Abgabe der Formulare

Man bekommt also die abgestempelten und unterschriebenen Formular vom Studienprogrammleiter zurück. Und was soll man nun damit machen? Man gibt die Originale im Büro für Studierendenmobilität ab. Zwar fordert das Büro im zugesendeten Mail auf, selbst Kopien zu erstellen, aber wenn man keine gemacht hat werden die auch dort kopiert. Das Büro befindet sich übrigens im Hauptgebäude der Universität Wien. Dazu geht man beim Haupteingang hinein, wendet sich nach rechts, geht die ersten 4 Stufen (also man bleibt im Erdgeschoss) hinauf und auf der rechten Seite befindet sich der Eingang, eine unscheinbare weiße Türe. Ich empfehle frühstmöglich dort die Formulare abzugeben, denn dann muss man nicht solange warten. Später bilden sich Schlangen, da alle „Outgoings“ innerhalb der Frist ihre Formulare abgeben müssen.

Nächste Anmelderunde

Das Büro für Studierendenmobilität sendet dann alle Unterlagen an die Partner-Universität im Ausland. Diese meldet sich schließlich per E-Mail. Mir hat die Kopenhagener Universität einen PIN zugeschickt, mitdem ich mich in ihr Internetportal einloggen kann. Und Einloggen musste ich mich, weil die Kopenhagener mich zur nächsten „Application“ aufgefordert haben. Für was ich eigentlich die Bewerbung schon auf englisch geschrieben hatte, frage ich mich noch heute. Auf jeden Fall heißt es wieder Formulare ausfüllen. Adresse, Geburtsdatum & Co., welche Dänischkenntnisse man hat, ob man einen Mentor will, ob die Universität für eine Unterkunft sorgen soll usw. Desweiteren muss man noch einmal ein mindestens 300 Wörter langes Motivationsschreiben in Englisch verfassen. Schließlich wollten sie auch, dass man ein „official transcript“ hochlädt. Official transcript wurde in der Hilfe als Zeugnisse der Heim-Universität beschrieben. Das alles habe ich auch brav gemacht.

„proof of english“ fehlte

Bald nachdem ich meine „Application“ abgeschickt hatte, bekam ich ein ungutes Mail. Darin stand, dass meine Application gestoppt wurde, bis ich einen proof of english erbringen würde. Mit proof of english meint man einen der anerkannten Englischtest, wie zum Beispiel das Certificate in Advanced English (CAE), oder noch bekannter den TOEFL. Natürlich habe ich schnellstmöglich den TOEFL-Test gemacht und glücklicherweise auch bestanden. Für Kopenhagen braucht man ein Testergebnis von mindestens 80 von 120 erreichbaren Punkten. Durch Gespräche habe ich herausgefunden, dass das sogar mehr ist als bei manchen amerikanischen Unis. Was aber wirklich schmerzte: Solange ich die Test-Ergebnisse nicht hatte, wurde meine Application und damit auch das Housing gestoppt. Housing meint die Vermittlung einer Unterkunft durch die Universität. Beim Housing hatten die Kopenhagener leider eine sehr knappe Deadline, die ich nicht mehr einhalten konnte. Als ich schließlich die Testergebnisse nachreichte, wurde meine Application fortgesetzt und positiv abgeschlossen – aber eine Unterkunft muss ich mir jetzt selber suchen!

Exkurs: der TOEFL-Test

Das überhaupt ein TOEFL-Test verlangt wird, ist innerhalb des ERASMUS-Programmes schon seltsam. Angeblich dürfen die teilnehmenden Universitäten das gar nicht verlangen, die Kopenhagener machen es trotzdem. Ich persönlich finde es auch ein wenig seltsam, dass – laut der Homepage der Universität Kopenhagen – Studierenden aus skandinavischen Ländern keinen TOEFL brauchen.

