AirBnB, Storify oder Paperlinks: Erfolgversprechende Online-Start-ups kommen üblicherweise aus den USA. Aber auch das ist im Wandel begriffen. Immer mehr vielversprechende Anwendungen kommen aus Europa und auch in Österreich tut sich was. Meist fernab von den etablierten Medien, denn nicht wenige Journalisten hassen dieses Internet.

Da wäre etwa die Firma Garmz GmbH, auf deren Website lookk.com können junge Kleidungsdesigner ihre Entwürfe online stellen und die User entscheiden ob sie gefallen oder nicht. Die beliebtesten Entwürfe werden schließlich von Garmz zur Produktion gebracht und verkauft, die Gewinne werden mit den Designern geteilt. Update: Lookk gibt es nicht mehr, das Startup hat seine Pforten schließen müssen. Mehr Infos hier.

Besonders richtungsweisend finde ich die Arbeit der Wikitude GmbH, die sich mit augmented reality beschäftigt. Für mich eines der Zukunftsthemen schlechthin. Mit dem Wikitude World Browser kann man etwa Denkmäler fotografieren, die Software erkennt diese und die passenden Informationen werden von der Wikipedia auf das Handy geladen. Denkbar sind natürlich aber auch ganz andere Anwendungen: Man fotografiert etwa ein Hotel und bekommt Bewertungen dafür angezeigt oder eine Einkaufsstraße und erfährt wo man besonders günstig einkaufen kann. Die Firma hat ähnlich wie Garmz schon große Erfolge gefeiert und ist in der Branche international bekannt – von einem „Start-up“ kann man da wohl nicht mehr sprechen. (Wobei: Ab wann ist eigentlich ein Start-up kein Start-up mehr?)

Ganz sicher noch ein Start-up ist courseticket.com. Das Wiener Unternehmen versteht sich als eine soziale Buchungs-Plattform für Aus- und Weiterbildungskurse. Trainer und Kursanbieter stellen ihre Angebote online, die Benutzer können diese dann bequem buchen und anschließend bewerten. Weitere Features sind Wartelistefunktion und Terminplaner, das verspricht zumindest das nette Werbevideo. Finanziert werden soll das Ganze mittels Werbepartner. Das Kursangebot wird zwar ständig ausgebaut, ist aber momentan noch sehr überschaubar. Ein gutes Angebotssortiment hat man allerdings schon für WU-Studenten, die sehr vom neuen Service profitieren könnten.