Jahresvorsätze sind so eine Sache: Vornehmen tut man sich viel, einhalten schon weniger. Wenn man sich dann wieder im alten Habitus erwischt, heißt es nur allzu gerne: „Aber morgen wird alles anders!“ Die EAV lässt grüßen:

Mir soll das bitte nicht passieren. Realistisch und bescheiden will ich es darum angehen. Mein Jahresvorsatz für 2012: Privat Facebook und Twitter nur mehr unterwegs am Handy nutzen, ausgenommen am Wochenende.

Warum das? Social Media sind einfach irrsinnige (Frei-)Zeitfresser. Das lässt sich mit Vollzeit-Praktikum und Studium nicht mehr vereinbaren. Am Handy unterwegs ist der Konsum hingegen egal, weil man beispielsweise die Zeit in der Straßenbahn sowieso wartend verbringen muss. Trotzdem bin ich mir sicher, dadurch ein paar spannende Geschichte und vor allem Videos zu verpassen. Mein Samsung Wave, mit dem miesen Betriebssystem Bada, hat mit Videos nämlich so seine Probleme. Solche Sachen kann ich mir aber am Wochenende vom Notebook aus anschauen bzw. nachlesen, das wird mir hoffentlich die Abgewöhnungsphase erleichtern. Ich glaube auch nicht, dass sich damit mein Social Media-Konsum einfach auf das Wochenende verlagert, weil ich keinerlei Lust verspüre am Samstag und Sonntag stundenlang Facebook und Twitter anzustarren. Ganz einfach ist es aber sowieso nicht sein Verhalten zu ändern. Der Mensch ist absolut ein Gewohnheitstier. Leider. Und: ausgenommen von dem Vorsatz ist natürlich die berufliche Nutzung von Facebook und Twitter.

Ja, es stimmt. Wir werden zu Jahresende überschwemmt mit Top-Listen. Aber meine ist ganz besonders gut, ich schwöre! Denn mein Favoritenauswahl hat für jeden was dabei – von ganz neue Serien wie Falling Skies bis hin zu alten Platzhirschen wie American Dad.

10. Fringe

Eine FBI-Agentin und ihr Kollege ermitteln in mysteriösen und angsteinflößenden Fällen. Das Konzept ist nicht wirklich neu, Akte X kennen Leute meines Alters aus der Kindheit. Spannend machen die Serie aber die Sciene-Fiction-Ideen, die in den Stories verarbeitet werden und im Verlauf ein großes Ganzes ergeben.

9. Dexter

Bereits altbekannt und gut bewährt. Dexter handelt von einem sympatischen Serienkiller mit Gewissen.

8. American Dad

Grandioser Comic. Lustig, schräg und sozialkritisch. Kurz habe ich schon darüber gebloggt.

7. Parks and Recreation

Bester Klamaukhumor um ein bunte wie durchgeknallte US-Beamtentruppe.

6. Modern Family

Al Bundy ist wieder da. Eine schreckliche nette Familie fand ich als Teenager grandios, Modern Family ist es heute. Die Comedy-Show kurz und knackig erklärt: Er lebt mit einer heißen Kolumbianerin und ihrem Sohn zusammen und seine Kinder mit ihren Familien gleich in Nachbarschaft. Die Show kommt locker flockig daher, Tiefgang braucht man nicht erwarten. Super zum Abzuschalten.

5. Falling Skies

Steven Spielberg als Producer? Das ist doch schon ein gutes Zeichen, gerade wenn es um Aliens geht! Nur diesmal präsentiert er uns nicht einen süßen, kleinen E.T. Diesmal haben Außerirdischen gewaltvoll die Erde okupiert und ausgerechnet Kinder werden versklavt. Sachlich betrachtet ist die Menschheit am Ende, trotzdem wird weitergekämpft. Als Fan von apokalyptischer Szenerie liebe ich ja so etwas.

4. It is always sunny in Philadelphia

Krank, krank, krank. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht mehr zu sagen. Die Show ist brutal bizarr – anschauen!