Zum TOEFL-Test selbst ist zusagen, dass man ihn unter- aber auch überschätzen kann. Ich hatte nicht so viel Zeit Englisch zu lernen, im Nachhinein gesehen hätte das wahrscheinlich auch nicht viel gebracht. Beim Test bekommt man nämlich irgendwelche Texte zu hören und zu lesen. Man muss daher einfach ein gewisses Niveau haben um die Aufgaben bewältigen zu können. Die Texte beim Test sind sehr wissenschaftlich und kompliziert. Allerdings glaube ich, dass die Benotung sehr fair ist. Ich hatte 95 Punkte und mir ist es eigentlich gar nicht gut gegangen. Ich war an dem Tag total übermüdet und pessimistisch eingestellt – was ich normal bei fast keiner Prüfung bin. Noch dazu fing meine Nachbarin gleichzeitig mit mir den „Speaking“-Teil an, was extrem störend war. An sich ist es so, dass die Leute nach der Registrierung einen Platz zugewiesen bekommen und dann sofort anfangen können zu arbeiten. Dadurch arbeiten alle etwas zeitversetzt und es wird darauf geachtet, dass die, die ungefähr zur selben Zeit anfangen, getrennt sitzen. Leider glich sich der Zeitabstand zwischen meiner Nachbarin und mir bis zum „Speaking“-Teil aus. Übrigens: Ich dachte mir, es würde beim Test so Art Kabinen geben – aber davon war keine Rede. Man sitzt in einem Raum der aussieht wie ein Klassenzimmer und vor Dir steht ein PC und ein Headset. Alles offen also, dafür müssen alle persönlichen Utensilien weggelegt werden, nicht mal ein Getränk darf man stehen lassen. (was ich besonders gemein finde, denn in der einzigen zehnminütigen Pause trank ich ein RedBull und es ging mir gleich wieder besser. ;-)) Der Test dauert netto 4 Stunden und das ist schon zäh. Aber wie gesagt: Die Benotung dürfte moderat sein. Meine Detailergebnisse sind: Reading: High, Listening: High, Speaking: Good-Fair, Writing: Fair. Last but not least noch ein Tipp: Beim Reading wird zuerst der gesamte Text präsentiert, dann Fragen dazu gestellt. Zu den Fragen kann man aber den Text auch noch einmal lesen. Daher sollte man anfangs den Text überspringen und erst im Zusammenhang mit den Fragen die betreffenden Textstellen lesen. Das Problem ist nämlich die knappe Zeit!

Ich bin froh den Test bestanden zu haben, aber es ist wirklich blöd, dass der TOEFL-Test mein Zeitmanagement über den Haufen geworfen hat. Was das für mich bedeutet und warum das grundsätzlich von den Instituten schlecht geregelt ist, beschreibe ich im nächsten Artikel.

Dieser Spruch kann nur aus Österreich stammen – die Bürokratie war schon in der Monarchie ein fester Bestandteil unseres Lebens. Seitdem scheint sich wenig geändert zu haben: Wer Erasmus machen will, muss unzählige Formulare ausfüllen.

Im letzten Artikel wurde schon die Seite http://erasmus.univie.ac.at erwähnt. Wie gesagt, muss man sich zuallererst beim jeweiligen Koordinator des Institutes bewerben. Dieser entscheidet gemeinsam mit Studienprogrammleitung und Frauenbeauftragten, wer nominiert wird. (zumindest ist das auf dem Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft so) Ist man nominiert worden, wird man per Mail informiert. Der nächste Schritt ist nun das Ausfüllen und Bestätigen lassen der Formulare, die man auf erasmus.univie.ac.at findet. Abgesehen vom Nominierungsformular, das musste man schon bei der Bewerbung abgeben.

Was konkret möchte ich im Ausland lernen?

