Die Initiative, bei der in Zusammenarbeit mit einem lokalen Rundfunksender Videonachrichten produziert wurden, wurde aus Kostengründen wieder eingestellt.)

Der Standard hat wiederum Online- und Printredaktion völlig getrennt. (Die Studie aus 2009 ist da bereits veraltet, beim Standard hat sich da bereits einiges getan.)

Bei der spanischen El Mundo gab es anfänglich große Abneigung gegen einen Newsroom, gemeinsam mit Onlinern und weiteren Magazinen/Zeitungen desselben Verlages. Gerade Print-Journalisten waren nicht begeistert von der Idee, zu multimedialen Storytellern werden zu müssen. Bald erkannten Journalisten aber auch Vorteile und es bildeten sich bereits ressortübergreifende Teams um gemeinsam crossmediale Inhalte zu produzieren. Ein Austausch zwischen Print und Online ist gewünscht, wobei die meisten Journalisten eher von Print zu Online gehen. Ressortleiter ranken im neuen Newsroom den Nachrichtenwert von Stories und schaffen so Transparenz was wichtig bzw. was unwichtiger ist.

In Deutschland wiederum ist die Welt/Morgenpost in einen großen gemeinsamen Newsroom gezogen. Leider wurden dabei auch 100 Stellen eingespart. Heute arbeiten in diesen Newsroom 70 % der Journalisten plattformübergreifend und nur 30 % für ein Medium.

Unterschiede zwischen Full Integration, Cross-Media und Co-Ordination

Das wichtigste Tool des Studiums ist eine Klassifizierung der Newsroom-Konvergenz entlang einer Matrix bestehend aus den drei Kategorien „full integration“, „cross-media“ und „co-ordination“.

 

Bei Full Integration besteht

  • 1 gemeinsamer Newsroom, 1 zentrales Nachrichtensystem
  • Konvergenz ist ein strategisches Ziel
  • Im Vordergrund steht die Produktion von Inhalten
  • Es gibt crossmediales Training für die Journalisten

 

Bei Cross-Media bestehen

  • separate Newsrooms, die aber durch z.B. einen gemeinsamen multimedialen Koordinator miteinander verknüpft sind
  • es wird simultan an gemeinsamen Kommunikationsinhalten gearbeitet
  • Informationen werden von den Journalisten untereinander geteilt
  • Redakteure produzieren für mehr als nur eine Plattform (ev. gibt es ein Multiplattform-Konzept)
  • Multiskilled Journalisten sind aber die Ausnahme
  • Konvergenz wird als Werkzeug und nicht als Strategie begriffen

 

Co-Ordination zeichnet sich folgend aus

  • Eine Kooperation ist möglich, aber nicht systematisch verankert
  • Austausch gibt es max. bei gemeinsamen Redaktionssitzungen
  • Konvergenz findet mittels button-up statt und ist keine definitive Managemententscheidung
  • kommt auch dann vor, wenn es in Ländern rechtliche Beschränkungen gibt was „Cross-Ownership“ angeht
Die Matrix

Mit diesen drei Kategorien entwickelten die Autoren eine Matrix, mit der es einfacher möglich ist, Konvergenzentwicklungen einzuordnen und festzustellen. Dabei wird das Ganze nochmals unterteilt in

  • Projektgröße
  • Newsroom-Management
  • journalistische Praxis
  • Arbeitsorganisation

Hier nun die wichtigsten Punkte aus der Matrix:

Projektgröße
full integration cross-media co-ordination
Newsroom und Medienunternehmen streben Konvergenz an Unternehmens- und Newsroomkonvergenz möglich nichts von beiden geplant
Konvergenz wird mit Journalisten diskutiert; Change Management ist etabliert Diskussion mit Mitarbeiter ja, aber nicht alle sind involviert Diskussion nur bei Vorstände
Konvergenz ist eine Strategie Konvergenz ist ein Werkzeug Konvergenz hat keine Relevanz
Einführung erfolgt top-down top-down und buttom-up Nur buttom-up

 

