Wir alle kommen früher oder später in die Verlegenheit präsentieren bzw. referieren zu müssen. Manchen fällt das leicht und haben dabei sogar Spaß – für andere ist das der reine Horror. Tipps für die richtige Präsentation gibt es wie Sand am Meer, aber am meisten hilft sicher Übung. Trotzdem habe ich hier kurz & knackig ein paar wichtige Hinweise zusammengefasst.


Die Lautstärke

Der Redner sollte von jedem mühelos verstanden werden. Die Lautstärke dient neben dem Tempo auch zum Hervorheben von Aussagen durch Veränderung. Konstante Lautstärke wirkt ermüdend und sollte daher vermieden werden. Um eine größere Aufmerksamkeit bei den Zuhörern zu erreichen, kann eine laute aber auch eine leise Stimme eingesetzt werden.

Mögliche Lautstärkevariationen sind: flüstern, leise, normal, laut, brüllen.


Die Geschwindigkeit – das Tempo

Besonders am Anfang und am Ende einer Rede muss langsam und deutlich gesprochen werden. Zu Beginn muss die Aufmerksamkeit gewonnen werden, am Ende kann eine Handlungsaufforderung mitgegeben werden. Schnelles Sprechen zeigen Unruhe, Rastlosigkeit und Unsicherheit. Das Tempo muss der Aufnahmekapazität der Teilnehmer entsprechen und der jeweiligen Situation angepasst sein.

Folgende Tempovariationen sind möglich: stockend, langsam, mittel, schnell, hastig, dynamisch, flüssig, rhythmisch, pausenlos, lange Pausen, Wortdehnungen.


Artikulation

Die Aussagen sollen klar und akustisch gut verständlich sein. Wertungskriterien sind dabei: deutlich, überdeutlich, nuschelnd, Verschlucken einzelner Silben, näselnd, stotternd, lispeln, Hochsprache, Dialektfärbung, Dialekt


Betonung (Modulation)

Bedeutungsvolles wird speziell betont und dadurch unterstrichen. Trotzdem sollen Anfangs- oder Endsilben der Wörter nicht übermäßig betont werden. Ebenso starke Wortdehnungen wirken gekünstelt.

Die Stimmlage soll sich verändern, da sie sonst monoton wirkt. Der Tonfall umfasst das wechselnde Tempo, die Lautstärke, Tonhöhen und Pausen.


Wortwahl

Wichtig für gutes Reden ist auch der Umfang des Wortschatzes. Aber der Zuhörer soll die Wörter auch verstehen.


Stimmlage

Durch die kontinuierliche Steigerung der Tonhöhe und des Sprechtempos bis zum entscheidenden Satz, kann man das Publikum fesseln – nach einer kurzen Wirkungspause kommt die Kernaussage. Ansonsten ist die Stimme am Satzende zu senken.


Timbre

Darunter versteht man die Klangfarbe der Stimme, also z.B. schrill, dunkel, melodisch oder donnernd.


Atmung

Um der Stimme Klang zu geben, genügt die Bauch-Atmung, die wir auch normalerweise verwenden. Bei der Bauch-Atmung hebt und senkt sich die Bauchdecke. Üben können wir unsere Atmung, indem wir beim Ausatmen laut und langsam mitzählen und die Geschwindigkeit des Atemstromes kontrollieren.


Pausen

Wenn wir reden, kommen uns die Pausen oft länger vor als dem Publikum. Dabei können Pausen sehr wirkungsvoll eingesetzt werden. Unsere Zuhörer haben durch Pausen Zeit das Gesagte zu verarbeiten und sie sorgen außerdem für Spannung. Durch eine längere Pause wird die Gewichtigkeit des Gesagten hervorgehoben und prägt sich daher besser dem Zuhörer ein.

Darüber hinaus dienen Pausen zur Gliederung.

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Die Lehrveranstaltungen sind ausgesucht, Formulare ausgefüllt, Bestätigungen eingeholt und schließlich der TOEFL-Test bestanden. Aber die nächste Hürde wartet schon.