Spätestens jetzt muss man wissen, welche Lehrveranstaltungen man im Ausland besuchen möchte und für welche Lehrveranstaltungen man diese hier in Österreich angerechnet haben möchte. Wobei natürlich der Studienprogrammleiter entscheidet ob diese Lehrveranstaltungen äquivalent sind – ob sie also angerechnet werden können. Mit der Anrechnung zwischen den europäischen Universitäten gibt es anscheinend noch immer grundsätzliche Probleme. Ich habe mir das Leben leicht gemacht und lasse mir die Lehrveranstaltungen in Kopenhagen „nur“ als freie Wahlfächer im Magisterstudium der Uni Wien anrechnen. Das wurde auch ohne Einwendungen genehmigt. Aber keine Panik, falls man sich über die Lehrveranstaltungen im Ausland noch nicht ganz sicher ist, es gibt sogar eigene Formulare um das „Learning Agreement“ abzuändern. Spätestens wenn man im Ausland ist und das Semester beginnt, wird man wissen welche Lehrveranstaltungen man besucht. Übrigens: Ich habe mir die Kurse, die ich in Kopenhagen absolvieren will, schon viel früher rausgesucht. So habe ich schon bei der Bewerbung im Motivationsschreiben geschrieben, warum ich genau dorthin will und warum gerade diese Kurse so toll sind. Das ist auch sinnvoll, immerhin sollte man seine Erasmus-Uni nicht nur nach dem Land, sondern auch nach dem Lehrangebot wählen. Zu diesem Zeitpunkt muss man auch bereits wissen, ob man einen Sprachkurs vor Semesterbeginn im Ausland machen möchte. Denn dafür gibt es auch Förderungen!

Den Sanctus abholen

Nachdem man alle Formulare ausgefüllt hat, müssen die natürlich noch genehmigt werden. Dazu bekommt man einen Termin per Mail zugesendet. Ist es dann soweit, geht man mit seinen Formularen zum Studienprogrammleiter, der haut einen Stempel drauf und unterschreibt. Damit wären die nächsten Hürden überwunden, aber das ist natürlich nicht das Ende. Die Formulare müssen ja noch abgegeben werden und die Partner-Uni wird sich auch noch melden. (zumindest bei mir war das so) Mehr dazu aber im nächsten Teil.

Jeder der schon mal im Ausland studierte, schwärmt über die neuen Erfahrungen die er dort gemacht hat. Bis man allerdings die Reise antreten kann, sind einige bürokratische Hürden zu überwinden.

Auf dem Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaften in Wien wären das folgende:

 

1. Die Qual der Wahl

Wohin soll es gehen? Diese Frage ist natürlich zentral und sollte wohl überlegt sein. Im Nachhinein sehe ich meine „Recherche“ auf eigene Faust als vergeudete Zeit und es wäre wohl vernünftig gewesen, hätte ich bis zum Infoabend gewartet und dann erst die nächsten Schritte geplant. Zur Auswahl der Unis ist noch zu sagen: Man sollte sich für zwei Partneruniversitäten bewerben. Zwar kann man auch nur eine Präferenz angeben, allerdings erhöht man mit einer Alternative seine Chancen genommen zu werden. Laut meiner zuständigen Koordinatorin kann man sich maximal für zwei Unis bewerben. Das ist etwas verschieden zu anderen Instituten, die eine längere Präferenzliste oft sogar verlangen. Wichtig ist, dass es auf den Partnerunis Master- oder Bachelorplätze gibt.  Man sollte auf dasselbe Niveau achten, sprich sich nur  für einen Masterplatz bewerben, wenn man selbst im Master ist. Ansonsten kann es zu Problemen bei der Anrechnung der im Ausland absolvierten ECTS-Punkte kommen, oder die Partneruni könnte die Bewerbung sogar stoppen.

 

2. Die Bewerbung

Hat man seine Wahl getroffen, muss man bis zu einer gewissen Frist seine Bewerbung beim zuständigen Koordinator (am Institut) einreichen. Dabei umfasst die Bewerbung: Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Motivationsschreiben, Notenspiegel und das Nominierungsformular. Das Nominierungsformular findet man auf erasmus.univie.ac.at. Dort muss man sich registrieren und zumindest dieses eine Formular ausfüllen und bei der Bewerbung mitabgeben. Es gibt noch viele andere Formulare, die werden aber erst später relevant.

