Das nenne ich mal Ironie: Heute wollte ich begeistert über mein neues Smartphone, dem Samsung Galaxy SIII, schreiben und genau am selben Tag gibt das Gerät seinen Geist auf. Geliefert bekam ich es übrigens erst am 31. Mai.

Völlig grundlos will sich das High-End-Mobiltelefon nicht mehr aufladen lassen. Egal welches Micro-USB-Ladekabel ich anstecke, zu Beginn wird eine graue Batterie mit Ladekreis angezeigt, danach tut sich einfach nichts mehr. Offenbar (Link 1) bin ich aber nicht der Einzige (Link 2) mit diesem Problem (Link 3), es dürfte sich hierbei also um einen gröberen Produktionsfehler handeln.

Das ist wirklich schade, denn an sich ist das Samsung Galaxy SIII ein echtes Schmuckstück. Nur, was bringt das alles, wenn die Hardware nicht passt und das Gerät nach eineinhalb Monaten zur Reparatur geschickt werden muss? Das darf bei einem rund 600 Euro (ohne Vertrag) teurem Gerät einfach nicht passieren. Zumindest Service und Reparatur müssen jetzt anstandslos und einwandfrei bei Samsung funktionieren, ansonsten sind sie mich als Kunden langfristig los.

Es gibt sie noch: Leute, die ratlos im Supermarkt stehen, weil der Einkaufszettel undeutlich geschrieben wurde oder gar verloren ging. Diese Spezies ist allerdings beim Aussterben, denn heute wird so etwas ganz gemütlich mit einer App am Smartphone erledigt. „To do list“-Manager sind aber nicht nur für den Einkauf nützlich, denn auch im Berufsalltag müssen immer häufiger immer mehr Aufgaben und Aufträge selbstständig organisiert werden.

Nur welche App ist wirklich gut? Für mich persönlich ist TeuxDeux unschlagbar. Der Vorteil des schweizerischen Tools ist die kalenderartige Darstellung. In TeuxDeux sind die Wochentage der Dreh und Angelpunkt der Aufgabenorganisation. Das unterscheidet dieses Tool stark von Konkurrenten wie Remember the Milk oder der Wunderlist, die sich auf die leichte Handhabung und Darstellung von zeitunabhängigen Listen fokussieren.

Browseransicht von TeuxDeux

In meinem Berufs- und Studienalltag zeigt sich aber, dass in gut neunzig Prozent der Fälle die Aufgabenerledigung immer einem gewissen Tag zugeordnet werden kann und muss. TeuxDeux ist auch deswegen so angenehm, weil die Aufgaben, solange sie nicht abgehakt werden, automatisch in den nächsten Tag verschoben werden. Sollte also eine Sache mal nicht am gewünschten Tag erledigt werden, geht sie deswegen nicht verloren. Und falls man doch Aufgaben hat, die zu keinem Datum passen, dann kann man sie immer noch unter dem Punkt „Someday“ eintragen.

TeuxDeux ist wirklich ein traumhaft einfacher, verständlicher und sinnvoller Aufgabenmanager, der leider noch ziemlich unbekannt ist. Das App kann im Browser genauso wie auch am IPhone genutzt werden und glücklicherweise gibt es auch für Android-Handys eine Lösung.

Vier Monate lang war ich Praktikant bei der Tageszeitung „Die Presse“, im Ressort Karrieren. Dementsprechend viele Karrieremeldungen sowie Curricula Vitae (CV) habe ich in dieser Zeit erhalten und selektiert. Wirklich geärgert habe ich mich immer über solche und ähnliche Formulierungen: „Frau Mag. XY studierte Politikwissenschaft, Germanistik und Geschichte an der Universität Wien“.

Eine solche Aussage ist formal durchaus vertretbar, denn studieren kann man viel. Allerdings hat Frau XY nur einen Magistertitel und dementsprechend wird sie auch nur ein Studium abgeschlossen haben. In den meisten Fällen ist das erstgenannte Studium auch das Hauptstudium gewesen, also bei Frau XY Politikwissenschaft. Das muss aber leider nicht immer so sein. Ich habe etwa die Karrieremeldung eines Herrn in Erinnerung, der das Studium der Betriebswirtschaftslehre zuerst nannte, obwohl er seinen akademischen Grad woanders erhielt. BWL passte ihm aber wahrscheinlich wegen der höheren Reputation besser ins Konzept. Der Klarheit und Verständlichkeit sind solche substanzlosen Formulierungen allerdings abträglich. Außerdem zeugt eine mehrfache Studiennennung bei nur einem Abschluss nicht von einem hervorragenden Intellekt, sondern vielmehr von einem pfauenartigen Aufplustern.

Warum? Die Frage lässt sich gut an meinem Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (PuKW) beantworten. PuKW ist sehr interdisziplinär angelegt, eine gewisse Anzahl an Lehrveranstaltungen muss sogar verpflichtend aus anderen Fachrichtungen absolviert werden. Jeder Publizistik-Student macht daher automatisch Prüfungen aus anderen Studien. Ich würde deswegen aber nie auf die Idee kommen zu schreiben: „Fabian Greiler studierte Publizistik, Betriebswirtschaft und Politikwissenschaft.“ Ja, nicht einmal Rechtswissenschaften führe ich in meinem Lebenslauf an, obwohl ich darin viele Prüfungen absolviert habe die weit über die Anrechenbarkeit für PuKW hinausgehen. Ich bin aber natürlich trotzdem noch lange kein vollständig ausgebildeter Jurist und genauso wenig bin ich ein ausgebildeter Politikwissenschaftler oder Betriebswirt. Für mich macht die Nennung dieser Studien darum keinen Sinn.

Überhaupt sollten grundsätzlich Studien im Lebenslauf weglassen werden, die man halt einmal ausprobiert oder nur teilweise abgeschlossen hat. Ausnahme kann nur sein, wenn beispielsweise neben dem abgeschlossenen Studium ein weiteres noch ernsthaft betrieben wird. Noch ein Tipp für alle Lebenslauf- und Karrieremeldungsschreiber: Wer ein Doktorat gemacht hat, kann statt studieren auch das präzisere Verb promovieren verwenden. Von spondieren kann derjenige schreiben, der den wissenschaftlichen Grad Mag., Dipl.-Ing., Dr. med. univ. oder äquivalent M.A., M. Sc., etc. erlangte.

(An diesem Artikel schrieb ich rund 160 Minuten.)