Die Wohnungssuche

Die Wohnungssuche in Kopenhagen gestaltet sich nämlich sehr mühselig. Im Großraum Kopenhagen leben rund 1,2 Millionen Einwohner und Wohnungen sind in der Stadt hart umkämpft. Ich verbringe mein Erasmus-Semester zusammen mit Lubomir, einem Freund und Kommilitonen der auch für Kopenhagen nominiert ist. Darum suchen wir gemeinsam eine Wohnung. Dutzenden Anfragen haben wir schon verschickt, aber fast nie eine Antwort erhalten und wenn doch, dann war diese negativ. Ein anderer Freund von mir meinte, dass es aufgrund des Wohnungsmangels in Kopenhagen sogar häufig Hausbesetzungen gibt, ganz einfach weil sich viele die Miete nicht mehr leisten können. (Man verzeihe mir bitte diese ungeprüfte Quelle.) Wir haben uns bei allen Studentenwohnheimen registriert, Bekannte und Freunde um Hilfe gebeten und sind bereit auch 7500 Kronen zu zahlen – das sind umgerechnet rund 1000 Euro. Ich verstehe aber auch, dass sich ein Vermieter keine unbekannten Ausländer in die Wohnung nehmen möchte, die man vor Mietbeginn nicht mal zu Gesicht bekommt. Es gibt für uns nur eine Alternative: Wir müssen uns in eine Herberge einquartieren und dann von Kopenhagen aus eine Wohnung suchen.

Kann nicht die Uni eine Unterkunft besorgen?

Diese Frage wurde auch schon manchmal an mich gestellt. Und tatsächlich kümmert sich die Kopenhagener Uni um Unterkünfte für ihre Erasmus-Studenten. Allerdings sind mein Kollege Lubomir und ich dafür zu spät dran. Dass wir zu spät sind, liegt wiederum am TOEFL-Test. Ich habe ja im letzten Artikel ausführlich über den TOEFL geschrieben und dass der mein Zeitmanagement über den Haufen geworfen hat. Hier nun die Erklärung: Kopenhagen verlangt einen TOEFL, das hat uns die Koordinatorin bereits am Infoabend erklärt. Nun wussten wir natürlich nicht, ob wir wirklich für Kopenhagen nominiert werden würden. Es dauert aber bis man die Bestätigung über die Nominierung erhält und sich dann um die Anmeldung zum TOEFL kümmern kann. Vor der Nominierung wollten wir uns nicht für den TOEFL anmelden, da die Testgebühr mit € 180,- recht saftig ist und kein Student gerne soviel Geld ausgibt. Es ist sehr ärgerlich, dass die Deadline für die Vermittlung einer Unterkunft sehr kurz war. Etwas worauf uns im Vorfeld auch niemand hingewiesen hat. Mit Lernen, Antreten und Abwarten der Testergebnisse – das dauert auch mindestens 2 Wochen – ist sich das alles nicht mehr rechtzeitig ausgegangen. Und hier auch ein wichtiger Hinweis: In Österreich organisiert der CIU den TOEFL-Test. Auf deren Homepage kann man alle Prüfungstermine ansehen. Allerdings ist das mit der Anmeldung nicht so einfach. Bei uns waren zum gewollten Termin alle Plätze ausgebucht, auch das sollte man immer beachten. Wenn die Wunschuniversität einen TOEFL fordert, sollte man diesen Test wirklich schon im Vorfeld machen und nicht auf die Nominierung warten. Das ist zwar ein (Geld-)Risiko, aber man erspart sich dann viel Ärger.

Beihilfe nicht vergessen

Die Studienbeihilfenbehörde unterstützt Studierende im Ausland, wenn sie auch in Österreich Beihilfe beziehen. Dabei bezieht sich die Höhe der Beihilfe auf die Lebenserhaltungskosten des Ziellandes. Den „Antrag auf Genehmigung einer Beihilfe für ein Auslandsstudium“ kann man auf deren Homepage abrufen.