Die Bewerbung ist in deutsch und englisch zu verfassen und sollte auf jede der zwei Partnerunis angepasst sein, die man präferiert. D.h. im Endeffekt schreibt man alles viermal: zweimal in deutsch und zweimal in englisch. Außerdem muss ein Sammelzeugnis ausgedruckt werden. Wer das noch nie gemacht hat: Für UniVie-Studierende gibt es Automaten für den Ausdruck. Diese findet man vor der StudienService-Stelle auf der „Hauptuniversität“. Man soll übrigens auch seinen Notendurchschnitt errechnen und diesen bei der Bewerbung angehen. Er ist ein wichtiger Kriterienpunkt wer fahren darf und wer nicht.

Sobald man seine Unterlagen eingereicht hat, heißt es aber erstmals warten. Denn die Bestätigung, dass man nominiert wurde, kann schon dauern. Dazu aber mehr im nächsten Artikel.

In diesem Beitrag sollen wichtige Bestimmungen der Bauordnung zusammengefasst werden. Die Darstellungen sind daher verkürzt.

„Die Vollziehung der „örtlichen Baupolizei“ ist nach Art 118 Abs 3 Z 9 B-VG den Gemeinden als Angelegenheit des eigenen Wirkungsbereichs garantiert.“ (Raschauer / Wessely, 2001: S. 168)[1. RASCHAUER, Bernhard / WESSELY, Wolfgang: Besonderes Verwaltungsrecht. 4., vollständig überarb. Auflage. Wien: WUV/Universitätsverlag. 2001]

Ein Bauvorhaben kann bewilligungspflicht (§ 14), anzeigepflichtig (§ 15) oder auch bewilligungs- und anzeigefrei (§ 17) sein. Bewilligungspflichtig sind:

  • Neu-, Zu- und Umbauten von Gebäuden
  • Errichtung baulicher Anlagen die eine Gefahr bewirken können, oder das Ortsbild beeinträchtigen können
  • Einfriedungen
  • Abänderungen und Abbruch von Bauwerken
  • Aufstellen bestimmter Maschinen
  • größere Erdbewegungen im Bauland


Als Bauwerk bezeichnet man Objekte dessen Herstellung bautechnische Kenntnisse verlangt und mit dem Boden kraftschlüssig verbunden ist. Als Gebäude, ein Bauwerk mit Wänden, Dach und Schutzzweck. Als bauliche Anlage all das was nicht unter Gebäude fällt. (vgl. ebd., S. 171) Zur Bauverhandlung sind die Parteien persönlich zu laden. Die Verhandlungsausschreibung ist zusätzlich an der Amtstafel der Gemeinde kundzutun. (Ediktalladung) Die Parteien können schriftlich bis zum Tage der Verhandlung, oder mündlich während der Verhandlung Einwendungen erheben. Besonders wichtig ist, dass Einwendungen – die sich nicht auf baurechtlich geschützte subjektiv öffenlichte Rechte beziehen – zurückzuweisen sind. Keine subjektiven öffentliche Rechte sind z.B. die Gefährdung von Grundwasser oder generell öffentlichrechtliche Bestimmungen. (zum Beispiel die Beeinträchtigung des Ortsbildes)

Subjektiv öffentliche Rechts sind:

  1. die Standsicherheit, Trockenheit und Brandschutz der Bauwerke von Nachbarn
  2. Schutz vor Immissionen
  3. Bebauungswiese, Bebauungshöhe, Bauwich


    Der Instanzenzug in der Bauordnung sieht folgendermaßen aus:

    1. Instanz ist der Bürgermeister bzw. Magistrat -> 2. Instanz ist der Gemeinderat oder Gemeindevorstand bzw. Stadtsenat -> Aufsichtsbehörde ist die jeweilige Landesregierung -> 3. Instanz sind die Gerichtshöfe des öffentlichen Rechts, also VfGH oder VwGH

    Dieser Beitrag handelt vom österreichischem Gewerberecht. Der Fokus liegt auf den notwendigen rechtlichen Genehmigungen. Es handelt sich daher nicht um eine vollständige Zusammenfassung der Gewerbeordnung.

    Einleitung
    Das Gewerberecht begrenzt die Gewerbefreiheit und normiert gewisse Zugangsbeschränkungen. In Österreich ist das Gewerberecht in der Gewerbeordnung 1994 festgelegt. Die Gewerbeordnung kommt dann zur Anwendung wenn sebstständig (Unternehmer trägt das Riskio), regelmäßig und in Ertragsabsicht gehandelt wird.