3. Game of Thrones

Die Show heimste haufenweise Preise ab und die Fans spielen verrückt. Zurecht, muss man sagen. Fantasy war nie so mein Ding, aber die Serie macht das ganz  intelligent. Anfangs könnte man glauben, die Autoren erzählen – mittels fiktiver Personen und Länder – das reale Leben im Mittelalter nach. Erst später kommt man drauf, dass die Leute beispielsweise nicht nur an Drachen glauben, sondern es diese tatsächlich auch gibt.

2. The Walking Dead

Apokalypse pur. Menschen sind fast vollständig ausgerottet bzw. aufgefressen worden. Die letzten Überlebenden irren hilf- und hoffnungslos durch das Land, in ständiger Flucht vor Zombies. Siehe meinen Blogeintrag dazu.

1. Breaking Bad

Breaking Bad ist das non plus ultra. Ernsthaft, wirklich, ohne Spaß: An die Serie kommt bei weitem nichts ran. Nun schon vier Staffeln lang, schaffen es die Autoren, verschachtelte Handlungsstränge aufzubauen, die sich langsam auseinander dividieren, um dann ganz plötzlich wieder ineinander zu fallen. Vor dieser bestechenden Logik und dieser mitreißenden Dramaturgie kann der Zuschauer nur mehr kapitulieren. Wie schon gebloggt, geht es bei der Serie um einen Chemielehrer, der ins Drogengeschäft einsteigt.

Gerade auf dem Blog von Ivy gesehen: Ihre ganz persönliche Handy-Evolution. Ach das waren noch Zeiten, als man mit zweizeiligen Displays hantierte, aber mit den Handys auch Fußball spielen konnte. Jedenfalls eine nette Idee, da möchte ich natürlich um nichts nachstehen. Mal abgesehen davon, ist Retro eh voll in und das trotz Hipster.

Tja. Mein erstes Handy war schon aus der Mode, als ich es bekam. Besonders war es nicht, aber günstig – das hatte wiederum das Christkind, sprich meine Eltern, gefreut. Alle coolen Typen in der Schule spielten derweilen Snake auf ihren Nokias. Aber sehr robust war’s, mein Philips Savvy.

 

 

 

 

 

 

Weil es so robust war, musste ich mich auch ziemlich lange damit zufrieden geben. Mein zweites Handy war das Motorola v3 razor. Klapphandy mit zwei Displays. Extrem edles Design, ansonsten einfach nur miserabel. Hat mich zu einem überzeugten Motorola-Gegner gemacht.

 

 

 

 

 

 

 

Das Siemens s65 war sehr widerstandsfähig. Manko: Die Tasten waren schlecht zu bedienen.

 

 

 

 

 

 

Das Handy mit dem klingenden Namen SonyEricsson k618i hat mich eine ordentliche Stange Geld gekostet. Den Vertrag hatte ich bei A1 mit Vodafone. Alles in allem war es aber recht in Ordnung.

 

 

 

 

Schlussendlich doch: Auch ich habe einmal ein Nokia besessen. Von einem Freund neu abgekauft, weil der es nicht brauchte. War für mich allerdings nur ein Übergangshandy, jetzt telefoniert meine Mutter damit.

 

 

 

 

 


Mein aktuelles Handy, das Samsung Wave s8500. Mein erstes Touchscreen-Handy und damit endlich auch die Möglichkeit unterwegs Mails, Nachrichten und Social Media zu nutzen. Für den Kauf gab es gleich mehrere Gründe: Von der Hardware schwärmten Blogs und Medien. Auch wichtig, da ich es ohne Vertrag gekauft habe: Es war günstig. Außerdem war es das erste Handy am Markt mit Samsungs eigenem Betriebssystem „Bada“. Mir gefiel die Idee einmal irgendwo ganz vorne mit dabei zu sein. Ein Fehler, denn die vorinstallierten Apps spinnen manchmal und andere bekommt man sehr schwer oder gar nicht. Einerseits finde ich die Strategie von Samsung durchaus interessant, Smartphones für alle möglichen Betriebssysteme zu bauen, andererseits kann man so mit dem eigenen nie und nimmer den Durchbruch schaffen. Es ist so ärgerlich: Kein quando, kein foursquare, lange Zeit auch kein facebook, weil das vorinstallierte App nicht funktionierte, usw. Daher mein Rat: Liebe Leute bleibt bei iOS oder Android und in Zukunft vielleicht bei Windows Phone!