Newsroom-Management
full integration cross-media co-ordination
Distribution von Inhalten vorrangig Plattform ist vorrangig, aber Inhalte genauso wichtig Plattform vorrangig
online-first von Fall zu Fall verschieden kein online-first
Eine zentrale Anlaufstelle für Nachrichten Eine Anlaufstelle für jede Plattform, aber Abstimmung und Zusammenarbeit mehrere Redakteure tragen Verantwortung für Nachrichten
ein zentraler leitender Redakteur, der für alle Plattformen verantwortlich ist Mulitmedia-Redakteur der die Koordination der Plattformen inne hat. Redakteure für jede Plattform.
gemeinse Redaktionssitzungen aller Journalisten Pflicht gemeinsame Redaktionssitzungen optional keine gemeinsamen Redaktionssitzungen
crossmediale journalistische Zusammenarbeit permanent Multimedia-Koordinator organisiert Teams eventuell Nur sehr selten
Ein gemeinsame CMS mehrere CMS, aber Multimedia-Redakteur bedient alle mehrere CMS

 

journalistische Praxis
full integration cross-media co-ordination
ev. eine Abteilung, das Material zentral sammelt und für alle Plattformen produziert keine eigene Abteilung keine eigene Abteilung
jedes Ressort hat Video-Equipment teilweise, Videokameras in manchen Ressorts No
Jeder Journalist muss alle technischen Mittel zur Informationssammlung bedienen können Plattform-Koordinator hat alle technischen Mittel verfügbar. No
Jeder Journalist hat Zugang zur technischen Nachbearbeitung von Material, aber meist sind Spezialisten dafür zuständig No No
Journalisten werden ermutigt multimedial Informationen zu verarbeiten immer eine Option multimedial zu Arbeiten, nie Zwang No
Strategisches Ziel ist multimediale Produktion Meinung, dass es für Qualität Spezialisten braucht No
Multimediale Distribution vorhanden Multimediale Distribution zum Teil vorhanden No
Journalisten sammeln und produzieren zum Teil auch für mehrere Medienplattformen Informationen. Distribution obliegt den Journalisten Journalisten sammeln und verteilen Informationen zum Teil für mehrere Medienplattformen, aber überlassen Produktion und Distribution alleine Spezialisten No

 

Arbeitsorganisation
full integration cross-media co-ordination
gleiches Gebäude Newsroom zumindest in Fußweite nicht wichtig
ein Newsroom separate Newsroom mit Verbindungen separate Newsrooms
Journalisten sind gut vorbereitet auf den Newsroom und damit einhergenden Veränderungen und sehen diese positiv Journlisten sind zurückhaltend bezüglich Newsroom und befürchten Qualitätsverlust bzw. fürchten um ihre hierarchische Stellung Die meisten Journalisten sind gegen einen Newsroom
Es gibt nicht weniger Journalisten, sondern anders qualifizierte Journalisten Mehr Journalisten mit multimedialen Fähigkeiten werden benötigt Produktion wie immer
multimediales Training wird für alle Mitarbeiter angeboten multimediales Training wird für manche Mitarbeiter angeboten Nur gelegentlich
multimediale Journalisten haben mehr Karrierechancen No No
Es gibt neue Jobs wie Teamleiter und neue Kommunaktionsanlaufstellen No No
Es gibt eine journalistische Unternehmenskultur Separate Unternehmenskulturen. Aber durch die Zusammenarbeit verändert sich hier langsam etwas Unternehmenskulturen sind strikt voneinander getrennt

mediamatikHier eine kurze Zusammenfassung zu

Latzer, Michael (1997): Mediamatik. Die Konvergenz von Telekommunikation, Computer und Rundfunk. Opladen: Westdt. Verl.

 

In seinem Buch postuliert Latzer, dass es einen Transformationsprozess im Kommunikationssektor gibt. Aus der Konvergenz von Telematik (Informatik + Telekommunikation) und Rundfunk entwickelt sich die Mediamatik. (vgl. Latzer, 1997: S. 16) Dabei macht Latzer anfangs klar, was Konvergenz nicht ist:

  • Konvergenz ist nicht gleich Fusion
  • Konvergenz ist nicht Substitution sondern Transformation
  • führt nicht nur zur Integration sondern auch zu Desintegration
  • kein additiver Prozess
  • Konvergenz ist nur in Zusammenhang mit Liberalisierung und Globalisierung verstehbar
  • Es gibt Gegenbewegungen
  • Reregulierung könnte Thema sein (vgl. ebd.: S. 17)

Kurz erwähnt Latzer auch die Kondratieff-Zyklen, also die Theorie der „langen Wellen“. Ausgangspunkt der langen Wellen sind Paradigmenwechsel und damit verbunden Investitionen in Innovationen. „Hat sich die Innovation allgemein durchgesetzt, verringern sich die damit verbundenen Investitionen drastisch und es kommt zu einem Abschwung. In der Zeit des Abschwungs wird aber schon an einem neuen Paradigma gearbeitet.“ (Wikipedia, 2013) Nachdem die letzten Wellen von Chemie- und dann Automobilindustrie geprägt waren, seien jetzt die Informationstechnologien an der Reihe.