    Für die Anmeldung von Gewerben ist die Bezirksverwaltungsbehörde (BVB) zuständig. Diese stellt im positiven Fall als Bescheid den „Gewerbeschein“ aus. (vgl. Raschauer / Wessely, 2001: S. 125)[1. RASCHAUER, Bernhard / WESSELY, Wolfgang: Besonderes Verwaltungsrecht. 4., vollständig überarb. Auflage. Wien: WUV/Universitätsverlag. 2001] Das gerade Gesagte gilt nur für nicht bewilligungspflichtige Gewerbe – auf bewilligungspflichte Gewerbe soll hier nicht weiter eingegangen werden.

    Genehmigungspflicht für gewerbliche Betriebsanlagen
    Wichtig ist die in der GewO normierte Genehmigungspflicht für gewerblichen Betriebsanlagen. Dabei gilt, dass Anlagen dann genehmigungspflichtig sind wenn sie

    • überhaupt der GewO unterliegen (z.B. landwirtschaftliche Betriebe sind von der GewO ausgenommen)
    • örtlich gebunde Einrichtungen sind (z.B. Verkaufsstände auf Märkten zählen nicht dazu)
    • geeignet sind, lästige Wirkung zu entfalten (also wenn sie rauchen, stinken oder lärmen)

    (vgl. ebd., S. 135)


    Im „ordentlichen Verfahren“ der GewO hat der Nachbar Parteienstellung. Nachbar ist, wer sich nicht nur vorübergehend am betreffenden Ort aufhält und dieser im Immissionsbereich liegt. Trotz dieses weiten Nachbarbegriffes sind zur Augenscheinverhandlung nur die Eigentümer der an das Betriebsgrundstück unmittelbar angrenzenden Liegenschaft persönlich zu laden. Für alle anderen Parteien reicht die Ediktalladung. Die Parteienstellung geht verloren, wenn keine Einwendungen erhoben werden.

    Akt und Bescheid sind zwei Begriff, die einem häufig begegnen. Beides sind Formen der hoheitlichen Verwaltung. Der Akt der unmittelbaren verwaltungsbehördlichen Befehls- und Zwangsgewalt ist aber eine Anordnung oder Zwangsmaßnahme die aufgrund gesetzlicher Ermächtigung ohne besondere Verfahrensformlichkeiten ergriffen werden können. Gegen solche Akte kann vor dem unabhängigen Verwaltungssenat Beschwerde geführt werden. (siehe: Art 129a Abs 1 Z 2 B-VG)

    Der Bescheid ist eine förmliche hoheitliche Anordnung oder Entscheidung und an individuelle Adressaten gerichtet. Ihre Erlassung ist in den Verwaltungsverfahrensgesetzen geregelt.

    Auch in der Wikipedia findet man Akt und Bescheid erklärt.




    Wie Bescheide allgemein zu erlassen sind, ist in Österreich im Verwaltungsverfahrensgesetz (AVG) geregelt. Nach § 8 AVG sind jene Personen Parteien, auf die sich die Tätigkeit einer Behörde bezieht oder die an einer Verwaltungssache kraft eines Rechtsspruches oder eines rechtlichen Interesses beteiligt sind. Nur Parteien haben subjektive öffentliche Rechte. D.h. der Einzelne kann seine Ansprüche vor den zuständigen Verwaltungsbehörden durchsetzen.

    In einem Verwaltungsverfahren haben Parteien mehrere Parteirechte. Man kann auch sagen aus der Parteistellung ergibt sich das Recht auf:

    • Akteneinsicht
    • verfahrensrechtliche Anträge zu stellen (z.B. Beweisanträge)
    • Parteigehör
    • Zustellung des erlassenen Bescheides
    • Rechtsmittel gegen diese Bescheid

    Wichtig dabei: Die Parteien haben bis spätestens zum Schluss der mündlichen Verhandlung deren Einwendungen zu erheben, ansonsten verliert man die Parteistellung. (und damit auch alle Rechte)