 

 

 

samsung-galaxys3Weiter ging es dann mit dem Samsung Galaxy S3, bestellt im Mai 2012. An sich ein gutes Smartphone, aber ich musste es einmal in der Garantiezeit zur Reperatur einsenden und dann nach gut zwei Jahren gab es wieder technische Probleme. Plötzlich hatte ich beim Telefonieren Aussetzer … Sehr nervig. Ich habe es aber gerne weiter für den Urlaub und zum Schnappschüsse machen verwendet, bis eine Arbeitskollegin das Phone ausborgte und es ihr dann gestohlen wurde. Es bleibt aber schon

 

 

 

 

 

nexus5pngMein derzeitiges privates Handy ist das Google Nexus 5 von LG Electronics. Ich habe mir zu dem Zeitpunkt bewusst ein älteres – und damit günstigeres – Smartphone gekauft. Bestellt habe ich das Phone Ende Juli 2014. Was total ärgerlich ist: Der Akku ist bereits extrem schwach und hält nicht mal mehr einen Tag durch.

 

 

 

 

 

 

 

iphone-6S-goldMein Arbeitshandy (vom Arbeitgeber bekommen), ist ein iPhone 6S. Das funktioniert einwandfrei, den großen Hype um das Phone von Apple kann ich aber nicht nachvollziehen.

 

Jetzt ist es passiert: Boardwalk Empire interessiert mich nicht mehr, dabei habe ich es Anfang September noch empfohlen. Die Mafia-Story wurde irgendwann fad, da ist es mir gleich wie mit der Serie „The Sopranos“ ergangen. Ist auch naheliegend, immerhin stammen beide aus der Feder von Terence Winter. Nun ja: Eine Serie weg, drei neue dazu.

EnlightenedNatürlich auch wieder was von HBO. Seit Oktober läuft im amerikanischen Kabelsender „Enlightened„. Eine Serie über das verworrene Leben einer mindestens genauso verworrenen Frau, deren Leben auseinanderbricht. Nach einem Nervenzusammenbruch, will die Haupfigur Amy ihr Leben wieder auf die Reihe bekommen. Das ist aber gar nicht so einfach, mit einem unbefriedigenden Job, einer kaltherzigen Mutter und einem drogensüchtigen Ex-Mann. Trotzdem, nach einem Theraphieaufenthalt in Hawaii glaubt sie an die „Selbsterleuchtung“ und ist voller Tatendrang der Welt und ihren Mitmenschen Gutes zu tun. Funktioniert nur leider nicht so gut, immer wieder fällt sie in alte Verhaltensmuster zurück und überrascht den Zuseher mit handfestem Egoismus. Ihr ganzes „Hippie“-Darsein wirkt so oberflächlich und gekünstelt. Eine Art, die ja gerade Europäer gerne den US-Amerikanern vorwerfen. Die Serie veranschaulicht mit Humor und Dramatik die Kluft zwischen dem Traum eines neuen, besseren Lebens einerseits und den gesellschaftlichen Zwängen und alten Denkweisen andererseits.

Sons of AnarchyGanz andere Probleme haben da die Sons of Anarchy. Der Titel ist Programm. In der Serie geht es um einen Motorradklub, der jede Menge linker Dinger dreht. Derbe Sprache, viel Gewalt und eine Einführung in das Leben solcher Outlaws inklusive. Was will man(n) mehr. Produziert wird die Serie von FX Networks.

JustifiedFX Networks gehört mit Showtime, HBO und AMC zu den großen „big four“ der amerikanischen Kabelsender, viel hat man von ihnen in letzter Zeit trotzdem nicht gehört. Da ist überraschend, dass sie neben Sons of Anarchy gleich noch einen Kracher im Gebäck haben. Justified handelt von einem ziemlich schießwütigen US Marshal, der in seine Heimatstadt in Kentucky versetzt wird. Alles in allem handelt sich es dabei um eine Art modernen Western. Ich mag ja, wie in Film und Serien die Südstaaten in Szene gesetzt werden, egal ob bei True Blood, No Country for Old Man oder eben Justified. Dieser raue Charme hat jedenfalls etwas ganz Spezielles.