Paradigmenwechsel

Latzer möchte nicht mehr und nicht weniger als ein neues Paradigma anstoßen, das er „soziotechnisches Paradigma“ nennt (vgl. ebd.: S. 22). Während bisher Vorstellungen entweder von einem gesellschaftlichen Determinismus ausgingen, der neue Technologien anstoße oder von einem technischen Determinismus, der die Gesellschaft verändert, will Latzer beide Ansätze miteinander versöhnen. Dabei sollen das Wechselspiel zwischen Technik und Gesellschaft bzw. zwischen Gesellschaft und Technik hervorgehoben werden.

Latzer kritisiert auch die Wortschöpfung „Informationsgesellschaft“ als Mythos. Wenn schon, dann wären wir im Post-Information-Zeitalter, das sich durch

  • Entwicklungen zur Artificial Intelligence
  • Virtual Reality
  • und einen allgemeinen Konvergenztrend

auszeichnet (vgl. ebd.: S. 40). Es gibt auch Überlegungen dahingehend, dass es ein „First Media Age“ gab, dominiert von linearen Massenmedien, während sich jetzt nicht lineare, diffuse und vielfältige Kommunikationsdienste durchsetzen. Diese Dienste bilden das „Second Media Age“ (vgl. ebd.: S. 52f).

Rundfunk und Telekommunikation

Die Trennung  von Rundfunk und Telegrafie/Telefonie hatte wirtschaftliche und politische Gründe, nicht aber zwingend technische Gründe. Mit der Konvergenz verschwimmen traditionelle Industriesektoren, genauso wie nationale Grenzziehungen obsolet werden. Auf Seite 61 präsentiert Latzer seine sehr bekannt geworden Grafik, nach der bis 1970 die Sektoren Telekommunikation (analog), Computer (digital) und Rundfunk (analog) getrennt waren. Seit 1970 gibt es eine Verschmelzung von Telekommunikation und Computer zur Telematik (digital) und seit 1980 verschmelzen elektrische Medien und Telematik und bilden die Mediamatik (digital). Von diesen Trends sind auch die Print-Medien betroffen, die mit der Liberalisierung auch im Rundfunk tätig wurden.

Daraus entstehen Mediamatik-Industrien, bestehend aus TK-Unternehmen, RF- und Film-Firmen, KATV, Verleger, Computerfirmen, Unterhaltungselektronik-Firmen, Softwarefirmen. (vgl. ebd.: S. 63)

Kennzeichen der Konvergenz

Unzertrennlich mit der Konvergenz verbunden sind:

  • Globalisierung
  • Liberalisierung
  • Re- und Neuregulierung
  • Reorganisation
  • Privatisierung
  • Harmonisierung

Die Konvergenz spielt sich dabei auf 3 Ebenen ab:

  • unternehmensbezogene (Firmen-)Ebene
  • funktionale Ebene (Dienste)
  • technische Ebene (Netze) (vgl. ebd.: S. 75)

Zur technischen Ebene meint Latzer: „Im Idealfall ist jede Form der Informationsübertragung über jedes Netz möglich.“ (Latzer, 1997: S. 76) Der zweite Konvergenzschritt spielt sich auf der funktionalen Ebene ab. Es kommt auf eine Überschneidung der Diensteebene. Dabei gibt es aber auch Konvergenzhemnisse zu beachten, wie unterschiedliche Firmenkultur, Regulierungen (line-of-business, cross-media Restriktionen uä.) sowie institutionelle Reformresistenz (vgl. ebd.: S. 76ff).

Technikentwicklungen

Latzer macht auch klar, dass Technikentwicklungen oft falsch eingeschätzt wurden. Beginnend bei Johann Gutenberg, der glaubte, sein Buchdruck diene vorrangig der Schönschreibung. Oder das Telefon, mit dem man anfangs Musik und Nachrichten übertragen wollte, während man das Radio für die Individualkommunikation vorsah (vgl. S. 112f).