 

Bei manchen genießt das Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (PuKW) einen zweifelhaften Ruf. Unverdient, wie ich meine. Klarerweise gibt es einige Negativpunkte, wie beispielsweise das schlechte Betreuungsverhältnis. Auf der anderen Seite übersieht man dabei leicht, wie viel sich am Publizistikinstitut tut und wie viele kreative Ideen hier geboren werden. Kobuk ist dafür ein Beispiel.

Einzigartiges Projekt
Ein anderes Beispiel ist das Fachtutoriumsprojekt, was ziemlich einzigartig an der Universität Wien ist. Dabei werden erst- und zweitsemestrige Studierende von älteren Studierende unterrichtet, die zumindest schon die erste Bakkalaureatsarbeit (BAKK 1) geschrieben habe. Ich war letztes Semester gemeinsam mit meinem Kollegen Lubomir Polach so ein Fachtutor. Deswegen kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Eine tolle Sache, sowohl für die Studienbeginner als auch für uns ältere Studierenden. Die Studienbeginner profitieren davon, weil im Gegensatz zur gewöhnlichen Massenuniversität maximal 20 Personen in einer Fachtutoriumsgruppe sind. Für viele die erste Gelegenheit, ungezwungen andere Studierende kennen zu lernen und sich aktiv zu Themen des Faches einbringen und mitdiskutieren zu können. Aber auch wir Fachtutoren profitieren ungemein: Wer ein Fachtutorium leiten möchte, muss sich mit einem Konzept bewerben, in dem er schildert welches Thema warum und wie behandeln werden soll. Vorgegeben ist nämlich nur ein Überthema, an dessen Rahmen man sich halten muss. Dieses Überthema richtet sich wieder nach einer bestimmte Vorlesung, an die das Fachtutorium gekoppelt ist. In unserem Fall war das „STEP 6 – Medienkunde“, gehalten von Univ.-Prof. Dr. Hannes Haas. Das Thema unseres Fachtutoriums war dementsprechend Medienwandel und Medienkonvergenz und hatte den klingenden Titel „As Time Goes Bytes“.

Lebenserfahrung pur
Auf jeden Fall muss man sich schon im Vorfeld mit seiner Idee wirklich auseinandersetzen und diese auch begründen können. Auch keine schlechte Übung für einen selbst. Ebenso erfahrungsreich war das Unterrichten. Und ganz ehrlich: Ich habe auch aus meinen Fehlern besonders viel gelernt. Vieles ist nämlich so wie wir uns das vorgestellt haben nicht gelungen, woanders wurden wir wieder positiv überrascht. Gruppendynamik mit ihren verschiedenen Persönlichkeiten ist jedenfalls eine spannende Sache. Das Ganze darf ja auch fordernd sein, denn die Arbeit wird von der Universität Wien bezahlt. Natürlich verdient man nicht berauschend viel, aber es geht in jeden Fall in Ordnung. Ein Fachtutor muss eineinhalb Stunden pro Woche eine Gruppe unterrichten – Vorbereitung, Korrigieren von Übungsarbeiten und ähnlichem nicht inbegriffen. Das Fachtutorium ist für die Erst- und Zweitsemestrigen verpflichtend und wird auch benotet. Diese Benotung macht den kleineren Teil der Endnote aus, der größere Teil besteht aus der davon unabhängigen Prüfungsnote der Vorlesung.

Rezension. „Tödliche Fracht. Das heimliche Geschäft mit Waffen und Drogen“, lautet der deutsche Titel des Buches von Matt Potter. Der britischen Journalisten arbeitete unter anderem als BBC-Korrespondent in vielen krisengeschüttelten Ländern. So berichtet er auch aus dem Serbien Miloševi?s. Die UNO hatte damals ein striktes Embargo gegen das Land erlassen. Umso mehr wunderte sich Potter, dass Waffen und Drogen trotzdem in Hülle und Fülle vorhanden waren. Wie konnte das geschehen und warum wiederholt sich das immer wieder in jedem Krisengebiet der Welt?


Zusammenbruch der Sowjetunion und die verheerenden Folgen

Potter beantwortet diese Frage durchaus vielschichtig und beginnt dabei mit dem Ende der Sowjetunion. Denn gemeinsam mit dem riesigen Staatsgefüge, ging auch die größte Armee der Welt unter. Was das bedeutete, kann niemanden glücklich stimmen: Es war der Startschuss für einen monströsen Waffen-Ausverkauf  – von der AK47 bis hin zum Panzer oder Kampfhubschrauber. Die Käufer sind nur allzu oft fragwürdige Gestalten. Einen Eindruck was für ein Weihnachtsfest das für Waffenhändler gewesen sein muss, liefert übrigens der sehr empfehlenswerte Hollywoodstreifen „Lord of War“ mit Nicolas Cage. Die illegalen Waffen müssen aber natürlich auch noch an ihren gewünschten Bestimmungsort gebracht werden. Und auch da konnten findige Geschäftsleute vom Tod der Sowjetunion profitieren: Denn über Nacht wurden unzählige gut ausgebildete und kampferprobte sowjetische Piloten mit samt deren Crew arbeitslos, die dringend wieder einen neuen Job brauchten. Und so kam es laut Potter, dass diese ehemaligen Soldaten mit den gleichen Militärtransportmaschinen – meist die Il-76 – weiterflogen, diesmal aber für private Unternehmen. Nur diese Leute trauten sich in die Krisengebiete von Afghanistan, über Irak bis hin zum Kongo. Potter begleitete eine solche Crew bei ihren Flügen. Sehr detailliert schildert er wie offiziell Güter für ehrbare NGOs (Nichtregierungsorganisationen) oder UNO geflogen wird und sich in den geheimen Kammern der Flugzeuge Waffen und Drogen verstecken. Der Autor beschreibt sehr drastisch, wie das gleiche Flugzeug sowohl rettende Medikamenten als auch todbringende Waffen etwa nach Afrika liefert. Das Buch beschäftigt sich ausgiebig mit so einem Piloten und seiner Crew: Mickey heißt der Pilot im Buch, der diese paradoxe Industrie mit Achselzucken kommentiert. Für ihn ist das ein normaler Job, so wie Taxi fahren. Er fliegt dorthin wo man ihn braucht, Befehle werden in soldatischer Manier angenommen und umgesetzt. An solchen Leuten besteht zweifelsohne ein weltweiter Bedarf: Teil zwei des Buches handelt auch vom ehemaligen Jugoslawien, Teil drei beschäftigt sich mit dem Nahen Osten und Afrika, Teil vier mit Afghanistan und den Irak, Teil fünf mit Zentralamerika und Horn von Afrika und Teil sechs mit Ostafrika und Russland. Damit zeigt sich auch die globale Dimension des organisierten Schmuggelhandels.


Anfangs spannend, dann langweilig
Leider muss man aber auch sagen: So spannend das Buch auch ist und so kompliziert die Hintergründe, insgesamt 397 Seiten hätte es dafür nicht gebraucht. Denn die Ländern ändern sich im Verlauf, die Geschichten bleiben aber die gleichen: Der Schmuggelhandel ist nicht zentral, es gibt keinen „Mr. Big“, alles ist lose organisiert. Hilfsgüter werden in Krisengebiete zu günstigen Konditionen geflogen, verdienen tut man dann mit den mitgenommenen „destabilisierenden Gütern“. Der Verdacht steht im Raum, dass das zum Teil von gewissen Regierungen gedeckt ist. Ausgeführt werden diese Transporte vor allem von Piloten aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, die das aus einer Mischung von Überlebenswillen und Gleichgültigkeit machen. Der Job ist brutal risikoreich, viele sind aufgrund mangelnder Wartung abgestürzt oder wurden abgeschossen. Darum geht es in dem Buch und das hätte man auch auf 200 Seiten erzählen können. Matt Potter liefert trotzdem ein eindrucksvolles Bild über die geheimen Transportwege dieser Welt, an denen noch ein jedes Embargo zerschellt ist. Weitere Informationen über das Buch und den Autor gibt es auch auf dessen Website: www.mattpotterbooks.com